Zürich! Die Tipps für ein tolles Wochenende

Die Schweizer Metropole am Zürich-See ist gerade im Sommer ein beliebtes Ziel. Das muss an den vielen Fluss- und Freibädern liegen, in denen man sich zwischendurch erfrischen kann. Unsere Tipps sind als Anregungen für Entdeckerinnen gedacht, die an einem Wochenende entspannt ein paar Eindrücke sammeln und ausgiebig shoppen gehen möchten.

Zürich ohne Badis? Unvorstellbar!

Mittagspause in den Büros der Innenstadt – da heißt es für viele Zürcher: ab in den See oder ab in die Limmat. Badeanzüge, die nachmittags an Wandhaken hinter den Schreibtischen trocknen, sind im Sommer kein ungewöhnlicher Anblick. Mit über 40 Bädern (oder "Badis", wie die Zürcher sagen), darunter 18 See-, Fluss und Freibädern, bietet Zürich jedem die Chance auf ein erfrischendes Bad. Abends verwandeln sich einige der "Badis" in Bars, wo bis spät in die Nacht am Wasser getanzt wird. Die besten Badeplätze unter www.badi-info.ch.

Fürstlich oder günstig übernachten?

Das Hotel "Greulich" (benannt nach einem Sozialreformer) liegt im angesagten Stadtviertel Kreis 4 - ein architektonisch hervorstechendes Ensemble mit einer Klanginstallation im Birken-gesäumten Innenhof, klassischer Bar und einer kleinen Bibliothek. DZ ab 167 Euro (Herman-Greulich-Straße 56, Tel. 00 41/43/243 42 43, www.greulich.ch). Farbenfrohes Design und kreative Atmosphäre findet man im "25hours Hotel Zürich West". DZ/F ab 135 Euro (Pfingstweidstraße 102, Tel. 00 41/44/577 25 25, www.25hours-hotels.com). Wer das urbane Zürich entdecken möchte, ist im "Hotel Rothaus" im ehemaligen Rotlichtviertel gut untergebracht. Kleines Hotel mit 43 Zimmern und einer ruhigen Dependence im Hinterhof. DZ/F ab154 Euro (Sihlhallenstraße 1, Tel. 00 41/43/322 10 50, www.hotelrothaus.ch). Günstigere Alternative: Das Gästehaus "Zum Guten Glück" verfügt neben dem Café über einige Zimmer im Retro-Stil in der ersten und zweiten Etage. DZ/F ab 118 Euro (Stationsstraße 7, Tel. 00 41/43/540 72 99, www.zumgutenglueck.ch).

Dem Himmel so nah

Der Container-Turm vom Flagship-Store "Freitag" ist nicht zu übersehen: Hier wurden Schiffscontainer aufeinandergestapelt und oben mit einer Aussichts-Terrasse versehen. Wer dort einen ersten Überblick über die Stadt bekommen und das Alpen-Panorama genossen hat, kann unten in den Verkaufsräumen nach den neuesten Modellen der Taschen-Unikate und Accessoires aus LKW-Planen Ausschau halten (Geroldstraße 17, www.freitag.ch).

Bars, Cafés und Restaurants

Hier wurden früher Schiffe für die Schweiz und Schiffsmotoren für die ganze Welt gebaut: Das Restaurant "La Salle" ist in eine ehemalige Fabrikhalle in unmittelbarer Nähe des Schauspielhauses und des Jazz-Clubs "Mood" gezogen. Unbedingt den Nüssli-Salat probieren (Schiffbaustraße 4, www.lasalle-restaurant.ch).

Vegetarier werden entzückt sein, wenn sie das vielfältige Angebot bei "Hiltl" entdecken, einem traditionsreichen Restaurant mit ausschließlich fleischloser Küche. 1898 brachte die Urgroßmutter die ersten vegetarischen Rezepte aus Indien mit – lange vor dem ersten Veggie-Trend. Ihr Enkel führt das Restaurant heute in vierter Generation. An den Wochenenden verwandelt sich das "Hiltl" übrigens in einen Club, wo zu Black Music oder Deep House getanzt wird (Sihlstraße 28, www.hiltl.ch). Besonders zu empfehlen: Die Waldpilz-Penne.

Die "Ambrosi Coffee Bar" ist eine gute Adresse für alle, die gerade von einem Besuch in der Markthalle zurückkommen und sich auf einen exquisiten Espresso freuen. Täglich frisch zubereitete Pasta und Spezialitäten im Tontopf (Viaduktstraße 37, www.ambrosi.ch). Noch mehr Gastro-Tipps: Kleine Portionen, großer Genuss locken im "Josef" (Gasometerstraße 24, www.josef.ch). Hier kann, wer mag, zuerst die Nachspeise und später dann den Hauptgang essen. Die Reihenfolge der Gänge ist im "Josef" ausdrücklich aufgehoben. Treffpunkt am Helvetiaplatz mit bodenständiger Küche - das Restaurant "Volkshaus" (Stauffacherstraße 60, www.restaurantvolkshaus.ch). Zu später Stunde geht’s auf einen ausgesucht guten Cocktail in die "Bar 63" (Rolandstraße 19, www.bar63.ch).

Kultur und Tanz

Das "Kaufleuten" in der ehemaligen Kaufmannsbörse ist zugleich Restaurant (die besten Schnitzel der Stadt, an die man sich noch Wochen später erinnert), Konzertsaal und Club. Unbedingt schon vor dem Besuch in Zürich das Programm studieren und gegebenenfalls Karten bestellen (Pelikanplatz, www.kaufleuten.ch).

Das "Kunsthaus" ist das Kunstmuseum der Stadt mit rund 4000 Gemälden im Bestand. Vom 28. November 2014 bis zum 1. März 2015 geht dort die Ausstellung "Monolithic Water" aus der Reihe "Bilderwahl!" dem Element Wasser in der Kunst nach. Das malerisch und fotografisch untersuchte Phänomen der flimmernden Oberfläche und der menschliche Bezug zum Wasser stehen im Mittelpunkt. Gemälde, Fotografien, Druckgrafik, Videos und Installationen von James Ensor, Morris Louis, Gerhard Richter, Roni Horn, Klara Hobza, Pamela Rosenkranz u.a. eröffnen eine historische und thematische Spannweite (Heimplatz 1, www.kunsthaus.ch).

So gut schmeckt Schokolade nur in der Schweiz

"Sprüngli", die traditionsreiche Confiserie in der Bahnhofsstraße 21, ist an einem genussreichen Wochenende das nächste Ziel (www.spruengli.ch). Hier werden seit 1836 Köstlichkeiten hergestellt. Die Palette reicht von kleinen Törtchen und Kuchen über Trüffel und Pralinen bis zu mehreren hausgemachten Eissorten. Ganz neu ist die Kreation "Luxemburgerlin Kir Royal Deluxe", ein luftig leichtes Makrönchen mit einem fruchtigen Cassis-Kern, eingebettet in Champagner/Cassis-Créme, umhüllt von feinster Grand Cru-Schokolade. Was nur wenige wissen: Man kann bei "Sprüngli" auch einen köstlichen Gemüseburger kaufen.

Shoppen: Delikatessen, Mode, Design und Bücher

Stopp für den Picknick-Einkauf: Die Markthalle Zürich

In der Züricher Markthalle kann man wunderbar probieren (und kaufen), was die Region an Spezialitäten zu bieten hat. In einzigartigem Ambiente mit gusseisernen Säulen und viel Glas gibt es knuspriges Brot, Schweizer Käse und andere Leckereien (Limmatstraße 231, www.markthalle.im-viadukt.ch). Im anschließenden, restaurierten Eisenbahnviadukt zwischen der Limmatstraße und der Heinrichstraße befinden sich übrigens rund 50 angesagte Shops für Design, Mode, Sport, Küche, Kleinmöbel und Accessoires. Ideal zum „Lädelen“, wie die Züricher das entspannte Einkaufen nennen.

Schmuck-Fans machen sich auf den Weg zu Tom Urben. Er hat sein Goldschmiede-Atelier in der Zeughausstraße 69 (www.tomurben.ch). Schöne Relief-Silberringe.

Für ein ausgedehntes Shopping-Erlebnis eignen sich besonders die Langstraße mit vielen neuen Läden und jüngerem Publikum sowie die Niederdorfstraße, wo man auch die älteste Bäckerei Zürichs findet.

Diese Buchhandlung ist mehr Treffpunkt als Laden: Das "Sphères" ist eine urbane Oase mit kleiner Bühne und Bar. Hier hört man schnell, welche Bücher am Puls der Zeit geschrieben sind, und wer Unerhörtes und Unterhaltsames zu erzählen hat. Dazu gibt es Zeitschriften und Postkarten. Das Allerschönste: Man darf in allen Exemplaren blättern und lesen (Hardturmstraße 66, www.spheres.cc).

Ausflug auf den Berg

Knapp 25 Minuten mit der Straßenbahn vom Zürcher Hauptbahnhof entfernt wartet der Uetliberg, der Hausberg der Stadt. Neben einem beeindruckenden Panoramablick auf Zürich, zahlreichen Wander- und Fahrradwegen gibt es auch Paragliding-Passagierflüge (www.uetliberg.ch).

Mehr Infos für Wochenend-Gäste gibt es unter www.zuerich.com und www.myswitzerland.com

Ihre Tipps

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