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Jütland Im Dezember am Strand

Jütland: Küste
© Imke Lass / Brigitte
Donnernde Brandung, Sturm, der ums Haus pfeift, und Tee vorm Kamin – so wollte BRIGITTE-Autorin Annette Rübesamen den Winter erleben. Fündig wurde sie in Jütland und stellte fest: Kaum etwas bringt mehr Energie als ein Strandspaziergang im Dezember.

Zum Abschluss, es dürfte neun Uhr morgens sein, gibt es dampfende Zwiebelsuppe in kompostierbaren Pappbechern, Kräuterschnaps und Gesang. Ein Mann schwenkt die Ziehharmonika, und alle singen mit, so laut und inbrünstig, dass die Bademäntel beben und die nassen Haarsträhnen erzittern. Die letzte Strophe endet auf "Paradies", so viel verstehe ich. "Die dänische National­hymne?", frage ich die Frau am Suppenausschank. "Nein, ein Morgenlied!", sagt sie lächelnd. Diese Dänen! Ein Volk von Optimisten, das den Morgen besingt. Den Neuanfang, die Frische!

Das "Vinterbadefestival"

Anders als mit Optimismus wären sie wohl auch kaum auf die Idee mit dem Winterbaden gekommen. Wir waren nämlich alle schon im Wasser heute. Es ist Januar, der kälteste Monat des Jahres, und in Skagen, am nördlichsten Zipfel Jütlands, dort wo Ost- und Nordsee zusammenfließen, findet wie jedes Jahr das „Vinterbadefestival“ statt. 350 Leute haben sich angemeldet, fast alles Däninnen und Dänen, mehr Frauen als Männer und kaum jemand unter 50. Noch vor Sonnenaufgang sind wir durch den pfeifenden Wind über die Düne geklettert und in die schäumende Brandung gerannt. Die meisten nackt, viele nackt mit Wollmütze. Vier Grad soll das Wasser gehabt haben; darüber waberte grauer Morgendunst.

Zweimal bin ich bis zum Hals untergetaucht, den Blick auf die scheinbar bewegungslosen Tanker am Horizont geheftet, dann wurde die Kälte hart wie ein Brett, und ich musste schnell wieder raus. Andere sind länger dringeblieben, sogar ein bisschen geschwommen. Winterbaden, stellt sich heraus, ist dänischer Volkssport. "Ach, meine Freundinnen und ich machen das jeden Morgen", winkt eine Frau ab, als wir wieder in unsere Straßenkleidung steigen. "Wir treffen uns früh um sechs am Strand und gehen kurz ins Wasser. Das ist besser als jeder Kaffee. Danach fährt jede weiter zu ihrer Arbeitsstelle."

Jütland: Badende Menschen
Frisch! Beim Skagen Winter Swimming Festival muss man nicht nackt ins Wasser. Aber nasses Badezeug ist bei eisigen Temperaturen echt unangenehm.
© Imke Lass / Brigitte

Januar in Jütland. Mit Badefreuden hatte ich nicht gerechnet, als ich diese Reise plante. Ich bin hier, weil ich mal einen anderen Winter er­leben wollte statt immer nur Schnee, Ski und Berge. Ich wollte entfesselte Stürme, krachende Brandung, einen weiten Himmel, knackig-kalte Temperaturen. Und zwischendrin Sauna. All das sei im Norden des dänischen Festlands zu haben, hieß es.

Die meisten Gäste kommen in den langen, hellen Sommermonaten nach Nordjütland. Jetzt im Januar stehen die Ferienhäuser, die zu Hunderten die Nordseeküste sprenkeln, zum Großteil leer. Meines duckt sich in der Nähe des Städtchens Hjørring in wogende Dünen. Es ist ein Bungalow aus dunklem Holz, mit Fensterfronten, offener Küche, Sauna und Kamin, puristisch-schick und modern. Das Meer liegt gleich hinter den Dünen. Vom Haus aus kann ich nur einen flachen Streifen sehen, doch der Brandungsdonner und der Wind, der das Dünengras flachlegt, verraten: Da ist Drama, Baby!

Jütland: Redakteurin im Ferienhaus
Fensterplatz Drinnen mit ganz viel Draußen.
© Imke Lass / Brigitte

Ein schmaler Sandweg führt zum Strand. Jeden Tag wandere ich dort kilometerlang am Meer entlang. Es wird zu einer richtigen Sucht. Bis ans Ende der Welt könnte ich gehen, wenn ohrenbetäubend die Brecher heranrollen, die Wolken jagen, der Wind am Anorak zerrt, und die Möwen sich kreischend dagegenstemmen. Ich finde Muscheln, Steine, ein winziges Fischgebiss. Eine rosige Dunstschicht liegt über der See. Alles ist reine Energie. Danach, statt müde aufs Ferienhaussofa zu fallen, könnte ich jedes Mal Bäume ausreißen.

Gemütlichkeit bei Tee und Flødebolle

Doch die Tage sind kurz. Ab drei Uhr nachmittags kann ich durch die bodentiefen Fenster zusehen, wie sich eine lavendelblaue Abenddämmerung über die Dünen legt und sie in etwas verwandelt, das verschwommen und zugleich realistisch aussieht, wie ein Bild von Gerhard Richter. Ich gucke, bis die Dunkelheit die Welt da draußen verschluckt, dann mache ich Feuer im Kamin. Es gibt Tee, dazu einen Flødebolle, das ist ein Schaumkuss, rosarot glasiert und so süß, dass er an den Vorderzähnen festpappt. Draußen rüttelt der Wind an der Holzfassade. Weit weg glüht in einem anderen Ferienhaus ein einsames warmes Licht. Wer auch immer dort sitzt, es fühlt sich an, als wären er – oder sie – und ich allein auf dieser Welt. Wahrscheinlich sollte ich mich durch das große Stürmen mal hinüberkämpfen, anklopfen und sagen, was Dänen in solchen Fällen sagen, nämlich: "Hej!"

Ich lasse es dann doch bleiben. "Hej"“ sage ich dafür am nächsten Tag zu Janice Hunter. Die töpfert im ehemaligen Schulhaus von Tornby, dem Nachbardorf, und ist an Besuch gewöhnt. Janice ist Engländerin, mit Peter verheiratet, einem Fischer, und seit 42 Jahren in Tornby zu Hause. Im dicken Fleece sitzt sie an der Töpferscheibe und schwärmt vom jütländischen Winter. "Es ist so schön ruhig. Ich kann ungestört arbeiten und lange Spaziergänge machen. Und natürlich winterbaden." Durch die Sprossenfenster fällt weiches Licht auf Janices erdfarbene Keramikschalen, auf die Topfpflanzen und allerlei Strand-Fundstücke in den Fenstern und Regalen. Warm und behaglich ist es in dem ehemaligen Klassenzimmer.

Jütland: Dänemark-Flagge
Heimat Die Flagge ist allgegenwärtig – auch in Janice Hunters Keramikwerkstatt in Tornby.
© Imke Lass / Brigitte

Als Peter hereinkommt, eine Flasche vom selbst gebrannten Myrtenschnaps in der Hand, stellt sich heraus, dass Janice heute Geburtstag hat. Wir stoßen an. Janice lacht; sie ist ungeschminkt, die langen grauen Haare sind platt gedrückt. Doch ihr Blick ist strahlend und klar, und ich frage mich, wie oft ich wohl noch im kalten Meer untertauchen und durch den Wind laufen muss, um ebenso zu leuchten.

Ordentlich Wind von vorn

Nachmittags wandere ich ein Stück auf dem Kliff von Lønstrup. Dort bläst es so gewaltig, dass ich fast über die Abbruchkante geweht werde. Außer mir krallen sich noch ein paar vereinzelte Bäume in den Boden; die stürmischen Winter haben sie zu absurden, lang gezogenen Skulpturen erstarren lassen. Nur die Schafe mit ihren lustigen dunklen Gesichtern grasen so selbstvergessen und wetterfest, als wäre nichts. Lønstrup war früher einmal Fischerdorf. Heute ist es Sommerfrische und Kunsthandwerkerkolonie. An der Dorfstraße reihen sich hübsch restaurierte Katen, in denen Goldschmied*innen, Maler* innen, Keramiker*innen am Werk sind. Jetzt, wo kaum Touristen da sind, haben sie Zeit für einen Plausch. Ich wehe bei Leif Vange durch die Tür, einem grauhaarigen Glasbläser mit sanften Augen, der Kaffee und Wasser anbietet.

Leifs Objekte sehen aus, als seien sie aus Meer gemacht: Sie haben die Form von Wellen, die Muster von Fischen, die Farbe von Bernstein und Korallen. Und sind bei der dänischen Kundschaft so beliebt, dass der Künstler kaum mit der Produktion nachkommt. Jetzt muss er sogar eine neue Werkstatt bauen. Nicht mal abends werde es so richtig ruhig, grinst er. "Du glaubst ja gar nicht, was in Lønstrup im Winter alles los ist. Kinoabende, Übertragungen aus der Oper, Diskussionen, Fællespisning!" Fællespisning, erklärt er mir, sind selbst gekochte Abendessen, zu denen sich die Einheimischen einmal im Monat treffen. Nur leider nicht heute.

Jütland: Anders Lund
Borstig Anders Lund ist einer der letzten noch aktiven Bürstenbinder Europas.
© Imke Lass / Brigitte

Zum Trost mache ich einen Besuch in Hjørring. Das Städtchen im Binnenland mit seinen warmen Klinkerbauten entpuppt sich als Ort der Superlative: Die unauffällige Buchhandlung, in der ich mir ein neues Notizbuch besorge, ist mit fast 200 Jahren die älteste des Landes. Anders Lund, der eine Ecke weiter mit Rauschebart und roten Hosenträgern hinter seiner Werkbank sitzt und mandschurisches Pferdehaar zu Spülbürsten knüpft, ist der einzige noch aktive Bürstenmacher Europas. Behauptet er jedenfalls. Ich kaufe eine Flaschenbürste und einen Teppichklopfer, danach setze ich mich zu Tee und Käsebrot in die laut Eigenwerbung "hyggeligste Kaffeebar von Hjørring", das "Uno". Und gemütlich ist es wirklich mit all dem skandinavischen 50er-Jahre-Mobiliar, den geblümten Sammeltassen und der Vitrine mit den köstlichen Kuchenstückchen. Hyggelig, das können sie, die Dänen. Denn die Gleichung ist einfach: Je ungemütlicher draußen, desto behaglicher drinnen.

Auf der Suche nach dem "Gold des Nordens"

Trotzdem zieht es mich wieder ans Meer. Es dämmert bereits, als ich am Strand von Løkken stehe. Ich will Bernstein suchen, das "Gold des Nordens". Die dänische Westküste gilt als ergiebiges Jagdrevier. Ein Feuerchen brennt im Sand. Angezündet hat es Kasper Nørgaard, ein junger Typ, der Bernsteinsafaris veranstaltet. Außer mir sind noch zwei Paare aus Hjørring da, die nie etwas finden, wenn sie auf eigene Faust losgehen und es deshalb mal unter professioneller Anleitung probieren wollen. Wir schlüpfen in Wetsuits aus Neopren und hohe Gummistiefel. "Gestern war Sturm, das ist ideal, denn der wirbelt den Bernstein vom Boden hoch und spült ihn mit Seetang vermischt an Land", sagt Kasper.

Jütland: Auf Bernsteinsuche
Komm, Schatz! Bei einer Bernsteinsafari am Strand von Løkken sucht man mit einem UV-Licht nach dem "Gold des Nordens".
© Imke Lasse / Brigitte

Während die anderen mit UV-Lampen in der Hand durch Tanghaufen wühlen und sich immer wieder über Bernsteinbröckchen freuen, Millionen Jahre alten fossilen Harz, der im Schwarzlicht aufleuchtet wie Zahnersatz in der Disco, fische ich mit einem großen Netz durch die Brandung. Glücklos, aber glücklich. Diese Atmosphäre! Was hier alles los ist im vergehenden Licht! Immer tiefer wate ich ins Wasser hi- nein. Brecher stürzen zischend über der Strandmole zusammen, darüber dunkle Nachtwolken und die letzten lila Schimmer der untergehenden Sonne. Ein Kitesurfer jagt wie wild über die Wellen, er wirkt wie ein moderner Schimmelreiter, der anschließend seine Ausrüstung in den Volvo-Kombi mit den Kindersitzen auf der Rückbank werfen wird. Am Strand ziehen dick eingepackte Menschen vorbei, mit Hunden, die vor Begeisterung ganz außer sich sind und deren Ohren im Wind fliegen. Und dann kommt eine Frau angelaufen, nackt und mit wehenden Haaren. Sie wirft sich in die eisige See.

Jütland: Sauna
Hitzewallung Das Saunafass am Strand von Løkken kann man mieten – und sich dann direkt im Meer abkühlen.
© Imke Lass / Brigitte

Was sie getan hat, war nicht einfach nur Winterbaden. Das war Winterbaden nach der Sauna. Die sieht aus wie ein Fass und steht etwas oberhalb vom Strand, eine schwarze Röhre mit Panoramafenster in Richtung Meer. Man kann sie mieten. Und schon sitze ich drinnen. Das Feuer im Bollerofen wirft einen orangefarbenen Schein auf das Fenster und auf die Fischkutter, die dahinter im Sand liegen. Es ist heiß. So heiß, dass meine Haare glühen. Die heißeste Sauna meines Lebens. Lange halte ich es nicht aus, aber die Abkühlung ist nur einen kurzen Sprint entfernt. Sie hat drei Grad. Meine neue Lieblingstemperatur, wenn es ums Baden geht.

Annettes Tipps für den Winter in Jütland

HINKOMMEN, RUMKOMMEN
Mit dem Zug nach Aalborg, von Hamburg in ca. 6,5 Stunden, ab ca. 29 Euro. Mit dem Flugzeug geht es nur via Kopenhagen nach Aalborg, z. B. von München mit SAS, ab 230 Euro (www.flysas.com). Vor Ort ist ein Auto unentbehrlich, z. B. von Europcar ab ca. 60 Euro/Tag (www.europcar.de).

ÜBERNACHTEN
Ferienhäuser.
 In Dänemark die Unterkunft der Wahl – Hotels sind hier rar und teuer. Ein klassisches "Sommerhus" lässt sich auch im Winter mieten, z. B. vom großen Anbieter Sol og Strand. Die meisten Häuser sind gemütlich und hübsch designt, Top-Adressen mit Sauna und in herrlicher Alleinlage gibt’s auch. Ab ca. 300 Euro/ Woche (Tel. 99 44 44 44, www.sonneundstrand.de).

Ruths Hotel. In Gammel Skagen die Hotelinstitution schlechthin! Die Anlage verteilt sich auf mehrere Gebäude; überall domi­nieren weiß lackiertes Holz und Meeresfarben an den Wänden. Im Haupthaus beflissener Fünf-Sterne- Service und Sauna. Am hübschesten fand ich die Zimmer in der einfacheren Dependance "Strandhotel". DZ/F ab 250 Euro (Gammel Skagen, Hans Ruths Vej 1, Tel. 98 44 11 24, www.ruths-hotel.dk).

Brøndum’s Hotel. Hier stiegen schon im 19. Jahrhundert die Skagen-Maler ab, deren Werke im Museum schräg gegenüber ausgestellt sind. Alles ist liebevoll renoviert und bezaubert mit knarzenden Dielen, hübschen Tapeten, geölten Antiquitäten. Geheimtipp für Nostalgie-Fans: Die Zimmer im Haupthaus ohne Bad. DZ/F ab 240 Euro (Skagen, Anchersvej 3, Tel. 98 44 15 55, www.broendums-hotel.dk).

GENIEßEN
Skagen Fiskerestaurant.
 In einem alten Hutzelhäuschen direkt am Fischereihafen. Der Boden ist lässig mit Sand bestreut, die Tische sind schick weinrot eingedeckt. Es gibt z. B. in Weißwein gedünstete Miesmuscheln mit Pommes frites (26 Euro) oder gebratenen Hering auf Roggenbrot und Kartoffelsalat für 16 Euro (Skagen, Fiskehuskajen 13, Tel. 98 44 35 44, www.skfisk.dk).

Café Møller. Im Hafen von Hirtshals versorgt Lise Møller in ihrem modernen Glaskasten Touristen und Hafenarbeiter u. a. mit dem Klassiker "Sternschnuppen" (gebratenes Fischfilet, das mit Garnelen und Spargel belegt ist, 19 Euro), dazu Holundersaft aus der Region (Hirtshals, Havnegade 7, www.cafemøller.dk).

Uno Kaffebar. Lohnt sich allein schon, um in den schönen Hans-Wegner- Sesseln abzuhängen. Große Auswahl an Smørrebrød, Kuchen und süßen Schaumküssen, den Flødeboller (Hjørring, Springvandspladsen 1, www.unokaffebar.dk).

Iscafeen Skagen. Jonna Thygesens Eiscafé ist mit seinen Holztischen und blau lackierten Stühlen so gemütlich, dass ich auch im Januar gern zum Frühstücken eingekehrt bin – mit heißem Tee, gerösteten Brotscheiben und "Weihnachtsmarmelade" aus Orangen und Walnüssen. Im Haus nebenan hat Jonna außerdem ein wirklich süßes Teddybärenmuseum eingerichtet. Eintritt 1,50 Euro (Skagen, Oddevej 2a).

Mormors Køkken. Marianne Mortensens kocht nach Großmutters Art ("Mormor"), aber ihre schönste Kreation finde ich ziemlich frisch und jung: die "Fiskekasse", ein Holzkistchen, üppig gefüllt mit frisch gepulten Krabben, Frischfrikadellen, geräuchertem Lachs und Hering, dazu Pickles, Sößchen und Brot (25 Euro). Schmeckt auch im Ferienhaus vor dem Kamin! (Tornby, Strandvejen 7a, www.mormorskøkken.dk)

ERLEBEN
Råbjerg Mile. 
Spaziergänge bei Wind und Wetter sind in Nordjütland an jedem Strand großartig. Doch die fast ein Kilometer breite Wanderdüne vor Skagen setzt noch mal eins drauf: eine einsame Berg- und Tallandschaft aus Sandwüsten, kleinen Seen und Krüppelkiefern, die sich anfühlt wie ein anderer Planet (etwa 15 km südwestlich von Skagen, Wegweiser an der Straße).

Bernsteinsafari. Kaspar packt seine Gäste wasserdicht ein und stattet sie mit Netzen und Taschenlampen aus. Dann geht es gemeinsam an der Küste entlang auf die Suche nach dem kostbaren "Gold des Nordens". Zwei Stunden, inkl. Kaffee und viel Spezialwissen, 20 Euro (Løkken, Søndre Strandvej 6e, Tel. 20 60 70 71, www.outnature.dk).

Nordsøen Oceanarium. Nicht versäumen im größten Aquarium Nordeuropas: die Fütterung des 200 Kilo schweren Mondfischs, der eimerweise ausgelöste Muscheln einsaugt. Nied­licher fand ich allerdings die Robben. Eintritt 23 Euro (Hirtshals, Willemoesvej 2, www.nordsoenoceanarium.dk).

Skagens Museum. Die schönen, klaren Gesichter der Nordjütländer, aber auch die gemütlichen Küchenszenen und Kaminfeuer habe ich auf den Bildern der Skagen-Maler wiedergefunden, die hier in den 1880er-Jahren eine Künstlerkolonie etablierten. Eintritt 15 Euro (Skagen, Brøndumsvej 4, www.skagenskunstmuseer.dk)

EINKAUFEN
Janice Hunter.
 Ob man sich nun für eine Schüssel, eine Vase oder die kleinen Schweinchen-Anhänger (4 Euro) entscheidet: Janice packt ihre Keramik- Objekte dick ein, damit ihnen auf der Heimreise bestimmt nichts passiert (Tornby, Gammel Skolevej 4a).

Galleri Visby. Gemälde der Dünenlandschaft, Kunsthandwerk wie die hauchzarten Armbänder aus Holz, dazu moderne Textilkunst, Goldschmuck in Form von Meeresfrüchten und jede Menge Keramik: Ein Besuch hier mündet mit Sicherheit in einen Kaufrausch (Lønstrup, Mårup Kirkevej 62, www.gallerivisby.dk).

M. Lund & Søn. Bürstenbinder Anders sieht mit Rauschebart und roten Hosenträgern aus wie aus einem Kinderbuch, und seine Werkstatt ist ein Nostalgie- Erlebnis. Ich schwelgte zwischen Nagel-, Flaschen- und Geschirrbürsten, Rasierpinseln, Schrubbern, Teppichklopfern und Einkaufskörben. Ab 15 Euro (Hjørring, Skolegade 1a).

Nynne Kegel. Goldohrringe in Form von Seeigeln, Ringe in Sanddornoptik, Anhänger in Zapfenform… Die Goldschmiedin Nynne Kegel lässt sich von Meer und Küste inspirieren (Lønstrup, Rubjergvej 34, www.nynnekegel.dk).

WENN ICH DAS GEWUSST HÄTTE ...
Däninnen tragen im Winter halbhohe Gummistiefelchen: perfekt für Strand wie Stadt. Meine klobigen Winterstiefel hätte ich da gut zu Hause lassen können.

TELEFON
Dänemark hat die Vorwahl 00 45.

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