Belgrad: Unsere Tipps für Serbiens aufregende Hauptstadt

Aufbruchstimmung wie früher in Berlin, halblegale Bars, ständig was Neues: BRIGITTE-Redakteurin Sonja Niemann wollte wissen, ob Serbiens Hauptstadt Belgrad wirklich so aufregend ist, wie es heißt. 

"Das Nachtleben von Belgrad soll ja der Wahnsinn sein", sagt Maria aus Österreich und seziert einen feinen, kleinen Macaron aus Roter Bete und Ziegenkäse. "Halblegale Partys in Abrisshäusern und so. So wie Berlin in den 90ern."

Tank-Fehler: Frau tankt ihr Auto

Ich nicke, ohne genau zu wissen, warum. Maria, die über ihren Besuch in Belgrad bloggt, dürfte eigentlich zu jung sein, um in den 90er-Jahren von Nachtleben überhaupt etwas mitbekommen zu haben. Und bei mir hat es, ehrlich gesagt, auch schon damals trotz bestem Partyalter meist nur für die Kneipe um die Ecke gereicht statt für Technoclubs auf Industriebrachen.

Gott, mir fallen jetzt, um 22 Uhr, schon die Augen zu, und das liegt definitiv nicht an dem fantastischen Essen im Restaurant "Iris", wo in einer coolen Belgrader Altbauwohnung ein junger Koch hochraffinierte achtgängige Tastingmenüs anbietet - übrigens zu einem Preis, für den man heutzutage in Berlin-Neukölln gerade mal ein Avocado-Brot mit "Eggs Benedict" bekommt.


Schönheit zwischen sozialistischen Klötzen und Hipster-Cafés

Fotograf Stanislav und ich sind heute erst in Serbiens 1,7-Millionen-Metropole angekommen. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel standen wir mit dem Taxi mehr im Stau, als dass wir fuhren (Belgrad hat sehr, sehr viele Baustellen, auch das erinnert an Berlin früher), und hatten daher ausreichend Zeit, aus dem Autofenster heraus Eindrücke zu sammeln: Gründerzeithäuser neben sozialistischen Klötzen. Verspielte Jugendstilfassaden neben brutalistischem Beton, kleine "Trafika"-Tabakläden und vollverglaste Hipster-Cafés, Kopfsteinpflastergassen mit altehrwürdigen Kaffeehäusern und breite Prachtboulevards mit modernen Einkaufszentren, Transparente zur Erinnerung an die Nato-Angriffe von 1999 und Konzertplakate von Indie-Bands, und über allem thronend die mittelalterliche Kalemegdan-Festung mit ihrer weitläufigen Parkanlage, von der man den besten Blick über die Donau und die Save hat, die hier aufeinandertreffen - wie Alt und Neu, Tradition und Moderne, Balkanfolkore und kosmopolitisches Großstadtleben, Verfall und Wachstum, Aufbruch und Umbruch.

Beeindruckende sozialistische Bauten

Es gefällt mir sofort. Und ich kann es kaum erwarten, die Stadt näher zu erkunden. Aber nicht mehr heute Abend. Auch wenn Maria mich jetzt etwas mitleidig ansieht.

Belgrd liegt noch fernab des Massentourismus

Am nächsten Tag treffen Stanislav und ich Stadtführer Dimitrije, der uns heute herumführt. Wir statten dem serbischen Erfinder und Visionär Nikola Tesla, nach dem heute Silicon-Valley-Firmen benannt sind, einen Besuch ab - die Urne mit seiner Asche steht in dem nach ihm benannten Museum, wo ich ausprobiere, wie sich Wechselstrom anfühlt (kitzelig bis schmerzhaft). Wir genießen die Sonne im Kalemegdan-Park. Wir laufen durch die Skadarlija, eine pittoreske, autofreie Kopfsteinpflasterstraße voller rustikaler Restaurants, wo Musiker von Tisch zu Tisch ziehen und wehmütige Weisen darbieten. Hier sieht Belgrad am touristischsten aus ohne es wirklich zu sein. 

Die internationale Billigflieger-Karawane hat die Stadt noch nicht entdeckt, und auch das macht es so angenehm hier.

Am Ende des Tages, der überraschend schnell vergangen ist, landen wir im "KC Grad", einem alternativen Konzert-, Diskussions- und Kulturzentrum in einem Stadtviertel namens Savamala. Der Putz bröckelt von den Wänden, 
das Bier aus der Flasche ist günstig, und auf der kleinen Bühne versuchen sich gerade ein paar Nerds an Elektrofrickelmusik, es wirkt herrlich improvisiert. Kurzum: Es ist genau die Art von Laden, in der ich mich wohlfühlen.

Gentrifizierung - auch in Serbien aktuell

"Jahrelang war diese Gegend hier 
am Fluss die letzte, schäbige Ecke, dann haben sie die Künstler entdeckt und Galerien und Konzertbühnen aufgemacht, und auf einmal war es angesagt", erzählt Dimitrije (mit leicht bayerischem Einschlag, denn Dimitrije hat lange in München gelebt).

Allerdings ist auch das schon wieder so gut wie vorbei, denn die Gentrifizierung wurde noch eine Schraube weitergedreht: Jetzt soll hier die "Belgrade Waterfront" hin, das ambitionierte Bauprojekt arabischer Investoren, die am Fluss Bürotürme und moderne Apartmentkomplexe hochziehen wollen. Viel gebaut wurde noch nicht, aber etliches abgerissen - das "KC Grad" und einige umliegende alte Häuschen sind noch im Schatten der Kräne übrig geblieben.

Natürlich gab es Proteste gegen den Bau und die Art, wie vorgegangen wurde. Auch Dimitrije sieht die "Belgrade Waterfront" durchaus kritisch. Und zugleich unsentimental: "Eine lebendige Stadt verändert sich eben." Etwas mache zu, etwas anderes mache auf. "Was das Ausgehen betrifft, hat sich jetzt viel nach Dorćol verlagert", sagt Dimitrije. Müssen wir uns unbedingt ansehen. Gleich morgen. 

Ein Viertel, das verzaubert: Dorćol

Ich verstehe sofort, warum Dorćol das angesagte Viertel Belgrads ist: Hier stehen zum einen die Altbauten mit Dielen und hohen Decken, teils renoviert, teils noch original grau und mit Street­Art überzogen, die Großstädter weltweit so lieben - die jedenfalls, die nicht vom ruhigen Häuschen im Vorort träumen. Und es gibt wahnsinnig viele einladende Cafés, die alle voll sind. Und nicht nur mit jungen Leuten.

Abitur 1967: Jeden Monat treffen sich diese Frauen seitdem in Dorcol


 So sitzen etwa 15 ältere Damen und Herren an langer Tafel beim "Rakija", dem serbischen Obstbrand: alles Absolventen einer Belgrader Schule, Abschlussjahrgang 1967, die sich seit Jahr­ zehnten einmal im Monat treffen. "Ich habe nicht sehr viel Geld", erzählt mir eine der Damen, deren Gesicht trotz ihrer fast 70 Jahre jugendlich strahlt. "Aber es reicht, um gut zu essen, zu trinken, das Leben mit Freunden zu genießen. Das ist das Wichtigste." 

Belgrad ist ein Ort, an dem man für wenig noch viel bekommt

Und Belgrad, denke ich, ist die ideale Stadt dafür: Gar nicht so viele offensichtliche Sehenswürdigkeiten oder Weltklassemuseen (das Nationalmuseum ist seit 2003 wegen Umbau geschlossen ...), aber die Straßen sind voller Leben, durch das man sich treiben lassen kann.

Suzana bestätigt mir das. Wir treffen die 40­-Jährige in einem Modeladen, wo sie gerade im Verkauf aushilft, und kommen ins Gespräch. Suzana, Kind bosnischer Eltern, ist in Hamburg aufgewachsen und lebte bis vor einigen Jahren auch noch dort. "Versteht mich nicht falsch, ich liebe Hamburg", sagt sie, "aber wenn man abends spontan was unternehmen wollte und Freunde anrief, hieß es immer: Okay, lass uns für in drei Wochen mal was ausmachen."

Dann bekam sie das Angebot, in Belgrad die PR­-Arbeit für eine befreundete Modedesignerin zu machen, und tauschte hanseatische Arriviertheit gegen südländische Aufbruchstimmung.

"Natürlich, man verdient hier viel weniger. Aber für mich ist die Lebensqualität deutlich höher." 

Am frühen Abend erkunde ich mit Stanislav einen von Suzanas Ausgehtipps: eine verwinkelte, ehemalige Brauerei mitten in Dorćol. Auf dem Gelände gibt es alles, was Nachtschwärmer suchen könnten: nette Vintage­Bars ("Polet"), Musikclubs ("Elektropionir"), hippe Burgerläden ("Foodporn"), studentische Kneipen mit Craft­Beer­ Auswahl ("Zaokret") und ein Restaurant mit "Event­Küche" ("Belgrade Supperfront").

In Letzteres kommen wir allerdings nicht rein: "Es tut mir leid, heute sind wir ausgebucht. Könnt ihr morgen wiederkommen?" Der Mann spricht mit unverkennbar holländischem Akzent, heißt Ralph und ist der Besitzer höchstpersönlich. Eröffnet hat er sein Restaurant gerade erst am Vortag: "Der Raum hier stand leer. Wir probieren jetzt einfach mal aus, ob es funktioniert", sagt er. "Wenn nicht, machen wir eben wieder zu." Es sei sowieso nicht klar, was mittelfristig mit dem ganzen Brauereigelände passiert, "das hat ein amerikanischer Investor gekauft. Kann ja sein, dass das alles hier in ein, zwei Jahren auch nicht mehr steht. Man kann in Belgrad nicht für die Ewigkeit planen." Ralph lebt seit sieben Jahren in der Stadt, und dies ist auch sein "siebtes Unternehmen oder so". 

Wenn die Nacht zum Tag wird -  7 Tage die Woche

An unserem letzten Tag machen wir eine geführte Radtour in der Gruppe mit den freundlichen Guides von "I bike Belgrade" (was übrigens, purer Zufall, eines von Ralphs sieben gegründeten Unternehmen ist). Und ich treffe dabei Maria aus Österreich wieder!

Wir tauschen Erlebnisse aus, während wir an der Donau entlangfahren. Maria erzählt: "Ich war gestern in einer Bar, und dann hat jemand von einem neuen Club erzählt, der war kaum zu finden, in so einem verfallenen Haus mitten im Wohnviertel. Aber dann kamen wir da rein, und es hat eine Band gespielt, es war total voll und eine super Stimmung, ich bin erst morgens ins Bett. Und was habt ihr gemacht?" – "Wir waren auch in einer Kneipe." – "Und dann?" – "Na ja, dann wurde es so voll und so verraucht, und es war dann ja auch schon elf, und wir wollten ja heute fit sein ..."

Maria sieht mich so mitleidig wie bei unserer ersten Begegnung im "Iris" an. "Du musst hier wenigstens einmal richtig ausgehen. Das ist Belgrad! Ich treffe mich später noch mit jemanden in einer Bar ..." 

Und so kommt es, dass ich abends mit dem Taxi zu einem Imbiss mitten in der Innenstadt namens "Wurst Platz Bar" fahre.

Nein, der Name ist nicht ironisch gemeint: Es gibt Würste, es gibt Bier, und es sieht auch aus wie ein Imbiss mit Sitzplätzen irgendwo in der Fußgängerzone. Aber dann beginnt eine Liveband zu spielen. Es ist Karaoke-Nacht, und ein Junge erhebt sich von seinem Bier, kommt auf die Bühne und singt "Killing in the Name of" von Rage Against the Machine, und alle singen und tanzen mit. Dann folgt ein serbischer Popsong, und im Publikum gibt es kein Halten mehr. 

Eine Stadt, die niemals schläft

Ich bleibe, bis die Bar schließt. Ich bin kein bisschen müde. Ich bin verschwitzt. Ich bin glücklich. Ja, das Nachtleben von Belgrad ist der Wahnsinn. Aber vielleicht sollte ich einfach generell viel öfter ausgehen. 


Sonjas Tipps für Belgrad

ÜBERNACHTEN

  • Radisson Blu Old Mill. Das Hotel hat eine historische Mühle bezogen, die etwas dezentral liegt. Das wird mehr als wettgemacht durch große, geschmackvolle Zimmer mit Panoramafenstern, hervorragendes Frühstück und der gelungenen Mischung aus Tradition und modernem Design. DZ/F ab 105 Euro (Vojvode Mišića Boulevard 15, Tel. 11/635 73 57, www.radissonblu.com/de/hotel-belgrade).
  • Metropol Palace. Von außen sieht es eher nach sozialistischem Charme aus, doch innen wird dem Namen "Palace" alle Ehre gemacht: große, moderne Zimmer, Spa mit Pool - und dank der zentralen Lage kann man viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. DZ/F ab 105 Euro (Bulevar Kralja Aleksandra 69, Tel. 11/333 31 00, www.metropolpalace.com).
  • Hotel Moskva. Das Gebäude mit der auffälligen Jugendstilfassade ist eine Sehenswürdigkeit für sich - das schönste Hotel von Belgrad und dabei keineswegs das teuerste. DZ/F ab 124 Euro (Terazije 20, Tel. 11/364 20 69, www.hotelmoskva.rs).

GENIESSEN

  • Iris. Der junge Koch Vanja Puškar hat für Belgrad etwas ganz Neues gewagt: achtgängige, raffinierte Tastingmenüs aus regionalen Zutaten (bei denen auch vor Innereien nicht zurückgeschreckt wird) in moderner Haute-Cuisine-Interpretation. Das Menü wechselt monatlich, es gibt neben der Option mit Fleisch (ca. 30 Euro) auch eine vegetarische (ca.
25 Euro) plus Weinbegleitung. Geöffnet Mittwoch bis Freitag, Reservierung notwendig (Sarajevska 54, Tel. 64/129 63 77, www.newbalkancuisine.com/en/).
  • Crna Ovca. Das "Schwarze Schaf" hat das allerbeste Eis: Geschmacksrichtungen wie "Weiße Schokolade mit gebackenen Erdbeeren in Balsamico" klingen nicht nur gut, sondern schmecken auch fantastisch (Kralja Petra 58).
  • Radost fina kuhinjica. Hippes vegetarisches Restaurant, das auch Nicht-Vegetariern gefällt: Ob Bowls, Quesadillas, Mezze-Platten, Burger - alles ist wunderschön angerichtet und schmeckt hervorragend (Pariska 3, Tel. 61/604 44 45).
  • Koffein. Die Third-Wave-Kaffee-Bewegung hat auch Belgrad längst erreicht. In diesem Café sitzen junge Hipster vor Laptops, trinken ihren "Flat White" und Smoothies mit Spinat und Äpfeln (Cara Lazara 13).
  • ‚?’ (Znak pitanja). Das "Fragezeichen" ist die älteste Taverne von Belgrad. Was gut ist, hält sich eben: deftige Fleischgerichte, mit Pflaume gefüllte Knödel und türkischer Kaffee, der ganz klassisch in kleinen kupfernen Kännchen serviert wird - bei schönem Wetter auch gern im Hinterhof (Kralja Petra 6).
  • Ambar. Schickes Bar-Restaurant in den sogenannten Betonhallen an der Save. Hier gibt es zum Beispiel acht Stunden marinierte Spare Ribs für zwei Personen (ca. 10 Euro), aber auch leichte Salate (Karađorđeva 2–4 , Tel. 11/328 66 37, www.ambarrestaurant.com).
  • Drama. Okay, ja: Es gibt in Serbien viel Fleisch, und es wird tatsächlich gern Ćevapčići gegessen - unter anderem in diesem sehr beliebten, freundlichen Imbiss im Stadtviertel Dorćol (Dositejeva 7a).

AUSGEHEN

  • Blaznavac. Tagsüber nettes Café mit schräger Einrichtung (das halbe Karussellpferd mit Glittermähne auf der Terrasse gibt den Ton an), abends originelle Bar. Und man kann an faulen Nachmittagen wie in lauschigen Nächten sehr schön draußen sitzen (Kneginje Ljubice 18, www.facebook.com/blaznavac).
  • Dva Jelena. In jeder anderen Stadt wäre so ein riesiger Laden mit allabendlich folkloristischer Live-Musik eine Touristenfalle, in Belgrad dagegen genießen auch viele Einheimische die Stimmung. Das Essen ist anständig, aber letztendlich Nebensache - man kommt vor allem zum Trinken, und um sich von den Musikern ein Ständchen bringen zu lassen (Skadarska 32, Tel. 11/723 48 85, www.dvajelena.rs).
  • Centrala. Altehrwürdiges Kaffeehaus wie unprätentiöse Nachbarschaftskneipe. Allerdings sollte man nicht zu allergisch auf Zigaretten reagieren - Rauchen ist, wie fast überall in Belgrad, erlaubt (Simina 6).
  • Polet. Bar mit Vintage­Wohnzimmer­Atmosphäre: Es gibt Sofas, Kunstausstellungen, Livebands spielen auf einer Mini­Bühne in der Ecke, freundliche Jungs und Mädels stehen hinterm Tresen - und auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei finden sich in unmittelbarer Nachbarschaft noch viele andere gute Kneipen und Restaurants (Cetinjska 15).
  • KC Grad. Die Mischung aus Kneipe, Club, Galerie, Kulturzentrum, Debattier­ und Konzertbühne war vor Jahren eine der ersten Institutionen, die das ehemals verrufene Viertel Savamala aufgewertet haben – heute ist es eine der letzten, die noch nicht dem ambitionierten Bauprojekt "Belgrade Waterfront" weichen mussten (Braće Krsmanović 4, www.gradbeograd.eu).
  • Dorćol Platz. Nicht kommerzieller Raum in einer ehemaligen Autowerkstatt für Ausstellungen, Performances, Konzerte. Mal ist hier nichts los, mal brennt die Hütte, einen Kaffee bekommt man immer (Dobračina 59b, www.dorcolplatz.rs).
  • Gajba. Man muss diese Bar schon finden wollen, aber es lohnt sich: Hier ist es dunkel kuschelig, die Getränke sind stark, und am späteren Abend wird die Musik tanztauglich (Karađorđeva 44, über dem Restaurant „Gadost“).
  • Wurst Platz Bar. Ja, das ist tagsüber tatsächlich nur ein besserer Imbiss für Käsekrainer und Co. Doch abends wird die Stimmung ausgelassen, denn hier tritt fast jeden Tag eine Liveband auf. Besonders beliebt sind die Karaoke­-Sonntage (Makedonska 4).

EINKAUFEN

  • Design District. Seitdem junge, lokale Designer das ehemalige Einkaufszentrum wiederbelebt haben, kann man hier echte Schätze finden (Čumićeva sokače, belgradedesigndistrict.blogspot.de/).
  • Ercegovac. Das Fachgeschäft verkauft seit 1927 handgearbeitete Hüte von zeitloser Eleganz (Terazije 40).

ERLEBEN

  • Nikola-Tesla-Museum. Das kleine Museum, das dem genialen serbischen Ingenieur, Physiker und Erfinder gewidmet ist, sollte man unbedingt mit einer Führung besichtigen: Nur dann kann man selbst Hand anlegen und das Prinzip Wechselstrom am eigenen Körper erfahren. Stündlich Touren in Serbisch oder auf Englisch - wer sichergehen will, dass er was versteht, sollte vorher anrufen (Krunska 51, Tel. 11/243 38 86, www.tesla­museum.org).
  • I bike Belgrade. Im Sommer täglich englischsprachige geführte Radtouren, wahlweise durchs Zentrum (3 Stunden ca. 17 Euro) oder am Fluss entlang
(4 Stunden ca. 22 Euro) – letztere ist die noch interessantere, da man viel von der sozialistischen Architektur Neu­Belgrads zu sehen bekommt, dem Teil der Stadt, der oft außen vor bleibt (Braće Krsmanović 5, Tel. 669/00 83 86, www.ibikebelgrade.com).
  • Ada Ciganlija. Die Halbinsel an der Save, 4 km vom Zentrum entfernt, ist ein beliebter Ausflugs­ und Erholungsort: Hier kann man spazieren gehen, Sport machen und in Strandbars einkehren.
  • Foodtour Belgrad. Dass die serbische Küche nicht nur aus Fleisch besteht, beweisen diese kulinarischen Touren durch Belgrad. Zur Auswahl stehen drei unterschiedlich lange Varianten, doch selbst bei der kurzen Tour durch vier Lokale wird man schon satt. Preise richten sich nach Teilnehmerzahl, zwei Personen z. B. zahlen zusammen 89 Euro (Tel. 628 71 39 80, www.foodtourbelgrade.com).

TELEFON

  • Die Vorwahl von Serbien ist 003 81.


Brigitte 07/2018

Wer hier schreibt:

Sonja Niemann
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