Unsere Tipps gegen Winterfrust

Draußen wird es viel zu früh dunkel, deine Laune ist auf dem Tiefpunkt und du kannst dich zu nichts so recht aufraffen? Wir zeigen dir, wie du aus dem allwinterlichen Stimmungstief wieder rauskommst

Ach, war das ein schöner Sommer! Wir sind barfuß über Wiesen gelaufen, haben im Park gegrillt, uns abends in lauer Sommerluft stundenlang mit Freunden auf dem Balkon verquatscht und die Sonne ging nur ganz kurz unter.

Und jetzt? Nieselregen oder Schneematsch, graues Dezemberwetter und Sonne nur für den, der mit dem Flugzeug durch die dicke Wolkendecke bricht. Kein Wunder, dass wir uns im Winter viel häufiger deprimiert fühlen als an strahlenden Sommertagen. Schuld an der Misere ist vor allem das fehlende Licht, das für eine Reihe von Prozessen verantwortlich ist, die in unserem Körper ablaufen.

Vor allem im November und im Dezember, wenn es merklich früher dunkler wird, fühlen wir uns häufiger niedergeschlagen als sonst. Dennoch ist nicht jedes Stimmungstief gleich eine Depression.

Winterfrust

Die weitaus größere Gruppe derer, die sich im Winter schlapp und antriebslos fühlen, leidet unter einer depressiven Verstimmung und nicht gleich unter einer Depression. Das Stimmungstief überfällt rund 20 Prozent aller Deutschen jährlich und scheint schlicht und einfach für manch einen zum Jahreszyklus dazu zu gehören. Dennoch leidet man als Betroffener unter dem "Winterblues" - man fühlt sich antriebslos, ist schlecht gelaunt und schleppt sich mehr schlecht als recht durch den Alltag. Doch gegen dieses Unheil ist ein Kraut gewachsen: Schaut euch doch mal unsere Tipps gegen Winterfrust an und dann nichts wie raus an die frische Luft und so viel Licht wie möglich tanken!

Auf der nächsten Seite: Was ist eine "Winterdepression"?

Winterdepression

Die Winterdepression ist eine ernst zu nehmende Krankheit, die auch unter der Abkürzung SAD (Saisonal Abhängige Depression) bekannt ist. In den meisten Fällen beginnt diese Art der Depression bereits in den Herbsttagen und endet erst wieder mit den ersten Frühlingstagen. Frauen sind von dieser Krankheit viermal so häufig betroffen wie Männer. Dass die Winterdepression verstärkt in Ländern im Norden vorkommt (Skandinavien liegt noch weit vor Deutschland) und im Mittelmeergebiet kaum bekannt ist, verwundert nicht. Betroffene Menschen klagen über starke Traurigkeit, sie fühlen sich übermäßig schlapp und antriebslos. Anders als bei vielen anderen Depressionsformen tritt bei der Winterdepression verstärkter Appetit, vor allem auf Süßes, auf, was mit einer deutlichen Gewichtszunahme einhergeht. Oftmals fällt es den Betroffenen schwer, aus dem Bett zu kommen, am liebsten würden sie den ganzen Tag schlafen.

Wenn ihr glaubt, an einer Winterdepression zu leiden, dann werden euch unsere Tipps vielleicht ein bisschen aufmuntern, wirklich helfen kann euch aber nur ein Arzt! Also scheut euch nicht, euren Hausarzt auf euer Problem anzusprechen - ihr könnt dann gemeinsam überlegen, welche Behandlungsform für euch die richtige ist. Keine Angst - die Winterdepression ist mit der richtigen Therapie (es gibt z.B. eine spezielle Lichttherapie) in den Griff zu bekommen.

Hilfe findet ihr auch bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe: >> www.deutsche-depressionshilfe.de. Dort könnt ihr entweder anrufen: 0341-97-24493 oder eine Email hinschicken: info@deutsche-depressionshilfe.de

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Zwanzig Tipps gegen Winterfrust

1. Licht! Viel an der frischen Luft spazieren gehen. Mindestens eine halbe Stunde täglich und am besten bei Tageslicht. Bringt den Kreislauf in Schwung, hält fit und sorgt für den ultimativen Sauerstoff-Kick.

2. Schokolade! Gönnt euch einen kleinen Serotoninstoß - der Muntermacher steckt zum Beispiel in Schokolade. Jetzt aber nicht gleich vor lauter Freude über die süße Nachricht zur 250 Gramm Tafel greifen. Damit der Glücklichmacher nicht zur süßen Sünde wird, solltet ihr nicht mehr als 20 bis 30 Gramm pro Woche essen. Aber die wollen auf der Zunge zergehen.

3. Umräumen! Dir fällt die Decke auf'n Kopf? Dann räum doch mal ein bisschen in deiner Wohnung um! Oder besorg dir ein paar neue hübsche Accessoires: Kerzen, ein Duftkissen, eine kuschelige Wolldecke für dein Sofa ...

4. Sauna! Schnapp dir deine beste Freundin und bringt euer Immunsystem so richtig auf Trab. Am besten einmal in der Woche. Wem 90 Grad zu heiß sind, der geht in die Biosauna oder ins Dampfbad.

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5. Verwöhnen! Gönn deiner von der kalten Winterluft gestressten Haut eine Wohlfühl-Cremekur. Streichelzart wird zum Beispiel mit den intensiven Pflegeprodukten von Moanui, die ihr in der Apotheke oder im Internet unter www.moanui.de

6. Schlafen! Und zwar am besten mindestens sieben Stunden jede Nacht. Für alle, die viel Stress haben, sollten zwei Mal in der Woche sieben Stunden Schlaf trotzdem drin sein.

7. Gemütlichkeit! Und zwar mit der richtigen Beleuchtung. Dafür solltet ihr immer mehr als nur eine Lichtquelle haben. Wenn ihr eure Lampen auch noch dimmen könnt, steht einer gemütlichen Atmosphäre nichts mehr im Weg.

8. Gesund Essen! Beginnt den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück, und haltet euch generell an viel frisches Obst und Gemüse. Hin und wieder eine extra Portion Kartoffeln, Pasta oder Brot sind auch super! Wer sich abwechslungsreich ernährt, stärkt das Immunsystem.

9. Magnesium! Denn Magnesium regt das Nervensystem an. Das heißt jetzt nicht, dass ihr in die Apotheke rennen sollt, um Magnesium-Brausetabletten zu kaufen. Besser: Zu Hause frische, magnesiumreiche Speisen kochen mit Milch- und Vollkornprodukten, Geflügel, Nüssen, Beeren und Bananen.

10. Fisch auf den Tisch! Am besten natürlich frisch. Das in Fisch enthaltene Jod regt die Schilddrüse und den Zellstoffwechsel an.

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11. Kunst! In Schönecken in der Eifel gibt es vom 1. Dezember 2008 bis Ende Februar 2009 eine Kunst-Ausstellung mit dem Titel "Farbe gegen Winterfrust". Zu sehen sind Bilder verschiedener Maler aus Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg. Besichtigungen sind nur nach telefonischer Absprache mit Frau Dogan möglich (Tel. 06553-33 89). Weitere Infos zu der Ausstellung unter www.eifel.de

12. Lichtdusche! Am besten wäre es morgens, direkt nach Sonnenaufgang, an der frischen Luft spazieren zu gehen. Auch bei bedecktem Himmel bekommt man genügend Licht ab, um den Tag im dunklen Büro oder in düsteren Seminarräumen zu überstehen. Keine Lust auf frühes Aufstehen? Dann hilft eine Eigentherapie: Es gibt spezielle Gerät, die aussehen, wie ein Gesichtsbräuner. Anstatt uns zu bräunen versorgen sie uns mit 10.000 Lux pro halbe Stunde – eine Menge Licht, die für den ganzen Tag reicht.

13. Gesellschaft! Auch, wenn euch eigentlich nur nach zu Hause sein und rumhängen zu Mute ist: Verabredet euch, treffet Freunde, geht zusammen ins Kino, Tanzen oder was immer ihr wollt. Das bringt euch auf andere Gedanken!

14. Sex! Die traute Zweisamkeit stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern sorgt auch für die Ausschüttung von Glückshormonen.

15. Tee trinken! Hält schön warm, hellt die Stimmung auf und wirkt belebend: Johanniskraut-Tee.

16. Shoppen! So eine kleine Shopping-Tour, am besten in Gesellschaft einer Freundin, kann ein wahres Stimmungswunder vollbringen. Leider auch auf unserem Konto. Aber es muss ja nicht gleich eine Gucci-Handtasche sein. Obwohl...

17. Wegfahren! Packt euren Freund oder eine Freundin ein und fahrt für ein Wochenende mal raus aus dem Alltag. Anregungen für Wunschreiseziele findet ihr in dem Textkasten!

18. Eine gute Tat! Anderen helfen macht glücklich, ohne Zweifel. Ob ihr zwei Mal in der Woche mit dem Hund einer Nachbarin Gassi geht oder endlich mal wieder Opa im Altersheim besucht – Möglichkeiten, Gutes zu tun, gibt es mehr als genug.

19. Sport! Nein, Sport ist kein Mord. Und vor allem jetzt, in der dunklen Jahreszeit, solltet ihr nicht auf euer wöchentliches Workout verzichten. Zwei bis drei Mal die Woche 30 Minuten sollten es schon sein. Glückshormonausschüttung und Wohlfühlgarantie inklusive

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20. Wellness-Tag! Geht auch zu Hause ganz wunderbar. Sonntags schön ausschlafen, gemütlich frühstücken und dann ab in die Wanne. Wer mag, gibt ein Entspannung förderndes Wohlfühl-Öl (z.B. von Tetesept) ins Wasser. In die Haare kommt eine Haarkur, danach ein Handtuch drum. Während die Kur einwirkt, könnt ihr euch eincremen und Finger- und Fußnägel in Form bringen. Haare gründlich ausspülen und rein mit euch in das Sonntags-Wohlfühloutfit. Freundin anrufen, zum Kochen verabreden, lecker essen, tratschen und einen schönen Film angucken. Herrlich!

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