Der Sommer geht...

... gute Musik bleibt! Das haben wir Bands wie Dashboard Confessional, Ben Harper oder den Plain White T's zu verdanken. Außerdem gibt es Neues von Jasmin Tabatabai

Jasmin Tabatabai - "I ran"

Fünf Jahre mussten wir warten – jetzt ist sie endlich wieder da. Nach ihrem Debütalbum "Only Love" geht Multitalent Jasmin Tabatabai mit einer neuen Scheibe an den Start. Ob zum Rocken, Träumen oder Mitsummen – "I ran" hält neben nachdenklichen und ruhigen Songs auch einige Ohrwürmer bereit. So kann man gar nicht anders, als sich vom eingängigen Sound der ersten Singleauskopplung "Let's stay together" mitreißen zu lassen. Der Titel des Albums "I ran" (zusammengeschrieben Iran) spielt dabei auf Tabatabais persische Herkunft an und so hat sie es sich nicht nehmen lassen, den gleichnamigen Song der britischen Band "A Flock of Seagulls" auf persisch zu covern. Fazit: Auch diese Platte ist wieder sehr persönlich und die Schauspielerin bleibt ihrem melancholischen Stil treu. Genau das Richtige für triste Herbsttage, an denen wir zusammen mit den Klängen von "I ran" dem Alltag für eine Weile entfliehen können.

Unbedingt anhören: * Let's Stay togehther * Anymore * I ran

VÖ: 07.09.

Dashboard Confessional - "Dusk and Summer"

Dashboard Confessional-Mastermind Chris Carrabba war schon lange vor seiner Zeit mit der Band im Musikgeschäft unterwegs, aber erst der Einsatz seiner Songs in der Serie "Malcom mittendrin" und in der amerikanischen Werbung verschaffte dem Mann aus Florida ernsthaftes Gehör. Das letzte Werk "A Mark, A Mission, A Brand, A Scar" verbreitete sich wie ein Lauffeuer und setzte sich in Playern und Gehörgängen der Rockpop-Fans fest. Das könnte mit dem neuen Album "Dusk and Summer" ebenso funktionieren. Schon die aktuelle Single "Stolen", die Dashboard Confessional mit der hessischen Band Juli aufgenommen haben, ist wunderschön und fließt leicht dahin. Der Fokus von Carrabba liegt ganz offensichtlich auf mitreißenden Melodien, die gerne auch mal von treibenden Beats unterstützt werden. Herzerwärmende Songs wie "So long, so long" oder "Dusk and Summer" machen das Album zu der perfekten Wohlfühlplatte für einen verregneten Herbstnachmittag.

Unbedingt anhören: * Stolen * Reason to believe * So long, so long

VÖ: 17.08.

Ben Harper - "Lifeline"

Seit 1992 bringt Ben Harper schon Album für Album heraus, doch erst durch seine Zusammenarbeit mit dem zeitweise sehr erfolgreichen Jack Johnson geriet der Mann aus Kalifornien ins Rampenlicht. Und das völlig zu recht. Harper verbindet Folk, Blues, Soul, R'n'B, Funk, Gospel, Reggae und Rock zu einem einzigartigen Klanggebilde, das dermaßen entspannt daherkommt, dass man sich zurücklehnen und einfach nur genießen kann. "In the colours" zum Beispiel ist unaufdringlich, aber gleichzeitig so einprägsam, dass der Track zu den Highlights der Platte gehört. Harper und seiner Band hört man bei jedem Track an, dass sie mit Herzblut spielen und singen.

Unbedingt anhören: * In the colours * Having Wings * Fight Outta You

VÖ: 31.08.

Plain White T's - "Every second counts"

Seit zehn Jahren gibt es die Punk-Rocker von Plain White T's nun schon, aber nie zuvor ist ihnen solch ein großer Hit wie "Hey there Delilah" gelungen. Fast ohne Promo-Unterstützung begann der Song einen Siegeszug durch die Gehörgänge der Musikfans und eroberte in rasantem Tempo die amerikanische Chartspitze. Auch in Deutschland sind die Jungs aus den USA auf Erfolgskurs - und damit ihrem Ziel, die Massen rocken zu dürfen, ein gutes Stückchen näher gekommen. Ihr Album "Every second counts", das das erste bei einem Major Label veröffentlichte ist, lässt erahnen, wie Plain Whits T's-Konzerte sein müssen: Ausgelassen, energiegeladen und rockig! Denn die Band ist alles andere als eine Schmuseband - die Songs preschen nach vorne, machen Lust, sich zu bewegen und vor allem Lust auf mehr!

Unbedingt anhören: * Hey there Delilah * Out time now * You and me

VÖ: 31.08.

Tommy Reeve - "On my mind"

"I'm sorry for your pain, I'm sorry for your tears" - dieses Lied verzaubert uns im Moment auf ganz besondere Weise. Tommy Reeve lässt unser Herz beben, die Tränen in den Augen glitzern und uns ins Land der Träume abgleiten. Auch die restlichen Songs von "On my mind", dem ersten Album von Tommy Reeve, stehen der ersten Single "I'm sorry" in nichts nach. Mal gefühlvoll, mal energiegeladen, mal herzzerreißend - die Mischung ist dem Münchner gut gelungen. Richtig Spaß macht "Talk to me" - eine sehr rockige, tanzbare Nummer.

Unbedingt anhören: * I'm sorry * Gone * Talk to me

VÖ: 31.08.

The Bravery - "The sun and the moon"

Mit ihrem ersten Album konnten die fünf Jungs von The Bravery die Kritiker nicht überzeugen, zu unentschlossen klangen die Synthesizer-Songs, die so sein wollten wie The Killers oder The Strokes, dies aber nicht annähernd schafften. Also entschlossen sich The Bravery zu einem Stilwechsel - der geglückt ist. Deutlich rockiger geht es jetzt zu. Die New Yorker bedienen sich außerdem an Orgel-, Streicher- und Pet-Sounds. Klingt sehr interessant.

Unbedingt anhören: * Believe * Every word is a knife in my ear * Time won't let me go

VÖ: 07.09.

KT Tunstall - "Drastic Fantastic"

Ihr Song "Black Horse And The Cherry Tree" vom ersten Album "Eye To The Telescope" katapultierte sie 2004 regelrecht ins Rampenlicht. Sogar Hollywood wurde auf KT Tunstalls Talent aufmerksam und verwendete gleich mehrere Titel für den Soundtrack von "Der Teufel trägt Prada". Nominierungen, Preise und weltweite Anerkennung folgten. Auch bei ihrem neusten Album "Drastic fantastic" setzt die Schottin auf treibende Folk-Beats, für die sie sich auch gerne mal bei britischen Indiepop-Bands inspirieren lässt. "Hold On", die erste Singleauskopplung, ist eine gutgelaunte Tanznummer geworden, die KT ihrer Wahlheimatstadt London gewidmet hat. Auch "I don't want you now" macht viel Spaß. "Someday soon" und "Paper Aeroplane" sind schöne leichte Stücke, die das große Talent der KT Tunstall erkennen lassen.

Unbedingt anhören: * Hold On * I dont't want you now * Beauty Of Uncertainty

VÖ: 07.09.

Soundtrack - "Hairspray"

Musicalverfilmungen sind in - das haben nicht nur Dreamgirls oder Chicago eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auch die Verfilmung von "Hairspray" sprengte an den US-Kassen alle Rekorde - was vor allem dem großartigen Soundtrack zu verdanken ist. Stars wie John Travolta (als Frau!), Michelle Pfeiffer, Teeniestar Zac Efron und viele andere leihen den Figuren ihre Stimmen und entführen uns zurück in die wilden 60er. Eine Zeit, in der es knallig, bunt, enthemmt und leidenschaftlich zuging. Wer da nicht mittanzen und singen will, ist selbst schuld.

Unbedingt anhören: * Good morning, Baltimore * Welcome to the 60s * The new girl in town

VÖ: 07.09.

Sabrina Setlur - "Rot"

Momentchen mal, ist das wirklich Sabrina Setlur, das bisher erfolgreichste Pferdchen aus dem 3P-Stall, das uns hier aus den Boxen entgegen tönt? Tatsächlich, sie ist es! Seit wann setzt die Dame aus Rödelheim denn auf Elektrosounds? Seit dem neuen Album "Rot"! Was im ersten Moment nicht zusammenzupassen scheint, entpuppt sich bei näherem Hinhören als extrem tanzbare Weiterentwicklung der Rapperin, die nach zehn Jahren im Musikbusiness auch dringend nötig war. Die Songs des Albums hören sich unverbraucht an, die Rhythmen kommen ungewohnt daher, nur die Backgroundstimmen von 3P-Sprösslingen wie Sebastian Hämer oder Cassandra Steen erinnern noch an die Kinderstube von Sabrina Setlur. Die scheint ganz offensichtlich erwachsen geworden zu sein.

Unbedingt anhören: * Discolampen * I think I like it * Als sei nix gewesen

VÖ: 24.08.

Saint-Tropez - "Lounge-Club"

Der Sommer, der niemals einer war, hat seine Zelte wohl endgültig abgerissen - da kommt uns diese CD gut gelegen. "Saint-Tropez" lässt uns an den berühmt-berüchtigten Nikki Beach reisen, an dem Sonnenhungrige und Promis dem Regenwetter entfliehen. DJ Jêrome Matisse hat eine Compilation für das chillige Tagestreiben gemixt, eine weitere für das schweißtreibende Nachtleben. "Lounge" und "Club" heißen die Platten, die uns mit eigenwilligen House- und Elektrosounds zum Relaxen und vor allem zum Tanzen antreiben. Da lacht die Sonne!

Unbedingt anhören: * Mason - Exceeder * Buy now -For sale * Martin Landsky - A light breeze

VÖ: 31.08.

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