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Indian Summer 5 farbenfrohe Ausflüge in den goldenen Oktober

Indian Summer: 5 farbenfrohe Ausflüge in den goldenen Oktober
© Stefan Körber / Adobe Stock
Wo ist der Oktober am goldensten und fast so spektakulär wie der "Indian Summer" in den USA und in Kanada? Wir haben 5 Ausflugstipps für ausgiebige Bäder im bunten Herbstwald. 

Den klassischen "Indian Summer" wie in den USA und in Kanada mit seinem leuchtend bunten Laub gibt es hierzulande zwar nicht - aber auch Deutschlands Wälder ziehen im Herbst bekanntlich noch schnell ein buntes Kleid über, bevor sie nackt und kahl in den Winterschlaf fallen.

Die meisten von uns haben ein Stadtwäldchen, einen Park oder sogar ganz viel Natur in der Nähe – aber wo ist der goldene Oktober in Deutschland eigentlich am spektakulärsten? Hier kommen 5 Waldregionen, in denen ihr euch wie im Farbkasten fühlen könnt.

Nationalpark Kellerwald-Edersee, Hessen

Goldener Oktober: Kellerwald
© Roland Abel

Der Edersee ist der zweitgrößte Stausee Deutschlands. Und er liegt im Nationalpark Kellerwald-Edersee, der größtenteils aus alten Rotbuchen besteht und zur Unesco-Welterbestätte mit dem sperrigen Namen "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas" gehört. Hier kann man sich eine satte Packung "Indian Summer" abholen: Der Edersee lässt sich zu Fuß in wenigen Tagen auf dem Urwaldsteig umrunden, dabei ist man fast die ganze Zeit im Wald und trifft mit Glück auch auf Käuzchen und Feuersalamander (https://touren.edersee.com).

Nationalpark Hainich, Thüringen

Goldener Oktober: Hainich
© Joerg / Adobe Stock

Der Hainich ist ein Höhenzug im Westen Thüringens und das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Im Schutz eines militärischen Sperrgebiets konnten sich hier jahrzehntelang Buchenwälder entwickeln, die inzwischen wie der Kellerwald zum Unesco-Welterbe zählen. Hier kann man dem bunten Laub auf Deutschlands höchstem Baumkronenpfad ganz nahekommen oder auf den zahlreichen Rund- und Fernwanderwegen ausgiebig im Wald baden (www.nationalpark-hainich.de).

Schwäbische Alb, Baden-Württemberg

Goldener Oktober: Schwäbische Alb
© Christian Pedant / Adobe Stock

Wenn sich die Laubwälder an den steil abfallenden Hängen verfärben, ist die Schwäbische Alb noch schöner als sonst. Besonders von oben: Von der Burg Hohenneuffen, vom Breitenstein oder von der Burgruine Reußenstein erlebt man die Farbenpracht der Laubwälder am Albtrauf im Zusammenspiel mit den Jurafelsen und Streuobstwiesen (www.schwaebischealb.de).

Bayerischer Wald, Bayern

Goldener Oktober: Bayerischer Wald
© Thilo Wagner / Adobe Stock

1970 gegründet, ist der Bayerische Wald Deutschlands erster Nationalpark, seither konnte der Wald sich unberührt von der Forstwirtschaft entwickeln. In den Hochlagen vor allem mit Fichten bewachsen, finden sich an den Hängen viele Buchen, die für einen Farbkontrast zum dunklen Grün der Nadelbäume sorgen. Ein weit verzweigtes Netz aus Wanderwegen durchzieht die alten Wälder, führt zu Bächen, in Schluchten und auf die rund 70 Gipfel (der Große Arber ist mit 1456 Metern der höchste). Wem das nicht genügt, kann grenzüberschreitende Wanderungen in den angrenzenden tschechischen Böhmerwald unternehmen (www.bayerischer-wald.de).

Spreewald, Brandenburg

Goldener Oktober: Spreewald
© Johann Pavelka / Adobe Stock

Sich mit dem Stocherkahn oder Kanu durch die weit verzweigten Kanäle treiben zu lassen, während das Laub über dem Kopf einen farbenfrohen Tunnel bildet, ist pures Vergnügen. Im Biosphärenreservat Spreewald, das von Spreeverzweigungen und Kanälen durchzogen wird, ist der Herbst überall bunt. Der 250 Kilometer lange Gurken-Radweg ist auch eine schöne Möglichkeit, im Farbenrausch zu schwelgen (https://www.spreewald.de).

sar Brigitte

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