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Steigende Zahlen So minimierst du das Ansteckungsrisiko im Urlaub

Steigende Zahlen: So minimierst du das Ansteckungsrisiko im Urlaub
© Travel-Fr / Shutterstock
Die Infektionszahlen steigen rund ums Mittelmeer. Wass muss ich wissen, um das Ansteckungsrisiko im Urlaub zu minimieren?

Während in Deutschland die 7-Tage-Inzidenz glücklicherweise noch im einstelligen Bereich liegt, steigen die Corona-Fallzahlen in beliebten Urlaubsländern wie Spanien, Griechenland, Zypern oder Malta wieder sprunghaft an. In Griechenland liegt sie aktuell bei 115, was die Regierung dazu veranlasst hat, ein Tanzverbot zu erlassen, Spanien steht kurz davor, zum Hochinzidenzgebiet erklärt zu werden, und Malta, das noch im Juni Urlauber:innen mit Prämien ins Land gelockt hatte, lässt ab Mittwoch nur noch zweifach Geimpfte auf die Insel.

Wer am Mittelmeer Urlaub macht, sollte daher bestimmte Situationen besser meiden, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Da das Corona-Virus sich vor allem über die Luft verbreitet, mindert Social Distancing und der Aufenthalt im Freien die Ansteckungsgefahr bekanntlich deutlich - im Urlaub genauso wie Zuhause. Das bedeutet: Wandern, Radfahren oder im Meer baden ist wenig gefährlich, sofern Wege und Strände nicht heillos überfüllt sind - in Clubs die Nächte durchzutanzen, ist hingegen keine gute Idee.  

Anreise: Auto, Flugzeug, Zug oder Fernbus?

Fährt man mit dem Auto in den Urlaub, ist man in Sachen Ansteckung schon mal bei der Anreise auf der sicheren Seite. Auch das Fliegen gilt als relativ unproblematisch. Schon letztes Jahr ergab eine Studie der Frankfurter Goethe-Universität, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion über den Wolken eher gering ist. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass der Weg ins Flugzeug meist über öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen und einen potenziell sehr vollen Flughafen führt. Daher sollte man unterwegs eine FFP2-Maske tragen.

Laut mehrerer Studien ist das Ansteckungsrisiko im Zug ebenso eher gering, da "der hohe Anteil Frischluft, mit dem die Klimaanlage im ICE arbeitet, die Konzentration der Aerosole deutlich verdünnt", meldete etwa das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach einer Studie in einem Test-ICE, der mit 74 Dummies voll besetzt war. Eine Langzeitstudie der Charité mit der Deutschen Bahn hat außerdem ergeben, dass Zugbegleiter:innen sich nicht häufiger anstecken als Kolleg:innen ohne Kundenkontakt. Einer chinesischen Studie zufolge scheint das Ansteckungsrisiko im Zug allerdings relativ hoch zu sein, wenn man in der Nähe von infizierten Menschen sitzt. Auch im Zug gilt also wie in anderen Räumen: Je mehr Abstand zu Mitreisenden eingehalten werden kann, desto besser.

Auch Fernreisebusse haben normalerweise gute Klimaanlagen, die die Luft im Innenraum mit Frischluft von außen anreichern.

Ansteckungsrisiko im Urlaub: Hotels, Restaurants, Clubs

In geschlossenen Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, ist die Ansteckungsgefahr bekanntlich am höchsten. In einem Hotel mit einem guten Hygienekonzept, das Social Distancing konsequent ermöglicht, dürfte das Risiko aber nicht sehr groß sein. Zugute kommt uns im Sommerurlaub, dass wir viel Zeit an der frischen Luft verbringen und auch meistens draußen essen können.  

In Innenräumen ist das Ansteckungsrisiko ungleich verteilt: Nach einer Studie der TU Berlin ist der Risikofaktor in Theatern, Opern, Museen und beim Friseur am niedrigsten, vorausgesetzt, alle tragen eine Maske. Ein Supermarktbesuch mit Maske ist ungefähr so riskant wie eine Kinovorstellung, bei der ein Drittel der Plätze belegt ist und niemand Maske trägt. Ein Besuch in einem halb vollen Restaurant ist laut Untersuchung deutlich gefährlicher.

Vor allem in Bars und Clubs ist Vorsicht geboten, da hier viele Menschen zusammenkommen, die meist keine festen Sitzplätze haben, in Feierlaune sind und Alkohol trinken, was häufig zu großer körperlicher Nähe führt. So verwundert es wenig, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) diese Orte am kritischsten sieht. Wer das Tanzen und Feiern noch etwas aufschiebt oder zumindest nach draußen verlegt, verringert sein Ansteckungsrisiko deutlich.

Quellen: NDR.de, RTL.de, FR.de

Brigitte

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