Frühlingsreisen 2020: 10 Lieblingsziele

Noch länger warten? Nein! Wir reisen unserer Lieblingsjahreszeit zum Licht- und Wärmetanken entgegen! Nach Andalusien oder Sizilien, an den Starnberger See oder ins Elsass ...

1 Sussex/England

Immer schön vorn dran

Narzissenfluten, ein Schleier Grün auf Hügeln und Wäldern, heller Sonnenschein: Im Süden Englands ist die Natur den unsrigen Verhältnissen zuverlässig vier Wochen voraus. Besonders hübsch (auch nach dem Megxit!): die Grafschaft Sussex mit versteckten Tälern, malerischen Dörfern und der Steilküste bei Beachy Head – Großbritannien wie im Bilderbuch. Jedes seiner Seiten erzählt Geschichten: "Monk‘s House", einst Wohnsitz von Virginia Woolf, gibt mit kleinen Zimmern, großem Garten und Aussicht über mit Apfel­blütenwolken betupfte Täler Einblicke ins Leben einer der größten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Im "Sheffield Park and Garden" öffnet jedes Brückchen den Blick auf exo­tische Bäume und blaue Seen. "Bate­man‘s" gehörte "Das Dschungelbuch"- Autor Rudyard Kipling – und ist von der Gegenwart fast unberührt geblieben. Stefanie Bisping

Tank-Fehler: Frau tankt ihr Auto

ÜBERNACHTEN

The Shelleys. Boutique-Hotel mit Garten im historischen Städtchen Lewes. DZ/F ab 95 Euro (Lewes, High St 135–136, Tel. 00 44/12 73 47 23 61, www.the-shelleys.co.uk). 

GENIEßEN

The Beachy Head. Hervorragende Steaks und Burger in urig-typischer Pub-Atmosphäre auf einer Klippe (Eastbourne, Beachy Head Road, Tel. 00 44/13 23 72 80 60, www.vintageinn.co.uk).

ERLEBEN

Landsitze und Gärten. So wunderbar englisch! Auf keinen Fall solltest du "Monk‘s House" in Lewes, "Sheffield Park and Garden" in Uckfield oder "Bateman‘s" in Burwash verpassen (www.nationaltrust.org.uk).

2 Starnberger See/Bayern 

Frühjahrsputz

Der See erwacht nach dem Winterschlaf: Segelboote werden aus Schuppen gezogen und geschrubbt, ab Ostern kreuzen wieder die Fähren von Ambach nach Bernried und von Starnberg nach Possen­hofen. Spargelhäuschen stehen am Straßenrand, die Bäume tragen zartes Grün, die Luft ist klar und etwas frisch, und manchmal hat man noch das Gefühl, der See gehöre einem allein. Einer meiner Lieblingsorte: das "Schlossgut Ober­ambach", zwischen Himmel und Erde schwebend, oberhalb des Ostufers, inmitten von Wiesen und Wald gelegen und mit einer Traumsicht auf die Bayerischen Alpen. Ein idealer Platz für den sanften Frühjahrsputz, zum Beispiel bei einer Ayurveda- Kur oder beim Basenfasten. Danach: stramme Spaziergänge. Am See entlang. Bis zum nächsten Biergarten. Anna M. Loefken 

ÜBERNACHTEN

Schlossgut Oberambach. Das Bio- Hotel zieht den Öko-Gedanken durch – von den 40 Zimmern mit Vollholzausstattung bis zur Naturküche mit regionalen Speisen und Gemüse aus dem eigenen Garten. DZ/F ab 143 Euro (Münsing, Oberambach 1, Tel. 081 77/93 23, www.schlossgut.de).

GENIEßEN

Zum Fischmeister. Eines der besten Gasthäuser am See mit wunderschönem Biergarten. Sehr fein z. B. das Karpfenfilet mit Kartoffel-Endivien-Salat für ca. 20 Euro (Ambach, Seeuferstr. 31, Tel. 081 77/533, www.zumfischmeister.com).

3 Córdoba/Spanien

Vor dem großen Glühen

Im Sommer wäre mir Córdoba zu heiß und zu voll. Aber jetzt kann ich gemütlich durch die weltberühmte Mezquita und verwinkelte Altstadt­gassen spazieren. Weiße schlichte Häuser, Torbögen, schmiedeeiserne Balkone, grün umrankte Mauern: Genauso liebe ich Andalusien! Am meisten begeistern mich die Patios, die zweiten Wohnzimmer der Cordobesen. Mehr als 4000 Innenhöfe in einer Stadt – einzigartig! Ich erhasche Blicke auf blühende Wunder durch Gittertore oder als ich einen Lederwarenladen durch den Hinterausgang verlasse. Und sitze schließlich mittendrin – in einem Res­taurant. Was für ein Leuchten, Duften, Schimmern! In Töpfen an den Wänden, Kübeln auf dem Pflaster, Schalen auf der Treppe, um den plätschernden Brunnen herum: prächtige Geranien, Fuchsien, Hortensien, Rosen, Orangenbäumchen, Bougain­villeen. Ein kleines Abbild vom Paradies, das schon die Mauren liebten, die in Córdoba jahrhundertelang das Sagen hatten. Nicole Schmidt

ÜBERNACHTEN

Patio del Posadero. Boutique-Hotel in einer Gasse des alten jüdischen Viertels. DZ/F ab 100 Euro (C/ Mucho Trigo 21, Tel. 00 34/957 94 17 33, www.patiodelposadero.com).

GENIEßEN

Restaurante Puerta Sevilla. Speziali­täten wie Salmorejo (8,50 Euro), eine Art dickflüssige Gazpacho, serviert im herrlichen Patio (C/ Postrera 51, Tel. 00 34/957 29 73 80, www.puertasevilla.com).

4 Brodtener Ufer/Schleswig-Holstein

Wolken ziehen darüber

Klar, auch bei strahlendem Sonnenschein ist es am Brodtener Ufer schön. Wunderschön sogar: Die bis zu 20 Meter hohe Steilküste, aus der Meer und Sturm jeden Winter mindestens einen halben Meter herausfressen, und die weiten, flachen Felder, die daran anschließen, bilden genau den landschaftlichen Kontrast, der mein Gemüt zur Ruhe bringt. Mich staunen oder schwelgen lässt – je nachdem, zu welcher Seite des Wegs ich schaue. Beide aber wirken auf mich noch eindrucksvoller, wenn an leicht windigen Frühjahrs­tagen am hohen Himmel Wolken darüberziehen und ihre Schatten über das noch frische Hellgrün der Saat oder das changierende Blau der Lübecker Bucht jagen. Sechs Kilometer lang ist der Weg von Niendorf nach Travemünde, entlang eines nahezu unberührten Küstenabschnitts. Ich laufe gern auch ein Stück am Strand (es gibt zwei Treppen, die hinunter­führen, eine am Ortsausgang von Niendorf, die andere nahe des Ortes Brodten), dort muss man seinen Weg über große Steine und Findlinge suchen, oft liegen abgestürzte Bäume quer, und wer Glück hat und ein gutes Auge, findet sogar Fossilien! Anja Haegele 

ÜBERNACHTEN

Fuchsbau. Gemütliches Hotel im Landhaus-Stil, freundliches Personal, köst­liches Frühstück. Mein Highlight ist das exzellente Restaurant in der alten Stube. Produktqualität geht Gastgeber Hauke Fuhrmann über alles, und das schmeckt man. Ob Bio-Fleisch, vege­tarische Gerichte oder Themenbuffets (mittwochs Spanferkel, freitags norddeutscher Fisch und sonntags Wild): Alles ist vorzüglich, sogar die Chicken-Nuggets und Fischstäbchen auf der Kinderkarte sind hausgemacht! Hauptgerichte ab ca. 20 Euro, Buffet ab ca. 25 Euro. Dazu eine tolle Weinkarte mit sehr fairen Preisen (Timmendorfer Strand, Dorfstr. 9–11, Tel. 045 03/80 20, www.fuchsbau-timmendorf.de).

ERLEBEN

Radtour. Verleih ab 10 Euro/Tag (Niendorf, Strandstraße 37f, Tel. 045 03/771 00 22, www.fahrradverleih-niendorf.de).

5 Hespengau/Belgien

Im Blütenmeer

Was für eine Pracht! Ich radle durch Belgiens Obstgarten, den Hespengau, und kann mich kaum sattsehen an den weißen und pinkfarbigen Wellen, die sich über die Hügel ziehen. Hier, im Osten Flanderns, wachsen Apfel- und Birnbäume in langen Reihen, werden Brombeeren und Johannisbeeren angepflanzt, auf weiten Feldern, die den Horizont zu berühren scheinen. Radwege führen an Herrenhäusern und Burgen vorbei, entlang von Kanälen und durch adrette Dörfer. Zwischendurch steige ich ab, um die Kunstwerke inmitten der Obstplantagen zu besichtigen: nahe Borgloon zum Beispiel eine transparente Stahlkonstruktion, die wie eine Dorfkirche aussieht, besonders schön am Abend, wenn Sonnenstrahlen die Installation durchleuchten. Nachmittagspause in Tongeren: Wer durch Belgiens älteste Stadt schlendert, sieht noch Überreste aus der Römerzeit und dem Mittel­alter, vor allem aber in netten Straßenlokalen viele entspannte Leute, die mit einem Bierchen den Feierabend einläuten. Anna M. Loefken 

ÜBERNACHTEN

Villa Copis. Veerle Poismans ist die zauberhafte Gastgeberin dieses kleinen Hotels in Borgloon. Sie hat die verwaiste Obstgut-Villa behutsam renoviert und eine charmante Unterkunft mit acht modern gestalteten Zimmern daraus gemacht. DZ/F ab 145 Euro (Borgloon, Stationsstraat 34, Tel. 00 32/472 90 20 62, www.villacopis.be).

ERLEBEN

Radfahren. Am besten erkundet man den Hespengau auf dem Rad. Leih­räder ab 10 Euro/Tag z. B. bei Tourismus Borgloon (Stationsplain 8, Tel. 00 32/12/67 36 53, www.visitborgloon.be).

6 Syrakus/Sizilien

Durch alle Zeiten

Wer auch nur ein bisschen was für italienische Altstädte übrig hat, den bringt die von Syrakus auf der Halbinsel Ortigia glatt um den Verstand. Barock-Palazzi aus honig­gelbem Sandstein – einer prachtvoller restauriert als der nächste! Die Küstenpromenade, der Lungomare mit seinen Badebuchten und Straßencafés, in denen unter riesigen Bäumen köstlicher Granat­apfelsaft serviert wird! Ver­winkelte, schmale Gassen, an deren Ende man immer das Blau des Meeres blitzen sieht! Ziemlich touristisch zwar, aber so romantisch... Dazwischen finden sich kleine Ausgrabungsstätten wie der Apollo-Tempel aus dem 6. Jahrhundert vor Christi. Auf dem höchsten Punkt Ortigias liegt der lang gestreckte, relativ schmale Domplatz, marmorgepflastert und seit 2700 Jahren (damals stand hier der griechische Athena-Tempel) religiöser Mittelpunkt der Stadt. Schöner noch als den Dom finde ich die benachbarte Kirche Santa Lucia mit herrlichem hellblau-weißem Keramikboden und dem beeindruckenden Altarbild, auf dem Caravaggio das Begräbnis der Heiligen Lucia verewigt hat. Anja Haegele 

ÜBERNACHTEN

Hotel Gutkowski. Hinter der Fassade zweier alter Fischerhäuser im historischen Zentrum verbergen sich wunderbar schlichte Zimmer. Tolle Dachterrasse, großartiges Frühstück! DZ/F ab 75 Euro (Lungomare di Levante Elio Vittorini 18, Tel. 00 39/09 31/46 58 61, www.guthotel.it).

GENIEßEN

Markt. Auf diesem herrlich quirligen Markt gibt es die schönsten Tomaten und Auberginen, Kräuter, Oliven und Fisch. Unbedingt den Pulpo probieren, der an mehreren Ständen frisch im Topf gekocht und mit Olivenöl, Kräutern und Chili als Snack serviert wird. Außerdem lohnt ein Besuch der Käserei "Gli Artisti", die Sandwiches sind fantastisch! (Via Trento, Via Emmanuele de Benedictis, Mo.–Sa. vormittags)

7 Neusiedler-See/Österreich

Bei Storchens zu Hause

Kein Mensch weit und breit. Blühende Wiesen bis zum Horizont. Wie das Schilf raschelt! Wie die Ölweiden duften! Wie das Wasser silbern glänzt! Und überall in Büschen, Baumgruppen und an flachen Salzlacken zwitschern Vögel. "Unfassbar, dass eine Landschaft so was Meditatives ausstrahlen kann", sagen wir uns immer wieder bei unserer Tour um den Neusiedler See, dem größten Steppensee Mitteleuropas. Ganz besonders schön ist der Südosten rund um Illmitz, denn hier schützt ihn ein Nationalpark, nur mit dem Rad oder zu Fuß darf man ihm ganz nahe kommen. An der Westseite dagegen gibt es Weingärten und Buschenschänken in schmucken, burgenlän­dischen Örtchen. So wie Purbach, wo wir in historischen Kellerhäusern Weine kosten. Oder Rust, wo auf jedem zweiten Dach der alten Bürgerhäuser Störche klappern. Nicole Schmidt 

ÜBERNACHTEN

Gästehaus Hans Moser. Postkartenschön ist das frühbarocke Wein­bauernhaus, in dem die Mosers mit viel Liebe drei Zimmer und eine Suite eingerichtet haben. DZ/F ab 88 Euro (Purbach, Hauptgasse 10, Tel. 00 43/65 02 45 01 95).

ERLEBEN

Neusiedler-See-Radweg. Einmal rundherum radeln: Das sind 135 Kilometer in Österreich und 38 in Ungarn; Einstieg, Abstecher und Einzeletappen sind unkompliziert überall möglich, guter Online-Routenplaner als App verfügbar (www.neusiedlersee.com).

8 Glatzer Bergland/Polen

Auf gute Nachbarschaft

Kaum habe ich meine Hand­tasche neben mir abgestellt, springt eine Kellnerin mit einem Bänkchen herbei, und schwupps, liegt das olle Ding eine Etage höher. "Eine Polin würde niemals ihre Tasche auf den Boden legen", erfahre ich von meiner Begleitung. "Weil sonst ja alles Geld herausfällt." Es ist schon erstaunlich, wie wenig ich über unser Nachbarland weiß. Aber es lag der Eiserne Vorhang zwischen mir und Regionen wie dem Glatzer Bergland, das ich jetzt kennenlerne – ein grünes Becken in Niederschlesien, südlich von Breslau, das von mittelhohen Bergen nach Tschechien hin begrenzt wird: eine weite Landschaft, durch die es sich herrlich wandern oder radeln lässt, und die immer wieder tolle Ausblicke bietet. Darin fließt malerisch die Glatzer Neiße, es gibt Festungen, Schlösser, Kurorte mit prächtigen Villen. Und Kirchen natürlich. Dazu die ehemals deutsche Geschichte, die man überall entdecken kann, die aber zum Glück nicht mehr zwischen den Menschen steht. Höchste Zeit, dass ich unsere Nachbarn besser kennenlerne! Diana Helfrich

ÜBERNACHTEN

Palac Kamieniec. Großbürgerliches Haus in sehr ländlicher Gegend, das eine Familie aus Warschau mit viel Liebe zum Detail erhalten und zu einem kleinen Hotel ausgebaut hat. DZ/F ab ca. 75 Euro (Klodzko, Kamieniec 47, Tel. 00 48/74/869 20 45, www.palackamieniec.pl).

GENIEßEN

Art Déco. Das Restaurant im Luxus- Hotel von Polens Kosmetik-Queen Irena Eris ist auch für Nicht-Hausgäste geöffnet und serviert köstliche regionale Küche im 20er-Jahre-Ambiente. Empfehlenswert: das Drei-Gänge-Menü für ca. 32 Euro (Polanica Zdrój, Ul. Debowa 19b, www.drirenaerisspa.pl/polanica- zdroj, Tel. 00 48/74/662 43 50).

9 Elsass/Frankreich

Im Schmuckkästchen unterwegs

Es wird schon dunkel, und wir rollern ratlos mit unseren Koffern durch die holprigen Gassen von Kaysersberg, das für den Autoverkehr weit­gehend gesperrt ist. Wo ist bloß unser Hotel? Wenige Minuten später spielt das keine so große Rolle mehr. Wir haben uns in dieses Örtchen in der Nähe von Colmar am Fuße der Vogesen verliebt – und rollern einfach weiter, gucken links, gucken rechts. Wenn schon Elsass-Flair, dann richtig! Und jetzt, am frühen Abend, sind die vielen Tagesgäste wieder weg. Alles ganz in Ruhe. Wie schön, dass der Frühling im Osten Frankreichs früher als bei uns im Norden einzieht! Noch prächtiger als anderswo auf der Weinstraße kommen mir die Fachwerkhäuser in Kaysersberg vor, noch liebevoller arrangiert die Blumenkästen. So romantisch die Burg­ruine auf einem Hügel und das munter durch den Ort plätschernde Flüsschen Weiss. So heimelig der Platz mit dem Straßencafé, wo wir einen Begrüßungs-Crémant trinken. Natürlich finden wir am Ende unser Hotel, versteckt in einem Seitengässchen. Später erklärt uns die freundliche Dame an der Rezeption dann ganz genau den Weg zum Restaurant. Dabei hätte es uns gar nicht gestört, uns noch einmal zu verlaufen. Nicole Schmidt 

ÜBERNACHTEN

Hotel Klé. Ein uraltes Winzerhaus mit modern-gradlinigen Zimmern und sehr freundlichem Service. DZ/F ab 100 Euro (Kaysersberg, 10, Rue du Pére Kohlmann, Tel.00 33/367 30 05 22, www.hotelkle.com).

ERLEBEN

L’Alchémille. Das Restaurant liegt etwas außerhalb des Zentrums und bietet legere Atmosphäre sowie ein Sterne-Menü mit vielen Kräutern und Gemüse ab 49 Euro (Kaysersberg, 53, Route de Lapoutroie, Tel. 00 33/389 27 66 41, www.lalchemille.fr).

10 Freiburg/Baden-Württemberg

Mit einer Note Sommer

Auch im Breisgau ist es Mitte März schon so warm, dass alle raus wollen, an die frische, milde Luft. Gestern sind wir durch die Schneckenvorstadt mit den hübschen Gassen Gerberau und Fischerau gebummelt, später auf den Schlossberg spaziert – toller Panoramablick zum Sonnenuntergang! Heute schwingen wir uns im T-Shirt aufs Rad und packen eine Decke ein – für später, zum Drauflegen. Ab dem Schwabentorring geht es Richtung Osten, immer die Dreisam entlang, die nahen, dunklen Höhenzüge des Schwarzwalds im Blick. Es geht nur minimal bergauf. Kaum haben wir die Stadt hinter uns, wird’s ländlich: alte Bauernhöfe mit Dächern wie tief sitzende Hüte, auf einigen Weiden malmen schon Kühe, und wo die Sonne hinkommt, zeigen sich erste Blüten. Kein Stündchen später sind wir im Luftkurort Kirchzarten im Dreisamtal und schlecken das erste Eis des Jahres im Freien, bevor wir zurückradeln. Im renaturierten Abschnitt der Dreisam im Bereich der Kartauswiesen gleicht das Ufer einer Lounge zum Chillen – nur dass man nicht in Sesseln, sondern auf Steinen und Picknickdecken sitzt: Plaid ausbreiten, die Augen schließen, schnuppern – riecht nach Frühling, mit einer Note Sommer. Doris Ehrhardt

ÜBERNACHTEN

Green City Hotel Vauban. Die Location passt zu Freiburgs neuestem, teils autofreiem Stadtteil: ökologisch, modern, entspannt, begrünt. So clean und nüchtern die Zimmer gestaltet sind, so warmherzig ist der Service. DZ/F ab 121 Euro (Paula-Modersohn- Platz 5, Tel. 07 61/888 57 40, www.green-city-hotel-vauban.de).

GENIEßEN

Adelhaus. Vegetarisches Bio-Restaurant mit der Atmosphäre einer Wohnküche. Zwei Tagesgerichte (ca. 12 Euro) außerdem Buffet und Kuchen (Adelhauserstraße 29-31a, Tel. 07 61/ 38 38 81 91, www.adelhaus.bio).

Hast du Lust, mehr zum Thema zu lesen und dich mit anderen Frauen darüber auszutauschen? Dann schau im "Reise-Forum" der BRIGITTE-Community vorbei!

Holt euch die BRIGITTE als Abo - mit vielen Vorteilen. Hier könnt ihr sie direkt bestellen.

BRIGITTE 07/2020

Wer hier schreibt:

Stefanie Bisping Nicole Schmidt Anja Haegele Diana Helfrich Doris Ehrhardt Anna M. Löfken
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.