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"Toi, Toi, Toi": Ursprung und Bedeutung

Toi Toi Toi: Frau drückt die Daumen
© Dean Drobot / Shutterstock
"Toi, Toi, Toi“ hat wohl jeder von uns schon mal gehört oder gesagt bekommen. Was sich hinter der Redewendung verbirgt, erfährst du hier.

"Toi, Toi, Toi": Beispiele

  • Max hat morgen seine letzte Prüfung in diesem Semester. Seine Mitbewohner wissen, wie viele Stunden er dafür gelernt hat, um danach endlich entspannt in die Ferien fahren zu können. "Toi, toi, toi Max, du wirst das meistern!“, geben sie ihm mit auf den Weg.
  • Julia hat sich den ganzen Tag Gedanken über ihr Outfit für das Vorstellungsgespräch am kommenden Morgen gemacht. Schließlich findet das Gespräch bei ihrem Wunscharbeitgeber statt, von dem sie schon so lange schwärmt. Ihre Mutter ruft sie daher extra am Abend nochmal an, um ihr viel Erfolg zu wünschen. Sie meint: "Toi, toi, toi Julia, ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du eine Zusage bekommst.“
  • Maren hat schon seit einigen Tagen schwere Zahnschmerzen. Aufgrund ihrer panischen Angst vor Zahnärzten schiebt sie den dringend benötigten Arztbesuch so weit es geht hinaus. Doch da die Schmerzen auch nach einer Woche nicht besser werden, überredet sie schließlich ihr Freund Tom, den Weg auf sich zu nehmen: "Toi, toi, toi, das wird schon werden. Denk einfach daran, wie gut es dir danach wieder gehen wird.“

"Toi, Toi, Toi": Bedeutung

Mit der Redewendung "Toi, toi, toi“ wünscht man einer Person viel Glück beziehungsweise gutes Gelingen für eine anstehende Aufgabe.

"Toi, Toi, Toi": Herkunft

Früher war es das Ziel, böse Geister oder Unglück zu beseitigen, indem man drei Mal ausspuckte. Da das Spucken jedoch mit der Zeit als immer unanständiger empfunden wurde, ersetzte man es einfach durch den Spruch "Toi, toi, toi“.

Die Redewendung enthält auch den ebenfalls bekannten Spruch "Aller guten Dinge sind drei“. Damit es also auch wirklich gelingen möge, sagen wir das Wort gleich dreimal hintereinander.

Insbesondere bei Schauspielern wurde der Ruf oft verwendet, um sich vor einer Aufführung viel Glück zu wünschen. Da es im Aberglauben tabu wäre, sich direkt Glück zu wünschen, ging man den Weg über eine Umarmung und spuckt mit der Äußerung "Toi, toi, toi“ sinnbildlich über die Schulter des Gegenübers.

Manche Sprachforscher deuten „Toi, Toi, toi“ als "Teu, teu, teu“, eine Anrufung des Teufels. Dieser soll sich dadurch gewürdigt fühlen und dem gewünschten Glück einer Person stehe nichts mehr im Weg.

Ähnliche oder verwandte Redewendungen:

  • Aller guten Dinge sind drei
  • Dreimal auf Holz klopfen (ein mögliches Unglück von sich fernhalten)
  • Hals und Beinbruch (gutes Gelingen)
  • Petri Heil (Gruß unter Anglern, um sich einen guten Fang zu wünschen)
  • Waidmannsheil (Grußformel bei der Jagd)

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