Fliegen mit Hund – wie es entspannt wird

In den Urlaub fliegen mit Hund sollte gut geplant sein! Wir geben dir 13 Tipps, worauf du vor der Reise achten solltest. 

Wer seinen Vierbeiner mit in den Urlaub nehmen will, muss einige Vorschriften für den Transport beachten und sich gut organisieren! Mit diesen Tipps bist du bestens vorbereitet. 

Fliegen mit Hund - die 13 besten Tipps!

1. Direktflug buchen

Der Flug ist für deinen Vierbeiner purer Stress, überlege daher genau, ob du ihm dem wirklich aussetzen möchtest. Ist das Ziel alternativ auch mit Zug oder Auto erreichbar? Muss der Hund wirklich mit auf die Reise oder lässt er sich zum Beispiel während der Abwesenheit von Familie/Freunden betreuen? Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollte die Fellnase wirklich mitreisen. Ansonsten gilt: Nach Möglichkeit einen Langstreckenflug vermeiden und einen Direktflug bevorzugen!

2. Anmeldung nicht vergessen

Deinen Vierbeiner kannst du nicht einfach mitnehmen, sondern musst ihn vorher – am besten schon bei der Buchung – bei der Airline anmelden. Bei einigen Airlines reicht auch eine Anmeldung 24 bis 48 Stunden vorher. Sei bei Abflug rechtzeitig vor Ort, vor allem, wenn deine Fellnase nicht mit in der Kabine reisen darf, sondern im Frachtraum transportiert wird.

3. Spezielle Hunderasse? Das solltest du wissen

Wer einen Listenhund ("Kampfhund") oder einen stumpfnasigen Vierbeiner besitzt, sollte sich die Bedingungen bei der gewünschten Airline ganz genau ansehen. Einige Fluggesellschaften erlauben den Transport von Listenhunden, allerdings nur in speziellen Käfigen und ausschließlich im Frachtraum – andere transportieren keine sogenannten Kampfhunde. Auch stumpfnasige Hunderassen (z. B. Chow-Chow, Mops oder Boxer) werden nicht von allen Airlines befördert. Hintergrund: Diese Rassen sind besonders temperatur- und stressempfindlich. Da ein Flug extremen Stress für die Tiere bedeutet, könnte das ernsthafte gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.    

4. Kosten für die Tierbeförderung beachten

Der Hund fliegt nicht etwa kostenlos auf dem Schoß mit, sondern muss zusätzlich bezahlt werden. Wie hoch die Gebühr dafür ausfällt, entscheidet die jeweilige Airline. Hier eine Übersicht der Kosten (Stand: 06.03.2020) der größten deutschen Airlines: 

  • Lufthansa: Die Kosten varriieren je nach Reiseziel, für die Beförderung in der Kabine startet die Gebühr bei 50 Euro und beim Frachtraum bei etwa 80 Euro.
  • TUI fly berechnet eine Bearbeitungsgebühr von 40 Euro (Kabine) bzw. 60 Euro im (Frachtraum) auf internationalen Flügen und 47,60 Euro (Kabine) bzw. 71,40 Euro (Frachtraum) auf nationalen Flügen.
  • Condor: Die Kosten varriieren je nach Reiseziel, für die Beförderung in der Kabine startet die Gebühr bei etwa 60 Euro und beim Frachtraum bei etwa 80 Euro.

5. Richtige Transportbox wählen

Bei größeren deutschen Fluggesellschaften (Lufthansa, TUI fly, Condor) gilt, dass kleinere Hunde normalerweise in der Transportbox mit in die Kabine genommen werden können. Allerdings dürfen sie inkl. Box nicht mehr als 8 kg wiegen.

Die wichtigsten Infos zu den größeren Airlines im Überblick:

  • Lufthansa: Ein zusätzliches Formular zur Beförderung muss ausgefüllt werden. Die Transportbox darf max. 55 x 40 x 23 cm groß sein für die Kabinenbeförderung. Hunde müssen mindestens 12 Wochen alt sein, bei Einreise in die USA 16 Wochen.
  • TUI fly: Hier gelten Maße für die Transportbox von max. 55 x 40 x 20 cm. Größere Tiere müssen in einer selbst mitgebrachten und stabilen Box transportiert werden, die nicht höher als 83 cm sein darf. Das Tier muss sich aber drehen und aufstehen können. Auf Langstreckenflügen sind Hunde nicht erlaubt.
  • Condor: Auch hier gelten Maße für die Transportbox von max. 55 x 40 x 20 cm.

Generell gilt: Die Tiere dürfen in der Kabine nicht frei gelassen werden, sondern verbleiben den Flug über in der Box. Größere und schwerere Hunde werden im Frachtraum transportiert.

Anerkannte Assistenzhunde ("Blindenhund") sind normalerweise kostenlos in der Kabine erlaubt. Aber auch hier muss der Hund vorher angemeldet werden.

Peta empfiehlt, die Transportbox mit Kontaktadresse, Telefonnummer und dem Abflug- und Zielflughafen zu beschriften. 

6. Bestimmungen im Zielland kennen

Land und Leute kennen lernen, neue kulinarische Genüsse erproben und die entspannte Zeit genießen – bei allem Reisefieber darf nur nicht vergessen werden, die Einreisebestimmungen für Hunde im Zielland zu checken. Diese Fragen solltest du im Vorfeld klären:

  • Welche Impfungen sind nötig?
  • Besteht eine Leinenpflicht?
  • Gibt es eine Maulkorbpflicht?
  • Darf jede Hunderasse in das Land eingeführt werden?

7. Heimtierausweis mitnehmen

Für Reisen innerhalb der EU benötigt dein Hund einen Heimtierausweis – sozusagen der Reisepass für dein Tier. Den Ausweis bekommst du beim Tierarzt, allerdings ist ein implantierter Mikrochip und eine Impfung gegen Tollwut Voraussetzung dafür. Die Kosten für die Ausstellung sind meist nicht sehr hoch, muss das Haustier aber noch gechippt werden, kommt noch eine Summe etwa bis zu 50 Euro oben drauf. 

8. Hundehaftpflicht checken

Bevor es los geht, checke die Versicherungspolice: Sind z. B. auch Mietsachschäden versichert? Denn wenn dein Hund einen Schaden in der Ferienwohnung anstellt, könnte das unter Umständen sehr sehr teuer werden ... Und: es ist sinnvoll einen Nachweis über die Versicherung mitzuführen!

9. Hund an die Box gewöhnen

Ob Frachtraum oder Kabine: Der Hund muss in eine Transportbox. Daher tust du gut daran, deinen Vierbeiner frühzeitig an die Box zu gewöhnen. Dazu kannst du beispielsweise regelmäßig ein Leckerli hinein legen, so verknüpft dein Hund etwas Positives damit.

10. Packliste für den Hund

Nur mit Handgepäck fliege, können sich Reisende mit Hund schon mal abschminken ... Zusätzlich zu deiner Urlaubsliste kommt noch das mit in die Koffer:

  • Erste-Hilfe-Set
  • Leine
  • Maulkorb
  • Kotbeutel
  • Reisenäpfe
  • Zeckenzange
  • Leckerlis
  • Spielzeug
  • Halsband (mit Adressschild)

Tipp: Im Video gibt es eine Checkliste für jeden Urlaubstyp!

Kofferpacken

11. Box vorbereiten

Damit sich der Hund während der Reise nicht unnötig unwohl fühlt, statte die Box mit einer Decke aus und leg am besten noch das Lieblingsspielzeug dazu. Nicht vergessen, den Wasserspender zu füllen!

12. Spaziergang vor dem Flug

Deine Fellnase wird einige Stunden in der Transportbox eingesperrt sein: Gönne ihm vorher einen ausgiebigen Spaziergang, bei der er sich noch mal richtig auspowern kann! Aber auch um noch mal sein Geschäft erledigen zu können, denn während des Fluges bliebe ihm nur die Möglichkeit in seine Box zu machen. TUI fly empfiehlt, den Hund zuletzt 12 Stunden vor Abflug zu füttern, bei einer Reise von 24+ Stunden dem Flugpersonal Trockenfutter mitzugeben. 

13. Beruhigung

Ob Beruhigungsmittel das Richtige in der Situation sind, solltest du unbedingt mit der Tierärztin absprechen. Ansonsten versuche den Hund durch Zureden so gut es geht zu besänftigen. 

Schon gewusst? Erfahrungen und Reisetipps von anderen Reiselustigen findest du auch in der BRIGITTE Community.

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