Radtour an der Ostsee: Die schönste 3-Tages-Tour

An der Ostsee hat sich einiges getan. Besonders schön und noch nicht so überlaufen ist der Abschnitt zwischen Heiligenhafen und Schönberg. BRIGITTE-Autorin Verena Carl hat von ihrer dreitägigen Radtour neue Adressen mitgebracht. 

1. Tag: Heiligenhafen - von Surfern und Säbelschnäblern

Heiligenhafen - Weissenhäuser Strand (ca. 20 Kilometer)

Die Surfer schlafen noch. Aber alle anderen sind wach an diesem herrlichen Morgen: die Möwen im Hafenbecken, die kreischend den Kutter umkreisen, auf dem ein Fischer im gelben Ölzeug Dorsche filetiert; die schneidigen Nordic Walker auf der neu angelegten Promenade in Richtung Seebrücke; die Säbelschnäbler und Sandregenpfeifer, die in den Salzwiesen der Halbinsel Graswarder, zum Teil Naturschutzgebiet, ihr Frühstück suchen. Heiligenhafen am östlichsten Zipfel Schleswig-Holsteins ist Ausgangspunkt unserer Radtour - und seit Kurzem einer der aufgewecktesten Orte der Küste.

Hinter dem Strand, wo zu Beginn des Jahrzehnts noch eine Kneipe mit Kegelbahn auf struppiger Wiese stand, sind moderne Ferienhäuser und zwei hippe Hotels im Hamptons-Look aus dem Boden geschossen: die "Bretterbude" und das "Beach Motel". Sogar einen neuen Spitznamen hat das Seebad: Auf Speisekarten prangt ein "Holy Harbour"-Logo mit Anker und Heiligenschein. Und fragt man in der "Bretterbude" nach dem Direktor, kommt ein Typ mit Hippie-Locken angeschlappt: "Hi, ich bin der Matze, cool, dass ihr da seid."

Hippies, Stars und ein Postkarten-Panorama

Dass die ehemals nahezu unbebaute Landzunge jetzt ein Anlaufpunkt für eine Menge neuer Gäste ist, freut in dem beschaulichen Örtchen kurz vor Fehmarn sicher nicht jeden. Aber so ist nun mal der Lauf der Zeit.

Und sie haben hier atmosphärisch ja einiges richtig gemacht - trotz der neuen Gebäude gibt es immer noch genügend Dünenlandschaft, Weitblick und Luft zum Atmen. Leider haben wir an Tag eins keine Muße, uns in einen der vielen Strandkörbe zu hauen oder einen Drink in der ebenfalls neuen "Beach Bar" zu genießen - wir wollen noch nach Weissenhäuser Strand.

Zunächst strampeln wir einen stattlichen Hang hoch, der jedem Küsten-Klischee widerspricht: von wegen flach! Dauert aber nicht lange, dann sind wir wieder im Tritt und genießen die unaufgeregte Fahrt durch bäuerliche Landschaft: links Trecker und Scheunen, rechts gelbe Rapsfelder und blaue Ostsee. Postkarten-Panorama. Mal riecht’s nach Gülle, mal duftet’s nach Salz und Sommerwiese, zwischendrin bietet ein Hofladen sortenreine Apfelsäfte. So mäandern wir in Richtung unseres Tagesziels.

Weissenhäuser Strand ist noch so ein Ort, der dabei ist, sich zu häuten: Hinter den Dünen eine Gelbklinker-Feriensiedlung aus den 70ern, kaum zwei Kilometer westlich davon machen Dax-Konzern-Bosse Familienurlaub im "Weissenhaus Grand Village Resort & Spa am Meer", einem mondänen, ehemaligen Gut. Hier trägt die Chefin englischen Landhaus-Look und bemerkt so ganz nebenbei: "Wir haben hier alle großen Namen zu Gast."

Ein bisschen Fünf-Sterne-Luft schnuppern auch wir: im zugehörigen Restaurant "Bootshaus", wo der junge Küchenchef Christopher Schlang ein Drei-Gänge-Gourmetmenü mit Asia-Touch auftischt. Den Luxus-Sundowner-Blick von der Terrasse am Strand gibt’s gratis dazu.

2. Tag: Zwischen Kunst und Kurpark

Weissenhaus – Lütjenburg – Hohwacht (ca. 30 Kilometer)

Surrealer Moment im Fachwerkstädtchen Lütjenburg: Da radelt man nach einer Tour über die Dörfer nichtsahnend zum Mittags-Macchiato in Richtung Marktplatz, vorbei am Schaufenster einer Galerie, und stutzt ... nix mit Möwe vor Sonnenuntergang oder Leuchtturm im Gegenlicht, sondern Originale von Jonathan Meese, Lithografien von Multitalent Armin Mueller-Stahl, Zeichnungen von Horst Janssen. Alles Hochkaräter.

"Marc Richter", liest mein Begleiter den Namen an der Fassade, "ist das nicht selbst ein berühmter Maler?" Mal nachfragen. Der Galerist - halblange, graue Haare, Hipster-Hornbrille - klärt auf: "Nee, der berühmte Maler heißt Daniel mit Vornamen, das ist mein Bruder. Aber", ironisches Abwinken, "ich rede da nicht so viel darüber." Tut er dann aber doch, bei aller Bescheidenheit. Schließlich hängen zwischen Lithografien, Malerei und Zeichnungen auch einige Werke mit der Signatur des berühmten Verwandten. Die Brüder stammen aus einer örtlichen Künstlerfamilie.

Marc Richter kennt aber nicht nur die hiesige Szene wie seine Westentasche, sondern auch die Gegend. Und empfiehlt uns für die Weiterfahrt einen kleinen Umweg über den Endmoränenhügel bei Stöfs. Auf der Anhöhe bieten sich Küste, Meer und Großer Binnensee derart malerisch dar, dass man selbst gern die Staffelei auspacken würde, sofern man eine dabei hätte natürlich ...

Hohwacht: Von wegen zugeknöpfte Nordlichter!

An Reetdachhäusern und Kastanienalleen vorbei führt unsere Tour weiter bergab nach Behrensdorf. Links geht’s zum Leuchtturm, rechts zum geteerten Radweg an der Landstraße. Aber den ignorieren wir und nehmen für die letzten Kilometer des Tages lieber den Feldweg, der direkt hinter dem Deich am Strand entlangführt. Der ist zwar mühsamer zu fahren, dafür pustet uns die Ostsee bei jedem Atemzug ihr Urlaubsparfüm in die Nase. Vorbei am Hafen von Lippe bis ins ehemalige Fischerdorf Hohwacht, dessen malerische Bucht, Steilküste und feinster weißer Sandstrand heute eine bunt gemischte Fangemeinde hat: Kitesurfer und Camper, Familien mit Bollerwagen voller Sandspielzeug und Best Ager, die durch den Kurpark promenieren.

Wir liebäugeln mit den Fischbrötchen im Imbiss, entscheiden uns dann aber doch für Ostseedorsch auf Kartoffel­-Sauerkrautpüree im "Genueser Schiff". Ein Haus mit Geschichte: In der Nachkriegszeit hat eine unerschrockene Berliner Arztgattin die Reetdachvilla als Hotel und Restaurant für Sommerfrischler eröffnet, heute steht ihr Sohn auf dem Steuerstand. Philipp Brandt hat das "Genueser Schiff" zu einem Treffpunkt von Künstlern und Schriftstellern gemacht, und er umgibt sich gern mit Einrichtungsgegenständen, die das Gegenteil von industriell hergestelltem Shabby Chic sind. Und so sitzen wir auf knarzenden, 100 Jahre alten Holzstühlen ("die habe ich aus einer Kneipe in Ratzeburg gerettet"), und kommen mit der Hundeliebhaberin vom Nachbartisch so locker ins Gespräch, als wären wir nicht bei den zugeknöpften Nordlichtern, sondern irgendwo im extrovertierten Rheinland.

3. Tag: Kalifornien ist ganz nah

Hohwacht – Gutsdorf Panker – Schönberg (ca. 25 Kilometer)

Was steht am Ende der Straße? Na, was wohl: ein Haus am See. Jedenfalls, wenn es sich um die Straße durch das Gutsdorf Panker handelt. Im "Haus am See" entwirft Textildesignerin Christine Schmidt farbenfrohe Mäntel, Röcke und Schals, auf zwei imposanten Webstühlen im Dachgeschoss stellt sie die Stoffe her.

Vor 20 Jahren haben Christine und ihr Mann Sebastian das versteckte Dorf mit Herrenhaus, einer Reihe kleinerer Gutshäuser und Pferdekoppeln bei einem Spaziergang kennen­ und lieben gelernt und sich dort niedergelassen. Mit ihrem Laden für Mode, Design und Kunst gehörten die Schmidts zu den Pionieren der kreativen Gemeinschaft, die das frühere Besitztum der Landgrafen von Hessen vom Status "Geheimtipp" zu "Kennt man natürlich" befördert haben. Nur gut, dass in den Satteltaschen kein Platz ist - sonst könnte ich bei manchem Stück schwach werden.

Wunschlos glücklich - frischer Fisch am langen Sandstrand

Nach dem Schlenker ins Hinterland führt uns der Weg über Satjendorf und Haffkamp zurück an die Küste. Hier werden die Wege zusehends holprig, dafür trennt uns nur ein schmaler Streifen Land, mal Schilf, mal Dünengras, von der spiegelblank daliegenden Ostsee.

Bis kurz vor Stakendorf machen die Strände noch nicht viel her, sind schmal und steinig, aber das ist nur ein Trick der Natur. Als würde sie sich absichtlich bedeckt halten, um uns dann plötzlich, so auf der Höhe von Stakendorf – bämm! – kilometerlange, feinsandige Pracht zu Füßen zu legen.

So viel Glück macht hungrig. Wie gut, dass gleich am Anfang der Strandpromenade die Schönberger Fischerhütten liegen. Im Familienbetrieb Kruse steht Hans-Werner mittags persönlich am Herd und brät, was er morgens um halb sechs aus der Ostsee gezogen hat - je nach Saison mal Scholle, mal Steinbutt, mal Hering. Der letzte echte Fischer von Schönberg und genau so, wie man sich ein norddeutsches Original vorstellt: Bart, Glatze, Fischerhemd, erst wortkarg, dann vergleichsweise redselig. 

"Ob ich von hier komm? Ich hab drei Generationen aufm Friedhof, min Deern!"

Und schon liegt das Ziel unserer Reise vor uns: Kalifornien. Nein, uns hat keiner was in die Fischbrötchen gemischt, das heißt wirklich so. Brasilien und Kalifornien sind Ortsteile von Schönberg, die direkt an den Strand grenzen, und wenn die Surflehrer beim nächsten Boardverleih gerade nichts zu tun haben, machen sie an der Promenade Fotos von Touristen vor gelben Ortsschildern.

Endlich Zeit, die Räder abzustellen, die Schuhe auszuziehen und den Sand zwischen den Zehen zu spüren. Wer hier Urlaub macht, will vor allem eines: runterkommen.
Der braucht nur einen "Bulli" und ein Surfbrett, oder einen Wohnmobil-Stellplatz und einen Campinggrill. Wenn man so will, ist Schönberg der Gegenpol zu Heiligenhafen: eher Blaubeerpfannkuchen als American Cheesecake, eher Hippie als Hipster. Und wir? Machen’s uns einfach richtig gemütlich.

Verena Carls Ostsee-Tipps

Hin- und Weiterkommen

  • Radtour. Die geschilderte Route von Heiligenhafen nach Schönberg ist ca. 75 Kilometer lang und Teil des Ostseeküsten-Radweges (Karte: "Ostseeküsten-Rad- weg 1", 12,99 Euro, Publicpress).
  • Fahrradverleih. Stationen gibt es in allen größeren Orten (z. B. Pit’s Fahrradverleih in Heiligenhafen, www.pits-fahrradverleih.de, Tel. 01 51/23 07 69 99, Tagesmiete ab 8 Euro; Zweiradhaus Scheibel in Lütjenburg, www.zweirad-scheibel.de, Tel. 043 81/46 90, Tagesmiete ab 7 Euro). Leider ist "One way"-Vermietung nicht bei jedem Anbieter möglich (aber unbedingt nachfragen!); sportliche Fahrerinnen schaffen Hin- und Rückfahrt aber auch an jeweils einem Tag. 
  • Anreise mit eigenem Rad. Mit der Bahn z. B. bis Oldenburg (etwa 13 km von Heiligenhafen entfernt) und zurück ab Kiel (ca. 25 km von Schönberg). Eine Übersichtskarte mit sämtlichen Radwanderwegen der Region ist für 3,50 Euro Versandkosten erhältlich, z. B. über www.gruenes-binnenland.de

Heiligenhafen

Übernachten

  • Beach Motel. Direkt an der Seebrücke verströmt das neu eröffnete Schwesterhaus des "Beach Motel" in St. Peter-Ording lässiges New-England-Flair. Die Accessoires im Shabby-Chic-Stil kann man im Shop kaufen, auf der Terrasse des "Holyharbour Bar & Grill" gibt’s Barbecue und American Cheesecake (Hauptgerichte ca. 18 Euro). DZ/F ab 111 Euro (Seebrückenpromenade 3, Tel. 043 62/500 30, www.beachmotels.de).
  • Bretterbude. Die rustikalen Zimmer heißen "Butzen", das Sofa im Eingangsbereich ist ein Upcycling-Modell aus alten Jeans und Holzpaletten, die Halfpipe nicht nur Deko, Hunde sind ausdrücklich erlaubt, und man duzt sich. Kurz: alles entspannt, unkompliziert - und günstig. DZ/F ab 61 Euro (Seebrückenpromenade 4, Tel. 043 62/500 40, www.bretterbude.de).
  • Hafenhotel Meereszeiten. Liegt in der zweiten Reihe, dafür mit rundum Blick aufs Wasser: mal auf den Strand, mal auf den Hafen. Ebenfalls neu, im Sixties-Stil eingerichtet, mit 360-Grad-Panorama-Wellnessbereich in der vierten Etage und einer netten Bar, in der man eine Eigenkreation des Hotelchefs Fabian Kohlscheen probieren kann: den "360°-Cocktail". Ein Ort für alle, denen die leicht überdrehte Hipness der neuen Strandhotels auf den Zeiger geht. DZ/F ab 89 Euro (Am Yachthafen 2–4, Tel. 043 62/50 05 00, www.hafenhotel-meereszeiten.de).

Geniessen

  • Weinigel’s Fährhaus. Mit Blick auf den Fischereihafen speist man hier Dorsch, Hering - oder Kutterscholle mit Speck für ca. 16 Euro (Am Yachthafen 4b, Tel. 043 62/76 36, www.weinigels-faehrhaus.de).

Erleben

  • NABU-Informationszentrum. Im Schutzgebiet auf der Halbinsel Graswarder finden während der Saison täglich zwei spannende Touren zu Natur- und Tierwelt statt. Treffpunkt: 10.30 und 15 Uhr am NABU-Infozentrum, 5 Euro (Graswarder, Tel. 043 62/69 47, www.graswarder.de).

Weissenhäuser Strand/ Weissenhaus

Übernachten

  • Strandhotel. Liebe auf dem zweiten Blick: Die Gelbklinker-Hotelanlage in der 70er-Jahre-Feriensiedlung sieht etwas betagt aus, hat aber nach Renovierung ein schickes Innenleben bekommen - zuletzt wurde das Spa generalüberholt. Weitere Pluspunkte: gutes Frühstück, prima Preis-Leistungs-Verhältnis, Arrangements für Musikfestivals am Ort, toller Strand vor der Tür. DZ/F 112 Euro (Seestr. 1, Tel. 043 61/55 40, www.weissenhaeuserstrand.de/strandhotel/info).

Geniessen

  • Restaurant Bootshaus. Christopher Schlang serviert im Strandrestaurant des Fünf-Sterne-Plus-Resorts "Weissenhaus Grand Village" Gourmetmenüs (ab
 58 Euro) und Leckereien à la carte wie "Garnelen mit Pulpo" oder ein asiatisches "Purple Curry" – bei schönem Wetter auf der Strandterrasse. Dafür verlieh der "Gault & Millau" satte 15 Punkte. Die Abendtische am Wochenende sind in der Saison häufig zwei Wochen oder länger vorher ausgebucht, also unbedingt rechtzeitig reservieren! Oder mittags kommen, da gibt’s das Menü schon für unter 30 Euro (Strandstraße 4, Tel. 043 82/926 20, www.weissenhaus.de).

Erleben

  • Festivals. Live-Musik und Party, Wellness und Strandspaziergänge: In der Nebensaison hat sich die Feriensiedlung als Veranstalter hochkarätiger Pop- Events einen Namen gemacht, z. B. dem "Rolling Stone Weekender" mit 30 Konzerten auf vier Bühnen. Nächster Termin 9./10. November, Kombikarte 129 Euro ohne Übernachtung; die Karten sind meistens schnell vergriffen (Service-Hotline: 
018 06/85 36 53, www.rollingstone-weekender.de).

Hohwacht

Übernachten

  • Hotel Hohe Wacht. Es gibt Zimmer und Appartements, die besseren gehen über zwei Etagen. Die Bibliothek erinnert an ein englisches Landhaus, im Restaurant (auch für Nicht-Hotelgäste) werden neben Fisch auch tolle Burger vom örtlichen Galloway-Rind serviert (12,50 Euro), und der Strand ist nur eine Treppe entfernt. DZ/F ab 149 Euro (Ostseering 5, Tel. 043 81/900 80, www.hohe-wacht.de).
  • Hotel und Restaurant Genueser Schiff. Möbel mit Geschichte, Bücher in jedem Zimmer, zeitgenössische Ölbilder an den Wänden, häufig Lesungen und Kunst-Symposien, und "Slow Food" nimmt Gastgeber Philipp Brandt wörtlich: Besondere Gerichte wie ein Steinbutt für acht Personen (ab 26,50 Euro pro Person) oder Chateaubriand für zwei (33 Euro) gibt’s auf der "72-Stunden-Karte", frühestens drei Tage nach Vorbestellung. Tipp: zur "English Tea Time" einen Strandkorb auf der Terrasse entern und stilecht Darjeeling, Scones und Sandwiches genießen - delicious (19,50 Euro). DZ/F ab 113 Euro (Seestr. 18, Tel. 043 81/75 33, www.genueser-schiff.de).

Geniessen

  • Restaurant Klabautermann. Der Klassiker im Hafen von Lippe: Je nach Tageszeit gibt’s hier riesige Apfel-Streusel-Stücke oder Scholle mit Speckwürfeln vor unverstelltem Ostseeblick. Tipp für alle, die Vielfalt bevorzugen: der bunt gemischte Fischteller "Klabautermann" für 17,50 Euro (Lipper Jachthafen, Tel. 043 81/82 50, www.klabautermann-lippe.de).

Erleben

  • Golf & Country Club Hohwachter Bucht. Abschlag und Putten mit Blick über Rapsfelder und Ostsee - ziemlich entspannend. Für Einsteigerinnen: Sonntags günstige Zwei-Stunden-Schnupperkurse für 19 Euro. Tages-Greenfee ab 60 Euro (Eichenallee,
Tel. 043 81/96 90, www.golfclub-hohwacht.de).

Lütjenburg

Übernachten

  • Villa Bootsybunt. Früher hatte Renate Buß ein Café in Hamburg - jetzt vermietet die Hunde-Liebhaberin in ihrem ehemaligen Elternhaus im Örtchen Futterkamp zwei Ferienwohnungen, in denen auch Vierbeiner gern gesehen sind. Stellen Sie sich gut mit ihr: Frau Buß kann viel aus ihrem bewegten Leben erzählen, und zweitens zeigt sie netten Gästen ihre Lieblingsorte in der Umgebung. Appartement ab 60 Euro/ Nacht (Steinkamp 19, www.villabootsybunt.de).

Geniessen

  • Gut Panker. Eins-A-Ziel für ein romantisches Wochenende - oder den kurzen Boxenstopp. Das "Hotel & Restaurant Ole Liese" ist das perfekte Nest für Neu- und Alt-Verliebte (DZ/F ab 119 Euro), die Küche kann fein, aber auch ländlich-deftig (z. B. Wiener Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat für 23 Euro). Zum Bummeln: Die geschmackvollen Läden des Gutsdorfes verkaufen Schönes vom Möbelstück ("Panker Design") bis hin zu Kunst und Mode ("Stilhaus"); von März bis Oktober sind die Geschäfte auch am Wochenende geöffnet (Gut Panker, Tel. 043 81/906 90, www.ole-liese.de, www.gutpanker.de).

Erleben

  • Marc Richter Galerie und Ferienhaus. Der Lütjenburger Galerist hat gern Menschen um sich - ob bei Vernissage-Partys oder anderen Events - und auch Platz für Gäste: zwei Ferienwohnungen und ein ganz neu eingerichtetes Ferienhaus mit Terrasse, echter Kunst an den Wänden und Platz für bis zu zehn Personen. Derzeit zum Erstsaison-Preis ab 140 Euro/Nacht (Niederstraße 19, Tel. 043 81/416 33 90, www.galerie-richter.de).
  • Filippos Erlebnisgarten. Zwei Schwestern betreiben dieses kleine Familienparadies bei Blekendorf: Die Kinder springen Trampolin, besuchen die Tiere im Streichelzoo oder ziehen sich mit der Seilfähre über den Spielteich. Die Erwachsenen shoppen Selbstgemachtes im Hofladen, sitzen bei Hof-Frühstück (6,50 Euro inkl. Kaffee) oder Torte im Garten und flanieren zwischen Obstbäumen oder Rosenbüschen. Tageskarte 6,50 Euro (Blekendorfer Berg 1a, www.lippos-erlebnisgarten.de).
  • Turmhügelburg Lütjenburg. Die Rekonstruktion einer holsteinischen Burganlage ist ein schönes Ausflugsziel für große und kleine Ritterfans und häufig Schauplatz von Mittelalter-Events (Nienthal, www.turmhuegelburg.de).

Schönberg

Übernachten

  • Hotel & Restaurant Seestern. Familiär, gemütlich und nur fünf Minuten vom Strand entfernt, Ostseeblick gibt’s also schon beim Frühstück. Zweckmäßige Zimmer und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. DZ/F ab 90 Euro (Seesternweg 9, Tel. 043 44/14 65, www.schrestaurant-kiel.de).
  • Hof Grünberg. Familienfreundlich und naturnah: Familie Dose in Hohenfelde vermietet geräumige Ferienwohnungen in einem langen Holzbungalow auf dem eigenen Bauernhof. Cool für Kinder: die Katzen, Kaninchen, Enten und Ponys des Hofs. Mit dem Fahrrad ist es etwa eine Viertelstunde zum Sandstrand von Schönberg. Wohnungen für vier bis zwölf Personen ab 80 Euro/Nacht (Hof Grünberg, Tel. 043 85/59 37 13, www.hof-gruenberg.de).

Geniessen

  • Schönberger Fischerhütten. Frische Fisch-Küche vom Brötchen bis zur Edelfisch-Pfanne am Schönberger Strand. Lecker ist’s an allen Buden, aber nur Fischer Kruse zieht die Zutaten jeden Morgen persönlich aus der Ostsee (Promenade 1b, www. fischer-kruse.de).
  • Omas Kaffeestuuv. Das schmeckt nach Kindheit: Blaubeerpfannkuchen (ca. 8,50 Euro), Erdbeerschnitten oder Waffeln mit frischen Früchten (ca. 6 Euro) in einem historischen Häuschen nahe der Schönberger Strandpromenade (Promenade 15, www.omas-kaffeestuuv.de).
  • Der Alte Auf. Der Umweg lohnt sich: im Landesinneren, etwa fünf Kilometer südwestlich von Schönberg, lockt ein Gasthof unter Reet mit Wild aus eigener Jagd und Fisch vom Schönberger Strand (z. B. Saltimbocca vom Holsteiner Dorschfilet mit Holsteiner Katenschinken für ca. 20 Euro), sogar das Brot dazu ist selbst gebacken. An trüben Tagen heizt ein offener Kamin den Gästen ein, an Sonnentagen sitzt man lauschig im Gastgarten (Fiefbergen, Am Dorfteich 15, Tel. 043 44/41 55 25, www.der-alte-auf.de).

Erleben

  • Wassersport. Am Strand von Brasilien gibt’s Surf- und SUP-Bretter und dazu auch gleich den jeweils passenden Kurs für alle Wasser-Trendsportarten. Schnupperstunde ab 40 Euro (Mole 33, Tel. 01 72/405 45 54, www.brasilsports.de).
  • Wenn ich das gewusst hätte. Bei lauschigen Temperaturen eine Nacht am Strand verbringen und dabei Tausende Himmelslichter sehen: Das geht im „Schlafstrandkorb“ am Weissenhäuser Strand. Der hat etwa 1,30 mal 2,40 Meter Liegefläche und bietet Platz für ein bis zwei Personen. Kosten inkl. Wäschepaket 59 Euro, für „Strandhotel“- Gäste 39 Euro (Buchung: info@weissenhaeuserstrand.de, Tel. 043 61/55 40).
Brigitte 10/2018

Wer hier schreibt:

Verena Carls
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