Technologien, die der Umwelt guttun

Aber wie funktionieren die eigentlich? Ein kleiner Überblick.

Gas-Autos

Sie sind von allen Alternativ-Antrieben am weitesten verbreitet: Es gibt über 300 000 Autogas- Fahrzeuge und 70 000 Erdgas-Autos (z. B. Passat EcoFuel von VW oder Matiz von Chevrolet; mehr Infos auf www.autonews. de). Erdgas ist umweltfreundlicher als Autogas - mit um 25 Prozent niedrigerem CO2-Ausstoß als bei einem vergleichbaren Benziner; andere Schadstoffe wie Stickoxide sind sogar um 90 Prozent reduziert. Autogas, ein Gemisch aus Propan und Butan, ist leichter transportierbar, für Tankstellenbetreiber viel preiswerter einzurichten und deshalb weiter verbreitet. Erdgas-Autos lohnen vor allem für Vielfahrerinnen, die die 846 Tankstellen ohne große Umwege erreichen können. (www.gas-tankstellen.de).

Die BRIGITTE-Probefahrt mit dem Opel Zafira

Hybrid-Autos

Darunter versteht man eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Energie, die sonst beim Bremsen verpufft, wird in einer Batterie gespeichert und für den Elektro-Antrieb genutzt. Beim "Mild- Hybrid" (z. B. Honda Insight) unterstützt ein kleiner Elektromotor den Benzinmotor, vor allem beim Beschleunigen. Der E-Motor kann das Fahrzeug aber nicht allein starten und antreiben. Beim Voll-Hybrid wie dem Toyota Prius leisten E- und Benzinmotor gleich viel. Das ist technisch aufwändiger, so kostet ein Prius etwa 5000 Euro mehr als ein Insight. Dafür sind Verbrauch und CO2-Ausstoß (noch) niedriger. Weitere Hybridautos in Deutschland: z. B. Honda Civic, Mercedes S 400 sowie drei Toyota-Lexus-Modelle.

Die BRIGITTE-Probefahrt mit dem Honda Insight

BlueMotion Technologies

So heißt die neue Dachmarke von VW - für ganz verschiedene Modelle vom Polo bis zum Touareg. Andere Öko-Labels sind z. B. Effizienz bei Audi, EfficientDynamics bei BMW, BlueEfficiency bei Mercedes, Blue Lion bei Peugeot, Greenline bei Skoda, DRIVe bei Volvo. Der Polo fährt als 90-PS-Diesel für 400 Euro Aufpreis mit einem BlueMotion Technology-Paket vor: Durch Techniken wie Start-Stop-Automatik, Rekuperation (Bremsenergie wird in der Batterie gespeichert) und Leichtlaufreifen liegen Verbrauch und CO2-Ausstoß ganz im grünen Bereich. Anfang 2010 folgt ein 1,2-Liter-Diesel als echter Blue-Motion-Polo (3,3 l/100 km; CO2: 87g/km), zusätzlich u. a. mit speziellem Aerodynamikpaket.

Die BRIGITTE-Probefahrt mit dem Volkswagen Polo

Start-Stop-System

Das Start-Stop-System gehört beim 1,33-Liter-Benziner von Toyota zum "Optimal Drive- Paket", mit dem der japanische Hersteller bis zum Jahresende 80 Prozent seiner Fahrzeuge ausstatten will - ohne Aufpreis. Besonders viel Sinn macht die zukunftsweisende Technologie im Stadtverkehr mit den vielen Ampel-Stopps. Deshalb stattet Toyota auch seine anderen City-Modelle wie iQ, Auris und Urban Cruiser damit aus. Inzwischen setzen viele Hersteller auf das spritsparende System. Es fährt u. a. im Smart (MHD) ebenso mit wie im Land Rover Freelander. Oft ist die Start-Stop-Automatik kombiniert mit einer Anzeige, die via Bordcomputer eine Schaltempfehlung für einen verbrauchsgünstigeren Gang abgibt.

Die BRIGITTE-Probefahrt mit dem Toyota Yaris

Ein Artikel aus der BRIGITTE 20/09
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