Audi A7 Sportback: Mit Mut in die Lücke

Schick, sportlich, innovativ: Mit dem Audi A7 Sportback ist dem Autobauer aus Ingolstadt ein Gesamtkunstwerk gelungen.

Fahrspaß pur im Audi A7 Sportback: BRIGITTE-Redakteurin Barbara Voigt

Mal ehrlich, so unter uns Frauen: Eigentlich brauchen wir doch mindestens drei Männer. Einen fürs Grobe, der uns die Wasserkisten ankarrt. Einen Familienvater, der Kindergärten und Sportstätten ansteuert. Und einen Lover, mit dem wir schick ins Wochenende fahren. Wie gut, dass wir da wenigstens mit einem Auto auskommen. Der Audi A7 Sportback passt immer: mal handfester Kombi, mal elegante Limousine oder sportliches Coupé. Der attraktive Mix rangiert zwischen dem Audi A6, dem es vielleicht ein wenig an Glamour fehlt, und dem Flaggschiff A8, das mir immer etwas zu mächtig aussieht. Für den Audi A7 Sportback, den multifunktionalen Lückenfüller, verbauten die Ingenieure bereits Technik- Elemente vom nächsten A6 und statteten die First-Class-Kabine ähnlich nobel aus wie beim A8.

Auch als Gesamtkunstwerk macht der Neuzugang ordentlich was her mit fast fünf Längenmetern, knapp zwei Meter Breite, einer schnittig-flachen Coupé-Dachlinie, einer beladefreundlichen Heckklappe, bei der das Rückfenster gleich mit nach oben schwingt, und - ebenso schön wie innovativ - einer Cockpit- Verkleidung in Schichtholz-Technik, die an das Deck einer Yacht erinnert.

Für eine Kompaktwagen-Fahrerin wie mich sind die Ausmaße in der Oberliga erst mal gewöhnungsbedürftig. Aber schon nach ein paar Kilometern fühle ich mich wunderbar. "Der fährt sich ja wie Mousse au chocolat", sage ich zu meiner Kollegin auf dem Nebensitz. "Und macht genauso wenig Lärm", kommt von dort. Wenn es noch eine Handschaltung gäbe, wäre ich richtig froh. Aber damit gehöre ich wohl zu den Auslaufmodellen.

Auch meine Kritik, die arg wuchtigen Kopfstützen würden den Hinterbänklern die Sicht versperren, läuft bei den Audi-Leuten ins Leere. Safety first, heißt die Devise. Und: nett zur Umwelt. Zum Beispiel mit Start-Stopp, Bremskraftrückgewinnung und elektromechanischer Servolenkung, die beim Geradeaus-Fahren keine Energie verbraucht.

Dafür kostet beim Audi A7 Sportback schon das Einstiegsmodell gut und gern so viel wie drei oder vier Kleinwagen. Komfortable Extras noch nicht mitgerechnet - das erste Head-up-Display im Audi-Kosmos beispielsweise, das fahrentscheidende Infos an die Windschutzscheibe beamt, ein Navi mit Touchpad, das sich mit dem Finger beschreiben lässt, ein W-Lan-Hotspot und ein Bang&Olufsen-System mit 15 Lautsprechern.

Gerade rocken die Scorpions im Radio: „The best is yet to come.“ Wie wahr. Als wir von der Testfahrt zurück sind, steuert mich der Parkassistent elegant in eine enge Lücke. Schade. Das hätten jetzt meine drei Männer sehen müssen.

INFO: Den Audi A7 Sportback gibt’s mit zwei Benzin- und mit zwei Dieselmotoren (204– 300 PS) Er wird bis zu 250 km/h schnell und verbraucht als Diesel ab 5,3 l/100 km (CO2: 139 g/km). Ab 48 900 Euro.

Text: Barbara Voigt
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