BRIGITTE-Probefahrt: Lancia Delta

Nach vier Jahren kreativer Pause hat die für tolles Styling bekannte Fiat-Tochter Lancia einen besonders schönen Delta entworfen.

Autofahren wie Richard Gere

Italienische Lebensfreude, mit Star-Glamour präsentiert, das hat doch was: Pasta essen wie Steffi Graf, Espresso trinken wie George Clooney - und nun noch Auto fahren wie Richard Gere. Im Lancia-Werbespot steuert er den neuen Delta über den Hollywood Boulevard, als sei er immer noch auf der Suche nach seiner Pretty Woman. Lancia, fein gestylte Tochter der handfesten Fiat-Mutter, hat sich nach vier Jahren Kreativ-Pause einiges einfallen lassen. Der Delta kehrt nun in dritter Generation mit radikalem Facelifting zurück. Das beginnt beim Lancia-Logo, setzt sich fort über die Produktvermarktung - mit "Stil und Charakter" - und führt weiter bis zur Rolle als Trendsetter und Technologieträger des Konzerns. Umwelt- und portemonnaiefreundliche Turbo-Motoren beispielsweise, Sechsgang-Getriebe, Assistenzsysteme zum Spurhalten und Einparken, diverse Lenk- und Bremsraffinessen . . . Doch wenn schon Richard Gere, dann muss auch die Frage erlaubt sein: Schaut er immer noch gut aus? Der Delta, meine ich . . .

Aber hallo: Ciao, Bello! Der Fünftürer ist ein attraktives Mittelding aus Familienkutsche und sportlichem Schlitten. Besonders prägnant ist die steil ansteigende Seitenlinie - das Dach endet direkt auf dem Panorama- Heckfenster. Dadurch bekommt das hintere Seitenfenster zwar die Form des "D" vom Delta-Schriftzug, erreicht allerdings nur gefühlte Topflappen-Größe. Schade, sieht etwas mickrig aus. Umso opulenter das Platzangebot im Innern, sowohl im Kofferraum, vor allem aber im Fond, wo selbst mein Test-Kollege mit seinen 1,96 Meter wie in der Business Class sitzt. Komfortabel finde ich die verstellbaren Rücklehnen der Hinterbank. Wer sich für die Topversion "Platino" entscheidet, bekommt mit dem Glasschiebedach außerdem noch einen eingebauten Ausblick auf Wolken oder Sterne. Am besten gefällt mir der Delta von vorn: weit ausufernde Kühlerhaube, imposanter Kühlergrill und geschwungene LED-Tagfahrleuchten - da rutschen alle schnell rechts rüber auf der Autobahn, wenn ich den Delta mal kurz richtig laufen lasse. Sicher fühle ich mich trotzdem bei absolut kurventauglicher Straßenlage und sieben Airbags. Das schwarzchromfarbene Cockpit sieht aus wie das ganze Auto: kein Firlefanz, angenehm übersichtlich und ziemlich schick designt.

Ziemlich schick ist auch das Preis-Leistungs- Verhältnis: Schon die Basisausstattung " Argento" enthält vieles, was sonst extra kostet, wie zum Beispiel Mittelarmlehne mit Kühlbox oder einen Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze. Den Delta gibt's mit zwei Benzin- und drei Diesel-Motoren (120-190 PS; Verbrauch, kombiniert: 4,6-7 Liter; CO2- Ausstoß 120-165 g/km). Der Einstiegspreis: 19 990 Euro.

Text: Barbara Voigt Ein Artikel aus der BRIGITTE
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