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Reisetipps Helsinki Die Stadt für Kunst und Design

Helsinki: Die Skyline Helsinkis. Das Wasser ist gefroren und mit Schnee bedeckt. Der Himmel ist hellblau mit grauen Wolken
© Mistervlad / Shutterstock
Finnlands Hauptstadt Helsinki bietet Kunst- und Genusserlebnisse satt – und nach der Sauna kann man in der Ostsee runterkühlen. Autorin Inge Ahrens hat ihre 16 Lieblingstipps aus dem Norden mitgebracht.

Hotels in Helsinki

1. Hotel St. George. Design kann glücklich machen! 153 Zimmer und Suiten in edler Schlichtheit, ausgestattet mit den Ikonen der finnischen Gestaltung. Dazu ein Wintergarten mit Bar zum Hängenbleiben, in sanftes waldgrünes Licht getaucht von Alvar Aaltos legendären Stehleuchten. Zur Lounge hin öffnen sich umwerfend möblierte kleine "Wohnstuben" für den genussvollen Rückzug. Im Souterrain befindet sich die hauseigene Bäckerei. DZ/F ab 258 Euro (Yrjönkatu 13, Tel. +358/942 46 00 11, stgeorgehelsinki.com).

2. Hotel Haven. Das kleine Hotel mit Hafenblick steht gegenüber der ältesten Markthalle der Stadt. Die 137 Zimmer sind kuschelig und komfortabel, an der gemütlichen Bar lassen sich auch eisige Abende genießen. Das Hotel führt drei Restaurants, gefrühstückt wird im historischen "Sundmann-Haus" aus dem 19. Jahrhundert. DZ/F ab 125 Euro (Unionkatu 17, Tel. +358/968 24 28 40, hotelhaven.fi).

3. Lapland Hotels Bulevardi. Lappland ist das Motto des Hauses, als Hintergrundmusik läuft der kehlige Gesang der Sami, im Design regiert der Elch: Sein Fell wärmt die Sessel, sein Geweih hängt über den Betten, und sein Fleisch kann zum Abendessen gekostet werden. DZ/F ab 190 Euro (Bulevardi 28, Tel. +358/16 32 32, laplandhotels.com).

Restaurants in Helsinki

4. Restaurant Savoy. Einmal eintauchen in die Atmosphäre honigfarbener Hölzer und samtigen Königsblaus über den Dächern der Stadt! Möbel, Lampen und Vasen – alles original Alvar Aalto. Unbedingt ein "Vorschmack" (22 Euro) bestellen: Die Melange aus Beef und Lamm, im Ofen geröstet und mit gehacktem Salzhering vermengt, wird mit Kartoffelpüree und Sauercreme gereicht; es ist so klassisch wie das Restaurant (Eteläesplanadi 14, Tel. +358/961 28 53 00, savoyhelsinki.fi).

5. Ravintola Gaijin. Gaijin ist Japanisch und bedeutet Fremder. Der ist beglückt über die asiatische Küche im Norden – ob kleine Lachs- und Krabbenknödel mit Seetang und Kaviar, gefolgt von einer Sashimi-Variation zum Vintage-Sake oder einem Midori Sour mit Limette. Schließlich ist das anheimelnde moderne Restaurant zugleich eine Bar. Sashimi Tasting ab 26 Euro (Bulevardi 6, Tel. +358/10 32 29 386, gaijin.fi).

6. Finlandia Caviar Shop & Restaurant. Finnischen Rogen von Maräne, Forelle, Seehase oder Makrele zu kosten, ist ein tolles Erlebnis. Die kleinen und großen vielfarbigen Perlen werden auf Toast oder in Schälchen mit Crème Smetana und Schnittlauch serviert. Es darf natürlich auch echter Kaviar sein, mit Champagner dazu. Schwellenangst braucht niemand zu haben – ab acht Euro geht’s los. Dazu gibt’s Hafenblick und den reizenden Service von Gastgeberin Valeria genießen (Eteläranta 20, Tel.+358/10 58 1 78 10, finlandiacaviar.fi).

7. Markthalle Hakaniemen Kauppahalli. Die Lachssuppe darf man sich nicht entgehen lassen (12,50 Euro): Sie duftet nach Dill und wärmt durch. In der "Hakaniemi Kauppahalli" bekommt man einen tollen Überblick über die kulinarischen Vorlieben der Finnen. Wer will, kann Birkensaft probieren und karelische Piroggen naschen (Hämeentie 1A, hakaniemenkauppahalli.fi).

Einkaufen in Helsinki

8. Ekberg 1852. Die Finnen lieben Roggenbrot, Spezialität ist das Roggenknäcke mit dem Loch in der Mitte oder Samenknäcke als Bruch. Beides und auch frische Brote gibt es in Helsinkis ältester Bäckerei mit angeschlossenem Café (Bulevardi 9, Ekberg.fi).

9. Klaus Haapaniemi. Seine Designs gleichen märchenhaften Suchbildern auf seidenen Kleidern, Tüchern, Kissen oder Plaids. Für Finnlands Designbrand Iittala malte Haapaniemi Eulen und Dornenvogelprinzessinen auf Porzellan (Kämp Galleria, Pohjoisesplanadi 33, klaush.com).

10. Salakauppa. Ein gläserner Würfelkiosk, in dem dicht an dicht Kunststücke russischer Handwerker:innen stehen. Aamu Song und Johan Olin haben die Matrjoschkas neu erfunden: Statt der bekannten ineinander verschachtelten, rotbackigen Puppen stecken sie ganze Baum- oder Meereswelten ineinander, Fliegenpilze, Zwiebeln, Früchtecocktails; ab 80 Euro (Postikatu 1, salakauppa.fi).

11. Artek. Viel mehr als nur ein Möbelgeschäft! 1935 u. a. von Alvar und Aino Aalto gegründet, findet sich dort noch heute bestes Design – finnisches wie internationales, Klassiker genauso wie neue Schöpfungen von Hella Jongerius oder Konstantin Grcic. Ein herrlicher Ort zum Stöbern (Keskuskatu 1B, artek.fi).

12. Fazer. Karl Fazers Eltern sind aus der Schweiz nach Finnland eingewandert und haben die beste Milchschokolade Nordeuropas mitgebracht. Genauso köstlich sind Salz-Toffee-Crunch und die Mintschokolade. Gibt es überall in der Stadt und seit jeher im "Café Fazer" (Kluuvikatu 3, fazer.fi).

13. S-Market. Die Finnen haben die Nase vorn in Sachen Umwelt: Nicht nur, dass wirklich alle ihre leeren Flaschen und Dosen dort recyceln lassen, in allen 20 "S-Market"-Filialen der Stadt gibt es von 21 Uhr an jeden Tag an eine Happy Hour – dann werden alle Produkte, die dem Haltbarkeitsende nahe sind, mit 60 Prozent Rabatt verkauft.

Erleben in Helsinki

14. Sauna + Restaurant Löyly. Finnland ohne Sauna ist undenkbar. "Löyly" ist Helsinkis modernste an der Ostsee, samt Steg zum Reinspringen nach dem Schwitzen. Die schicke Anlage gehört dem finnischen Schauspieler Jasper Pääkkönen, und wie in Finnland üblich, wird in Badekleidung sauniert. Im Restaurant kann man Jaspers Lachssuppe (19 Euro) löffeln. Zwei Stunden Sauna kosten 19 Euro (Hernesaarenranta 4, loylyhelsinki.fi).

15. Ateneum Kunst Museum. Hier ist die finnische Kunst zu Hause – vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Wechselnde Ausstellungen, Eintritt 18 Euro (Kaivokatu 2, ateneum.fi).

16. Design Museum. In Helsinki wurde Designgeschichte geschrieben: Eero Saarinen, Kaj Franck oder Maija Isola – alle hier zu sehen. Eintritt 12 Euro (Korkeavuorenkatu 23, designmuseum.fi).

So viel Zeit muss sein

 um einen Spaziergang durch den Stadtteil Kallio zu machen, das ist Helsinkis Prenzlauer Berg – mit vielen Cafés, Restaurants und Bars.

 um ein paar der 300 Schären-Inseln zu erkunden – per Ausflugsboot nach Pihlajasaari vielleicht oder zu Fuß über eine Brücke nach Uunisaari.

Mehr Infos unter VisitFinland.com

Brigitte

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