Chalkidiki - alles inklusive

Traumstrände, kleine Dörfer, tolle Hotels: Auf der Halbinsel Chalkidiki ist Griechenland am schönsten.

Ein paar Minuten noch. Nackte Füße wippen im Takt der Rhythmen, die aus den Verstärkern der Beach-Bar "Ethnik" wummern. Alexandros und seine Freunde lagern in weiten Bermudas lässig auf dem Sandstrand von Tristinika, haben die Sonnenbrillen ins Haar geschoben und trinken Bier. Dimitra und Elektra zupfen ihre Bikinis in Position, und ich schaue mit ihnen übers spiegelglatte Meer zum Horizont, wo die Sonne als glutroter Ball ein paar Zentimeter über dem Wasser steht und ihren großen Abgang vorbereitet.

Alexandros und seine Freunde sind heute früh mit ein paar Autos in Thessaloniki aufgebrochen, nur 90 Minuten, dann waren sie hier. Alle sind Studenten, alle Anfang zwanzig. Sie haben Zelte mitgebracht, wie immer, wenn sie übers Wochenende nach Sithonia fahren. "Weil es hier die schönsten Buchten gibt", sagt Dimitra. Die Zelte haben sie hinter der Bar unter den Pinien aufgebaut. Morgen wollen sie weiter, "vielleicht zum Kavoroutribes- Strand an der Ostküste oder zum Africafé bei Vourvourou", erzählt Alexandros und kritzelt unleserliche Anfahrtsskizzen in mein Heft. Sithonia gehört zur Halbinsel Chalkidiki, die südlich von Thessaloniki aus dem nordgriechischen Festland herauswächst. Sie schwimmt im Ägäischen Meer wie ein gigantischer Tintenfisch mit drei Tentakeln. Die Griechen nennen diese Tentakeln "Beine", und jedes hat treue Fans.

Sithonia ist das mittlere Bein der Chalkidiki - eine gebirgige Landzunge, die dicht mit Pinienwäldern überzogen ist. Ein paar kleinere Badeorte gibt es hier, Campingplätze und nur eine einzige, etwas störende Bettenburg. Die Küstenlinie krümmt sich in viele versteckte Buchten - lauter kleine Paradiese für die Großstadtjugend, die hier ohne Familienaufsicht baden, knutschen und feiern kann.

Da diese Strände auf keiner Karte verzeichnet sind, finden wir den Kavoroutribes-Strand an der Ostküste, von dem Alexandros so geschwärmt hat, am nächsten Tag nur wegen der Autos, die im Pinienwald neben der Straße kreuz und quer unter den Bäumen parken. Mit unseren Flipflops rutschen wir einen kurzen Kletterpfad in die Sandbucht hinunter. Die Bäume wachsen bis zum Wasser, und dort breiten wir unsere Handtücher aus. Nur ein paar Plastiktüten und Papierfetzen stören meinen Blick auf diese Welt aus Grün und Blau.

Gerade von der hatten in Thessaloniki alle so begeistert erzählt. Dort hatten wir vor ein paar Tagen unsere Reise auf die Chalkidiki begonnen, und irgendwer hatte uns abends in einer Bar den Tipp mit dem Sonnenuntergang an der "Ethnik-Bar" gegeben. Vielleicht war es der Künstler, den wir in dieser Nacht kennen lernten, die angehende Zahnärztin mit den tollen roten Locken oder die tätowierte Kellnerin, die uns so nett bediente. Vielleicht war es im "Elvis" mit seinem 50er-Jahre-Flair, im "Flocafé" oder in irgendeiner anderen der unzähligen Bars an der breiten Uferpromenade mit Blick aufs Meer. Wir wissen es nicht mehr, denn unsere Erinnerungen an den Abend sind verschwommen und die Lokale zahlreich - mit weit aufgeschobenen Fensterfronten, die die salzige Meerluft hinein- und die Musik hinauslassen, auf den Bürgersteig, wo in dichten Knäueln noch mehr Gäste als drinnen zusammenstehen. Wir schoben uns durch die Menge, tranken Bier und Mojitos und vergaßen die Zeit.

Eigentlich wollten wir in Thessaloniki, Griechenlands zweitgrößter Stadt, nur den Leihwagen in Empfang nehmen, um danach endlich diese außergewöhnliche Halbinsel Chalkidiki zu erkunden, von der ich schon so oft gehört hatte. Doch dann entdeckten wir das Nachtleben der Millionenstadt. Die ist keine klassische Schönheit mit ihren siebenstöckigen Häuserblocks, den vollgeparkten Akazienalleen und byzantinischen Basiliken, deren ungewöhnliche Formen wie gelandete Ufos im modernen Häusermeer hocken. Aber sie ist in Bewegung. Überall waren Studenten unterwegs, die losjubelten: "Ihr müsst unbedingt nach Sithonia!", als wir Chalkidiki erwähnten.

So ganz direkt fuhren wir dann trotzdem nicht dorthin - wir nahmen stattdessen kleine Straßen, die uns 100 Kilometer durch das wenig bekannte Binnenland der Chalkidiki an ihre Ostküste führten bis auf das östlichste der drei Beine: Agion Oros, Heiliger Berg.

Von dieser Gegend hatte uns in Thessaloniki niemand vorgeschwärmt, vielleicht weil es hier zu still ist: nur wenige Dörfer, dafür sanft gewellte Berge und Eichenwälder mit silbrig glänzenden Büschen. Zwischen Olivenbäumen leuchtet rote Erde, und Ginsterbüsche wachsen mit gelber Blütenpracht in die Straße hinein. Statt anderer Autos sahen wir Zitronenfalter durch die laue Luft taumeln, und wir hätten noch lange so weiter herumgondeln können, wenn nicht vor dem Bergdorf Arnea plötzlich zwei Polizisten aus dem Unterholz gesprungen wären. Mit strengem Gesichtsausdruck ließen sie uns anhalten und verlangten unsere Papiere. Ihre Mienen lockerten sich erst, als sie versuchten, unsere Nachnamen auszusprechen. "Hartmann" und "Rübesamen" - da fingen sie an zu lachen. Beim Abschied winkten wir alle vier.

Wahrscheinlich war den beiden langweilig, denn Arnea sieht ganz danach aus, als käme es auch ohne Ordnungshüter zurecht. Der Metzger döste mit gefalteten Händen und offenem Mund neben seiner halbleeren Vitrine, im Kaffeehaus saßen ein paar alte Männer und spielten mit ihrem Kolomboi, dem typischen rosenkranzähnlichen Perlenkettchen, das hier fast jeder Mann besitzt, ein kleines Mädchen hüpfte mit einem Eis in der Hand zufrieden durch die Gassen. In einem der alten, restaurierten Holzhäuser mieteten wir Zimmer, die nach Polierwachs und Lavendel dufteten. Am Abend aßen wir in der Taverna an der Platia, dem Dorfplatz, zusammen mit ein paar Dorfrentnern, die sich ein Fußballspiel im Fernsehen ansahen.

In Agion Oros, nur 40 Kilometer entfernt, wurde es dann lebendiger. Campingplätze und Apartmentanlagen markieren den Punkt, an dem das östlichste Bein der Chalkidiki aus dem Rumpf herauswächst. Wir zuckelten auf der Uferstraße der Spitze der Halbinsel entgegen. Weit kamen wir nicht - gleich hinter dem Städtchen Ouranopolis war an der Grenze zur berühmten Mönchsrepublik Athos Schluss. Eine Grenze aus grauem Steinwall und Zäunen, abweisend wie eine Gefängnismauer. In Ouranopolis brandet die große Woge der Tagestouristen an, die wegen des geheimnisvollen Klosterstaates herreisen. In den Gassen Restaurants mit Foto-Speisekarte und unzählige Souvenirshops. Ein paar Mönche sind unterwegs, in langen schwarzen Kutten und Sandalen eilen sie mit verschnürten Kartons und alten Koffern zum 10.30-Uhr-Schiff, das sie und die Pilger zum Hafen Dafni bringt, dem einzigen Einreiseort der Republik.

Wir standen in dem kleinen Laden von Christos, einem jungen Goldschmied aus Thessaloniki, probierten Ketten aus Strandfunden an und wunderten uns über den Rummel. Denn die Einreise in die Mönchsrepublik, die im 2033 Meter hohen Athos-Berg gipfelt, ist schwierig: Frauen - sogar weibliche Haustiere - dürfen seit fast 1000 Jahren nicht hinein. Die Mönche, etwa 2300 zurzeit, verehren die Mutter Gottes, und der darf kein anderes weibliches Wesen Konkurrenz machen. Zutritt haben deshalb jeden Tag nur zehn ausländische Pilger, die im Besitz einer kostbaren Besuchserlaubnis sind.

Allen anderen bleibt lediglich eine der organisierten Bootsfahrten entlang der Westküste, bei der eine scheppernde Lautsprecherstimme die 20 orthodoxen Klöster erklärt, die sich an den Steilhängen festklammern. Aber dazu hatten wir keine richtige Lust. Wir wollten der "verbotenen" Republik lieber ein Stück entgegengehen. Auf einem markierten Schotterweg spazierten wir am Meer entlang nach Süden, wo Zäune und Warnschilder vor dem Betreten des "Gärtchens der Gottesmutter" warnen. Dort bogen wir ins Landesinnere ab, folgten einem Pfad in die Berge hinauf und betraten einen Urwald. Sternenblumen und lila Disteln schlugen über unseren Köpfen zusammen, eine grüne Schlange mit geheimnisvollen Augen glitt vorbei. Es duftete nach Kräutern, und in unseren Ohren dröhnte das gewaltige Summen von tausenden Insekten. Wir waren ganz allein und konnten plötzlich gut verstehen, warum die Mönche auf der anderen Seite des Zaunes das auch bleiben wollen.

Nikos Katsanis, einer der wenigen, die im Besitz einer permanenten Einreiseerlaubnis sind, fährt immer wieder dorthin, wenn es ihm schlecht geht. "Am Ostufer suche ich mir ein Plätzchen am Wasser, denke unterm Nachthimmel nach, und am nächsten Morgen fühle ich mich wieder gut", erzählt er. Mit neuem Schwung kehrt der ehemalige Fernsehkoch dann nach Kassandra zurück, dem westlichsten Bein der Chalkidiki, wo er im Dorf Afitos ein erfolgreiches Restaurant betreibt. Als wir ihn ein paar Tage später dort besuchen, weil wir erst mal genug haben vom Strandleben in Sithonia, sind die Fenstertüren seines Restaurants weit geöffnet, obwohl ein Gewitterwind die Servietten auf den bunten Steinboden fegt.

An einem großen Tisch neben der Küchentür sitzen Nikos' Freunde und Verwandte samt Kleinkindern. "Keine Bestellungen!", ruft Nikos in unsere Richtung. "Es gibt, was es gibt." Dann flitzt er zwischen Küche und unserem Tisch hin und her, trägt Tintenfisch-Risotto auf und Fenchel-Pie. Später flambiert er Kalbshoden und präsentiert sie als "traditionsreiche griechische Spezialität". Skeptisch greifen wir zur Gabel - und werden für unseren Mut belohnt.

Afitos ist ein Dorf, wie es auf keinem Kalenderbild auftaucht. Keine weiß gekalkten Häuschen, kein Ägäisblau an Türen und Fenstern - Afitos ist berühmt für seine alten, unverputzten Natursteinhäuser und seine gepflasterten Straßen, die abends für Autos gesperrt werden. Dann jagt die Dorfjugend einen Ball über die Platia, Urlauber schlendern vorbei oder sitzen in den Bars und Cafés. Afitos gehört zu den Sehenswürdigkeiten Kassandras. Ansonsten erinnert das westliche Bein Chalkidikis ein bisschen an Florida: eine Badehochburg mit Hotels jeder Größe, kilometerlangen Sandstränden und beliebt bei Pauschaltouristen. Viele treue Fans hat Kassandra aber auch in Thessaloniki, das nur 60 Kilometer entfernt liegt. Familien mit Kindern möblieren am Wochenende die Strände mit Sonnenschirmen, Plastikstühlen und Kühlboxen. Viele haben hier ein Wochenenddomizil erworben, aber der Bedarf scheint noch nicht gedeckt. Hübsche Reihenhaus-Siedlungen werden gebaut, manchmal liegt tagsüber der Baustaub in der Luft. Doch wenn er sich verzogen hat, kommen kleine Oasen zum Vorschein: Am Strand von Sani stehen die Bungalows der luxuriösen "Sani Asterias Suites", von Bougainvillea umrankte Kuben mit Meerblick-Terrassen. Auf gepolsterten Teakholz-Liegen am Privatstrand der "Asterias Suites" erleben wir den letzten Sonnenuntergang dieser Reise. Neben uns zwei Frauen, die Flasche Champagner, die zwischen ihnen auf einem Tischchen steht, ist fast leer. Die beiden sind im Porsche aus Bulgarien gekommen und genießen hier ihren Urlaub - von Sofia nach Sani ist es ungefähr so weit wie von München an den Gardasee.

In diesem Moment vermissen wir unsere thessalonikischen Studenten ein bisschen. Doch zum Glück kann man auf Chalkidiki ja wählen: zwischen dem studentischem Leben auf Sithonia, dem etwas beschaulicheren auf Athos und dem luxuriösen auf Kassandra.

Reise-Infos Chalkidiki

Thessaloniki

Übernachten The Tobacco Hotel. Alte Tabak-Manufaktur, von außen eher schmucklos, innen dafür umso edleres Design. DZ/F ab 98 Euro (Agiou Dimitriou 25, 54632 Thessaloniki, Tel. 23 10/51 50 02, Fax 53 07 11, www.davitel.gr).

Capsis Bristol. Elegant und kostspielig restaurierte alte Poststation im Trendviertel Ladadika, nur wenige Schritte vom Meer entfernt. DZ/F ab 270 Euro (Oplopiou & Katouni Str. 2, 54625 Thessaloniki, Tel. 23 10/50 65 00, Fax 23 10/51 57 77, www.capsishotels.gr).

Nea Metropolis. Schlichte Pension in einem hübschen Altbau. Man wohnt in bunt gestrichenen Zimmern mit Stuckdecken, Resopalmobiliar und kleinem Bad. DZ/F ab 55 Euro (Sygrou Str. 22, 54625 Thessaloniki, Tel. 2310/52 55 40, Fax 53 99 10, www.neametropolis.gr).

Genießen Zithos. Moderne griechische Küche, flottes Publikum. Schön zum Draußensitzen am szenigen Katouni-Platz (Katouni 5, Tel. 23 10/54 02 84).

Thalasses. Seafood wie Muschelrisotto und gegrillter Xifias (Schwertfisch) werden auf riesigen Design-Tellern serviert. Das Restaurant ist komplett weiß gestylt und liegt direkt an der Uferpromenade (Leoforos Nikis 3, Tel. 23 10/23 31 73.)

Gonia tou Merakli. Sympathische Taverne direkt beim heimischen Gemüsemarkt. Besonders beliebt als Mittagessen-Treff (Odos Angerinou 3, Tel. 2310/28 77 26).

Ausgehen Comfuzio. Das Beste an dieser Bar ist der Blick: Vom Viertel Kastro kann man über die ganze Stadt und das Meer schauen (Leoforos Ochi 2, Tel. 23 10/96 05 62).

Elvis. Wer die 50er liebt, ist hier richtig aufgehoben. Abends legen wechselnde DJs auf (Leoforos Nikis 21).

On the Road. Klassische Kneipe im Kajütenstil ohne Tische; wer hierher kommt, hält sich an seinem Bierglas fest (Leoforos Nikis 61).

Einkaufen Markt. Obst und Gemüse, Klamotten und Putzmittel, Kräuter und Korbwaren - auf Thessalonikis Markt in den teils überdachten Gassen links und rechts der Aristoteles-Straße gibt es beinahe alles, was man fürs griechische Leben braucht; täglich geöffnet bis etwa 14 Uhr.

Degmatina Eidi. Kleine Boutique mit wunderschönen, handbestickten Wildledertaschen in warmen Farben (Mitropolitou Gennadiou 9).

Hinterland Chalkidiki

Übernachten Archontiko Mitsiou. Gewachste Holzböden, offener Kamin, Antiquitäten: Die Gemeinde von Arnea hat ein traditionelles altes Herrenhaus restauriert und als Gästehaus eingerichtet. So gemütlich, dass man nicht wieder ausziehen will! DZ/F ab 70 Euro (GR-63074 Arnea, Tel. 237 20/227 44, Fax 228 77).

Camping Olympias. Einfacher, aber sauberer Campingplatz unter deutscher Leitung. Ruhige Lage etwas außerhalb des Dorfes, zum Strand sind es nur ein paar Schritte. Übernachtung ab sieben Euro pro Person (Olimbiada, Tel. 237 60/513 84).

Genießen Nostimo. Schlichte kleine Taverne an der Platia von Arnea, in der der bärtige Wirt abends die Junggesellen des Dorfes mit gefüllten Paprikaschoten und Souflaki versorgt (Platia, Tel. 237 20/224 04).

Einkaufen Tsantali. Griechenlands wohl bekanntester Wein- und Ouzo-Produzent lädt zu Verkostung und Verkauf in seinen Firmensitz. Besonders zu empfehlen ist der Rotwein "Mount Athos", der in der Klosterrepublik gewachsen ist und wunderbar intensiv schmeckt (Agios Pavlos, Agion Oros, Tel. 239 90/761 00, Fax 239 90/614 66).

Agion Oros

Übernachten Skites. Bungalow-Anlage in einem hinreißend schönen Garten am Meer, nur wenige hundert Meter von der Athos-Grenze entfernt. Der Pool ist ein Schmuckstück. Außerdem: Bio-Gemüsegarten, köstliche Küche und herzliche griechisch-deutsche Besitzer. DZ/Frühstück ab 100 Euro (GR-63075 Ouranopolis, Tel. 237 70/711 40, Fax 713 22, www.skites.gr).

Pyrgos. Originelle, futuristische Turmkonstruktion mit eher schlichten Zimmern. Kochen kann man in zwei Küchen, die sich die Gäste teilen. Der Strand Alikes ist zehn Minuten Fußweg entfernt. DZ ab 40 Euro (Periosi Limani, Amouliani, Tel. 23 770/510 86).

Genießen Kritikos. Großes, modern eingerichtetes Restaurant im Tavernen-Distrikt von Ouranopolis. Exzellenter gegrillter Tintenfisch, gewürzt mit Olivenöl aus eigener Pressung (Tel. 237 70/71 222, www.okritikos.gr).

Janis. Innen Neonbeleuchtung, draußen eine große Terrasse direkt über dem kleinen Hafen von Amouliani, auf der man zu leckeren Vorspeisen den Athos-Blick genießen kann (Tel. 237 70/513 22).

Ausgehen Savana. Diese Strandbar in Amouliani dürfte sofort zum Lieblingsort werden wegen der guten Musik, den tollen Fruchtcocktails und den knallbunt gestrichenen Toiletten (Alikes-Strand, Amouliani, Tel. 237 70/511 22).

Ammos. Vor allem junge Leute treffen sich in diesem lounge-artig gestylten Kaffeehaus mit schöner Terrasse beim alten Wehrturm (Uferstraße, Ouranopolis).

Einkaufen Christos. Sehr sympathischer Goldschmied, der aus Materialien wie Silber, Kokosnuss und Strandfunden wunderschönen, originellen Schmuck macht. Genau das Richtige für gebräunte Sommerhaut! (Hauptstraße, Ouranopolis).

Nicht verpassen Cap Fotis. Das Ausflugsschiff fährt zwischen Mai und Oktober jeden Tag zweimal mit respektvollem Abstand die Westküste der Athos-Halbinsel ab, so dass man einen sehr guten Blick auf die Klöster hat. Die Fahrt dauert drei Stunden. 16 Euro pro Person (Athos Sea Cruises, Ouranopolis, Tel. 237 70/710 71, www.athos-cruises.gr).

Sithonia

Übernachten Thalatta Village Camp. Sehr schön gelegener Campingplatz an der geschwungenen Sandbucht von Kalamitsi mit Pinienhain, Beach-Bar und charmantem Betreiber. Zeltplatz ab 7,50 Euro (Kalamitisi, GR-63072 Sithonia, Tel. 237 50/ 414 10, Fax 414 12, www.thalattacamp.gr).

Olive House. Einfache, hübsche Apartments in einem Privathaus mit schönem Garten. Ruhige Lage, Barbecue, zum Kies-Sand-Strand sind es zwei Minuten zu Fuß. Apartment für zwei Personen ab 30 Euro pro Tag (Elia Beach, GR- 630 88 Nikiti, Tel. 237 50/812 34, Fax 46 44 57, www.olivehouse.gr).

Guesthouse Parthenon. Wunderschön hergerichtetes Herrenhaus voller Antiquitäten. Besonders charmant: das Zimmer mit offenen Kamin im Bad! DZ/F ab 50 Euro (Parthenonas, Marmaras, Tel. 23 750/722 25, http://en.agrotravel.gr).

Assa Maris. Großzügige Hotelanlage mit Pool, breitem Sandstrand und fantastischem Athos-Blick. Jede Menge Animation, Sport- und Kinderprogramm. Genau das Richtige für die klassischen Badeferien mit Familie. DZ/F ab 90 Euro (Agios Nikolaos,Tel.237 50/ 92 15 14, Fax 92 155, www.assa-maris.gr).

Genießen Tonis. Der Geheimtipp im Niemandsland südlich von Porto Carras wird fast fangfrischen Fisch, aber auch genauso leckeren Schweinebraten (Agiou Kyriaki, Marmaras).

Taverna Parthenon. Das über offenem Feuer gegrillte Fleisch schmeckt am besten auf der großen Aussichtsterrasse. Der schnauzbärtige Wirt verkauft auch selbst geschleuderten Honig und Ouzo aus eigener Brennerei (Parthenonas, Tel. 23750/713 49).

Vasilis. Nette Fisch-Taverne im Badeort Metamorfossi mit solider Küche, freundlicher Bedienung, Ouzo trinkenden Einheimischen und auffallend gepflegten Toiletten (Tel. 237 50/612 26).

Ausgehen Ethnik Bar. Wunderschön gelegen, am langen Strand von Tristinika. Getränke, Liegestuhl-Verleih, House-Musik, frequentiert von meist jungem Publikum, Tag und Nacht geöffnet. Hinter der Bar stillt ein Souflaki-Griller den größten Hunger nach dem langen Sonnenbad.

Strände Auf der wenig befahrenen Westküstenstraße, die von Porto Karras nach Galini führt, kommt man an einer Reihe kleiner, romantischer und namenloser Sandbuchten vorbei.

Kalamitsi. An der Südküste gelegen, wird die Sandbucht von Felsen, grünen Hügeln und kristallklarem Wasser eingerahmt.

Kavoroutribes-Strand. Kleine, sichelförmige Traumbucht an der Ostküste, zwei Kilometer hinter Sarti.

Kassandra

Übernachten Sani Asterias Suites. Man sollte dringend sparen, um sich ein paar Tage in diesem Luxus gönnen zu können. Das Resort liegt direkt am Meer, das Gelände ist so weitläufig, dass die Gäste mit Elektrowägelchen zum Tauchen, Tennisspielen oder ins Spa gefahren werden, zur Kräutermassage oder zum "Sun Preparation Treatment". Am großen Pool wird das beste Frühstücksbuffet Griechenlands serviert. Junior-Suite ab 198 Euro/Person (Sani Resort, GR-63077 Kassandra, Tel. 237 40/994 00, Fax 995 08, www.saniresort.gr).

Genießen Sousourada. "Bachstelze" hat Ex-Fernsehkoch Nikos Katsanis sein beliebtes Restaurant in Afitos genannt. Kreative Küche, viele Gäste aus Thessaloniki. Vorbestellung ratsam (Afitos, Tel. 03 74/916 94). - Rementzo. Wirt Jorgos Grigoriou war früher Fischer. Seine Spezialität: Mousmoulia, ein großäugiger Tiefseefisch, frisch vom Grill (63077 Afitos, Tel. 237 40/913 74).

Tomata. Das originellste der 16 Tavernen und Restaurants im Sani-Resort. Man sitzt mit englischen Flitterwöchnern und bulgarischen Porschefahrern auf der Terrasse mit Blick über den Yachthafen und isst frittierten Feta mit Wassermelonen-Minz-Soße und Seezunge mit Ouzo-Dressing (Sani Resort, Tel. 237 40/994 00).

Ausgehen Porto Valitsa. Open-Air-Bar des gleichnamigen Hotels, wunderschön über dem Meer gelegen. Die lange Anfahrt lohnt sich - man will sowieso nicht mehr weg (63085 Paliouri, Kassandra, Tel. 237 40/ 920 07, Fax 204 05, www.portovalitsa.gr).

Lithos. Hier genießt man kühle Getränke und griechische Musik in einem kleinen Garten, ideal, um nach dem Abendessen im historischen Zentrum von Afitos ein bisschen auszuruhen (Afitos, Tel. 237 40/915 66).

Einkaufen Charoulla. Eine kleine Bäckerei, in der man wunderbares, noch warmes Olivenund Rosinenbrot und köstliche gefüllte Zitronenkekse erstehen kann (Afitos).

Nicht verpassen Sousouras. Die beiden Deutschen Kathrin Matsos und Lutz Breuer organisieren Offroad-Touren auf Enduros auf Kassandra. Wer keinen Motorrad-Führerschein hat oder sich lieber ein bisschen mehr bewegen möchte, kann sich auch ein Mountainbike leihen. Tagestour 25 Euro, Enduro ab 35 Euro, Mountainbike zehn Euro (Hauptstraße, Kriopigi, Tel. 694/820 77 95).

Strände Afitos. Der Sandstrand liegt unterhalb des Dorfes. Flaches Wasser, ideal für Kinder, Liegestuhlverleih. - Glarokavos. Dieser Strand befindet sich an der Ostküste, unterhalb von Pefkohori, ist etwa drei Kilometer lang und bietet auch in der Hochsaison genug Platz.

Blue Bay. Feinster Sandstrand bei Chroussou, karibikblaues Wasser und, auch mal ganz schön, keine lärmende Beach-Bar.

Allgemeines

Anreise Mit Air Berlin ab vielen deutschen Städten nach Thessaloniki, pro Strecke ab 51 Euro plus Gebühren (www.airberlin.de).

Telefon Vorwahl für Griechenland ist 00 30, dann die Ortsvorwahl ohne die Null.

Lesen Chalkidiki - Thessaloniki. Kurz und knapp mit vielen guten Tipps über die Halbinsel und die Millionenstadt Thessaloniki (Merian live, 9,95 Euro).

Info Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Direktion Deutschland, Neue Mainzer Strasse 22, 60311 Frankfurt, Tel. 069/257 82 70, Fax 257 827 29, www.gnto.gr.

Text: Annette Rübsamen Fotos: Vera Hartmann Karte: Claudia Döhring/Kartopolis BRIGITTE Heft 12/2007
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