Kleine Teekunde

Schwarzer, grüner und weißer Tee ist uns ein Begriff. Aber was ist Oolong? Und wofür steht "broken" und "dust"? Und sind Teebeutel nicht vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Als "Tee" werden die obersten feinen Blätter und Blattknospen des tropischen Teestrauches "Camellia sinensis" bezeichnet. Später hängt es vom Verarbeitungs-prozess ab, ob der Tee grün bleibt oder schwarz wird. Unterschieden werden folgende Teearten:

Weißer Teedie gepflückten Blätter werden nur gerollt und getrocknet.
Grüner Teedie Blätter werden vor dem Rollen und Trocknen gedämpft. Durch die Dampfbehandlung werden die Fermente und Enzyme zerstört, um die Oxidation zu verhindern; die Blätter bleiben olivgrün.
Oolong-TeeMittelding zwischem "grünen" und "schwarzem" Tee, der nur halb fermentiert ist.
Schwarzer Teeentsteht durch Fermentieren, was zur Enzymbildung und Braunverfärbung des Blattes führt. Die Fermentierung oder Oxidierung entsteht durch den Kontakt der Blätter bzw. des Pflanzensaftes mit Sauerstoff. Dadurch verfärben sich die Blätter rotbraun bis schwarz.
Rooibos TeeEr wird nicht aus dem Camellia sinensis gewonnen. Rooibos Tee ist koffein- und gerbstoffreier Tee aus dem südafrikanischen Rooibos-Strauch. Feine nadelförmige Teeblätter mit mildem Geschmack.

Blattgrößen

Die verschiedenen Blattgrößen, in denen Tee angeboten wird, haben nichts meit der Qulität zu tun. Allerdings gilt: Je kleiner die Gradierung, desto ergiebiger wird später der Aufguss. Unterschieden wird in:

Teebeutel sind besser als ihr Ruf

Echte Teekenner halten angeblich nichts von ihnen. Schon das Papier würde den Teegeschmack verfälschen, meinen sie. Aber Teebeutel sind besser als ihr Ruf. Im Papierschlauch mit zwei Kammern kann der Tee sein Aroma gut entfalten. Und praktisch sind sie auch: kein Hantieren mit einem Filter, keine Krümelei beim Aufbrühen und schnell zu entsorgen. Für Beutel spricht zudem, dass sie Teemischungen in der richtigen Zusammensetzung enthalten, während man bei losem Tee nicht immer alle Bestandteile gleichmäßig erwischt. Aber weil die Teebrösel im Beutel sehr klein sind, schmeckt der Tee oft stark. Trotzdem soll man ihn nicht einfach kürzer ziehen lassen, sondernlieber mit mehr Wasser aufgießen. Ohnehin gilt der von den Herstellern angegebene "1 Beutel pro Tasse" meist für einen großen Becher.

Text Uta Bangert
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