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Grüner Daumen: Ursprung und Bedeutung

Grüner Daumen: Grüner Daumen aus Rasen
© petrmalinak / Shutterstock
Warum ein grüner Daumen nicht abfärbt und was hinter der Redewendung steckt, erfährst du hier.

Grüner Daumen: Beispiele

  • Beate pflegt schon seit Jahren ihren großen Garten mit vielen verschiedenen Gemüse- und Obstsorten in Eigenanbau. Zudem kümmert sie sich aufmerksam um die große Vielfalt an wunderschön blühenden Pflanzen. Wenn sie mal ein paar Tage verreist und sich eine Vertretung um den Garten kümmert, merkt man schon den Unterschied. Beate hat einfach einen grünen Daumen.
  • Auf Arbeit gibt es an jedem Schreibtisch Pflanzen, um die sich die Kollegen kümmern. Doch manche sind schon ziemlich verkümmert und geradezu eingegangen. Manche Kollegen haben halt einen grünen Daumen und andere nicht.

Grüner Daumen: Bedeutung

Ein grüner Daumen hat nichts mit einer Krankheit oder andersartigen Verfärbung zu tun. Auch wer sich den Daumen selbst grün anmalt, entspricht nicht der Bedeutung dieser Redewendung.

Menschen mit dem sogenannten grünen Daumen haben ein besonderes Talent für die Gartenarbeit. Insbesondere die Blumen blühen meist richtig gut auf und es fehlt ihnen an nichts.

Die Person mit dem grünen Daumen ist in der Regel sehr leidenschaftlich was das Thema Pflanzen angeht und verbringt gerne viele Stunden in der Woche mit dem Thema.

Grüner Daumen: Herkunft

Sicher ist, die Redewendung stammt ursprünglich aus dem Amerikanischen, wo es "to have a green thumb“ übersetzt heißt.

Der genaue Hintergrund dieser Redewendung ist jedoch ziemlich unbekannt. Eine Erklärung lautet: Wer sich gut mit Pflanzen auskennt, der testet mit dem Daumen, ob die Erde noch feucht ist. Daran kann erkannt werden, ob die Pflanze wieder gegossen werden sollte.

Eine andere Erklärung besagt, dass sich an den Tontöpfen mit der Zeit grüner Moosrand bildet und es dadurch beim Anfassen der Töpfe zu einem grünen Daumen kommen kann.

Ähnliche oder verwandte Redewendungen:

  • Per Daumen reisen (als Anhalter reisen)
  • Einen kranken Daumen haben (kein Geld haben)
  • Den Daumen auf etwas halten oder haben (etwas nicht herausrücken, mit etwas sparsam umgehen)
  • Am grünen Tisch/vom grünen Tisch aus (ohne Kenntnis von der Praxis, vom Schreibtisch beziehungsweise vom Büro aus)
  • Auf der grünen Wiese (vor der Stadt, am Stadtrand)
  • Auf keinen grünen Zweig kommen/Nicht auf den grünen Zweig kommen (keine Lösung miteinander finden, keinen Erfolg haben)
  • Den Daumen senken (etwas ablehnen, sich negativ zu einer Entscheidung äußern)
  • Etwas ist im grünen Bereich (etwas ist unter Kontrolle beziehungsweise im tolerierbaren, akzeptablen Bereich)

Du interessierst dich für Redewendungen und Sprüche? Was es bedeutet, aus dem Stegreif mit einer Person durch dick und dünn zu gehen, liest du hier.

 Außerdem erklären wir dir die Milchmädchenrechnung und Murphys Gesetz. Bei uns findest du die Bedeutung und Herkunft vieler gängiger Redewendungen.

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