Optische Täuschungen: Den Augen trauen?

Können wir unseren Augen trauen? Wie sehr sie sich bei optischen Täuschungen irren, können Sie hier sehen.

Gefühle können sich irren, Augen hingegen lügen nicht. Was wir sehen, das ist auch so.

Stimmt fast, aber eben nicht immer. Denn: Unser Gehirn hat mit dem Hingucken ganz schön viel zu tun. Über die Hälfte des Denkschmalzes verbrauchen wir, um zu sehen und die Eindrücke zu sortieren.

Uwe Westphal - der Tierstimmen-Imitator

Damit unser Kopf sich beim Schauen nicht überarbeitet, benutzt er alle gespeicherten Wahrnehmungen wie eine Datenbank: Wenn ihm ein Bild bekannt vorkommt, wird es einfach mit schon im Kopf vorhandenen Informationen versehen.

Also sehen wir die Welt nicht unbedingt so, wie sie wirklich aussieht, sondern wie wir sie in unserem Kopf gespeichert haben. So können optische Täuschungen entstehen.

Wie sehr optische Täuschungen Ihre Wahrnehmung prägen? Probieren Sie es einfach mal aus...

Dieses Tischdeckenmuster ist ziemlich lebendig, die Punkte tanzen. Aber konzentrieren Sie sich mal auf eine einzelne Kreuzung zweier Linien: Der dunkle Punkt verschwindet. Oder Sie sehen auf einmal rote Punkte in den weißen Punkten.

Mehr optische Täuschungen sehen Sie auf den folgenden Seiten.

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Da ruckelt's und hackt's im Oberstübchen. Welches Kästchen bewegt sich denn Ihrer Meinung nach schneller? Nicht so leicht zu sagen? Dann warten Sie mal ab, bis in unserer Animation die schwarzen Balken verschwinden.

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Markieren Sie mit dem mittleren Pfeil die Hälfte der Linie, den können Sie einfach hin- und herschieben. Ob Sie richtig gelegen haben, sehen Sie, wenn Sie sich das Lineal anzeigen lassen.

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Was für ein Geeier! Tatsächlich sind alle Linien aber gerade. Die Bewegung verwirrt unser Gehirn und macht aus dem Bild eine optische Täuschung.

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Ziemlich durchgedreht! Um hier einen Effekt zu sehen, müssten Sie eigentlich den Kopf zum Bildschirm hin und wieder weg bewegen. Aber auch wenn sie auf das Bild klicken, wird Ihnen klar, was hier hakt.

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Diese Quadrate sind genau so krumm wie Bananen. Da gibt es gar keinen Zweifel. Wenn Sie sich da so sicher sind, klicken Sie doch mal auf die Fläche!

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Noch so ein Bananenkandidat. Aber auch hier trickst das Auge uns aus, wie Sie beim Klick auf das Bild sehen werden. Die Linien im Hintergrund lassen das Gehirn falsche Schlüsse ziehen.

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Stil- und selbstsicher behaupten sicherlich auch Sie: Der Farbton rechts ist dunkler. Dann klicken Sie mal die schwarzen Balken weg...

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Diese beiden Maggie Thatchers stehen Kopf. Nix besonderes? Dann klicken Sie die Bilder mal an.

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Dieser Ring ist eine runde Sache und grau in grau noch dazu. Ahnen Sie, was passiert, wenn Sie ihn per Klick teilen?

Worauf wir uns eigentlich noch verlassen können, fragen Sie sich langsam? Dann konzentrieren Sie sich mal etwa eine halbe Minute auf die vier Punkte in der Mitte dieses Bildes. Schließen Sie danach die Augen und legen den Kopf in den Nacken. Wenn Sie die Augen geschlossen lassen, sehen Sie nach einer Weile - was?

Zum Trost: Die Räder in Ihrem Hirngetriebe funktionieren tadellos. Jeder hat bei diesem eigentlich statischen Bild das Gefühl, durchzudrehen.

Unseren Augen zu vertrauen, kann also schiefgehen. Wie wird schon Saint-Exupéry in jedem zweieinhalbten Poesiealbum der Welt zitiert? "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

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