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"Tacheles reden": Ursprung und Bedeutung

Tacheles reden: Frau mit klarer Ansage
© Westend61 / Getty Images
Lasst uns Tacheles reden, indem wir dir erklären, was es mit dieser Redewendung auf sich hat und woher sie stammt.

"Tacheles reden": Beispiele

  • Es hilft uns nicht weiter, die Situation zu beschönigen. Lasst uns Tacheles reden.
  • Endlich redet mal jemand Tacheles.
  • Du redest die ganze Zeit nur um den heißen Brei herum. Jetzt lass uns doch mal Tacheles reden.

"Tacheles reden": Bedeutung

Wer Tacheles redet, der kommt direkt zur Sache und redet nicht um den heißen Brei herum. Tacheles reden bedeutet, auf den Punkt zu kommen, direkt die unverblümte Wahrheit sagen, auch wenn es unangenehm sein kann für die Beteiligten.

Oft verwendet man die Redewendung nämlich, wenn man ein heikles Thema anschneiden möchte und über die Redewendung schon mal ankündigt, dass jetzt offene und vielleicht auch harte Worte gesprochen werden.

Tacheles reden: Herkunft

Wer Tacheles reden will, braucht keine neue Fremdsprache zu lernen. Das Wort Tacheles selbst kommt jedoch ursprünglich aus dem Jiddischen, also dem Jüdischen, und bedeutet übersetzt "Ziel“ oder "Zweck“. Dadurch lässt sich die Bedeutung sehr leicht erklären. Man redet ziel- bzw. zweckorientiert.

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"Tacheles reden": 4 Tipps, um schnell auf den Punkt zu kommen

  1. Prioritäten setzen: Bevor du mit jemandem sprichst, mache dir klar, was der Hauptgrund des Gesprächs ist. Natürlich gibt es Themen, die man sanft einleitet und auch etwas Small Talk zu Beginn ist manchmal angemessen. Jedoch solltest du dir vorab klar machen, wie du die Hauptbotschaft klar und deutlich herüberbringen kannst.
  2. Proaktiv sein: Oft verlieren wir uns in Small Talk und anderen Themen, sodass unser eigentliches Anliegen sogar in Vergessenheit gerät. Wer vorankommen möchte, der muss für seine eigenen Anliegen auch proaktiv einstehen und diese anbringen. Merke dir also, wenn du es nicht tust, dann macht es keiner.
  3. Win-Win Situation: Oft vermeiden wir es, Tacheles zu reden, in der Angst, wir könnten unsere Gegenüber damit verletzen. Aber nur weil man schnell auf den Punkt kommt, bedeutet das ja nicht, dass man das Thema taktlos und kühl herüberbringen muss. Auch dein Gegenüber profitiert von einer klaren und übersichtlichen Gesprächsführung und kann darauf auch direkt reagieren. Wer dazu neigt, immer um den heißen Brei herumzureden, der riskiert, dass auch andere nie offen zu einem sprechen.
  4. Berufliches und Privates nicht trennen: Wer im Job alles herunterschluckt und seine Meinung nicht vertritt, kann schnell dazu neigen, aufgestauten Frust bei der Familie oder Freunden abzuladen. Gewöhnte dir an mit jedem Menschen, egal in welchem Umfeld, eine ehrliche und authentische Kommunikation zu führen.

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  • Reinen Tisch machen
  • Direkt auf den Punkt kommen
  • Zur Sache kommen
  • Reinen Wein einschenken
  • Um den heißen Brei reden (Gegenteil)
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