Die besten neuen CDs

Höchste Zeit für neue Musik: Wir stellen euch die besten neuen CDs für den Herbst vor. Pop von Newcomer Yoav und The Submarines, Hiphop von Kardinal Offishall, Rock von Travis

The Submarines - Honeysuckle Weeks

The Submarines haben eine Mission: Sie wollen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wird. Deswegen machen sie so verspielte, originelle und eingängige Popsongs, dass einem das Herz aufgeht. Wer genauer hinhört, merkt aber schnell, dass die beiden New Yorker Musiker nicht so zuckersüß sind, wie sie tun. In bissigen Texten singt Blake Hazard, die sehr an Nina Persson von The Cardigans erinnert, von Umweltsündern und verzweifelten Großstadtfrauen. Anspieltipps: Das wunderbare "You, Me & The Bourgeoisie" und "The Wake up Song".

>> The Submarines im Netz

Travis - Ode to J.Smith

Früher war alles besser. Das muss sich auch die schottische Band Travis bei ihrem neuen Album gedacht haben. Früher, da haben Fran, Andy, Dougie und Neil richtig gerockt. Ihre erste Single aus dem Jahr 1996 hieß dementsprechend "All I Want To Do Is Rock". Dann kam der Erfolg, einige echte Ohrwürmer - und viele seichte Popsongs, die die Welt nicht brauchte. "Ode to J.Smith" ist anders. Und das ist gut so! Travis ist wieder lauter und kantiger geworden. Trotzdem werden auch Freunde sanfterer Töne nicht verschreckt. Dafür sorgt schon Frontmann Frans charmante Stimme. Der meint übrigens, dass "Ode to J.Smith" das coolste Album seiner Karriere ist. Recht hat er!

Okkervil River - The Stand Ins

Intellektueller Indie-Folk-Alternative-Rock, so ließe sich die Musik von Okkervil River beschreiben. Die Amerikaner um Sänger Will Sheff sind ziemliche Bücherwürmer, und ihre Songs klingen allesamt wie brilliante Kurzgeschichten. Es geht um verkorkste Familien, Ex-Freundinnen und die namensgebenden Lichtdouble ("stand ins"). Großartig ist das romantisch-gebrochene "Lost Coastlines" mit Banjo-Einlage. Mehr davon, bitte!

>> Okkervil River im Netz

Beth Rowley - Little Dreamer

Wer als junge Sängerin aus Großbritannien momentan etwas auf sich hält, setzt auf den Soul-Sound der 60er und 70er. Amy Winehouse hat's vorgemacht, Adele und Duffy folgten. Und jetzt Beth Rowley. "Och nee, die auch noch", mögen Miesepeter denken. Doch sie irren: ist "Little Dreamer" ein tolles, entspanntes Herbst-Album. Beth Rowley ist deutlich bluesiger als ihre Soul-Schwestern - und singt nicht nur eigene Songs, sondern auch originelle Cover von Klassikern wie Bob Dylans "I Shall Be Released". Ganz Großbritannien ist verzückt - allen voran Schauspielerin Keira Knightley, die kürzlich kundtat: "Beth Rowley macht mich glücklich, wenn ich nur ihre Stimme höre."

>> Beth Rowley im Netz

Yoav - Charmed & Strange

Unglaublich, was dieser Mann mit seiner Gitarre so alles anstellen kann! Yoav spielt nicht einfach, er zupft, hämmert, klopft und kratzt. Heraus kommt ein Sound, auf den Justin Timberlake stolz wäre. Die Stimme des Südamerikaners ist irgendwo zwischen sexy ("Club Thing") und sehnsuchtsvoll ("Angel and the Animal") angesiedelt. Ungewöhnlich, progressiv - und richtig gut!

>> Yoav im Netz

Kardinal Offishall - Not 4 Sale

Hiphop aus Kanada kannte keiner. Dann kam der zwei Meter große Kardinal Offishall. Und plötzlich sind alle begeistert: Kanye West, Pharrell Williams, Sean Paul, Rihanna, Jay Z, Busta Rhymes und Method Man feiern den Sohn jamaikanischer Immigranten. Sein Album "Not 4 Sale" ist Hiphop vom Feinsten. Die erste Single-Auskopplung "Dangerous", die Kardinal Offishall zusammen mit Mastermind Akon aufnahm, machte sich bereits in den Charts breit. Wer sein Album gehört hat, weiß: Es werden noch viele Hits folgen!

>> Kardinal Offishall im Netz

Nina Kinert - Pets & Friends

Dass die zauberhafte Nina Kinert eigene Songs schreibt, ist dem coolsten Schlagzeuger der Welt zu verdanken. In den verliebte sich die Schwedin auf der Rock'n'Roll-Hochschule. Wie es nun einmal so ist mit den coolen Typen, brach er ihr das Herz. Und Nina tröstete sich mit der Musik. Glück für uns. "Pets & Friends" ist ihr inzwischen drittes Album. Mit zart gebrochener Stimme singt sie von der Liebe, von Zauberern, Helden, Dämonen und ungeborenen Babys. Auch für Nina gab es schließlich ein Happy End: Sie ist jetzt mit ihrem ehemaligen Produzenten Love Olzon glücklich.

>> Nina Kinert im Netz
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!