Sparsamer Fahrspaß

Ärgern Sie sich auch über die hohen Benzinpreise? Es gibt viele wirksame Kniffe, wie Sie eine Menge Sprit sparen können.

  • Kein Ballast: Jedes Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Dachgepäck lastet besonders schwer auf dem Tank. Drei Fahrräder auf dem Dach bedeuten bei Tempo 100 einen Mehrverbrauch von 4 Litern/100 km. Schauen Sie auch mal kritisch in Ihren Kofferraum - (leere)Getränkekisten, die wochenlang herumkutschiert werden, haben dort nichts verloren.
  • Reifen: Fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Damit erreichen Sie einen deutlich geringeren Verbrauch, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß. Bereits ein halbes "bar" zu wenig erhöht den Kraftstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent. Winterreifen sind lauter, nutzen schneller ab und kosten bis zu 10 Prozent mehr Sprit - also erst bei Bedarf aufziehen, und im nächsten Jahr rechtzeitig auf Sommerreifen wechseln. Wenn Sie einen Neuwagen kaufen, verlangen Sie Reifen, die den Anforderungen des Blauen Engels für rollwiderstandsarme und lärmarme Reifen entsprechen. Wer neue Reifen braucht, sollte zu Energiesparreifen greifen: Sie reduzieren so den Rollwiderstand um bis zu 20 Prozent - und damit auch den Kraftstoffverbrauch.
  • Kurzstrecken und Verschleiß vermeiden: Laut VW braucht ein Mittelklassewagen direkt nach dem Start rund 30 bis 40 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Erst nach vier Kilometern (!) ist der Motor betriebswarm, und der Verbrauch normalisiert sich. Besonders schädlich für Motor und Umwelt: Warm laufen lassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird. Lassen Sie beim Ölwechsel synthetische Leichtlauföle einfüllen: Diese schützen vor Verschleiß und senken den Verbrauch.
  • Niedrigtourig fahren: Das A und O einer umweltverträglichen Fahrweise. Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, ein Motor liefe am sparsamsten und schonendsten im mittleren Drehzahlbereich. Aber für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden, gilt: je niedrigtouriger und je gleichmäßiger, desto besser. Niedrigtourig fahren spart bis zu 30 Prozent Benzin und schont den Motor. 2000 Umdrehungen (U/min) reichen im Stadtverkehr aus.
  • Früh schalten: Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben, und spätestens bei 2000 U/min hochschalten. Wenn man mit viel Gas bei niedriger Motorumdrehungszahl beschleunigt, erreicht man eine verbrauchsgünstigere Verbrennung, als wenn man mit sanftem Fuß im mittleren Drehzahlbereich beschleunigt. Im höchstmöglichen Gang zu fahren, ist Grundbedingung fürs Benzin sparen. Mit vielen Fahrzeugen kann man bereits ab 40 km/h problemlos im vierten Gang fahren - zum Beschleunigen aber sollte man wieder zurückschalten. Übrigens: Ein Auto mit 50 km/h im 2. Gang wird als genauso laut empfunden wie 20 Autos, die bei gleicher Geschwindigkeit im 4. Gang fahren.
  • Überlandverkehr: Generell gilt für Landstraße und Autobahn - je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch. Laut Ford ist der Verbrauch bei Höchstgeschwindigkeit bis zu doppelt so hoch wie bei dreiviertel der Höchstgeschwindigkeit.
  • Vorausschauend fahren: Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Benzin. Genügend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hilft Ungleichmäßigkeiten im fließenden Verkehr auszugleichen und dient der Verkehrssicherheit.
  • Bremsen: Dass es notwendig wäre, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein Mythos aus den Zeiten der Trommelbremse. Bei älteren Fahrzeugen ist der Ausstoß von krebserregenden Kohlenwasserstoffen bei der Nutzung der "Motorbremse" bis zu zehnmal so hoch wie bei normaler Fahrt. Zurückschalten, um das Fahrzeug abzubremsen, ist nur bei starkem Gefälle angebracht. Zum Verzögern aus hoher Geschwindigkeit reicht es, den 4. oder 5. Gang eingelegt zu lassen und den Fuß komplett vom Gas zu nehmen.
  • Stromfresser aus! Je stärker die Lichtmaschine durch elektrische Verbraucher belastet wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Größter Stromfresser ist die Klimaanlage, die den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter/100 Kilometer erhöht. Jeder noch so kleine Motor im Auto - z.B. für den Scheibenheber - erhöht den Verbrauch. Eine Heckscheibenheizung beispielsweise verbraucht pro Stunde rund 0,1 Liter Sprit. Im Stadtverkehr sind es 0,3 bis 0,4 Liter pro 100 Kilometer.
  • Motor aus! Wenn sich absehen lässt, dass Sie mehr als 10 Sekunden stehen, sollten sie den Motor abstellen.
sar/ wp, Infos: Verkehrsclub Deutschland/ TÜV
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