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Gent 16 Reisetipps für Belgiens zauberhafteste Stadt

Gent: Häuser und Wasser in der Stadt
© TTstudio / Shutterstock
Lässig und voller Geschichte, lebendig und kreativ: Kein Wunder, dass Gent die beliebteste Unistadt Belgiens ist!

Die gemütliche, kleine Studentenstadt Gent in Flandern wird von Reisenden oft links liegengelassen. Warum das so ist, wissen wir auch nicht. Nur das: Nirgendwo sonst gibt es auf engem Raum so viel von Europas Geschichte und Kultur zu erleben. Das mittelalterliche Gent mit seinem kunstvollen Gemäuer ist äußerst charmant, und toll essen kann man in der Veggie-Hauptstadt Europas auch. Hier kommen unsere Reisetipps für einen gelungenen Kurztrip. 

Übernachten

Harmony. Ein perfektes Stadthotel. Mitten im Zentrum am Flüsschen Leie gelegen, dennoch etwas abseits der Touristenpfade. Hinter einer dezenten Fassade verbergen sich über drei Etagen 40 stylishe Zimmer, die dennoch gemütlich sind. Am besten ein Zimmer zur Wasserseite buchen, mit Blick auf Grafenburg, Kirchturmspitzen, Brücken sowie mittelalterliche Zunfthäuser. Und zur Entspannung nach dem Kopfsteinpflasterlaufen: ein beheizter Pool im Innenhof. Herrlich! DZ/F ab 146 Euro (Kraanlei 37, Tel. 00 32/9/324 26 80, hotel-harmony.be).

Ghent River. Aus einer alten Baumwollfabrik wurde ein Hotel mit 77 geräumigen Zimmern, die vorwiegend mit Holzmöbeln eingerichtet sind. Direkt an der Leie mit eigenem Bootsanleger und fußläufig zur Altstadt gelegen. DZ/F ab 170 Euro (Waaistraat 5, Tel. 00 32/9/266 10 10, ghent-river-hotel.be).

Ganda Rooms & Suites. Annik van Muylem ist eine überaus charmante Gastgeberin, die es gemeinsam mit ihrem Mann Kristof geschafft hat, ein heruntergekommenes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert zu einer wunderbaren Oase für Besucher zu machen. Alles ist liebevoll restauriert und mit feinsten Materialien ausgestattet. Jedes der acht Zimmer ist individuell gestaltet, manches mit eigenem Kamin oder kleiner Terrasse. Das Frühstück wird meist an der langen Küchentafel serviert, und im gemütlichen Salon trifft man sich gern auf einen Kaffee oder Tee. Gleich um die Ecke ist der Vrijdagmarkt. DZ/F ab 160 Euro (Houtbriel 18, Tel. 00 32/9/330 20 22, gandaroomsandsuites.be).

Genießen

Frites Atelier. Pommes vom Sternekoch? Gibt es! Und zwar im Bistro des Niederländers Sergio Herman, der nicht nur die perfekte Kartoffelsorte dafür ausgesucht hat, sondern auch besonders raffinierte Soßen macht, z. B. Mayonnaise mit Trüffeln oder Tomatenjus mit Chili und Paprika. Portion ab 3,75 Euro. Außerdem werden köstliche Snacks angeboten, wie der Auberginen-Burger für 13,50 Euro (Groentenmarkt 20, fritesatelier.com).

Huize Colette. Ein kleines, zauberhaftes Café mit vielen Büchern in den Regalen. Spezialitäten: heiße Schokolade (3,80 Euro) und selbst gemachtes Gebäck und Torten ab 3,20 Euro (Belfortstraat 6).

Savarin. Eine nette Brasserie für die Stärkung zwischendurch (Salat mit Ziegenkäse, 16 Euro) oder für ein Abendessen, z. B. Chateaubriand (21 Euro). Und man kann in Belgien nie früh genug damit anfangen, eines der rund 1000 (!) verschiedenen Biere zu probieren, z. B. Keizer Karel (Vrijdagmarkt 17, Tel. 00 32/9/233 51 66, brasserie-savarin.be).

Julie’s House. Alles selbst gemacht! Alles fabelhaft! Kuchen (ab 4,90 Euro), Gebäck (ab 2,20 Euro), Cupcakes (ab 3,90 Euro). Zu genießen am liebsten draußen vor der Tür auf weißen Stühlchen an wackligen Marmortischchen (Kraanlei 13, julieshouse.be).

Publiek. "Bin ich hier richtig?", fragt sich, wer in die schmucklose Wohnstraße Ham einbiegt und DAS Trendlokal sucht. Im Innern reduzierter Loftcharme, auf der Speisekarte flämische Gerichte (Perlhuhn mit Pflaumen, geräucherte Forelle im Kohlrabibeet mit Kerbel), denen Sternekoch Olly Ceulenaere eine besondere, feine Note verleiht. Sechs-Gänge-Menü 80 Euro. Unbedingt reservieren! (Ham 39, Tel. 00 32/9/ 330 04 86, publiekgent.be)

9 Cafe Theatre. Erst einen Cocktail an der Bar (ab 12 Euro) genießen und dann in den großen Saal mit seinen Säulen, Spiegeln und Bühnenleuchten gehen und das berühmte Beef Tatar (23 Euro) bestellen. Mit Pommes frites natürlich! (Schouwburgstraat 7, Tel. 00 32/9/265 05 50, cafetheatre.be)

Einkaufen

Home Linen. Belgien ist berühmt für seine Tuchwaren und Spitzen. Und hier ist alles handgemacht: all die wunderschönen Tischdecken und Servietten, Bettwäsche und Nachthemden! Dazu Silberkännchen, Butterdosen und andere unverzichtbare Accessoires für die feine Tafel (Korenlei 3, homelinen.be).

Temmerman. Das kleine Geschäft im Stadtteil Patershol ist vollgestopft mit Süßwaren. Die haben so entzückende Namen wie Wippers (Karamell mit Puderzucker), Poepkes (leuchtend rote Bonbons wie halbe Kirschen) sowie den Gentse Sneukelzak, einem Säckchen mit Cuberdons (speziellen Fruchtgummis), Lutsepoepe (Sahnebonbons) und Keksen (Kraanlei 79, temmermanconfiserie.com).

Scoopstore. Junge Designer:innen, vor allem aus Belgien und den Niederlanden, haben hier die Möglichkeit, einen Stand zu mieten. Ein buntes, kreatives Angebot aus Kleidung, Schuhe, Taschen, Schmuck – also alle wichtigen Sachen, die jeder immer dringend braucht (Hoogpoort 57).

Dille & Kamille. Handgeflochtene Körbe, Holzspielzeug, Tee, Kräuter, Kerzen und Backutensilien, inklusive Rezepte. In diesem Laden findet man schöne Haushaltswaren, die zu Hause bestimmt noch fehlen (Hoornstraat 15, dille-kamille.com).

Erleben

Genter Altar. Dieses Meisterwerk der Gebrüder van Eyck aus dem 15. Jahrhundert ist in der St.-Bavo-Kathedrale zu sehen. Im neuen Besucherzentrum der Kirche erfährt man mehr dazu (St.-Baafsplein).

Bootstour. Diese quirlige, mittelalterliche Stadt von der Wasserseite aus anzuschauen ist ein Erlebnis! 40 Minuten 8,50 Euro (z. B. ab Korenlei 4 A).

Grafenburg. Als Festung erbaut, dann Justizgebäude mit Gefängnis, Fabrik für Baumwollspinnerei und jetzt ein Museum. Mitten im Zentrum. Eintritt: 12 Euro (St.-Veerleplein 11).

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