Menorca: Die Reisetipps für einen traumschönen Urlaub am Mittelmeer

Alle wollen nach Mallorca, und es wird immer voller. Dabei liegt direkt nebenan Menorca - traumschön, übersichtlich und viel weniger touristisch. BRIGITTE-Autorin Nicole Schmidt jedenfalls war begeistert!

Menorca: Kleine Insel mit großer Seele

Allein sitze ich auf den Resten eines fast 3000 Jahre alten Talaiot, eines Wachturms aus zyklopenhaft wuchtigen Steinquadern. Myrte und Rosmarin quellen neben mir aus den Ritzen, Vögel plaudern in wilden Olivenbäumen. Unter mir, auf einem spärlich mit Gras bewachsenen Platz, zwei grob behauene Monolithen, aufgestellt in T-Form. Eine Art Riesentisch, mehr als doppelt so groß wie ich. Säulen umringen ihn wie Soldaten.

Welche Rituale die Urahnen der Menorquiner an diesem Ort vollzogen haben, ist bis heute ein Rätsel. Aber eines ist klar: Sie haben ihn nicht zufällig ausgewählt - freie Sicht, kilometerweit, bis zum Meer. Und die Stille wirkt auf mich intensiver als anderswo. Am liebsten würde ich gar nicht mehr aufstehen. So weit weg fühle ich mich von der Welt.

Dabei wollte ich hier im Osten nur ein bisschen Pflichtprogramm abhaken, dachte, die frühgeschichtlichen Talaiot- Stätten seien vor allem was für pensionierte Studienräte. Menorca, ich habe dich wieder einmal unterschätzt.

Badefreude Nicht nur an der Cala Alcaufar bei Sant Lluis Südosten ist das Wasser so glasklar

Nicht, dass ich von den Balearen wenig halte. Im Gegenteil. Ich liebe sie, diese Inseln im Mittelmeer vor Spanien, nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt. Ibiza. Formentera. Und besonders Mallorca. Aber deren etwa fünf Mal kleinere Schwester Menorca 40 Kilometer weiter habe ich, wie so viele, bisher links liegen gelassen: Wird ähnlich sein, nur zwergiger und langweiliger, dachte ich.

Was für ein Irrtum! Erst einen Tag bin ich hier. Und stelle keine Vergleiche mehr an. Menorca hat einen ganz eigenen Charakter. Kein Ballermann. Weniger Touristen. Mehr Stille. Mehr unverbaute Natur. Und in vielem einzigartig.

Der Süden sanft, der Norden wild, in der Mitte ein grünes Herz

Mir begegnen kaum Autos, als ich mein entrücktes Freiluftmuseum Talatí de Dalt, eines von 32(!) dieser Art, verlasse und weiterfahre. Auf 45 Kilometern durchquert die einzige große Straße das ländliche Herz der Insel. Und das ist überraschend grün: eine weite, sanft gewellte Hügellandschaft, durchzogen von langen Trockensteinmauern. Dazwischen Aleppokiefern- und Pinienwäldchen, Getreidefelder, Weiden, Blumenwiesen im Farbenrausch. Noch nie habe ich auf den Balearen so knallroten Mohn, so dottergelbe Margeriten, so tiefblaue Kornblumen gesehen. Und so viele Kühe!

Ich biege ab auf noch stillere Sträßchen, lande vor einem Bauernhof, der mich an Griechenland erinnert - frisch gekalkt mit grünen Fensterläden, Sprossenfenstern und Holzgattern aus Olivenholz. Ein rotes Schild verkündet "Quesos de Mahón". Ah! Der berühmte menorquinische Käse, benannt nach der Hauptstadt. Ob man einfach reinspazieren kann?

"Schön, dass Sie da sind", sagt ein Mann mit Dreitagebart und Käppi, zwei Käselaibe unterm Arm. Er geht mit mir zum Verkaufsladen, schneidet großzügig Kostproben ab und stellt sich freundlich vor: Pedro Marques, Käsemacher und Bauer. "Genießen Sie’s. Wo bekommen sie schon so einen Käse. Alles aus Rohmilch. Handgemacht. Und mit natürlicher Rinde aus Olivenöl. Das ist unsere Tradition schon seit Jahrhunderten." Köstlich, der cremig­würzige "Semi­ curado" und beinahe wie Parmesan der ein Jahr alte "Viejo".

Schmeckt! Aus Kuhmilch wird der würzige Mahon Käse produziert

Für den besonderen Geschmack sorge die Meeresluft, die Gras und Kräuter mit Salzpartikeln benetze, sagt Pedro. Aber jetzt müsse er nach seinem Pferd sehen. Und ich darf mit auf die Wiese. Was für ein Tier! Pechschwarz, mit glänzendem Fell und langer Mähne, ungestüm, voll Lebenslust. Eine eigene Rasse. "Wir Menorquiner lassen sie auf den Hinter­beinen tanzen", sagt Pedro. Einmal im Jahr, bei den Dorffesten zwischen Juni und September sind sie damit die Stars. Auch Pedro wird mitreiten, in seinem Heimatdorf Es Mercadal und bei der größten Fiesta, drüben in Ciutadella.

Ciutadella an der Westküste ist toll zum Bummeln und Shoppen

Ich fahre weiter an die Westküste, und als ich an diesem Maitag nach Ciutadella komme, ist von Trubel nichts zu spüren. Dafür viel Gelassenheit und südlicher Charme. Ciutadella gefällt mir besser als die Hauptstadt Maó auf der anderen Seite der Insel. Die hat zwar auch hübsche Gassen und den imposanteren Hafen, wirkt auf mich aber viel geschäftiger. Und englischer - das Erbe der britischen Besat­zung während des 18. Jahrhunderts.

In Ciutadella bewegt sich auch nach der Siesta alles in Slow Motion.

Stuckver­zierte Adelspaläste leuchten in der späten Nachmittagssonne, Bürgerhäuser mit schmiedeeisernen Balkonen, die Kathe­drale aus ockerfarbenem Sandstein. Män­ner mit blütenweißen Schürzen wetzen ihre Messer am alten, grün­weiß geka­chelten Fischmarkt. Auf Café­ Terrassen lehnen Frauenrunden und Geschäftsleute in Regiestühlen unter Maulbeerbäumen. Ich setze mich dazu, genehmige mir eine "Pomada", einen Mix aus Menorca­ Gin, gehacktem Eis und gepresster Zitrone.

Und bummle dann in aller Ruhe durch die autofreie Altstadt. Ein Paradies zum Shoppen! Kaum Ketten, kaum große Kaufhäuser, dafür hübsch dekorierte Boutiquen und andere kleine Geschäfte. Und Schuhläden an jeder Ecke, die Regale voller "Avarcas": der Sandalen- Klassiker schlechthin, früher aus plattgewalzten Gummireifen mit zwei Lederstreifen drauf, heute in unzähligen Varianten zu haben. In Knallfarben, mit Glitzer und hohem Keilabsatz, mit Tigermuster, Kuhfell ... Und da, im Schaufenster: die kultigen "Pretty Ballerinas", die Kate Moss, Claudia Schiffer und Letizia, die spanische Königin, so gern tragen, daneben edle Pumps und Clutches. "In Ferreries sind die Schuh-Fabriken, jede hat ihren Shop nebenan", wispert mir eine Verkäuferin zu. Da muss ich hin!

Entspannt In den Gassen von Ciutadella ist von Hektik keine Spur

Die drei Stunden im Schuh-Dörfchen knapp 30 Kilometer entfernt im Inselinneren sind, ich gestehe es, die einzigen, in denen ich auf Menorca in Hektik verfalle. So groß die Auswahl, so vergleichsweise günstig die Preise. Am Ende kaufe ich allein bei Mascaró vier Paar. Das hochhackige mit Zebra-Samt lasse ich gleich an, zumindest bis zum Auto. "Ein bisschen Glamour darf schon sein", sagt Úrsula Mascaró und grinst.

Ich habe sie beim Rundgang durch die Fabrik kennengelernt, die jeder besuchen kann. Sie und ihre Schwester Lina sind die Chefinnen des 100 Jahre alten Familienunternehmens, beschäftigen 500 Mitarbeiter. Über eine halbe Million Paar ihrer "Pretty Ballerinas" und der zwei Mascaró-Marken gehen jedes Jahr weltweit über die Ladentische.

Die weit gereiste Designerin, die stets die aufgepeppte Brille ihres verstorbenen Vaters trägt, könnte, so sagt sie, nie woanders wohnen und produzieren lassen als auf Menorca. "Ich liebe meine Insel. Und es ist unser Glück, dass wir neben dem Tourismus noch unsere eigene Wirtschaft haben. Das soll so bleiben, weil es uns weniger abhängig macht als Mallorca." 

"Wir wollen unsere Seele nicht verkaufen. Die Erhaltung und der Schutz der Heimat sind wichtiger als das große Geld."

Sehr sympathisch, diese Menorquiner. Es sind knapp 95 000. Untereinander sprechen die meisten Menorquin, einen katalanischen Dialekt. Ganz bewusst, so wie sie ihre Traditionen pflegen, damit nichts verloren geht.

Bravo! Menorca steht zur Hälfte unter Naturschutz

Heute empfinden sie es als Segen, dass Menorca später erschlossen wurde als ihre balearischen Schwestern. So konnten sie aus deren Fehlern lernen und entschieden früh: Die Hälfte der Insel kommt unter Naturschutz, kein neues Hotel darf höher als drei Stockwerke sein, und gebaut wird in gebührendem Abstand vom Strand. Ein Einsatz, den sogar die Unesco adelte. Seit 25 Jahren trägt Menorca den Titel Biosphärenreservat: Vorbildlandschaft für nachhaltige Entwicklung von Mensch und Natur.

Geschafft BRIGITTE-Autorin Nicole Schmidt nach einer Kajaktour im Naturpark Es Grau

Ich wandere durch die gewaltige Schlucht Barranc d’Algendar nicht weit von Ferreries, in der das ganze Jahr über Wasser fließt, und fühle mich in all der Üppigkeit wie Alice im Wunderland. Von der Lagunenlandschaft "Es Grau" im Osten aus, paddle ich im Kanu übers Meer auf eine Mini-Insel, wo schwarze Eidechsen wohnen. Und bald strecke ich, wie die Einheimischen, erst mal den Finger in die Luft, wenn ich an den Strand will. Bläst der Tramuntana-Wind aus dem Norden, heißt es: lieber ab in den Süden. Denn so klein die Insel ist - knapp 50 Kilometer lang und höchstens 20 breit - hat sie doch zwei völlig verschiedene Seiten. Im lieblichen Süden liegen geschützte Buchten, meist klein, aber zauberhaft. Ich habe sie fast alle gesehen. Müsste ich mich entscheiden, ich würde die Cala Macarelletta wählen: tief eingeschnitten, pudrig-weißer Sand, türkis schimmerndes Wasser, eingerahmt von Klippen und duftenden Pinien.

Aber heute ist mir mehr nach der wilden, zerklüfteten und kargen Nordküste, gerade weil der Tramuntana mächtig bläst. Ich fahre auf einer Schotterpiste zum Cap de Cavalleria mit seinem weißen Leuchtturm, dem äußersten Zipfel Menorcas. Ein irrer, unwirklicher Platz. Fast senkrecht stürzen hier nackte karstige Felswände ins Meer. Ich stemme mich gegen den Wind, stelle mich ganz an den Rand der Klippe. Unten, in der Tiefe, brodeln hochgepeitschte Wellen um fast schwarze Klippen. Und kein Mensch hier. Menorca, du hast mich völlig überzeugt.

Nicoles Tipps für Menorca

HOTELS auf Menorca

Zafiro Menorca. Familienglück im frisch renovierten Aparthotel an der Südwestspitze: Es ist wie ein kleines Dorf, mit Piratenschiff im Kinderpool, Miniclub und Sportangeboten. Zum Strand sind es 20 Minuten zu Fuß, der Bus nach Ciutadella (8 km) hält quasi vor der Tür. Apartment ab 93 Euro (Cala’n Bosch, C/. Levante, Tel. 971/38 78 43, www.zafirohotels.com).

Petit Maó. In seinem 6-Zimmer-Stadthotel in Maó hat Jorge Truyol unterschiedlichste Möbel harmonisch zusammengestellt: ein Sofa mit Wellenmuster auf einem Rauten-Teppich, ein organisches Holzregal vor einem nüchternen Aluminiumstuhl ... Der Innenhof mit Mini-Pool entspannt nach dem Bummel in Mahón. DZ/F ab 85 Euro (Maó, C/. Infanta 17, Tel. 661/02 02 54, www.hotelpetitmao.com).

Biniarroca. Ein verträumtes Hideaway, das mal eine Kuhfarm war. Schwelgerisch die Einrichtung mit Vintage- Möbeln, üppig der Garten mit zwei Pools, Nymphen und efeuumrankten Mauern, und ein gutes Restaurant gibt’s auch. DZ/F ab 90 Euro (Sant Lluís, Camí Vell 57, Tel. 971/15 00 59, www.biniarroca.com).

Morvedra Nou. Ein ruhiges Fincahotel in alten Gemäuern zehn Kilometer nördlich des zauberhaften Macarella-Strands. In den Zimmern Landhausstil mit sanften Farben, freigelegten Bruchsteinmauern und Holzbalken, im Garten schattige Plätzchen um den Pool. DZ/F ab 125 Euro (Ciutadella, Camí Sant Joan de Missa km 7, Tel. 971/35 95 21, www.morvedranou.es).

Very British In der Inselhauptstadt Mao erinnern Erkerfenster und geschwungene Treppen an die einstigen Besatzer

RESTAURANTS auf Menorca

Pins46. Entspannte Gastro-Bar in einem Stadthaus mit kolonialem Flair und schönem Patio. Auf der Speisekarte moderne Tapas wie Gambas-Kroketten mit Wasabi-Aioli; Tagesmenü 22 Euro (Ciutadella, Plaça dels Pins 46, www.pins46.com).

Cafè Balear. Abends auf der Terrasse am alten Fischerhafen von Ciutadella: romantisch! Das Carpaccio vom Schwertfisch mit Avocado (10 Euro) ist super-frisch (Ciutadella, Passeig es Pla de Sant Joan, 15, Tel. 971/38 00 05, www.cafebalear.com).

Restaurante La Minerva. Vom Meer umgeben sitzt man auf einer Ponton-Terrasse, schaut auf den Hafen der Hauptstadt und lässt sich zum Beispiel köstlichen Fisch- und Hummer-Eintopf (21 Euro) schmecken (Maó, C/. Moll de Llevant 87, Tel. 971/35 19 95, www.restaurantelaminerva.es).

Rias Baixas. In diesem rustikal-gemütlichen Meeresfrüchte-Lokal habe ich zum ersten Mal ausgebackene Menorca-Meeresanemonen gegessen (16 Euro). Genial! (Ferreries, Plaça Menorca1, Tel. 971/37 45 58, www.riasbaixasmenorca.es)

Cova d’en Xoroi. Auch den Sundowner in dieser Disco-Bar in einem verschlungenen Höhlensystem in der Steilküste vergesse ich nie! 10 Euro inkl. Getränk bis Sonnenuntergang (Cala en Porter, C/. de sa Cova 2, www.covadenxoroi.com).

S’Engolidor. Sonntagmittags zu Gast in einem urgemütlichen Bauernhaus mit lauschigem Hof: die Tische voll mit menorquinischen Familien, die wie ich das Menü für 20 Euro bestellen - Käsesoufflé, gefüllte Zucchini mit Spinatsoße, Mandelkuchen (Es Mignorn C/Major 3, Tel. 971/37 01 93, www.sengolidor.es).

ERLEBEN auf Menorca

Mahón-Käse. Auf dem Bilderbuch-Bauernhof Binillubet (Es Mercadal, www. ncabinillubet.com) kann man Käse kaufen und zuschauen, wie er gemacht wird. Geführte Besichtigung ab zwei Personen für 8 Euro mit Verkostung. Diese und andere Angebote sind buchbar über die Bauernkooperative "Farmers Way" (Tel. 649/98 89 10, www.farmersandco.es).

Schuhe. In Ferreries gibt es gleich mehrere Fabriken, die man besichtigen kann, und alle haben günstige Läden, z. B. Mascaró, Di.–Fr. 11 Uhr kostenlose Führungen (bitte anmelden bei Olivia Palermo, Tel. 609/66 15 09, Ferreries, C/. Passeig de Filadores 9, www.mascaro.com); oder RIA, wo man von einer Galerie die "Avarcas"-Produktion überblickt (Ferreries, C/. de Trencadors 25, www.ria.es).

Läuft! Die Sandalen-Klassiker "Avarcas" sind das perfekte Souvenir

Cantera de Lithica. Abgedrehter Spaziergang durch aufgegebene Marès-Steinbrüche, als labyrinthartiger Park angelegt. Darin zauberhafte Gärten und Steingebilde wie ein verlassener Tempel oder eine uralte Begräbnisstätte. Am schönsten zum Sonnenuntergang! Eintritt 5 Euro (Ciutadella, Camí de ses Arenes de Baix km 1, www.lithica.es).

Glasbodenboot. Die Rundfahrt durch den Naturhafen von Maó, den größten im Mittelmeer, lohnt sich: entlang an rosafarbenen Badehäuser, britischen Villen, alten Forts und Quarantäne-Inseln. Ticket 12 Euro (Maó, Hafen, www.rutasmaritimasdelacruz.com).

Kajaktour. Entlang der Felsküste des Naturparks S ́Albufera des Grau. Und als Krönung der Landgang auf dem unbewohnten Inselchen Illa d ́en Colom. Kein Mensch, kein Weg, nur drei Möwen hier. Geführte Tour 35 Euro (Es Grau, Tel. 669/ 09 79 77, menorcaenkayak.com).

Camí de Cavalls. Einmal rund um die Insel und fast immer an der Küste entlang: Auf dem "Weg der Pferde" hielten schon im Mittelalter Reiter Ausschau nach Feinden. Heute ist er als bestens markierter Wanderweg wiederbelebt. 185 Kilometer in 13 Etap­pen, Einstieg überall möglich, auch zu Pferd oder auf dem Mountainbike (www.camidecavalls360.com).

STRÄNDE auf Menorca

Fast 100 Strände gibt es auf Menorca, meist im Süden, mit feinem, goldfarbenen bis weißem Sand und türkisem Wasser. Zugepflastert ist keiner, aber drei typische Badezentren gibt es: Platja Son Bou, fast drei Kilometer lang, mit allem Komfort und den meisten Hotels. Cala Galdana, trotz einiger großer Kästen eine Traumbucht. Und rund um die kinder­freundlichen Strände Cala’n Bosch und Son Xoriguer mit Marina, Appartements, Geschäften und Cafés.

Strände im Südwesten. Ich habe mich an Bord der "Liber Mare" zu den schönsten naturbelassenen Buchten schippern lassen - für mich die Karibik von Menorca. Aufs Siegertreppchen stelle ich die Cala Trebalúger, die Cala Macarelleta und die Cala Turqueta. Dort ankert Skipper Danny. Klarstes Wasser, toll zum Schnorcheln (Ausrüstung wird gestellt), Tour: 40 Euro mit Getränken (Treffpunkt am Hafen von Cala Galdana Anlegestelle Nr. 73, vor der "Alaska­-Bar", Tel. 636/07 18 07, www.libermare.com).

Sonnenbad Einer der schönsten Strände im Südwesten ist die Cala Turqueta

Strände im Norden. Sie sind wilder, dunkler und einsamer. So wie die Cala Pilar - weit geschwungen, mit rötlichem Sand und drum herum schokobraunes Gestein, über das sich samtgrünes Buschwerk legt. Das Meer changiert von Smaragd zu Azurblau. Kein  Service, deshalb Proviant mitbringen (von Maó die Inselhauptstraße bis km 34, Richtung Cala Pilar, vom Parkplatz zu Fuß 20 Minuten durch Pinienwald). Oder die Cala Pregonda: noch vielfarbiger, mit vor­ gelagerten, von Wind und Meer wunderlich geform­ten Felsen, beschützt von einem Hügel und steilen Klippen. Und dahinter eine zerfließende Dünenland­schaft (vom Strandparkplatz in Binimel.là eine halbe Stunde über Stein­ und Lehmwege zu Fuß).

GUT ZU WISSEN

Am schönsten ist die Insel zur Blütezeit Anfang Mai bis Ende Juni. Achtung: Im Juli und August wird es auch hier voll an den Stränden, besonders im Süden; das ändert sich im Unterschied zu Mallorca allerdings schlagartig im September; angenehm baden kann man bis Ende Oktober.

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Marco Polo. Tolle Insider­-Tipps, mit Touren­-App und Update-­Service (12,99 Euro).

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Die Vorwahl von Spanien ist 00 43.


Brigitte 03/2019

Wer hier schreibt:

Nicole Schmidt
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