Wien! Die Adressen für ein tolles Wochenende

Schnitzel oder Sushi? In der Kaiserstadt geht beides. Wien lebt vom verblassenden Charme des Fin-de-Siècle und der berauschenden Atmosphäre einer jungen Stadt. Die Adressen für ein tolles Wochenende.

Günstig oder fürstlich übernachten

"Das Triest" ist ein modernes Boutique-Hotel und war der erste Ausflug des britischen Designers Sir Terence Conran ins Hotel-Design: bewusste Zurückhaltung ist die Philosophie des Ästheten. Lichtdurchflutete Zimmer, in den oberen Etagen mit Blick über die Dächer. DZ/F ab 299 Euro (Wiedner Hauptstraße 12, Tel. 0043/1/58 91 80, www.dastriest.at).

"Hollmanns Beletage". Charmantes, kleines Design-Hotel, nur zwei Minuten vom Stephansdom entfernt. Ein Ort der Entschleunigung mitten im Zentrum von Wien. DZ/F ab 165 Euro (Köllnerhofgasse 6, Tel. 0043/1/961 19 60, www.hollmann-beletage.at).

"25hours Hotel Wien". Litfasssäulen und ein bunter Retro-Mix, tiefe Ledersessel und großartige Zirkusmotive an den Wänden – hier fühlen sich nicht nur Hipster und Künstler wohl. Die Bar im obersten Stockwerk dient der jungen Wiener Szene als Treffpunkt. DZ/F ab 146 Euro (Lerchenfelder Straße 1-3, Tel. 0043/1/52 15 18 20, www.25hours-hotel.com).

"Wombat's City Hostel". Für Reisende mit kleinem Budget ist das Hostel die ideale Adresse in Wien. Mit Mehrbettzimmern, Gäste-Küche und ansprechendem Frühstücksbuffet. Übernachtung ab 21 Euro (Mariahilfer Straße 137 und am Naschmarkt , Tel. 0043/1/897 23 36, www.wombats-hostels.com).

Großer Brauner oder Wiener Melange

Traditionsreiches Wiener Kaffeehaus: Das Café Sperl

Wien, so sagt man, wurde um Kaffeehäuser herumgebaut. Tatsächlich könnte man diesen Eindruck gewinnen, wenn man durch die Straßen geht und beobachtet, wie viele Einheimische ihr Wohnzimmer verlagert haben und einen Lieblingsplatz am Fenster ihres Lieblings-Kaffeehauses verteidigen. Einige traditionsreiche Adressen haben bis heute ihren Stil bewahrt, modernere Cafés sind dazu gekommen. Da fällt die Auswahl nicht leicht ...

Mitten in der gutbürgerlichen Josefstadt punktet das "Café Florianihof" mit hellen Räumen, weißen Tischtüchern im Speisebereich und einem entspannten Schanigarten (auf dem Trottoir). Gratis WLAN sorgt für ein Nebeneinander von Surfern und Zeitungslesern (Florianigasse 45, www.florianihof.at).

Im MuseumsQuartier gibt es viele Cafés, aber nirgendwo kann man so gut Leute beobachten wie von der verglasten Brücke des "Leopold". Klassisches Wiener Frühstück mit Kaisersemmel und Marillenmarmelade (Museumsplatz 1, www.cafe-leopold.at).

Die Pralinen, Gebäckspezialitäten und vor allem die Sachertorte aus dem Café "Demel" sind ein Hochgenuss. Liebevoll restaurierte Spiegelsäle. Neu ist der Blick in die gläserne Backstube (Kohlmarkt 14, www.demel.com).

Am Wochenende ist es total überfüllt, deshalb das "Café Sperl" lieber schon freitags auf die Agenda setzen: Gründerzeitatmosphäre, Riesenfenster und köstliche Krapfen (Gumpendorfer Straße 11, www.cafesperl.at).

"Kleines Café" ist eine versteckt am Franziskanerplatz Nr. 3 gelegene Mini-Ausgabe eines Kaffeehauses. Draußen auf dem Kopfsteinpflaster stehen auch eine Handvoll Tische. Architekt Hermman Czech ließ sich bei der Gestaltung von der nahe gelegenen "Loos American Bar" inspirieren (Kärtner Durchgang 10, www.loosbar.at).

Shopping: Mode und mehr

Der Laden der Wiener Mode-Designerin Lena Hoschek

Luxuriöse Materialien, historische Verarbeitungstechniken und Liebe zum Detail prägen ihren Stil. Die aktuelle Kollektion der Wiener Mode-Designerin Lena Hoschek kann man in ihrem gleichnamigen Geschäft in der Gutenberggasse 17 anprobieren (www.lenahoschek.com).

"Flo Vintage" ist auf jeden Fall einen Besuch wert. In dem bekannten Laden wartet Mode aus 100 Jahren (www.vintageflo.com). Und in der Nachbarschaft im Freihausviertel verstecken sich viele kleinere Läden. Ideal zum Stöbern.

Ebenfalls um Vintage geht es im neuen "Concept Vintage Store" der Stylistin Angie Pohl - mit kleiner Bar (Burggasse 24).

Freunde skandinavischen Design werden hier fündig: "Designqvist" in der Westbahnstraße 21 (www.designqvist.at).

Das einzige Café, an dessen Mobiliar mitunter Preisschilder hängen, ist das "Phil". Die Retro-Stühle stehen teilweise zum Verkauf, aber auch Bücher, Platten und DVDs werden angeboten, dazu gibt's Lesungen und Konzerte (Gumpendorfer Straße 10-12, www.phil.info).

Der beste Ort, um Mitbringsel zu kaufen, ist der "Manner"-Store, wo es die typischen Wiener Waffeln in der pinkfarbenen Verpackung in allen Variationen gibt: von Kaffee über Zitrone bis Karamell (Stephansplatz 7/Ecke Rotenturmstraße, www.manner.com). Und wer lieber Mozartkugeln mag, bekommt die hier auch.

Anschauen: Kunst und Architektur

Kunstliebhaber nehmen morgens nach dem Frühstück im Café-Restaurant "UNA" im Architekturzentrum Wien (Museumsplatz 1, www.azw.at) Kurs auf das MuseumsQuartier, wo das MUMOK (Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien), das Leopold Museum und die Kunsthalle Wien dicht beieinander liegen (www.mqw.at). Schon von Weitem sieht man außerdem die rosafarbenen, wie eine eckiges Rettungsboot geformten "Enzis" – Outdoormöbel zum Relaxen. 2002 von den "PPAG Architekten" entwickelt, dienen die geometrischen Elemente auch als Bar oder werden zu Türmen gestapelt (ebenfalls auf dem Museumsplatz).

Aus ganz Europa kommen die Studenten auf den neuen Campus der Wirtschaftsuniversität. Die mehrfach ausgezeichnete Architektin Zaha Hadid mit ihrer ausgeprägten Abneigung gegen rechte Winkel gab die Linien für das neue "Library & Learning Center" vor. Für Architektur-Fans ist die neue Bibliothek ein Muss.

Bis vor zehn Jahren wurde hier noch Brot gebacken. Jetzt kann man in den Galerien und Ateliers der Ankerbrot-Fabrik zeitgenössische Kunst jenseits des Mainstreams entdecken (www.loftcity.at). Für weitere Galerie-Besuche ist die Schleifmühlgasse im Herzen des Freihausviertels im 4. Bezirk eine gute Adresse.

Schnitzel, Hummus, Marillenknödel und eine lange Nacht

Wer am Wochenende ist Wien ist, hat Glück: Auf dem großen Parkplatz westlich des Naschmarkts, bei der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse, findet jeden Samstag Wiens größter Flohmarkt statt. Darüber hinaus ist der über 100 Jahre alte Naschmarkt im 6. Wiener Bezirk (Mariahilf) auch in der Woche ein kulinarisches Highlight. An vielen Ständen werden Köstlichkeiten zum Probieren angeboten. Mit etwas Ausdauer findet man zum Beispiel ein Glas Honig von Bienen, deren Stöcke auf den Dächern der Stadt stehen. Oder selbstgemachte Spezialitäten aus Ungarn.

Darf es traditionelle Küche sein? Dann ins Gasthaus "Zum Huth": Vom Schnitzel bis zum Zwiebelrostbraten wird in der neuen Gastwirtschaft der Familie Huth alles frisch zubereitet (Schellinggasse 5, www.zum-huth.at) .

Ebenfalls eine prima Schnitzel-Adresse ist die "Meierei am Stadtpark". Außerdem viele warme Wiener Mehlspeisen (Am Heumarkt 2 a, www.steirereck.com).

Etwas teurer, dafür lockere Haubenküche: Das Restaurant "Hollmann Salon" (Grashofgasse 3/Heiligenkreuzerhof, www.hollmann-salon.at).

In Wien längst eine Institution: "Neni" heißt das Restaurant nach den Anfangsbuchstaben ihrer vier Söhne. Leider gibt Haya Molcho das Rezept für Humus unter keinen Umständen preis. Ihre aus Israel stammende Familie kocht am Naschmarkt 510 und im "Tel Aviv Beach" am Donaukanal (www.neni.at).

"Motto am Fluss" in der Schiffsstation "Wien-City", wo der in Wien sehr bekannte Peter Zinter kocht, ist die neue Erholungsinsel am Donaukanal. Hier gibt's selbstgebackenes Brot und Österreichs erstes selbstgebrautes Bio-Bier. Stylisches 50er-Jahre Ambiente (Franz-Josefs-Kai 2 zwischen Marien- und Schwedenbrücke, www.motto.at).

Für alle, die noch nicht schlafen gehen wollen, öffnen gegen Abend Bars und Clubs, zum Beispiel in der Gumpendorfer Straße der Hipster-Treff "If Dogs Run Free" (Nr. 10, www.ifdogsrunfree.com). Sixties-Musik gibt es im "Tanzcafé Jenseits" (Nelkengasse 3, www.tanzcafe-jenseits.com). Weit nach Mitternacht füllt sich dann der Club "Pratersauna" mit Garten und Pool (Waldsteingartenstraße 135, www.pratersauna.tv). Getanzt wird im "Volksgarten" - und damit ist nicht der Park, sondern der gleichnamige Club gemeint. Nach einem Umbau hat der Wintergarten mit Originalmöbeln aus den 50er-Jahren ein besonderes Flair: Palmenbeet, Thonet-Möbel und großer Kristalllüster. Die Musik setzt sich aus House, Disko und Party-Hits zusammen. Die frühere Volksgarten Banane, ein Anbau, wird nun unter dem Namen "Säulenhalle" als eigenständiger Club geführt. Später kann man die Nacht in der Likörstube "A Bar Shabu" ausklingen lassen, die für ihren Absinth gerühmt wird (Rotensterngasse 8/Ecke Glockengasse).

Mehr Infos für eine Wochenende in Wien unter www.wien.info

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