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Hühnergott: Was das ist und wo du ihn findest

Hühnergott: Was das ist und wo du ihn findest
© AllaPolyakova / Shutterstock
Hühnergott, Helgoländer Diamant, Feuerstein – diese Begriffe sagen dir nichts? Kein Problem, wir klären auf, was sich dahinter verbirgt. Und was davon magische Kräfte haben soll ... 

Bist du im Urlaub schon mal über einen Hühnergott gestolpert? Nein? Vielleicht hast du schon mal einen am Strand gesehen und es nicht gemerkt! Was ein Hühnergott ist und was du damit machen kannst, erklären wir hier!

Hühnergott – Welche Bedeutung hat der Stein?

Hinter dem kuriosen Namen Hühnergott verbirgt sich nichts weiter als Feuersteine mit einem Loch (oder mehreren Löchern), daher werden sie auch manchmal Lochstein genannt. Der Feuerstein ist ein Kieselsäure-Gestein aus jura- und kreidezeitlichen Ablagerungen. Aus Feuerstein wurden schon in der Steinzeit Waffen fabriziert, zudem wurden sie zum Feuermachen eingesetzt.

Der Feuerstein fällt besonders durch seine dunkle und glänzende Farbe mit weißen Verfärbungen auf. Rote Feuersteine  sind primär auf Helgoland zu finden und werden deswegen auch Helgoländer Diamanten genannt! Das Loch in diesen Knollen entsteht durch herausgewitterte Kreideanlagerungen. 

Mythen rund um den Hühnergott

Das beliebte Mitbringsel vom Meer gilt als Glücksbringer (wenn denn das Loch natürlich entstanden ist!). Warum? Um den Hühnergott ranken sich verschiedene Mythen. Laut Duden Online sollte nach russischem Volksglauben der aufgehängte Stein im Hühnerstall böse Geister fernhalten und so "die Fruchtbarkeit der Tiere fördern und sie vor Krankheit und Bösem schützen." Dass dieser auch Menschen Glück bringen sollte, entwickelte sich erst im Laufe der Zeit.

Im Englischen werden sie auch "flint" oder "adder stone" genannt. Im keltischen Glauben ging man davon aus, dass sie im Sommer von Luftblasen aus dem Mund einer Natter (englisch: adder) geformt, dann ihren Rücken runtergleitend gehärtet wurden und der entstandene Ring als Amulett getragen wurde.

Hier findest du die Glücksbringer

Den Talisman findest du in Deutschland an der Nord- und Ostsee. Aber auch dafür braucht es schon Glück, denn sie sind nicht leicht zu finden 😉! Spürst du einen oder sogar mehrere auf, kannst du sie als Schmuckstück, zum Beispiel an einem Lederarmband oder einer Kette aufgereiht, tragen. Oder sie für dekorative Zwecke verwenden, wie diese schönen Beispiele zeigen:

Hühnergott als Kerzenhalter

Wandbehang

Hühnergott als Stiftehalter

Wenn du auch mal dein Glück versuchen willst, versuche es doch mit einem Kurztrip, z. B. nach Rügen! Glück kann auch ganz anders aussehen, wie bspw. ein schöner Wellnessurlaub ... Hier findest du die 15 besten Wellnesshotels in Europa! 


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