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BRIGITTE-Probefahrt: Honda Insight


BRIGITTE-Redakteurin Susanne Gerlach testete den Honda Insight.

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Lob durch die Blume

Hybrid? Das ist doch die Sache mit den zwei Motoren. Man spart Sprit, weil man auch elektrisch fährt. Gerade so viel weiß ich, als ich mit dem Honda Insight losfahre. Ich fahre quer durch die Stadt, auf die Landstraße, auf die Autobahn, gemütliche 130 Stundenkilometer. Alles ganz vertraut. Dann fällt mein Blick auf den Bordcomputer: Huch!? Verbrauch: 7 Liter auf 100 Kilometer! Laut Werksangabe sollen es aber nur 4,4 Liter sein. Der Tacho-Hintergrund leuchtet blau, das bedeutet: Mein Fahrstil ist verschwenderisch. Was mache ich falsch? Ich drücke den grünen "Econ"-Knopf, jetzt ist der "Spritspar-Assistent" aktiv. Der soll kleine Fahrfehler automatisch ausbügeln, zum Beispiel beim Gasgeben. Gebläse und Klimaanlage werden in einen Supersparmodus versetzt. Tatsächlich: Eine grüne Blume sprießt am Armaturenbrett - als Belohnung. Weiter so, noch ein Blatt wächst. Ich fahre auf die Autobahn, das Blatt welkt dahin. Verbrauch: noch immer gut sechs Liter. Blumen hin oder her, mir ist der digitale Firlefanz zu viel, das Cockpit zu wuselig. Nach meiner Testfahrt lese ich, dass ein Hybrid seine Stärken vor allem im Stadtverkehr zeigt. Zügiges Fahren auf der Autobahn spart kaum Sprit. Freude macht der Preis: Mit 19 550 Euro für die Basisversion ist der Honda Insight das zur Zeit erschwinglichste Hybrid- Fahrzeug auf dem Markt.

Länge/Breite/Höhe: 4,40/1,70/1,43 Leistung: 88 PS Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h Verbrauch: 4,4 l/100 km CO2: 101 g/km Preis: ab 19 550 Euro

Text: Susanne Gerlach Ein Artikel aus der BRIGITTE 20/09

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