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Geschmacksfrage Was dein Lieblingsessen über deine Persönlichkeit verrät

Frau genießt ihr Essen
© Drazen / Adobe Stock
Du bist, was du isst? An diesem Sprichwort soll tatsächlich etwas dran sein – zumindest aktuellen Forschungen nach zu urteilen.  

Süß, salzig, sauer, bitter: Wie bei so vielen Dingen im Leben, gehen auch beim Thema Essen die Geschmäcker auseinander. Während die einen Schleckermäulchen gar nicht genug von Schokolade & Co. kriegen können, tendieren wiederum andere eher zu salzigen Snacks.

Eine aktuelle Studie hat jetzt sogar herausgefunden, dass unsere Vorlieben bestimmten Geschmäckern gegenüber etwas über unsere Persönlichkeit verraten.

Bitter = antisozial? 

Eine Studie mit 953 Amerikaner:innen fand heraus, dass Menschen, die eine Vorliebe für bitteres Essen haben, ein höheres Maß an antisozialen oder psychopathischen Eigenschaften besitzen. US-Forschende stellten in einer Studie fest, dass der Verzehr von bitterem Essen Feindseligkeit verursacht. Demnach sollen auch Menschen, die stärker psychopathisch sind, bitteres Essen aufgrund der Unannehmlichkeiten mögen, die das Essen anderen bereitet.

Süß = süß? 

Begriffliche Metaphern, wie jemanden als "süß" zu bezeichnen, sobald er:sie sich fürsorglich verhält, sind gar nicht so weit hergeholt. Denn tatsächlich besagt die durchgeführte Studie, dass die Vorliebe für Süßes mit einer größeren Prosozialität verbunden ist. Demnach kann der Verzehr von süßen Dingen dazu führen, dass wir uns hilfsbereiter gegenüber anderen verhalten.

Einen Unterschied soll es auch von Vollmilchschokolade zu Zartbitterschokolade geben: Wer häufiger zur Schokolade mit einem höheren Kakaoanteil greift, soll laut US-Wissenschaftler:innen geselliger sein als Vollmilch-Liebhaber:innen. 

Obst und Gemüse = glücklich?

Extrovertierter, gewissenhafter und glücklicher sind angeblich diejenigen, die viel Obst und Gemüse verzehren. Das ergab laut "Psychology Today" eine Studie mit mehr als 1.000 Erwachsenen. Eine separate Studie ergab außerdem, dass positiv gestimmte Menschen gesündere Lebensmittel bevorzugten.

Scharf = risikofreudig?

Wer eine Vorliebe für scharfes Essen hat, findet es spannend, die eigenen Grenzen auszutesten. Das besagt jedenfalls eine Laborstudie, an denen 114 Männer teilnahmen. Demnach hatten wohl diejenigen, die mehr Tabasco für ihr Kartoffelpüree verwendeten, mehr Testosteron im Speichel.

Koffein = sensationslustig?

Auf der Suche nach der nächsten Sensation... sind angeblich diejenigen, die eine große Vorliebe für Koffein haben. Das ergab eine Laborstudie mit 20 Erwachsenen. Forschende vermuten dahinter die stimulierende Wirkung von Koffein.

Wählerisch = ängstlich?

Besonders spannend ist auch die Theorie, dass Menschen, die viele Lebensmittel verweigern und sehr wählerisch sind, eine eher ängstliche Persönlichkeit besitzen sollen. Eine Studie mit 318 College-Studierenden kam zu diesem Ergebnis. Demnach sollen ängstlichere Personen eine größere Anzahl von Nahrungsmittelaversionen haben. Der Grund: der Mangel an "emotionaler Kontrolle".

Verwendete Quellen: Psychology Today, T-Online

Brigitte

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