Audi A1 Sportback: Toller Motor - Hut ab!

Man nehme den A1 plus zwei Türen und ein neues Technik-Tool – fertig ist Ingolstadts next Top-Model: der Audi A1 Sportback.

„Echt unternehmungslustig“, urteilt BRIGITTE- Redakteurin Barbara Voigt über den Audi A1 Sportback

Hallo, da bist du ja wieder! Sind wir nicht vor zwei Jahren zusammen durch Berlin gekurvt? Schon damals mochte ich deinen halbmondigen Oberkörper mit farbigen Dachbögen über beiden Türen. Und auch heute freue ich mich, wie schnell ich mit dir in die nächste Lücke spurte, wie leicht du zu lenken bist.

Also alles beim Alten? Nein, als Audi A1 Sportback bist du der neue in der Familie, siehst deinem Bruder, dem Audi A1, nur ziemlich ähnlich. Bis auf die beiden zusätzlichen Seitentüren. Dafür wurden die mittleren Fenstersäulen weiter nach vorn verschoben. Ich sag’s dir: Das macht sich nicht nur optisch, sondern auch in engeren Parklücken beim Ein- und Aussteigen bezahlt.

Selbst der Schulter-Blick beim Spurwechsel gelingt bei dir, beim Audi A1 Sportback, wesentlich besser als bei der anderen Testfahrt. Bravo. Im Rückspiegel sehe ich auch eine Kopfstütze mehr. Diese Dreier-Rückbank könnte ich als Extra sogar ohne Aufpreis bekommen. Würde mir trotzdem nichts bringen, denn selbst ein Trio schlanker Freundinnen hätte es hinten reichlich eng. Aber eure PR-Leute haben sich eh eine neue Zielgruppe für dich ausgeguckt: Statt des aufstiegsorientierten A1-Singles nun also die junge Familie mit kleinem Kind. Na, damit wäre dann ja alles unter Dach und Fach.

Du siehst jetzt sowieso viel unternehmungslustiger aus. Macht das die verlängerte Seitenlinie? Der Dachkanten-Spoiler, die kontrastfarbige Dachkuppel? Natürlich lässt auch du dich bei der sportlich-edlen Innenausstattung keineswegs lumpen.

Dein neuester Coup war bisher allerdings exklusiv Oberklasse: Wenn’s locker-leicht vorwärtsgeht, schaltest du im 140-PS-Benziner zwei deiner vier Zylinder von ganz allein ab und sparst so ordentlich Benzin. Erfordert die Lage einen Spurt, ist dein Motor in Sekundenbruchteilen wieder voll im Einsatz. Ohne Ruckeln und Röhren. Kein Wunder, dass ich von dieser Cylinder-on-demand-(CoD)-Funktion nichts mitbekommen habe. Hätte ich allerdings den Verbrauch im Bordcomputer abgefragt, wäre dort „2-Zyl-Modus“ aufgeleuchtet. Darauf muss ich nächstes Mal wirklich achten.

TOP und FLOP

Aussehen: Knuffig, sportlich, gut; viele – auch kontrastfarbige – Ausstattungsvarianten.

Innenausstattung: hochwertig, mit Alu- oder mit farbigen Elementen; ausreichend Ablagen. Leider fehlen elektrisch verstellbare Sitze.

Fahrweise: Erster Kleinwagen mit Zylinderabschaltung; 7-Gang-Automatikgetriebe mit schnellem Gangwechsel.

Stauraum: Mit 270 Litern Kofferraum auch nicht mehr als im Audi A1.

Basispreis: 850 Euro teurer als das Audi A1-Einstiegsmodell; geht in Ordnung.

INFO: AUDI A1 SPORTBACK

Länge/Breite/Höhe: 3,95/1,75/1,42 m

Motoren: 86 – 185 PS (Benziner/Diesel)

Spitzentempo: 227 km/h

Sprit: ab 3,8 l/100 km (CO2: 99 g/km)

Preis: ab 16 950 Euro

Text: Barbara Voigt
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.