Airbnb-Entdeckungen in London: Zu Gast bei Freunden

Sich von Aidan über Märkte führen 
lassen, bei Sarah Hüte basteln: Im Internet kann man nicht mehr nur Privat-Unterkünfte buchen, sondern auch verschiedenste Unternehmungen mit besonderen Menschen - was BRIGITTE-Redakteurin Meike Schnitzler in London mal ausprobiert hat.

Amanda ist hart im Nehmen. Gerade erst aus ihrem Über-Nacht-Transatlantik-Flieger gestiegen, sitzt sie jetzt an einem Wohnzimmertisch in Vauxhall und näht mit zierlichen Stichen ein Stück gerafften Tüll auf einen Kreis aus Kunststroh. Eine Tätigkeit, die mir selbst in ausgeschlafenem Zustand alles abverlangt.

Vorsicht, Baby: Airline warnt Passagiere, wenn sie Platz neben Kleinkind buchen

"Warum sollte ich Zeit verschwenden?" sagt die US-Amerikanerin lapidar, die wenigen Tage in London will sie nutzen, um sich vollkommen ins Leben zu werfen. Dazu hat sie wie ich, auf der Internetplattform Airbnb die sogenannte Entdeckung "Create a Custom Fascinator Hat over High Tea" gebucht, was so viel heißt wie: Bastle ein Hütchen und genieße nebenher einen gepflegten Tee mit englischen Spezialitäten. Seit Kurzem findet man hier nämlich nicht mehr nur ein Zimmer für den Urlaub, sondern auch Aktivitäten in ausgewählten Städten.

London für ein paar Stunden durch die Augen eines Locals erleben

Was die Angebote von herkömmlichen Führungen unterscheiden: Sie gewähren Einblicke und Erfahrungen abseits der gut eingelaufenen Touristenpfade - viele in privaten Haushalten oder an Orten, die bisher noch kein Tour Guide mit erhobenem Schirm erobert hat. Eine Wurstmanufaktur in Islington zum Beispiel. Oder die Werkstatt einer Tierpräparatorin in Crouch End. Zu Gast bei Freunden - das Prinzip der Unterkunftsvermittlung soll auch für die Entdeckungen gelten.

Angeleitet von Hutmacherin Sarah, bekommen auch Ungeübte einen "Fascinator" hin.


Die gelernte Hutmacherin Sarah Jayne Brice, deren Einladung wir gefolgt sind, hat in ihrer Wohnküche eine Flut von Bändern, Stoffblumen, Perlen und Tüll ausgeschüttet, daneben steht eine Etagere mit Gurkensandwiches und Scones, die mit dicker Sahne und Erdbeermarmelade ganz hervorragend zum Tee aus geblümten Tässchen passen. Draußen rattert die U-Bahn über eine Brücke, drinnen herrscht konzentriertes Schweigen. Es braucht Aufmerksamkeit, eine Feder so festzunähen, dass sie sich in die gewünschte Richtung krümmt. Ein "Fascinator" ist eine Mischung aus Haarspange und Hütchen, die man in England oft bei Hochzeiten trägt, weshalb Sarahs Angebot auch gern für Junggesellinnenpartys gebucht wird.

Für Alleinreisende die perfekte Möglichkeit, sich ab und zu einer Gruppe anzuschließen

Die gebürtige Waliserin hat
 ihr Handwerk unter anderem 
in Paris gelernt, und ihre Kreationen sehen fantastisch aus
 - vor allem an ihr. "Die setze 
ich allerdings nicht gerade auf, wenn ich den Müll runterbringe", sagt sie lachend. Unter Sarahs fachkundiger Anleitung hat Amanda mittlerweile ein erstaunliches Gebilde gefertigt, das sie vor dem Spiegel anprobiert. Unsere dritte Mitbastlerin ist verschollen. Eigentlich wollte sie morgens direkt vom Kreuzfahrtschiff in Sarahs Wohnung segeln, aber offensichtlich hat sie sich in ihrer Kabine aufs Ohr gelegt.

Gerade für Alleinreisende sind die Airbnb-Entdeckungen perfekt, um sich für zwei Stunden oder auch mehrere Tage ein paar Menschen anzuschließen - ohne aber den Zwängen einer festen Gruppe unterworfen zu sein. Und in einer Stadt wie London hat man obendrein eine wirklich beeindruckende Auswahl: Von der Teeverkostung über Seifensieden und geheime Jam Sessions bis hin zum Spazierengehen mit Blindenhunden ist so einiges drin.

Der Big Ben ist im Moment eingerüstet, aber die "House of Parliament" lohnen sich auch so

Unter der Woche ist das Angebot am größten

Was mir allerdings auffiel, als ich meinen bereits festgelegten Reisezeitraum mit Aktivitäten füllen wollte: Die interessantesten Entdeckungen finden häufig unter der Woche statt. Logisch, denn für die Gastgeber bleibt das Gastgeben trotz aller Freundschaft natürlich ein Job.

Bei Aidan, der ganz offensichtlich seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat, ist das aber schnell vergessen: "Das schmeckt großartig!" und "Probier unbedingt das hier!" bekommen wir an den drei Tagen in seiner Gesellschaft immer wieder zu hören. Essen ist Aidans Passion, und es gibt keinen Ort, der alle Köstlichkeiten der Welt besser vereint, als die Londoner Märkte, die er mit den Gästen seiner Tour "Market Maestro" besucht.

Kulinarisch einmal um die Welt: Die Märkte von Tooting 

Wir treffen uns in Tooting, bis vor Kurzem ein abgerockter Stadtteil mit 50 Prozent Migrantenanteil im tiefen Süden Londons, bekannt für sein riesiges Art-déco-Freibad, als Heimat des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan und für gute, billige Curryrestaurants.

Doch mittlerweile ist Tooting begehrtes Objekt der Immobilienhaie, bedroht nicht nur von Gentrifizierung (spätestens, seit der "Lonely Planet" Tooting unter die zehn aufregendsten Stadtteile der Welt wählte), sondern auch vom erhöhten Verkehrsaufkommen der Millionenstadt. Ausgerechnet Tooting Market, dessen rot-weißes Portal seit 1930 den Eintritt in eine Welt der Genüsse verheißt, soll eventuell für die Crossrail, Londons ambitioniertes Eisenbahnverkehrsprojekt, abgerissen werden.

Sein jüngeres, aber größeres Geschwisterchen, der Broadway Market von 1936, praktisch daneben gelegen, wäre dann zwar noch da, aber das kulinarische Herz dieser indisch-pakistanisch-afrikanischen Community wäre endgültig herausgerissen.

Tooting Market wurde 1930 eröffnet, doch die überdachten Stände sollen demnächste einer neuen Bahnlinie weichen


Bevor wir uns zwischen die Stände mit tibetischen Spezialitäten, Öko-Kosmetik, seltenen Comics und Bio-Gin stürzen, gehen wir ins "Jaffna House", ein kleines Lokal, das durch seine glänzenden Chromstühle eher Kantinencharme hat. "Ich komme immer zuerst hierher", sagt Aidan und reicht einen Teller mit "Dosas", indischen Pfannkuchen, herum - "das ist ganz traditionelles Essen, ohne Chichi." Die Gruppe verschlingt gierig die würzigen Appetizer.

Wir sind ein gemischter Haufen, was aber die Londoner Jun Li, Surabhi und Kim mit mir und einem Ehepaar aus China verbindet, ist die Begeisterung für alles Essbare. Und ja, auch in dieser Gruppe gibt es eine toughe eben angekommene US-Reisende namens Jennifer, die ihrem Jetlag tapfer mit dem Verzehr von Kokos-Chili-Soße trotzt.

Wer sind die Menschen hinter den Airbnb-Entdeckungen?

Aidan, der vergleichende Religionswissenschaften studiert hat, ist nahe Tooting aufgewachsen, seine Familie international. Seit dem 18. Jahrhundert haben sich britische, indische und auch schwedische Zweige zu einem besonderen Geflecht verbunden, mit eigenen Traditionen und großem Stolz auf die Vielfältigkeit ihrer Wurzeln.

Aidan zeigt uns das Label seines bengalischen Chutneys, das er regelmäßig einkocht, um es über Facebook unters Volk zu bringen. Zu sehen ist seine Großmutter ("Es ist ihr Rezept"), eine elegante, junge Dame im 50er-Jahre-Look mit roten Lippen - sehr unomahaft und sehr unbengalisch. Was aber wunderbar ausdrückt, welch interessanter Mix nicht nur Aidans Herkunft, sondern auch seinen Geschmack ausmacht.

Wenn Aidan nicht gerade Menschen über Londoner Märkte führt, arbeitet er auf einem. Der "Duke of York Square Food Market" in Chelsea ist jedoch nicht nur geografisch weit von Tooting entfernt. Hier, an der eleganten King’s Road, flanieren Mütter mit Bugaboo-Kinderwagen und Herren im Anzug zwischen Ständen mit französischen Macarons und Ziegenkäse aus Wiltshire. Dazwischen verkauft Aidan, in schmucker brauner Lederschürze, für das Unternehmen von Freunden herrliche Edelsalami und luftgetrockneten Schinken. Feinste Charcuterie, made in London.

Wenn er keine Gäste herumführt, arbeitet Aidan Kjernander auf dem "Duke of York Food Market"

Der Tonfall zwischen den Standbetreibern ist aufgeräumt, es wird viel geflachst 
("Also, das Zeug von dem 
würde ich nicht anfassen. Wer
 weiß, was da drin ist?!"). Gegenüber verkauft Vincent aus Spanien Honig von glücklichen Bienen. Wir dürfen probieren ("Niemand der unglücklich ist, könnte so was produzieren!") und füllen am nächsten Stand bei Max aus Italien "Cannoli", sizilianische Röllchen, mit süßer Creme, deren verunglückte Exemplare wir gern aufessen.

Später nimmt Aidan uns mit in die Cobble Lane in Islington, wo der Himmel tatsächlich voller Würste hängt. In einem Hinterhof in Norden Londons haben sich vier junge Londoner den Traum einer Manufaktur für Charcuterie erfüllt. British Beef und Pork in seiner besten Form - in der Küche serviert Mat, einer der Teilhaber, lässig Kostproben seiner Kunst auf einem Holzbrett zu ein paar Flaschen gekühltem Craft Beer. Glückliches Kauen allerseits, spätestens jetzt fressen alle in unserer Gruppe Aidan buchstäblich aus der Hand.

Nicht jede Entdeckung ist ein Erfolg

Seine dreitägige "Market Maestro"-Tour ist ungewöhnlich lang, im Airbnb-Kosmos gehen die Veranstaltungen meist nur einen oder einen halben Tag, es kann auch mal eine kurze Stadtführung sein. Die unterscheiden sich allerdings am wenigsten von dem, was sonst so angeboten wird.

So merkt man der Street-Art-Tour in Shoreditch, Londons hippstem Stadtteil, schnell an, dass Cristobal den Weg schon zu oft gemacht hat. Im Stechschritt und unter dem Stakkato-Beschuss von Cristobals hartem spanischen Akzent hasten wir an Wandgemälden, Graffiti-Kunst und Klebecollagen vorbei. Alles sehr eindrucksvoll, aber man hat nicht das Gefühl, dem Viertel oder dem Gastgeber besonders nah zu kommen.

Erst als er in der Brick Lane vor dem hauswandfüllenden Kranich des Künstlers ROA stehen bleibt und andächtig von der Bedeutung des "Crrrane" für die hiesige bengalische Gemeinde spricht, springt der Funke über. Cristobal erzählt, dass die Anwohnerschaft auf die Barrikaden ging, als die Wand für eine Werbetafel zur Olympiade verkleidet wurde - so lange, bis der Kranich wieder ans Licht kam.

Cristobal Guerra erklärt ein Wandgemälde in Shoreditch

Trotzdem: Die Street-Art-Tour hätte ich mir mit dem Smartphone auch allein gut zusammenbasteln können, den Fascinator dagegen nicht. Ganz zu schweigen von all den kulinarischen Probierstückchen und Anekdoten, die Aidan bei seinen Markt- und Restaurantfreunden für uns gesammelt hat.

Als wir ihm nach unserem letzten Date an der Station von Herne Hill, dessen kuschlig-familiärer Sonntagsmarkt seit ein paar Jahren die Leute aus der Umgebung anzieht, auf Wiedersehen sagen, bleibt ein nagendes Gefühl im Magen zurück. Komisch. Eigentlich sind wir pappsatt. Es muss wohl Abschiedsschmerz sein.

Meikes Tipps für London

Unterkünfte

  • Airbnb. Um zu vermeiden, dass Wohnraum als Übernachtungsmöglichkeit für Touristen zweckentfremdet und dadurch (noch) knapper wird, gilt in London die Regel, dass Unterkünfte nur eine bestimmte Anzahl von Tagen im Jahr über die Plattform vermietbar sind, ansonsten ist von der WG (ab ca. 50 Euro für ein Doppelzimmer) bis zum Townhouse (ab 212 Euro pro Nacht) alles möglich (www.airbnb.de).
  • B+B Belgravia. Die Keimzelle einer sehr erfolgreichen Mini­Kette in Großbritannien empfiehlt sich allen, die es von der Einrichtung her schlicht und klar mögen und ein Bed & Breakfast mit den Vorteilen eines kleinen Hotels schätzen. Weiteres Plus:
 die verkehrsgünstige Lage nahe Victoria Station - nicht weit von Westminster. DZ/F ab 94 Euro (Belgravia, 64–66 Ebury St., Tel. 02 07/259 85 70, www.bb­belgravia.com).
  • Hazlitt‘s. Traditionelles Literatenhotel am Soho Square, benannt nach dem Essayisten und Schriftsteller William Hazlitt, der im 19. Jahrhundert unter dieser Adresse verarmt starb. Mittlerweile ist das Haus ein holzvertäfelter Traum mit Samtvorhängen für wohlhabendere Kollegen Hazlitts, unter anderem J. K. Rowling. Frühstück wird hier auch im Himmelbett serviert oder in einem der schönen Aufenthaltsräume, wo überall Werke der schon mal beherbergten Schriftsteller stehen. DZ/F ab 310 Euro (Soho, 6 Frith St., Tel. 02 07/434 17 71, www.hazlittshotel.com).

Restaurants

  • The Queen‘s Head. Vor der Hutmacherei bei Sarah kann man sich in direkter Nähe mit traditionellem Frühstück stärken. Der ehemalige viktorianische Pub, dessen Pächter um 1900 Charlie Chaplins Onkel war, ist jetzt ein Lokal, das bis 16 Uhr vornehmlich englische Gerichte serviert, gleichermaßen beliebt bei Bauarbeitern, Anwohnern, Touristen und Büroangestellten - ein schöner Querschnitt Vauxhalls, das auf der anderen Flussseite der "Houses of Parliament” liegt. Full English Breakfast inklusive Tee ca. 8 Euro (Vauxhall, 71 Black Prince Rd).
  • Jaffna House. Kleines, schlichtes, günstiges Lokal mit Spezialitäten aus Indien und Sri Lanka. Vorn ist es eher eine Art Imbiss ohne Alkoholausschank, hinten ein Restaurant mit etwas höheren Preisen, wo
man auch etwas trinken kann. Unbedingt die vegetarischen Vorspeisen wie "Dosa" (Pfannkuchen aus fermentiertem Reis und Linsenbohnen) probieren. "Masala Dosa", gefüllt mit Kartoffeln und Zwiebeln ca. 4,50 Euro, Currygerichte um 7 Euro (Tooting,
90 Tooting High St., www.jaffnahouse.uk).
  • The King‘s Head. Großer viktorianischer Pub mit geätzten Scheiben und originalen Schnitzereien aus der Zeit, als Tooting noch ein britisch dominiertes Arbeiterviertel war. Ein wahrer Bierpalast mit britisch­internationaler Küche. Offen bis Mitternacht, nur am Sonntag gilt noch die alte Pub­Regel, dass um elf das letzte Pint geleert sein muss. Steaks ab 15 Euro, panierte Hühnchenstreifen ca. 8 Euro (Tooting, 84 Upper Tooting Rd).
  • Rosa‘s Thai Cafe. Eigentlich ist Ost­London in der Gegend von Brick Lane ja die Domäne des indischen Essens. Wer aber mal etwas anderes möchte, ist bei Rosa‘s gut aufgehoben. Das Café war der Anfang von Rosa‘s Imperium, das mittlerweile zwölf Lokale in ganz London umfasst, alle sind klein, gemütlich (und gut besucht) und bieten thailändische Gerichte zu moderaten Preisen an. Das Essen hat einen liebevollen, hausgemachten Touch, und auch an Veggies wurde bei der Zusammenstellung der Speisekarte gedacht. "Pad Thai", eine thailändische Nudelpfanne mit Gemüse und Tofu, kostet ca. 9 Euro, kein Hauptgericht mehr als 12 Euro (Spital elds, 12 Hanbury St., www.rosasthaicafe.com).

Sightseeing

  • Tooting Market. Seit 1930 existiert dieser tägliche Indoor­Markt, in den letzten Jahren hat er sich neu erfunden: Man kann sich bequem einmal um die Welt essen und trinken, abends herrscht an den Food­Ständen Partystimmung. Es gibt Teigtaschen aus dem Himalaja, britische Metzgerstände mit Schweinefüßen und feinsten Bio­Gin ("Graveny Gin"), der vor Ort destilliert wird (Tooting, 21–23 Tooting High St., www.tootingmarket.com).
  • Broadway Market. Der größere Nachbar von Tooting Market, mit einem breiteren Angebot an Waren und über 100 Ständen mit Essen, Kleidung und allerlei technischem Gerät. Von Plastikgießkannen über Saris bis zu herrlichem Käse gibt es hier eigentlich alles. Eine faszinierende Mischung aus Ramsch, versteckten Perlen und Hipstertum (Tooting, 29 Tooting High St., broadwaymarkettooting.co.uk).
  • Duke of York Square Food Market. Unweit der Station Sloane Square, mitten im schicken Chelsea, ist dieser Freiluft­Markt ein Delikatessenparadies. Anwohner und Touristen flanieren zwischen Ständen mit Schokolade, Käse oder jamaikanischen Spezialitäten. Aidan arbeitet hier jeden Samstag von 10 bis 16 Uhr am Stand von "Cobble Lane Cured" und verkauft Charcuterie­Produkte (Chelsea, 2–5 Duke of York Sq., www.dukeofyorksquare.com).
  • Herne Hill Market. Relativ neuer Sonntagsmarkt an der gleichnamigen Zugstation. Sehr familiär, mit einer Mischung aus Kunsthandwerk, Vintage­Objekten und Genuss. Großartig: der Stand mit malaysischen Spezialitäten "Malaysian Deli” (Herne Hill, Railton Rd).
  • Tooting Bec Lido. Altes Freibad, das 1906 als Teich eröffnet und in den 30er­Jahren zu Englands größtem Süßwasser­Pool mit 90 Meter Länge ausgebaut wurde. Die bunten Türen der Umkleidekabinen und das Erfrischungshäuschen im Art­déco­Stil lassen die Zeit aufleben, in denen die Londoner in den Arbeitervierteln zur körperlichen Ertüchtigung in Freibäder gelockt werden sollten. Eintritt ca. 8,50 Euro (Tooting, Tooting Bec Rd, www.tootingbeclido.co.uk).

Entdeckungen

Um eine Entdeckung zu buchen, einfach auf www.airbnb.de den entsprechenden Menüpunkt anklicken; die Suche kann nach Orten und Zeiträumen eingeschränkt werden. Auf Englisch heißen die Entdeckungen "Experiences”, und die Angebote sind in der Regel auf Englisch oder in den jeweiligen Landessprachen. Nach der Buchung kann man mit anderen Teilnehmern und dem Gastgeber Kontakt aufnehmen.

In London gibt es Hunderte von Angeboten in vielen Preisklassen, die ständig wechseln. Ein Architektur­ rundgang wie "Brutalism for Beginners” kostet 
13 Euro, Sarahs Workshop "Create a Custom Fascinator Hat over High Tea" 76 Euro inklusive Bewirtung und Arbeitsmaterialien. Aktuell hat Aidan die dreitägige "Market Maestro"- Tour leider ausgesetzt, den Marktbesuch in Tooting bietet er weiter als "Scrumptious South London" an (53 Euro) sowie einen Workshop in der Wurstmanufaktur "Cobble Lane Cured", bei dem viel luftgetrockneter Schinken und Wurst probiert wird, außerdem legen die Gäste in der "Islington Craft Butchery" selbst Hand an (66 Euro).

Wenn ich das gewusst hätte

Vor Entdeckungen mit Aidan auf keinen Fall vorher essen! Man darf immer sehr viel probieren, und man möchte sowieso an allen Ständen noch etwas kaufen.

Telefon

Die Vorwahl von England ist 00 44. Die erste Null der Ortsvorwahl wird aus dem Ausland nicht gewählt.

Brigitte 13/2018

Wer hier schreibt:

Meike Schnitzler
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.