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Flüssigkeit im Handgepäck – was du wissen solltest

Flüssigkeit im Handgepäck: Kleine Fläschchen
© faithie / Shutterstock
Wie war das nochmal mit den Flüssigkeiten im Handgepäck? Alles Wissenswerte zu Menge, Arten und Ausnahmen. 

Schon seit Jahren ist im Handgepäck nur eine bestimmte Menge an Flüssigkeiten erlaubt. Was dahinter steckt und was du mitnehmen darfst (und wie viel!).

Wieso gelten dafür solche Bestimmungen?

Auf Flughäfen der Europäischen Union gilt eine eingeschränkte Mitnahme für Flüssigkeiten im Handgepäck. Eingeführt wurde diese Regelung im November 2006, Hintergrund ist ein versuchter terroristischer Anschlag auf Flugzeuge im August desselben Jahres. Dabei sollte flüssiger Sprengstoff in Getränkeflaschen während des Fluges explodieren – das konnte jedoch durch die britischen Behörden verhindert werden.  

Flüssigkeiten im Handgepäck

Seitdem müssen Flugreisende Flüssigkeiten im Gepäck extra verpacken – und zwar unabhängig von der Fluggesellschaft. In Ländern außerhalb der Europäischen Union können hingegen andere Bestimmungen gelten. 

  • Pro Person 1 Beutel mit einem Fassungsvermögen von 1 Liter.
  • Der Beutel muss wiederverschließbar und aus durchsichtigem Material sein.
  • In diesen Beutel maximal 10 Behälter, die jeweils maximal 100 ml fassen dürfen.

Das bedeutet zum Beispiel, dass du eine Shampooflasche, die 200 ml fasst nicht mitnehmen darfst – auch wenn vielleicht nur noch ein Rest von 100 ml enthalten ist. Der Behälter darf nicht mehr als 100 ml Füllmenge haben! So einen Beutel kannst du in vielen Geschäften und Drogerien kaufen. 

Bei der Sicherheitskontrolle muss der Beutel getrennt vom Gepäck auf das Band gelegt werden. Vergisst du diesen im Handgepäck, werden die Flüssigkeiten nochmal gesondert kontrolliert und das zieht Verzögerungen für alle nach sich. 

Ausnahme-Regelung Duty-free

Artikel, die in einem Duty-free-Shop am Flughafen erworben wurden, dürfen im Handgepäck mitgeführt werden. Allerdings müssen diese mit Kaufbeleg in einem Sicherheitsbeutel mit rotem Rand versiegelt sein und dürfen erst am Ziel geöffnet werden.

Sonderfall Medikamente und Babynahrung

Flüssige Medikamente und diätetische Nahrung, wie Babynahrung, müssen in speziellen Beuteln mitgenommen werden. So eine Sicherheitstasche, auch Security Tamper Evident Bag (STEB), ist versiegelt und wird zusätzlich zum anderen Flüssigkeitsbeutel mitgenommen. Für die STEBs gibt es keine Mengenbegrenzung, alles darin sollte jedoch nur den Bedarf der Reisedauer abdecken. Und es muss nachgewiesen werden, dass die Medikamente gebraucht werden, z. B. mit einem Attest.

Seit dem 31.01.2014 werden diese Flüssigkeiten mit einer speziellen Technik kontrolliert, für den Fluggast ändert sich aber nichts weiter. Kann die mitgeführte Flüssigkeit nicht als ungefährlich bewiesen werden, darf sie nicht transportiert werden!

Das zählt alles als Flüssigkeit

Alles was bei Raumtemperatur flüssig, zähflüssig, gelartig oder cremig ist, zählt bei der Regelung als Flüssigkeit. Und das betrifft nicht nur Kosmetik- und Pflegeartikel, auch Lebensmittel fallen darunter. Das sollte in den Beutel:

  • Parfüm
  • Lotions
  • Cremes
  • Zahnpasta
  • Deodorants
  • Gele (Haargel, Gesichtsgel, ...)
  • Rasierschaum
  • Shampoo und Duschgel
  • Mascara
  • Öle
  • Suppen
  • Aufstriche (z. B. Streichkäse oder -wurst)
  • Joghurt

Wie sieht es generell mit Essen aus? Ob man Essen mit ins Flugzeug nehmen darf, erfährst du hier. Weitere Tipps für einen angenehmen Langstreckenflug und die beste Packliste für jeden Urlaub, findest du hier. 


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