Love and Other Disasters

Man nehme eine hübsche Hauptdarstellerin und einen Traum-prinzen, mische das Ganze mit allerlei Missverständnissen, dazu eine Prise Happy End - fertig ist die romantische Kino-Komödie. So weit, so langweilig. "Love and Other Disasters" traut sich, mit den Genre-Klischees zu spielen

Ob das gut gehen kann? Eine romantische Komödie, die gleichzeitig die Klischees und Künstlichkeiten des Genres auf den Arm nimmt und als modernes Gegenstück zu "Breakfast at Tiffany's"gedacht ist. Regisseur Alek Keshishian hat sich auf jeden Fall viel vorgenommen für "Love and Other Disasters".

Der Inhalt ist schnell erzählt: Die aufgedrehte Amerikanerin Jacks (Brittany Murphy) arbeitet als Modeassistentin bei der englischen Vogue. Ihr eigenes Liebesleben hat sie nicht wirklich im Griff - was sie nicht davon abhält, all ihre Freunde mit vermeintlichen Traumpartnern zu verkuppeln. Auch für ihren schwulen Mitbewohner Peter (Matthew Rhys) hat sie jemanden im Auge: Paolo (Santiago Cabrera), den argentinischen Assistenten eines Vogue-Fotografen. Dass der sich offensichtlich nicht für Männer interessiert, merkt Jacks nicht. So entspinnt sich eine Geschichte um Verwechslungen und Miss-verständnisse, an deren Ende die Hauptdarstellerin beinahe den Mann ihrer Träume verpasst.

Love and Other Disasters

Brittany auf Audreys Spuren

Musik und Styling erinnern an die Swinging Sixties, und die Anspielungen auf den Klassiker "Breakfast at Tiffany's" sind allgegenwärtig. Mit weit aufgerissenen Rehäuglein unter den dicken Lidstrichen bemüht sich Brittany Murphy redlich, in Audrey Hepburns Fußstapfen zu treten. Die Spuren ihrer berühmten Vorgängerin sind allerdings viel zu groß, so dass Murphy reichlich unbeholfen durch den Film stakst. Auch Santiago Cabrera als farbloser Fotograf hinterlässt keinen bleibenden Eindruck. Mathew Rhys, bekannt aus der Serie "Brothers & Sisters", ist als intellektueller, etwas tapsiger Mitbewohner Peter dagegen ein echter Glücksgriff.

Richtig lustig wird es erst im letzten Drittel, wenn der bislang erfolglose Autor Peter ein Drehbuch über die Erlebnisse seiner Freunde schreibt und so ganz postmodern ein Film im Film entsteht. "Love and Other Disasters" hätte noch mehr Augenzwinkern dieser Art vertragen. Stattdessen lässt Regisseur Keshishian seine Figuren Lebensweisheiten verkünden und über große Gefühle philosophieren. Wie bei allen Rezepten gilt: Die Mischung macht's. In diesem Fall ist sie leider nicht stimmig, so dass der Film weder als "echte" Liebesschmonzette noch als Persiflage klappen will.

Fotos: 3L Filmverleih
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Guten Morgen, Welt!

Guten Morgen, Welt!

Wir servieren euch täglich Trends, Top-Stories und kuriose Netzfundstücke zum Frühstück!

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!

Diesen Inhalt per E-Mail versenden

Love and Other Disasters

Man nehme eine hübsche Hauptdarstellerin und einen Traum-prinzen, mische das Ganze mit allerlei Missverständnissen, dazu eine Prise Happy End - fertig ist die romantische Kino-Komödie. So weit, so langweilig. "Love and Other Disasters" traut sich, mit den Genre-Klischees zu spielen

Du kannst mehrere E-Mail-Adressen mit Komma getrennt eingeben

Deine Mail wurde versendet
Deine Mail konnte leider nicht versendet werden