Mykonos-Reisetipps: Die schönsten Orte

Mykonos ist das neue angesagte Sommerziel in der griechischen Ägäis. Aber was macht die Insel so besonders? BRIGITTE-Autorin Tania Kibermanis erlebte einen tiefenentspannten Ort, an dem das Leben gebührend gefeiert wird.    

Genau genommen gibt es zwei Mykonos: eines für tagsüber und eines für den Abend. Das Tages-Mykonos ist so hell, dass man davon fast schneeblind wird. Strahlend weiße Häuschen blitzen auf graubraunem Gestein, das alles ist übergossen von goldblauem Licht, und die Konturen sind so scharf, dass ich mich ernsthaft frage, ob wir zu Hause in Deutschland eigentlich in einer Dauerdämmerung leben.

Fotograf Enver und ich tigern also los, um zu ergründen, was es mit dem Inselchen so auf sich hat, warum hier bloß alle herwollen, auf dieses rund 100-Quadratkilometer-Stückchen Kykladen, um gepflegt ab Sonnenuntergang Party zu machen. Denn abends wirft sich die Insel ihre ganz große Ausgehrobe über. Allein der Sternenhimmel hätte an Grandezza schon ausgereicht, aber dazu glimmen überall zwischen Palmen und Bougainvilleen gespannte Lichterketten mit der drama-roten Sonne um die Wette, die am Ende jeden Tages aufs Neue divenhaft ins Meer sinkt.

Ja, Mykonos lässt die Adjektive nur so perlen! 

Das Publikum - eine bunte Mischung 

Das "Scorpios" liegt ein paar Schritte von unserem Hotel entfernt auf einer kleinen Landzunge. Macht satte 180 Grad Postkartenpanorama in einem stilvoll gepflegten Lotterlager aus Sitzkissen und Sofas, von luftigen Tüchern umflatterten Nischen und lauschigen Eckchen, alles unter diesem Wahnsinnsfirmament, von Neu- und Alt-Hippies bevölkert, die entweder noch zerzaust vom Strand oder frisch aufgerüscht eintrudeln. Wir mischen uns munter ins andächtige Spektakel und sichten vereinzelt ein paar operierte Schnütchen und mutmaßlich in den Geltopf gefallene Herren. 

Der Großteil des Publikums ist jedoch jung, hübsch und wohl auch solvent genug, um stolze neun Euro in eine Flasche Craft-Beer zu investieren. Aber ein Gutes hat das: Wo die Getränkepreise derart stolz sind, nippt man lieber genussvoll an jedem teuer bezahlten Schlückchen "Mikonu"-Bier, als sich laut marodierend volllaufen zu lassen. Der Sunset spiegelt sich auf Hunderten Handydisplays, die Flatterkleidchen wehen im Abendwind, und während die angestrahlten Buchten rundherum funkeln, fahren die von sanften Bässen unterlegten Panflötenschluchzer in Herz und Beine, bis es überall unter den Baldachinen wippt. Man kann es nicht anders sagen: Das ist verdammt schön hier! 

Und ich hatte einige Vorbehalte. Es gab letztes Jahr einige Bilder in bunten Illustrierten, auf denen sich Promis und solche, die es gern wären, auf Mykonos tummelten. Ich wähnte mich schon unter Musik- und Internet-Sternchen, Kickern und Millionärskindern, die hier Papas Kohle verjuxen. Doch weder noch. Hier wird mit Stil und Manieren gefeiert, hin und wieder mal ein gepflegter Paartanz aufs Parkett beziehungsweise barfuß auf den Sand gelegt. 

Eine Insel, die für Toleranz und Herzlichkeit steht

Aber ja, auch der Freund der eher offensiven Abendgestaltung wird auf Mykonos fündig - am "Paradise Beach". Hier dröhnt dann statt Elektrofolk eher Brutal-Techno aus den Lautsprechern, schon nachmittags steigen die Hormonspiegel, und zum Stampf der Musik wird deutliche Paarungsbereitschaft signalisiert. Auf eng gereihten Liegen rekeln sich straffe Beach Babes beiderlei Geschlechts, und chirurgische Erfolge gegen die Schwerkraft recken sich blank der Sonne entgegen. Wer’s mag... 

Im Gegensatz zu anderen Ferienparadiesen lassen sich die Griechen ihr Inselchen aber nicht so einfach aus der Hand nehmen. Mit bewundernswerter Gelassenheit bleiben sie Chef im eigenen Haus und betrachten das muntere Treiben ihrer Besucher mit stoischer Ruhe. Jeder darf so, wie er will - sportlich, faul, schwul, hetero -, die Toleranz ist grenzenlos. 

Die Mykonesen (die in Wirklichkeit natürlich Mykonioten heißen, aber wir haben lange gerätselt, wie man die Einwohner von Mykonos denn überhaupt nennt) sind ausgesprochen herzlich, man hat wirklich das Gefühl, willkommen zu sein. Und das färbt insgesamt auf den mitmenschlichen Umgang ab, der - gemessen an der Menge Urlauber pro Quadratmeter -wirklich vorbildlich ist. Keiner schubst, keiner drängelt, niemand grölt. Selbst die Massen an Kreuzfahrttouristen, die fast täglich in die tausendnischige Mykonos-Stadt gekippt werden, schlendern gehörig beeindruckt und dem Gegenverkehr höflich ausweichend durch handtuchschmale Gässchen. 

Orientierung: schwierige Angelegenheit

Ich habe schon nach zwei Straßenecken die Orientierung verloren. Ein bisschen ist es so, als wäre man wieder Kind und würde zwischen endlosen Bahnen auf der Leine trocknender Bettwäsche Verstecken spielen. Hinter jeder Biegung ein neuer Einblick in Sträßchen und auf Treppchen, denn die "Chora" genannte Altstadt von Mykonos ist von einer derart knuffigen Niedlichkeit, dass man sie ohne "chen"-Endung kaum beschreiben kann. Angenehm schattig ist sie auch, und es gibt nicht einen einzigen rechten Winkel. Selbst die Häuserecken sind rundlich, und so spazieren wir durch ein blitzweißes, verwinkeltes Marshmallow-Labyrinth, gesäumt von kleinen Läden, in denen man sämtliche Ausführungen von weiß bebömmelten Blusen, Kleidchen und Hippie-Sandalen erwerben kann. 

Über Leben und Landschaft auf Mykonos

Mykonos ist vor allem: draußen sein. Die Tavernen stellen ihre Tische an den Strand, ein paar Meter weiter brandet das Meer. Im Inselsüden hat man es nicht weit von Club zu Club, und wer komplette Abgeschiedenheit sucht, findet sie garantiert in einer der zahllosen Buchten an der Nordküste, die sich aneinanderreihen wie diskrete Separees. 

Doch kaum bewegt man sich von der belebten Südküste Richtung Inselmitte, beherrscht Fels das Bild. In dieser sonnenverbrannten Landschaft könnte man auch wunderbar Karl-May-Verfilmungen drehen oder Mondlandungen simulieren, so karstig ist es. Hier und da schiebt sich mal eine Ziegenherde oder ein Esel ins Bild, ansonsten ist da nur der Kykladen-blaue Himmel, der sich übers Gestein spannt. Und ich bin Enver jeden Morgen aufs Neue und von Herzen dankbar, dass er den Mietwagen so souverän die bisweilen arg abenteuerlichen Schotterpisten entlangsteuert. Denn will man zu den einsamen Stränden im Norden, muss man runter von der Straße. Und wird ordentlich durchgeschüttelt. 

Am Meer rund um Ftelia herrscht dösige Ruhe. Keine Beschallung, keine Buden, nur hin und wieder zieht ein einsamer Verkäufer seine Bahn und bietet Drinks, Gebäck oder Massagen an. Man sieht viele Paare, homo oder hetero, die Bikinisitz und Bräunungsgrad überprüfen oder einfach ein bisschen knutschen und sich von der letzten Nacht erholen. Es ist ja auch verdammt romantisch hier - der Horizont weit, das Wasser klar, und trotz der vielen Inselbesucher findet sich erstaunlich wenig Müll. Noch dazu kann man seine Habseligkeiten sorglos unbewacht lassen, während man ins Wasser geht, geklaut wird sicher nichts. 

Überhaupt bleibt mein Gefahrenradar während der gesamten Zeit auf der Insel angenehm im Stand-by-Modus. Wir tun das, was alle tun: einfach abhängen. Bis wir irgendwann Hunger kriegen. Zum Glück hat jede noch so abgelegene Bucht eine Taverne in erreichbarer Nähe. 

"Kiki’s Taverne" etwa thront eine steile Steintreppe hoch über der Postkarten-Bucht von Agios Sostis, gerade breit genug für ein paar Verliebte, die in verkeilten Zweierumschlingungen im unverschämt türkisen Wasser planschen. Wir warten, dass unter der sehr malerisch mit einem knorrigen Olivenbaum verwachsenen Pergola ein Plätzchen frei wird. Der Patron Vasilis - imposanter Bauch im Hawaiihemd, weiter oben ein hinreißender Charakterschädel - hat die Ruhe weg. Reservierungen gibt es nicht, der Chef behält die Lage im Blick, und gegen aufkommende Meuterei oder Dehydrierung gibt’s gekühlten Roséwein und Wasser aufs Haus. Mit uns stehen und sitzen ein Rudel junger Amerikaner, ein paar drahtige Schweizerinnen und munter quatschende Italiener an. 

Es geht darum "was Mykonos mit einem macht"

Und während die Wärme meine norddeutsche Seele tätschelt, wird mir klar: Es geht gar nicht so sehr darum, was man auf Mykonos alles machen kann, sondern was Mykonos mit einem macht. Ich werde plötzlich so unendlich nachsichtig. Nach 20 Minuten noch kein Tisch frei - ooch, geschenkt. Aufgekratzte Meuten drumherum - sollen sie doch. Die Sonne kübelt zentnerweise gnädiges Licht über uns aus, und der Rosé zu Bifteki und Bohnensalat wiegt das Hirn in sanfter Brandung. Ich bin schwer in Umarmungslaune und kraule sämtliche Kätzchen, die im Minutentakt um unseren Tisch schnurren. Ich glaube, genau so geht Entspannung.

Tanias Mykonos Tipps 

Hinkommen: 

Attika-Reisen. Der Griechenland-Spezialist hat etliche Hotels auf Mykonos im Programm und bietet auch "Fly&Drive" an, Pauschalreisen mit Flug, Hotel und Mietwagen (Tel. 089/54 55 51 00, www.attika.de).

Übernachten: 

  • Portobello Boutique Hotel. Am Rande des wuseligen Gässchengewirrs von Mykonos-Stadt, verhältnismäßig dicht am Hafen und leicht zu finden, liegt das traditionelle Stadthaus mit Dachterrasse. Einige der 13 schlichten Zimmer verfügen über einen Balkon, und wer es ganz exklusiv mag, kann sich in der zweistöckigen Suite mit privatem Pool einmieten. DZ/ F ab 110 Euro (Mykonos-Stadt, Mylos Boni Hora, Tel. 232 40, www. portobello-hotel.gr). 
  • Basislager: Rund um den Pool des "Hotel Zephyros" stehen Sofas und Baldachine - schwer, sich davon loszureißen

  • Hotel Zephyros. Das perfekte Basislager auf der belebten Südseite der Insel: Morgens kann man nach dem ausgiebigen Frühstück (großes Buffet!) eine Runde im Pool drehen oder die paar Meter bis zum Meer laufen, abends an der kleinen Bar noch einen Drink nehmen. Überall stehen gemütliche Sofas und nischige Plätzchen unter Baldachinen bereit, die Zimmer sind hell und sauber, und das Personal ist ausgesprochen nett und aufmerksam. DZ/F ab 100 Euro (Paraga Beach, Tel. 239 28, www.zephyros.gr). 
  • Sun of Mykonos. Das wohl bezauberndste Anwesen der Insel liegt zwar ausgesprochen unlauschig direkt an der Landstraße nach Ano Mera, aber es ist so pippilangstrumpfhaft verspielt und mit knatsch-pinker Bougainvillea bewachsen, dass man über die nachts sowieso autoleere Straße gern hinwegsieht. Einen Pool gibt es auch. Und sehr, sehr viele Katzen! Die Zimmer sind schlichte Appartements für Selbstversorger, der Strand von Ftelia ist 1,2 km entfernt. DZ ab 66 Euro (Klouvas, Tel. 249 13, www.sunofmykonos.gr). 
  • Saint John Hotel and Villas. Einmal rundum sorglos und dabei ohne jede Hotelbunkeratmosphäre: Vom Privatstrand über mehrere Poollandschaften bis hin zum Spa wird alles Erdenkliche an Annehmlichkeiten geboten. Die Zimmer sind im gehobenen landestypischen Stil eingerichtet, und man kann sich hier ein bisschen Grand-Hotel-Atmosphäre gönnen. DZ/F ab 160 Euro (Agios Ioannis Beach, Tel. 287 52, www.saintjohn.gr)

Genießen: 

  • Joanna’s & Niko’s Place. An der Straße von Paraga nach Mykonos-Stadt liegt das entzückende, wuselige und fast touristenfreie Plätzchen mit Weltklasse-Bifteki, der griechischen Schwester der Frikadelle (12 Euro), guten Bieren ("Alfa" probieren!) und wahnsinnig nettem Service. Auch hier gibt es eine Warteliste, aber man kann sich die Zeit prima an der Hausbar vertreiben (Megali Ammos Beach, Tel. 242 51). 
  • Popolo. Mittendrin im Gässchengewirr liegt dieses winzige Café mit drei Außentischen, leckeren Salaten, sehr moderaten Preisen und einer feinen Kuchenauswahl ab 3 Euro (Mykonos-Stadt, Drakopoulou Street 18, www.popolomykonos.com). 
  • Stairz. Perfekt für einen frischen Saft (5 Euro) oder einen kleinen Kaffee zwischendurch ist die Café- und Cocktailbar am alten Hafen von Mykonos-Stadt. Man sitzt am Rande des Shopping- und Touristenrestaurantgewusels, sieht nach all den weißen, engen Gässchen ein bisschen Himmel und genießt den Tag (Mykonos-Stadt, Manto Mavrogenous Square). 
  • Am Strand von Agios Sostis verkauft Vasilis Schmalz-Gebäck

     Kiki’s Taverne. Mein Lieblingsort auf Mykonos - auch wenn man meist über eine Stunde auf einen Tisch warten muss. Dafür gibt’s Wasser und Rosé aufs Haus zum Selbstbedienen, das Essen, verschiedene Salate (großer Teller für 12 Euro) und z. B. Kotelett oder Fisch vom Grill (ca. 20 Euro), ist klasse und der Ausblick auf die winzige Agios-Sostis-Bucht so zauberhaft wie der leicht grummelige Chef Vasilis. Abends kein Betrieb! (Agios Sostis Beach). 

Fokos Taverna. Schon mein Leben lang hasse ich Brokkoli. Aber hier gibt es einen auf der ganzen Insel hochgelobten Salat (11 Euro) - und der ist so was von göttlich! Daneben bietet die Strandtaverne eine gute Auswahl an kleinen Gerichten, fantastischen Schokoladenkuchen mit hausgemachtem Eis, und beim Essen schaut man aufs Meer (Fokos Beach, www.fokosmykonos.com). 

  • Tasos. Soll es mal kein Beach Club, sondern stattdessen ein gepflegtes Weinchen (oder auch zwei) nach dem Abendessen sein, sitzt man in der schlichten Taverne am Paraga Beach direkt am Strand. Die Gemüsekroketten (8 Euro) und der gegrillte Oktopus (17 Euro) sind eine Wucht, und auch sonst beherrscht man hier die ägäische Küche perfekt (Paraga Beach, www.tasostavernamykonos.gr).

Ausgehen: 

  • 180° Sunset Bar. Hoch über dem Gassenlabyrinth von Mykonos­Stadt, mitten in einer alten Burganlage, hat man von mehreren Terrassen einen überwältigenden Blick bis zu den berühmten Windmühlen am Hafen. In zerzausten Olivenbäumen hängen Kronleuchter, aus den Lautsprechern perlt federleichter Jazz mit Live-Gesang. Die Cocktail-Karte ist erlesen und etwa ein "Mojito" für 1 Euro noch im bezahlbaren Rahmen. Wer die Anfahrt mit dem Auto durch die halsbrecherische Ministraße wagt, spart sich den Aufstieg, sollte allerdings nervenstark sein (Mykonos­Stadt, Castle Panigirakis, www.mykonoscastle.gr). 
  • Affenfelsen: Der Beach Club "Scorpios" ist traumhaft schön. Und meist voll.

  • Scorpios. Alles, was ein erstklassiger Beach Club braucht: gechillte Musik, Publikum mit Benimm, grandiose Aussicht und eine ausgesprochen nette Atmosphäre. Die Getränkepreise sind zwar gepfeffert, aber es fällt auch nicht auf, wenn man gar nichts konsumiert oder sich stundenlang an einem Neun-­Euro-­Bier festhält. Im Restaurant geht’s dafür deutlich moderater zu - mit Hauptgerichten von 18 bis 35 Euro (Paraga Beach, www.scorpiosmykonos.com). 
  • JackieO’ Beach Club & Restaurant. Wenn einem mal so richtig nach Jetset zumute ist: Eine spektakuläre Clublandschaft schmiegt sich an einem Felsen hinunter bis zum Sandstrand der "Super Paradise Bay", im schummrigen Licht tummeln sich Beautiful People, das Ambiente ist durchaus gehoben, und die Getränkepreise grenzen an Unverschämtheit (22 Euro für einen "Gin Tonic"!) - aber es lohnt sich trotzdem. Das JackieO’ zählt außerdem zu den schwulen Hotspots der Insel, und es werden regelmäßige Travestieshows geboten (Super Paradise Bay, www. jackieomykonos.com).

Strände: 

Mykonos ist erfreulich klein und alles innerhalb von weniger als einer Stunde gut zu erreichen. Die Insel hat vor allem Sandstrände - ich finde sie etwas grobkörnig, aber mit einem dicken Handtuch liegt man richtig, und bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Agios Sostis und Fokos) kann man überall Liegen mieten. 

Mini-Bucht: Und übern Felsen geht’s zum Agios-Sostis-Strand.

  • Paraga Beach. Wer kurz vorm Ausgehen noch mal ins Wasser hüpfen mag, kann das wunderbar an der Südküste tun. Trotz der eng gestrickten Infrastruktur aus Taverne, Bar, Café, Liegestuhlverleih und erträglicher Beschallung findet man auch hier ein gemütliches Eckchen und ist zu Fuß in zehn Minuten im "Scorpios" beim Drink! 
  • Panormos Bay. Im Norden der Insel kann man sich seine Lieblingsbucht schon von der deutlich höher gelegenen Straße ausgucken und ansteuern. Hier ist allerdings Selbstversorgung angesagt, denn es gibt herrlicherweise: nix! Nur Wasser, Strand und Ruhe. FKK ist auch okay - jeder so, wie er mag. 
  • Ftelia. Sehr hippiesker Strand, das Publikum eher schwul, ein Strandabschnitt ist mit Baldachin-Liegen und Tischen aus alten Schranktüren sehr malerisch bestückt, und Freunde des Katzenkuschelns kommen hier auch voll auf ihre Kosten! 
  • Fokos. Ganz oben im Nordosten liegt der Strand, den man allerdings nur mit einem ordentlichen Rüttelritt über eine abenteuerliche Piste erreicht - hier sind souveräne Fahrkünste gefragt! Belohnt wird man mit einer fast leeren, ein Kilometer langen Bucht, an der man end- los Platz und Ausblick hat.

Einkaufen:

  • Mykonos Sandals. Wenn man hinterm alten Hafen, im Viertel Alefkandra (auch "Little Venice" genannt) in die Gässchen von Mykonos-Stadt abtaucht, liegt der Laden mit riesigem Angebot an stilechten, handgemachten Lederschlappen in sämtlichen Größen und Farben direkt an der ersten Ecke. Die Schühchen kosten ab erschwingliche 25 Euro, und für Nachschub gibt’s auch einen Onlineshop (Mykonos-Stadt, Venetias Str. 2, www.mykonos-sandals.gr). 
  • Bommelparade - Bei "Tia handmade" ist von der Kette bis zur Sandale alles liebevoll selbst gemacht.

    Tia handmade.
    In der Altstadt regieren bunte Bömmelchen an Schuhen, Tüchern, Taschen und Schmuck. Jedes Stück ist von der Ladeninhaberin liebevoll selbst hergestellt, was die etwas höheren Preise von ca. 80 Euro für ganz entzückende Flip Flops mit Pompons oder Federn erklärt (Mykonos-Stadt, Drakopoulou Str. 11, www.tiahandmade.com). 
  • White Shop Mykonos. Mykonos trägt natürlich Weiß. Die Auswahl an weißen Blusen, Kleidern und Flatterfähnchen ist in der Altstadt zwar endlos, aber die schönsten gehäkelten oder handbestickten Teile aus Leinen oder feiner Baumwolle gibt es in diesem Laden, den Mutter und Tochter Gelou seit 1963 betreiben (Mykonos-Stadt, Kouzi Georgouli 50). 
  • Kopajos. Warum im Urlaub nicht mal ’ne Brille kaufen? Ein großes Sortiment an verwegenen und klassischen Modellen (vor allem natürlich Sonnenbrillen) griechischer Designer findet man in dem kühl-stylishen Brillenladen (Mykonos-Stadt, Kalogera 23, www.kopajos.com)

Wenn ich das gewusst hätte: 

Innerhalb Europas denkt man leider nicht daran, ein Moskitonetz mitzunehmen. Obwohl es, wie ich vermute, auch deshalb Mykonos heißt, weil es - Vorsicht, Kalauer! - abends und nachts ordentlich mückt. Wer sich also nicht völlig zerstochen ins Ausgehkleid werfen will, sorgt für guten Schutz. Und kommen Sie bloß nicht auf die Idee, weiße, luftige Flatterkleidchen von zu Hause mitzunehmen - das Angebot an Outfits mit Bömmelchen und Fransen ist mutmaßlich das größte der Welt!

Unbedingt mitnehmen: 

Sonnenbrille, Sonnenbrille und noch mal: Sonnenbrille! Und laden Sie Google Maps auf Ihr Handy - auf dem Weg zu den Nordstränden werden Sie es garantiert brauchen. So großzügig der Mykoniote sonst auch sein mag, in der Straßenbeschilderung geizt er extrem. Und sämtliche Karten, die wir in die Hände bekamen, waren leider auch keine große Hilfe.

Telefon: 

Die Vorwahl von Griechenland ist 00 30, Mykonos hat 228 90.

BRIGITTE 09/2018

Wer hier schreibt:

Tania Kibermais
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