Vadim Glowna

Er war noch Schauspielschüler, als Gustav Gründgens ihn ans renommierte Hamburger Schauspielhaus holte. Heute ist er einer der besten deutschen Schauspieler. Am 26. September wird er 65 Jahre alt, im selben Monat erscheint seine Autobiografie "Der Geschichtenerzähler". Der Film "Die Nacht der schlafenden Schönen", bei dem Glowna Regie führte, kommt Ende des Jahres in die Kinos.

Kann man am Geruch eines Menschen seine Gemütslage erkennen?

Lieber Vadim Glowna, es heißt, der Mensch kann bis zu zehntausend Gerüche unterscheiden - vom faulen Ei bis zum Lavendelfeld. Doch unser Geruchssinn ist von allen fünf Sinnen am wenigsten erforscht. Allerdings gibt es Studien, die zeigen, dass Menschen Angst riechen können. Forscher der Universität Wien gaben Testpersonen spezielle Achsel-Pads und zeigten ihnen einen gruseligen Film. Einen Tag später bekamen sie neue Pads und sahen einen harmlosen Streifen. Schließlich ließen die Wissenschaftler neue Testpersonen riechen: Die konnten die "Angst-Pads" von den anderen unterscheiden. "Demnach müssten wir eigentlich auch Glück riechen können", sagt Thomas Hummel, Geruchsforscher an der Universität Dresden. Und tatsächlich: Am Monell Chemical Senses Center in Philadelphia forschten Wissenschaftler ebenfalls mit Achselkissen und Filmen. Dabei erschnüffelten die Testpersonen, welche Kissen bei einem Film getragen wurden, der seine Zuschauer zum Lachen gebracht hatte. "Wir nehmen Düfte auch unbewusst wahr", sagt Geruchsforscher Hummel, "zum Beispiel fühlen wir uns bei einem Menschen wohl, ohne zu wissen, dass es sein Geruch ist, der uns anspricht." Die Nase warnt uns vor Feuer, lässt uns bei Pizza-Duft das Wasser im Mund zusammenlaufen und entscheidet mit, wen wir mögen oder unsympathisch finden. Nicht mehr nach dem Bauchgefühl, sondern der Nase nach handelt zukünftig

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Foto: Markus Tedeskino BRIGITTE 20/2006

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