Mazda2: In neuer Frische

Dynamischer, sparsamer, sauberer: Der Mazda2, Kleinster aus der japanischen Auto-Familie, wurde ein wenig rausgeputzt.

BRIGITTE-Redakteurin Kathrin Tsainis über den Mazda2: "Eher solider Pragmatiker als verführerischer Schönling."

Was Frauen die Gesichtsbehandlung, ist Auto-Herstellern die Modellpflege: eine ab und an notwendige kleine Auffrischung, die - das liegt in der Natur der Dinge - Gesichtern selbstverständlich häufiger gegönnt wird als Fahrzeugen. Beim Mazda2 etwa, europaweit einer der Bestseller des japanischen Herstellers, hat man sich drei Jahre lang Zeit gelassen, bis am einen oder anderen Schräubchen gedreht wurde.

Nun wirkt der Cityflitzer, der 2008 schon mal den Titel „World Car of the Year“ eingeheimst hat, mit neuem Front-Design noch etwas dynamischer, und recht sportlich lässt er sich auch fahren, sofern man die 102-PS-Variante wählt. Dann startet er an der Ampel lässig durch, zieht wendig durch den Stadtverkehr, Lastwagen überholt er auf der Autobahn so souverän, dass mein Blutdruck keine größeren Sprünge machen muss - und all das, obwohl Verbrauch und CO2-Ausstoß der Motoren beim Mazda2 leicht gesenkt wurden.

Allein die Schaltung verlangt mehr Feingefühl, als ich zu bieten habe: Beim Weg durch die fünf Gänge lande ich häufiger mal da, wo ich nicht hinwollte. Ansonsten haben die Designer auch den Innenraum des kleinsten Mazda2 optisch ein wenig aufgestockt: das Cockpit etwa mit Elementen in Aluminium- und Klavierlack-Optik, die Sitze mit hochwertigeren Stoffen.

Dass er ein anständiges Sicherheitspaket bietet mit sechs Airbags, Geschwindigkeitswarnsystem sowie Licht- und Regensensor, dass Kinder - und nicht allzu hochbeinige Erwachsene - hinten gut Platz haben und die teilbare Rückbank dem Kofferraum zu absolut vernünftiger Größe verhelfen kann, all das passt zu ihm. Denn der neue Mazda2 ist zwar immer noch eher solider Pragmatiker als verführerischer Schönling, das aber eben absolut gekonnt.

INFO: Den Mazda2 gibt’s als Drei- oder als Fünftürer, als Turbodiesel oder Benziner (75-102 PS). Er schafft ein Spitzentempo von 188 km/h und verbraucht als Diesel ab 4,2 l/100 km (CO2: 110 g/km). Einstiegspreis: ab 11 690 Euro, als Fünftürer: ab 12 390 Euro.

Text: Kathrin Tsainis
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