Rock, Pop und Disco-Sounds

Das Warten hat ein Ende: Endlich gibt es neues Material von Maximo Park. Auch den Namen "Mika" solltet ihr euch merken. Außerdem gibt es Neues von Brett Anderson und Blank & Jones

Maximo Park- "Our Earthly Pleasures"

Sie wollen Pop machen und das klappt auch ganz hervorragend! Auch wenn sie selbst behaupten, "Our Earthly Pleasures" sei härter als der Vorgänger "A Certain Trigger" von 2005: Maximo Park sind sich treu! Ohne sich dabei aber übermäßig zu wiederholen. Irgendwie nicht mehr ganz so ungestüm, dafür aber eindeutiger und umfangreicher, was den Sound angeht. Außerdem ist Paul Smith' prägnante Stimme dieselbe geblieben und die Texte sind immer noch klüger als man es von anderen Bands gewohnt ist. Melancholisch, politisch, menschlich, ein bisschen wahnwitzig - und Smith begründet das wie folgt: "Diese Momente in denen du kurz davor stehst, eine geliebte Person zu betrügen oder etwas anderes zu tun, von dem du weißt, dass du es bereuen wirst. Es sind diese existentiellen Momente, die ich so faszinierend am Leben finde und die unsere neuen Songs definieren. Ich möchte die Menschen fesseln, deshalb singe ich über Dinge, die alle Menschen begehren. Darum heißt die Platte 'Our Earthly Pleasures'." Zu Recht! Willkommen also zu Maximo Parks grandioser Phase 2!

VÖ: 30.03.

Mehr Infos findet ihr unter www.maximopark.com

Mika - "Life in Cartoon Motion"

"Phantastisch! Großartig! Der nächste große Stern am Pophimmel!" - die Kritiker überschlagen sich bei ihren Rezensionen von "Life in Cartoon Motion", dem ersten Album des in London lebenden Libanesen Mika. Und was sagen wir dazu? Sie haben recht! Die Platte ist großes Kino! Mika hört sich an wie ein verlorenen geglaubter Sohn der Bee Gees, Robbies Williams' und Freddy Mercury zusammen. Mika trällert sich mutig, intelligent und mit einer gehörigen Portion Spaß durch drei Jahrzehnte Popgeschichte und lässt neuartige Disco-Häschen wie die Scissor Sisters ziemlich spießig aussehen. Bei Songs wie der ersten Single "Grace Kelly", "Relax" oder "Stock in the middle" haben trübe Gedanken und Tanzmuffel keine Chance! Dieses Album macht einfach happy!

VÖ: 23.03.

Mehr Infos zu Mikawww.mikasounds.de
Der Clip zu "Grace Kelly"WMV Low und WMV High

Blank & Jones - "Relax Edition Three"

Endlich wird es wieder warm, endlich können wir die Pullis in die Ecke pfeffern und mit gut gekühlten Getränken in der Sonne brutzeln. Auch die passende akustische Untermalung hat gerade das Licht der Musikwelt erblickt: "Relax", das Chill-Out Projekt von Piet Blank und Jaspa Jones, hat bereits zwei Platten hervorgebracht und auch "Edition Three" wird dem Erfolg der Vorgänger in nichts nachstehen. Das Doppelalbum ist - geschickt, geschickt - in eine Sun und eine Moon-Platte aufgeteilt, Sonnenanbeter und Nachtschwärmer werden also beide auf ihren Geschmack kommen. Im Klartext: Vergesst alle Sorgen und relaxt...

VÖ: 30.03.

Hier gibt es das Video zu "Nothing can come between us"

The Doors - "The Very Best Of"

Der altbackene Spruch "Früher war alles besser" passt bei dieser Platte wie die Faust aufs Auge: The Doors sind einfach unübertroffen! Das Doppelalbum "The Very Best Of The Doors" zeigt eindrucksvoll, dass es keine andere Band so gut verstand, düstere Texte, psychedelische Töne, wilden Rock, dreckigem Blues und simple Pop-Lieder zu mischen, wie die Gruppe um den gottgleichen Frontman Jim Morisson. Nicht nur in den 60ern, auch heute funktionierne die Songs noch immer.

VÖ: 23.03.

Brett Anderson - "Brett Anderson"

Eingefleischten Fans wird der Name Brett Anderson sicher sehr bekannt vorkommen: Das war doch einer von "Suede"? Genau, der smarte Brite war Teil der Band, die vor allem in Großbritannien furiose Erfolge feiern konnte! Zwar hat er sich 2005 unter dem Namen "The Tears" mit seinem Ex-Partner Bernard Butler wieder zusammengetan, gleichzeitig aber an seinem Soloalbum "Brett Anderson" gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, trotzdem bleibt ein leichtes "Ach, war das früher schön"-Gefühl, denn Brett lässt ein wenig seiner früheren Extrovertiertheit vermissen. Echte Perlen sind aber Songs wie "Love Is Dead", ein hymnischer Opener, oder "Dust and Rain", der richtig Spaß macht und der Platte den nötigen Rock gibt...

VÖ: 23.03.

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