"Eine Hand wäscht die andere": Ursprung und Bedeutung

Oft heißt es: Eine Hand wäscht die andere. Doch was bedeutet das eigentlich und woher kommt diese Redewendung?

"Eine Hand wäscht die andere": Beispiele

  • Nachdem Julia von Vanessa Nachhilfe in Mathe bekam, schafft sie es tatsächlich, in der Prüfung eine 2 zu schreiben. Sonst stand sie in Mathe eher auf einer wackeligen 4. Im Anschluss freut sich Vanessa mit Julia und fragt: "Du bist doch so gut im Klavierspielen, kannst du mir vielleicht helfen, meinen ersten Song spielen zu können?“ Julia entgegnet: "Selbstverständlich, ich helfe dir gerne. Eine Hand wäscht die andere.“
  • Julian hat das ganze Wochenende bei seiner Oma verbracht. Neben entspannten Dingen wie TV schauen oder zusammen kochen hat er seiner Oma auch dabei geholfen, den Garten wieder auf Vordermann bringen zu können. Zudem zeigt er ihr, wie man mit einem Smartphone umgeht und erklärt ihr aktuelle Trends aus der Technik. Am Sonntag drückt ihm seine Oma einen 200 Euro-Schein in die Hand und sagt: "Du hast mir wirklich super geholfen die Tage und ich weiß, dass du gerade auf einen neuen Computer sparst. Eine Hand wäscht die andere.“

"Eine Hand wäscht die andere": Bedeutung

Die Redewendung "Eine Hand wäscht die andere“ besagt, dass man jemandem im Gegenzug einen Gefallen für etwas tut. Sprich: Jemand hat dir geholfen und im Anschluss revanchierst du dich, indem du ihm hilfst.

Gleichzeitig kann die Redewendung auch als Erwartung oder Ankündigung verstanden werden, dass man von jemandem eine Hilfe erwartet, weil man bereits in Vorleistung gegangen ist in der Vergangenheit oder man spricht den Spruch als Helfender bereits aus, um sich zu vergewissern, dass man auch in Zukunft etwas gut hat bei dem anderen.

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"Eine Hand wäscht die andere": Herkunft

Die Redewendung "Eine Hand wäscht die andere“ lässt sich bis ins 1. Jahrhundert in die Zeit der Römer zurückverfolgen. Der inzwischen weltbekannte Philosoph und Dichter Seneca schrieb auf Latein: "Manus manum lavat“, was übersetzt "Eine Hand wäscht die andere“ bedeutet.

Auch andere Schriftsteller haben den lateinischen Wortlaut benutzt, um gegenseitige Gefälligkeiten zu einer anerkannten Norm zu machen. Goethe verwendet in seinem Gedicht die synonyme Aussprache: "Wie du mir, so ich dir.“

Ähnliche oder verwandte Redewendungen:

  • Wie du mir, so ich dir
  • Hilfst du mir, helfe ich dir
  • Gibst du mir, so geb ich dir
  • Eine feste Hand brauchen (kontrolliert werden müssen)
  • Die eine Hand weiß nicht, was die andere tut (Die Kommunikation ist miserabel)

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