Romy - Der Film

Jessica Schwarz brilliert als Schauspiel-Legende Romy Schneider. Alle Infos zum Film findet ihr hier.

Glücklich und begeistert genießt Romy (Jessica Schwarz) Paris.

"Ihr entziffert mich nicht!" (Romy Schneider)

Sie war eine Legende, die stets von einer verzweifelten, selbstzerstörerischen Identitätssuche getrieben wurde. Ein Mythos, der schließlich der eigenen Zerissenheit erlag: Romy Schneider.

Kaum eine andere Filmankündigung sorgte für so viel Wirbel wie diese: Jessica Schwarz sollte Romy Schneider spielen. Die Jahrhundertschauspielerin, an deren Leben sich bisher noch niemand so recht herangetraut hatte. Fast zeitgleich startete ein zweites Filmprojekt - mit Yvonne Catterfeld in der Hauptrolle. "Mehrere Affen, ein Gedanke", so fasst Romy-Produzent Markus Brunnemann diese Dopplung lakonisch zusammen. Catterfelds Film "Eine Frau wie Romy" kam schließlich aufgrund eines Finanzierungsproblems nicht in die Kinos.

Romy - Der Film

Freies Spiel also für Jessica Schwarz. Und die macht ihre Sache wirklich richtig gut. Sie lacht, weint, verzweifelt und liebt als Romy, als hätte sie ihr ganzes Leben lang nur auf diese Rolle hingearbeitet. Und als würde sie auch in Zukunft nicht von ihr loskommen. Auch Monate nach Abschluss der Dreharbeiten bekommt sie weiche Knie, wenn sie die Originalbilder von Romy Schneider sieht, kann es nicht ertragen, sich selbst auf der Leinwand zu sehen. "Die Sehnsucht zu leben und zu lieben" - das sei es, was sie mit Romy Schneider gemeinsam habe, erklärte sie auf der Pressekonferenz.

"Steck deine Kindheit in die Tasche und renne davon, denn das ist alles, was du hast."

"Steck deine Kindheit in die Tasche und renne davon, denn das ist alles, was du hast."

Guillaume Delorme als Alain Delon

Tatsächlich wird Romy Schneiders Gefühlen in der Verfilmung ein großer Platz eingeräumt, ihrem internationalen Durchbruch als "Sissi" glücklicherweise nur am Rande Tribut gezollt. Eine Rolle, über die Romy Schneider selbst später sagte: "Das pappt ein Leben lang wie Grießbrei an mir". Stattdessen steht ihr Umzug nach Paris im Vordergrund, ihre Amour fou mit Alain Delon (Guillaume Delorme), ihre zerstörerische Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Harry Meyen (Thomas Kretschmann) und die Sehnsucht nach ihrem Vater, der viel zu selten für sie da war.

Er war es auch, der der 14-jährigen Romy im Internat Schloss Goldenstein einen Zettel in die Hand drückte, mit den Worten "Steck deine Kindheit in die Tasche und renne davon, denn das ist alles, was du hast." Es sollte zu Romy Schneiders Leitsatz werden.

Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Lieblingsartikel direkt in dein Postfach

Melde dich jetzt kostenlos an!