Schluss mit Facebook-Fettnäpfchen!

Thessa hat's erfahren müssen: Facebook-Fettnäpfchen können richtig unangenehm werden. Mit diesen Tipps behaltet ihr die Kontrolle über eure Privatsphäre bei Facebook.

Größtes Facebook-Fettnäpfchen: Privatparty statt Public Viewing

Eigentlich wollte Thessa aus Hamburg nur Geburtstag feiern. Doch dann kamen 1500 Menschen, die aus der ganzen Nachbarschaft eine Partyzone machten und aus Thessa einen unfreiwilligen Medienstar. Schuld war ein kleiner Haken, den sie beim Anlegen der Veranstaltung auf Facebook übersehen hatte...

Das kannst du tun:

Falls du nicht scharf bist auf Prügeleien im Vorgarten und Titelseitenplätze bei der Boulevardpresse, solltest du deine Veranstaltungen auf Facebook als privat kennzeichnen. Dafür einfach beim Erstellen des Termins die richtigen Einstellungen wählen, also den Haken unter dem Punkt "Jeder kann die Veranstaltung sehen und für sie zu-/absagen (öffentliche Veranstaltung)" entfernen. Wir empfehlen außerdem, nicht deine komplette Adresse anzugeben. Man weiß ja nie.

Alte Freunde über Facebook wiederfinden ist toll - aber leider bist du nun auch für den Rest des Internets direkt ansprechbar. Wenn dir das nicht so lieb ist, solltest du deine Suchoptionen ändern.

Das kannst du tun:

Dazu gehst du oben rechts auf der Facebook-Startseite unter Konto in den "Privatsphäre-Einstellungen" auf den Punkt "Auf Facebook vernetzen". Dort kannst du genau regeln, welche Informationen Fremde oder potentielle Freunde sehen können, die über die Facebook-Suche nach dir suchen. Sollen nur dein Bild und Name erscheinen? Oder auch die Freundesliste und die Hobbys? Möchtest du deinen Wohnort dem ganzen Internet preisgeben? All das kannst du festlegen, indem du in dem kleinen Drop-Down-Feld auswählst, was "Alle" oder was "Nur Freunde" sehen dürfen.

Du willst gerne, dass dein Profil für Fremde auch auf Facebook überhaupt nicht auffindbar ist? Das geht leider nicht. Name, Profilbild, Geschlecht, Nutzername und deine Netzwerke sind standardmäßig für "Alle" sichtbar. Facebook begründet das damit, dass "diese Informationen unverzichtbar sind, damit du dich mit deinen Freunden und Verwandten verbinden kannst".

Öffentliche Suche: Du kannst aber immerhin verhindern, dass dein Facebook-Profil auch über Google zu finden ist. Dafür gehst du unter "Konto" auf die Seite "Privatsphäre-Einstellungen" und klickst dort "Anwendungen und Webseiten" an. Gehe auf "Bearbeite deine Einstellungen" und klicke neben "Öffentliche Suche" auf "Einstellungen bearbeiten". Nun kannst du die "Öffentliche Suche deaktivieren" und so von Menschen, die Ihren Namen bei Google eingeben, nicht gefunden werden.

Klopf, klopf! Lust auf ein kleines Schwätzchen? Nein? Passt gerade nicht? Plauderwillige Freunde haben da unter Umständen kein Verständnis für - wenn du Zeit für Facebook hast, müssen doch mal ein paar Minuten Chat drin sein, oder? Falls du nur kurz einmal auf deine Pinnwand gucken, und dich dann ausloggen möchtest, solltest du besser den Chat ausschalten.

Das kannst du tun:

Ganz einfach: Gleich nach dem Einloggen gehst du unten im Chat auf "Optionen" und klickst dann auf "offline" - schon bist du aus dem Chat verschwunden (siehst aber auch selbst nicht mehr, wer gerade online ist). Wenn du später wieder kontaktfreudiger bist, klickst du nur auf den Chat, und du bist wieder drin.

Facebook ist immer dann besonders interessant, wenn es lustige oder überraschende News von Freunden auf der Startseite gibt. Falls du auf Facebook aber nicht nur mit deinen besten Freunden vernetzt bist, landen deine launigen Updates automatisch auch bei Mama, Opa und anderen Facebook-Kontakten, denen du dein Privatleben nicht zu ausführlich ausbreiten willst. Daher ist es eine gute Idee, deine Kontakte in Listen zu sortieren, die du bei Bedarf von deinen Statusmeldungen ausklammern kannst.

Das kannst du tun:

Dafür musst du nur in den Kontoeinstellungen "Freunde" auf den Punkt "Freunde verwalten" klicken, und deine Kontakte dann einteilen ("Freunde", "Familie", "Arbeit", etc.). Du kannst den gleichen Kontakt auch in mehreren Listen eintragen.

Wenn du das nächste mal deinen Status aktualisierst, klickst du unter dem Textfeld auf das kleine Schloss-Symbol, und aktivierst "Benutzerdefiniert". Unter dem Punkt "Das vor folgenden Personen verbergen" kannst du dann bequem die Listen und Einzelnamen eintragen, die diesen Status nicht unbedingt zu lesen brauchen.

Haha! Lustig, die vielen Quizze und Spiele auf deiner Seite! Aber nervt dich das auch manchmal, wenn einer deiner Freunde alle anderen Meldungen mit seinen Testergebnissen oder Spiele-Punktzahlen übertönt? Überraschung! Das machst du vielleicht auch, ohne es zu wissen! Manche Facebook-Anwendungen schreiben nämlich ohne Erlaubnis einfach hin und wieder ein Spielergebnis an deine Profilwand- das solltest du schnell abstellen!

Das kannst du tun:

Gemeinerweise haben nämlich viele Facebook-Anwendungen von Haus aus die Generalerlaubnis, lustige News auf deiner Pinnwand zu veröffentlichen. Daher: Schnell unter "Profil" zu den "Anwendungseinstellungen". Dort solltest du dir sich alles ansehen, was unter "Posten zugelassen" und "Autorisiert" steht. Ganz schön viel, oder? Unter "Einstellungen bearbeiten" kannst du dann einstellen, wer von deinem Spieltrieb wissen soll. Wichtig: Der Punkt "Zusätzliche Genehmigungen" - dort kannst du den Haken deaktivieren, der Pinnwand-Benachrichtigungen gestattet.

Außerdem solltest du Anwendungen meiden, die nach deinen Login-Daten fragen - es handelt sich höchstwahrscheinlich um "Phishing-Sites", die von deinem Facebook-Profil aus deine Freunde mit Spam belästigen. Finger weg!

Voll daneben, dieses Foto vom Barhopping. Und das von der Party davor ist noch peinlicher: Gesicht knallrot, angetrunken und fette Schweißflecken im Shirt. Echt ärgerlich, dass alle deine Kontakte dieses Foto jetzt fett auf ihrer Facebook-Startseite sehen. Ein Besuch bei den Foto-Einstellungen schafft Abhilfe!

Das kannst du tun:

Schnell wieder zu den "Privatsphäre"-Einstellungen! Dort gibt es den Punkt "Profilinformationen" - eine lange Liste mit Freigaben für eine Vielzahl von Facebook-Daten. Wenn du dort auf "Fotos und Videos von mir" klickst, kannst du festlegen, wer Fotos, auf denen du markiert bist, sehen darf. Nach einem Klick auf "Benutzerdefiniert" kannst du das individuell für Freunde oder Listen angeben - oder pauschal die Option "Nur ich" aktivieren.

Auch deine eigenen Alben solltest du eventuell lieber eine Stufe privater schalten - und sei es, um ahnungslose Freunde auf deinen Fotos vor Peinlichkeiten zu schützen.

Tipp 7: Pinnwand unter Verschluss

Ein klassischer Anfängerfehler: Viele Facebook-Benutzer hinterlassen gerne mal eine Nachricht auf deiner Profilseite ohne zu wissen, dass jetzt alle deine Freunde diese Nachricht auf ihrer Startseite mitlesen können. Ein kleiner Flirt oder eine heißer Gruß vom neuen Freund macht deine Startseite schnell zur virtuellen Stehparty.

Das kannst du tun:

Ähnlich, wie bei den Fotos kannst du unter "Privatsphäre-Einstellungen" und "Profilinformationen" deine Profilseite für bestimmte Kontakte (oder alle) blocken. Und: Bedenke bei deiner nächsten Notiz auf der Pinnwand deiner besten Freundin, dass du ihr damit vielleicht ungewollte Aufmerksamkeit verschaffst.

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!