Toyota Auris Hybrid: Nachhaltiger Trendsetter

Japan-Import mit großer Zukunft: Der Toyota Auris Hybrid ist der erste Vollhybrid in der Kompaktklasse.

Im Toyota Auris Hybrid hat BRIGITTE-Redakteurin Barbara Voigt ein gutes Öko-Gewissen.

Er hat ihn mir verdorben, meinen schönen Weg in die Redaktion - vorbei am Bismarck- Denkmal durch eine langgezogene abschüssige Kurve bis zu den Landungsbrücken am Hamburger Hafen. Der Toyota Auris Hybrid ist schuld, dass mir mein eigenes Auto jetzt ein schlechtes Öko-Gewissen macht. Das lässt in der Bismarck-Kurve sämtliche Energie ungenutzt verpuffen, die beim Bremsen entsteht und im so genannten Schiebebetrieb, also beim Rollen, ohne Gas zu geben. Nicht so der Toyota Auris Hybrid. Bei dem wird die frei werdende Energie umgewandelt und strebermäßig in die Batterie eingespeist, die den Elektromotor des Duos aus E- und Benzinmotor antreibt. Und ich darf nach dem nächsten Ampelstopp kurze Zeit elektrisch fahren, fast völlig geräuschlos und emissionsfrei.

Ein wahres Zukunftsauto also, dieser Toyota Auris Hybrid, dessen städtischer Benzinverbrauch mit 3,46 Litern auf 100 Kilometer bereits im "Guinness- Buch der Rekorde" gelistet ist. Dabei mutet der er keineswegs so futuristisch an wie sein größerer Toyota-Bruder Prius, dem er seine Antriebstechnik "Hybrid Synergy Drive" verdankt. Er sieht von außen halt aus wie ein total normaler Auris, ein sympathisch unaufgeregt daherrollendes Kompakt-Gefährt mit Benzin- oder Dieselmotor. Erst das Innenleben macht den Hybrid: Neben dem Elektro-Modus gibt es einen besonders sparsamen Eco-, aber auch einen ziemlich sportlichen Power-Modus.

Der dürfte übrigens dafür verantwortlich sein, dass bei mir auf dem Display nie das Maximal-Lob "Exzellent" für extrem verbrauchsarmes Hybrid-Fahren erschien. Es hat einfach zu viel Spaß gemacht, den Benzinmotor zwischendurch im Power- Modus kurz aufdröhnen und, vom Elektromotor unterstützt, abzischen zu lassen. Da sehen selbst manche Mittelklasse-Fahrer alt aus. Klar, an der nächsten Ampel sind sie wieder herangerauscht und gucken neugierig rüber: So eine Wucht unter dieser kurzen Haube - wie geht das denn?

Ganz einfach: Das Vollhybrid-System, das seine zwei Motoren je nach Bedarf ein-, aus- oder zuschaltet, kommt insgesamt auf eine Leistung von 136 PS. Die bringen den leicht zu lenkenden, spritzig durchstartenden Toyota Auris Hybrid in der City genauso gut in Fahrt wie auf der Autobahn.

Durchaus trendy scheint er übrigens auch zu sein. Bis zum Jahr 2020 soll in jeder Toyota-Modellreihe mindestens ein Hybrid-Fahrzeug vertreten sein. Die Zukunftsvariante für den Kleinwagen Yaris ist schon konzipiert. Wer weiß, vielleicht bin ich ja damit wieder auf meiner Lieblingsstrecke unterwegs - vorbei am Bismarck-Denkmal, Energie speichernd in Richtung Landungsbrücken . . .

INFO: Der Toyota Auris Hybrid ist 4,25 m lang, 1,76 m breit, 1,51 m hoch. Er fährt 180 km/h Spitze mit einem Normverbrauch von 3,8 l/100 km (C02: 89 g/km). Er kostet ab 22 950 Euro, als vergleichbarer Benziner („Life“) ab 19 150 Euro.

Text: Barbara Voigt
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