Phantomschmerz

Til Schweiger spielt in Phantomschmerz den passionierten Rennradfahrer, Frauenhelden und Geschichtenerzähler Marc, den erst ein tragischer Unfall wachrüttelt

Phantomschmerz

Marc Sommer (Til Schweiger) fährt leidenschaftlich gerne Rennrad, zieht nachts mit seinem Kumpel Alexander (Stipe Erceg) um die Häuser und reißt, trotz fusseliger Langhaarfrisur, ständig neue Frauen mit seinen platten Geschichten auf. Sein Geld verdient er mit zahlreichen Nebenjobs, für seine Tochter Sara (gespielt von Schweigers Tochter Luna) hat er nur wenig Zeit. Ständig vergisst der Lebemann sie von der Schule abzuholen und Versprechen zu halten. Seinen Unterhalt zahlt er auch seit Monaten nicht mehr.

Marc trifft Nika

Til und Luna Schweiger

Etwas scheint sich zu ändern, als Marc auf die liebenswerte Nika (Jana Pallaske) trifft. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Romanze, doch als Nika mehr fordert und mit aller Kraft versucht, den beziehungsgestörten Marc an sich zu binden, stößt der freiheitsliebende Einzelgänger sie weg und streunert lieber wieder als einsamer Wolf durch sein unorganisiertes Leben.

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Ein schrecklicher Unfall verändert alles

Eines Nachts, als Marc mal wieder einen seiner Jobs verloren hat, stürzt er mit seinem Mofa und landet im Krankenhaus. Die schreckliche Diagnose: Sein linkes Bein muss amputiert werden. Anfangs versucht Marc sein Schicksal zu verdrängen, doch ihn plagen fürchterliche Phantomschmerzen, die ihn ständig an sein fehlendes Bein erinnern und ihn letztendlich dazu zwingen, endlich seinen bisherigen Lebenswandel zu reflektieren und sich seiner Vergangenheit zustellen. Mit der Hilfe seines guten Freunds Alexander, der ihm in jeder Situation treu zur Seite steht, kämpft sich der geläuterte Marc in sein Leben zurück und trifft zufällig wieder auf Nika....

Nach einer wahren Begebenheit

Marc Sommer (Til Schweiger) im Rollstuhl

Die Idee für "Phantomschmerz" beruht auf einem wahren Schicksal. Stephen Sumner, ein Freund des Regisseurs Matthias Emcke verlor 2004 bei einem Verkehrsunfall sein linkes Bein. Dieses einschneidende Erlebnis sorgte dafür, dass Matthias Emcke einen Film über Schmerz, Verlust, Freundschaft und Liebe gedreht hat, untermalt von rührseligen Popsongs. Dabei hat er scheinbar nicht so viel Wert auf die Dialoge, sondern mehr auf die atmosphärische Stimmung gelegt. Denn die Gespräche zwischen den Protagonisten wirken leider oftmals albern und künstlich aufgebauscht. Und auch Deutschlands Vorzeige-Schauspieler Til Schweiger überzeugt nicht in seiner Rolle, während Stipe Erceg mit seiner lässigen unverkrampften Art begeistert.

Text Laura Behncke
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