"Was hab ich? Rasierte Waden?"

Auf Stippvisite in Hamburg verrät uns Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier seine Lieblingsorte in der Heimat und sein haariges Geheimnis.

Für ihn wurde der Begriff "Volks-Rock'n'Roller" erfunden, seine Platten verkaufen sich millionenfach. Mal heißt er Alpen-Elvis, mal Bauern-Bua. Medien bezeichnen ihn als männliche Antwort auf Helene Fischer oder als Lady Gaga der Volksmusik. Andreas Gabalier selbst, der 30-jährige Musiker aus Österreich, nennt sich schlicht und einfach Andi. Wenn er nicht gerade in seinen Hirschlederhosen auf der Bühne steht und seine Fans mit Hits wie "I sing a Liad für di" oder "Amoi seg ma uns wieder" begeistert, wirbt er für die Molkerei Müller. Deswegen bekommt BRIGITTE-Redakteurin Nicole Wehr auch als Erstes eine Buttermilchflasche in die Hand gedrückt, bevor sie "den Andi" in einer Hamburger Hotelsuite trifft.

In den Bergen kommt Andreas Gabalier zur Ruhe.

Andi, in deinen Liedern geht es viel um Liebe, auch um die Liebe zur Heimat. Was bedeutet Heimat für dich?

Heimat ist für mich das Gefühl, zuhause zu sein. Dieses Gefühl lösen die Orte meiner Kindheit in mir aus, die Natur, aber natürlich auch die Menschen, die mir nahe stehen. Auch bestimmte Gerichte schmecken für mich nach Heimat. All die Dinge, die mir ein Gefühl von Geborgenheit geben.

Die Steiermark ist dein Zuhause. Was sollten sich Besucher unbedingt anschauen?

Ich liebe meine Heimatstadt Graz, ihre wunderschöne Altstadt, die Mur, den Schloßberg. Aber auch die Gemeinde Ramsau am Dachstein ist einen Besuch wert. Den besten Ausblick hat man vom Gipfel des Zirbitzkogel in den Seetaler Alpen. Und Weinfans empfehle ich die Südsteiermark, die Toskana Österreichs.

Du bist ein viel gefragter Mann und ständig unterwegs. Wie kommst du zur Ruhe?

An freien Tagen gehe ich raus in die Natur. Erst vorige Woche war ich auf einem Gletscher. Das ist meine Auszeit, meine Regeneration. Ich bin gern alleine unterwegs und erklimme den einen oder anderen Berg. Aber ich sitze auch gern auf dem Motorrad und cruise mit Freunden durch Österreich, Italien oder Kroatien. Das holt mich total runter, diese kleinen Stückerl altes Leben. Ich versuche, neben dem ganzen Hype zu Hause ganz der alte Andi zu sein. Ich wasche meine Wäsche selbst, hänge sie im Garten auf und winke der Nachbars-Oma, dann freut sie sich. Ich geh auch mal auf ein Schnitzerl zu ihr rüber. Zu Hause führe ich mein normales Leben weiter, denn irgendwann wird der Starrummel sicher auch wieder vorbei sein. Deswegen pflege ich den Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden.

Eine Gemeinsamkeit haben Redakteurin Nicole und Alpenrocker Andi: Die schönen Kindheitserinnerungen an den Wörthersee.

Deine Lieder schreibst du alle selbst. Wer oder was inspiriert dich dabei?

Schlicht und einfach das Leben. Ich reise gerne, bin auf allen Gebirgsketten Europas unterwegs, aber auch in Südafrika, Amerika oder Singapur. Da erlebt man viel. Aber nicht nur das, was aktuell passiert, verarbeite ich in Liedern. Ich singe auch über Vergangenes, Kindheitserinnerungen.

Seit mehr als zwei Jahren bist du mit der österreichischen TV-Moderatorin Silvia Schneider zusammen. Was ist dein Rezept für eine glückliche Beziehung?

Ich bin nicht Dr. Sommer, der Liebesberater. Ich weiß nicht, ob es wirklich ein Rezept gibt. Aber wenn man sich gefunden hat und respektvoll miteinander umgeht, stehen die Chancen schon mal nicht schlecht. Bei uns passt es ganz gut, wir halten unsere Beziehung relativ erfolgreich aus der Öffentlichkeit raus, geben keine Interviews. Es geht schließlich um meine Musik.

Bei Konzerten magst du es zünftig, du betonst deine Naturverbundenheit. Doch beim Thema Haare nimmst du es genau: Immer Pomade auf dem Kopf, rasierte Achseln und Waden ...

... was hab ich? Rasierte Waden? Oh Gott, nein, das hatte ich noch nie! Ich habe einfach nicht so viele Haare am Bein. Ich mache sie auch nicht überall am Körper weg.

Auf was kannst du im Bad nicht verzichten?

Ach, die Klassiker: Zahnbürste, Rasiergel, Duschgel - ich dusche oder bade gern ausgiebig. Ich schwitze eben auch sehr viel - auf der Bühne, unterwegs die vielen Handshakes und Herzereien ...

Aber Pomade muss schon sein?

Unbedingt! Sonst sehe ich ja nichts.

Mit Fitnessstudios kann man dich nicht begeistern. Wie bleibst du trotzdem fit?

Ich mache einfach viel Sport in der Natur, damit bin ich groß geworden. Ski fahren, wandern - aber ich habe auch lange Zeit Eishockey gespielt und geboxt. Und natürlich Fußball mit den Brüdern und Nachbarskindern. Ich saß noch nie viel vorm Fernseher. Vor den Konzerten mache ich meist ein paar Liegestütze und Klimmzüge, aber das war's dann auch.

Ihr wollt Andreas Gabalier live sehen? Auf Facebook verlosen wir 5x2 Tickets für sein Konzert im Olympiastadion. Verratet uns, warum gerade ihr im Juli 2016 nach München fahren solltet. Die fünf überzeugendsten Gründe bekommen die Tickets. Viel Glück! Mehr über Andreas Gabalier und seine Mission als Buttermilchmann erfahrt ihr hier.

Interview: Nicole Wehr
Nicole Wehr

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Nicole Wehr
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