Das ist die ekligste Airline der Welt – und ihr seid sicher schon mitgeflogen!

Bei welcher Airline ist es an Bord am schmutzigsten? Okay, richtig geraten: Es ist die Airline mit den extremsten Dumping-Preisen!

Ryanair hat den zweifelhaften Pokal als ekligste Airline der Welt errungen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des britischen Verbrauchermagazins "Which?" unter knapp 8000 Fluggästen.

Die Passagiere von 42 internationalen Fluggesellschaften wurden gebeten, die Sauberkeit an Bord ihres Fluges zu bewerten. Durchschnittlich 81 Prozent der Reisenden empfand die Hygiene an Bord ihrer Maschine als gut.    

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Der große Verlierer heißt Ryanair

Mit Abstand am schlechtesten schnitt Ryanair ab: Nicht einmal die Hälfte der Befragten (42 Prozent) gab der irischen Billigfluglinie die Note "Gut" für Sauberkeit und Hygiene. 24 Prozent der Fluggäste empfand die Sauberkeit sogar als mangelhaft.

Auf Platz zwei und drei des Ekelbarometers kamen mit großem Abstand die Billigfluglinien Wizz Air und Vueling Airlines: Bei beiden Airlines gab zehn Prozent der Passagiere an, dass die Hygiene mangelhaft sei.

Ermittler*innen, die Teile der Ryanair-Flotte mithilfe von UV-Licht untersuchten, entdeckten dann auch Fettspuren auf Tabletts, verschmutzte Kopfstützen und verstaubte Fensteröffnungen. Mit dem UV-Licht können Verschmutzungen identifiziert werden, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind.

Diese drei Airlines schnitten bei der Hygiene am besten ab

Der Gewinner heißt Air New Zealand. 97 Prozent der Passagiere der neuseeländischen Fluggesellschaft empfanden die Sauberkeit an Bord als gut. Auf Platz zwei  kam Singapore Airlines mit 96 Prozent, dicht gefolgt von Emirates und Qatar Airways mit jeweils 95 Prozent Zustimmung.

Das sind die schmutzigsten Orte an Bord

Offenbar sind nicht die Toiletten am schmutzigsten, sondern die Kopfstützen und die Fächer an den Rückenlehnen. Das habe bereits eine Untersuchung vergangenes Jahr ergeben. An beiden Stellen wurden E.coli-Bakterien gefunden, die im menschlichen Darm vorkommen.

Dumping-Preise haben ihren Preis

Allerdings ist das Ergebnis nicht weiter überraschend: Allen Passagieren dürfte klar sein, dass bei den Dumping-Preisen, die Ryanair aufruft, an allen Ecken und Enden massiv gespart wird. Dass die Beschäftigungsverhältnisse bei der irischen Billigairline prekär sind und die Löhne schlecht, ist bekannt. Dass die Sauberkeit leidet, wenn der Aufenthalt zwischen den Flügen so minimiert wird, dass nur schnell eine Reinigungskraft durch die Kabine huschen kann, um den Müll einzusammeln, dürfte ebenfalls klar sein.

Für Verbraucher*nnen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Den Billigflieger nicht mehr buchen – oder sich nach dem Flug die Hände besonders gründlich zu waschen.

sar
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