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7-Tage-Selbstversuch Kann man umweltschonend Auto fahren?

Nachhaltig Auto fahren: Frau lehnt an E-Auto
© Scharfsinn / Shutterstock
Umwelt schonen und Auto fahren – passt das überhaupt zusammen? Unsere Redakteurin hat den Selbstversuch gemacht und zeigt: Ja, das geht!

Ganz ehrlich: Mein Freund und ich überlegen seit Jahren hin und her, ob wir uns ein Auto zulegen sollten. Der Grund, warum wir uns bisher immer dagegen entschieden haben, war ganz einfach: Wir leben in Hamburg und brauchen das Auto nur selten. Lohnt es sich also wirklich, ein eigenes anzuschaffen oder kommt man sich nicht auch mit Carsharing, Vermietung und Co. zurecht?

Für die seltenen Gelegenheiten ist die Antwort schnell gefunden: klappt super! Sich ein Auto mit anderen zu teilen, ist am Ende für uns total sinnvoll und auch nachhaltig. Denn erstens sparen wir dadurch Geld und sorgen zweitens dafür, dass nicht so viele Autos gleichzeitig auf den Straßen sind, die Stau und dadurch vermehrt CO2-Abgase produzieren. Aber wie ist es, wenn man wirklich eine Woche am Stück jeden Tag ein Auto braucht? Wie kann man da noch "nachhaltig" unterwegs sein?

Ich habs ausprobiert und bin dabei schnell auf die Lösung gekommen: E-Autos! Denn jeden Tag Autofahren muss ja nicht jeden Tag CO2-Emission bedeuten. Carsharing-Anbieter wie Freenow oder Sixt (ja, die haben auch einen Carsharing-Dienst!) haben viele E-Autos in ihrem Repertoire. Bei Sixt besteht die Flotte sogar zu 1/3 aus Elektroautos.

Carsharing geht übrigens ganz einfach: App des Anbieters runterladen (z.B. Freenow, Miles, Cambio, Sixt ...) und den Standort des nächstes Autos ermitteln. Mit der App das Auto öffnen, Schlüssel aus dem Handschuhfach nehmen und los geht’s! Bei manchen Anbietern zahlt man nach Kilometern, bei anderen nach Zeit. Es war zum Glück fast immer ein E-Modell frei – nur einmal musste ich auf den Dienst Moia umsteigen, quasi ein Taxidienst mit festen Haltestationen, der mit kleinen E-Bussen durch die Stadt fährt.

Unter der Woche kam ich so wunderbar von A nach B: An vier Tagen habe ich Carsharing genutzt, an einem Tag Moia und am Wochenende habe ich mir bei Getaround, einem Autoverleih von privat an privat, einen Wagen geliehen – "Dennis" hat mir seinen VW e-Up geborgt. Der Vorteil an privatem Verleih: Es ist meist günstiger.

Und wie hat das mit dem E-Auto geklappt? Ich muss dazu sagen: Ich war bei den Sharing-Diensten nie in der Situation, dass ich tanken musste, weil der Akku immer fast voll war. Aber selbst das geht laut der Anbieter ganz einfach. Sixt gibt zum Beispiel folgende Anleitung: Einfach per App zur nächsten Ladestation navigieren. Dann wählt man per Identifikationscode die Ladesäule aus und Sixt bezahlt automatisch. Klingt zumindest einfach.

Den e-Up von Dennis habe ich selbst geladen, denn wir waren damit den ganzen Tag unterwegs. Zum Glück gibt es immer mehr Ladesäulen in Deutschland und es war nicht schwer, eine passende zu finden. Das Laden selbst hatte mir Dennis vorher gezeigt, das war im Prinzip nichts anderes als einen Stecker in eine Steckdose zu stecken – nur größer!

Am Ende muss ich sagen: Beim Thema E-Autos muss man überhaupt keine Hemmungen haben. Vom Fahren bis zum Laden – alles super. Auch das Thema Carsharing hat prima geklappt. Ob wir uns jetzt bald ein eigenes Auto zulegen? Vielleicht. Wenn, dann denken wir auf jeden Fall über ein E-Auto nach!

as

Nachhaltig unterwegs