I ❤️ Chalkidiki: Griechisch für Liebhaber

Auf der Halbinsel Chalkidiki findet Christiane Reitshammer ihr Sommerglück - und verrät ihre besten Tipps.

Chalkidiki - für mich der schönste Teil Griechenlands

An Griechenland habe ich mein Herz verloren: Die Menschen, ihre leidenschaftliche Art zu leben und zu denken. Die typischen Farben, der Himmel, 3054 Inseln, der Duft nach Oliven und wildem Thymian. Ganz besonders aber habe ich mich in Chalkidiki verliebt.

Kassandra hat die schönsten Strände - und zieht die meisten Touristen an

Die Halbinsel, die wie eine Hand mit drei Fingern im Ägäischen Meer liegt, vereint das Beste des ganzen Landes in sich: das hügelige Zentralland, wo Oliven, Baumwolle, Feigen und Granatäpfel angebaut werden. In seiner Mitte erhebt sich das waldige Cholomondas-Massiv. An der Küste gibt es herrliche Strände, so wie auf dem westlichsten Finger, Kassandra, der die meisten Touristen anzieht.

Und weil Griechenland im Vergleich zu Spanien und Italien wirklich günstig ist, gibt es hier Badehotels für jeden Geschmack, und auch mit schmalem Geldbeutel kann man sich auf Chalkidiki ein bisschen Luxus gönnen.

In Sithonia ist man mit Glück am Meer allein

Sithonia, der mittlere Finger, ist weniger lieblich, bergig und bewaldet und dadurch auch unberührter. Die Küste ist oft steil, die Strände sind weniger leicht zugänglich — weshalb man häufig das Glück hat, sie ganz für sich allein zu haben.

Es gibt dort auch FKK-Strände und Campingplätze, in der Vor- und Nachsaison kann man ausgezeichnet wandern.

Per Boot zur Mönchsrepublik Athos

Athos schließlich, der östlichste Finger, ist vor allem als Pilgerort bekannt. Schließlich befindet sich hier die Mönchsrepublik Athos, rund um den gleichnamigen, mehr als 2000 Meter hohen, heiligen Berg. Nur männliche Pilger dürfen sie betreten. Die 20 mächtigen Klöster, die sich auf dem ganzen Finger verteilen, kann man aber vom Wasser aus besichtigen. Und man hat auch so genug zu tun.

Hier kommen meine besten Tipps: 

DIE SCHÖNSTEN HOTELS ZUM BADEN UND RELAXEN

KASSANDRA

Sani Resort: Die "Bousoulas Beach Bar" ist mein Lieblingsplatz: Ich bin jedes Mal wieder begeistert, wie intensiv leuchtend die Sonne hier ins Meer fällt. Da prickelt der Prosecco im Glas gleich doppelt so stark. Die Bar gehört zum "Sani Beach Hotel" , einem von vier Luxus-Hotels der "Sani Resorts", die sich im Westen von Kassandra nicht nur die Strände, sondern auch mehrere Restaurants, Pools und Häfen teilen. Elegant eingerichtete Zimmer, Suiten und mehr als 20 Restaurants stehen in dem Komplex zur Auswahl. DZ/HP ab 100 Euro (Sani Beach, Tel. 237 40/994 00, www.sani-resort.com).

Gi-Ga-Mar: Auf einer Anhöhe zwischen Bäumen und mit Blick aufs Meer liegt diese Studioanlage in Kriopigi. Die 13 Zimmer sind einfach eingerichtet, jedes mit Küchenzeile. Traumhaft schön sind die Balkone und Dachterrassen. Frühstück auf Wunsch. DZ/F ab 62 Euro (Kriopigi, Tel. 237 40/527 42, www.hotel-gi-ga-mar.com). 


Afitis: Creme- und sandsteinfarben schmiegt sich das Boutiquehotel in die Landschaft, direkt am feinkörnigen Sandstrand unterhalb des Ortes Afitos. Die Bauweise ist geradlinig, die Zimmer sind geschmackvoll. Zwei Pools, weiße Liegen und Schirme am Strand, ein Restaurant mit Blick aufs Wasser. Ich liebe die Spaziergänge am Strand zu einer der Tavernen oder die Treppen hinauf in den Ort. DZ/F ab 95 Euro (Afitos, Tel. 237 40/912 33, www.afitis-hotel.gr).

Porto Valitsa: Hoch über dem Meer in der Nähe des Chrousso-Strandes, fast ganz im Süden Kassandras, thront das Hotel mit einem riesigem Garten und vielen Olivenbäumen auf einer Klippe. Die Bucht mit dem kleinen Privatstrand ist toll zum Schwimmen und Schnorcheln. Geräumige Suiten, Terrassen mit Meerblick und vom Frühstücksraum aus ein Traumblick hinüber nach SithonÍa. DZ/F ab 124 Euro (Paliourion, Tel. 237 40/920 07, www.portovalitsa.gr).

Hotel Dryades: Individualisten lieben dieses relativ einfache Drei-Sterne-Hotel in Siviri. Das Haus mit 17 Zimmern, Pool und Taverne steht auf einem Hügel mitten im stillen Kiefernwald mit Aussicht auf das glitzernde Meer. Über einen schmalen Weg und Treppen geht es an den naturbelassenen und nur vom Hotel erreichbaren Strand. Wenige Minuten entfernt befindet sich ein antikes Amphitheater. DZ/F ab 38 Euro (Siviri, Tel. 237 40/416 54, www.hoteldryades.com).

FESTLAND

Kos Olivia: Alles inklusive, aber wie! Das neu eröffnete Hotel liegt in einem 22-Hektar-Park inmitten duftender Oliven-, Rosen- und Lavendelgärten mit mehreren Pools und Restaurants. Die 142 Zimmer und 149 Bungalows sind in hellen Beige- und Blautönen gehalten. Fast alle Leistungen, ob im Zimmer, den Restaurants, Spa- oder Fitnessbereich, sind inklusive. Heute griechisch, morgen asiatisch und übermorgen französisch speisen? Überall schmeckt es köstlich! DZ ab 156 Euro (Gerakini,
Tel. 237 30/951 00, www.ikosresorts.com).

SITHONIA

Nikiti Beach: Die Drei-Sterne-Studioanlage mit 30 Zimmern — ausgestattet jeweils mit Kochnische und Balkon — liegt in einem hübschen Garten, direkt am naturbelassenen Strand von Nikiti. Liegen und Sonnenschirme gibt es gegen eine Gebühr am Strand. In den Geschäften und Bäckereien des Ortes finde ich alles für ein leckeres Frühstück auf meinem Balkon. Alternativ mache ich es mir im Café direkt an der kleinen Uferpromenade gemütlich und schmiede Pläne für einen Bootsausflug. Studio ab 45 Euro (Nikiti, Tel. 237 50/232 30, zu buchen über www.attikareisen.de).

Thalassokipos: Das kleine Designhotel in Vourvourou macht nicht nur mit Kunst und knalligen Farben an Wänden und Möbeln gute Laune. Auch die Lage auf einem kleinen Hügel mit Garten und einer wunderbaren Aussicht auf die kleinen Inseln in der Bucht ist einfach sensationell. Die Bucht kann man perfekt mit einem gemieteten Boot erkunden. DZ/F ab 85 Euro (Vourvourou, Tel. 237 50/319 45, www.thalassokipos.com).

Parthenon: Oleander, Feigen- und Maulbeerbäume umgeben die Pension im Bergdorf Parthenonas. Antiquitäten, hübsche kleine Details, verschachtelte Ebenen und Terrassen mit Blick auf Kassandra und die Bucht von Neos Marmaras machen das Haus zu etwas ganz Besonderem. Das einst verlassene Dorf wurde in den 1970er-Jahren wiederentdeckt. Man renovierte die Häuser aus Naturstein, nach und nach eröff- neten Tavernen, Cafés und die Pension. 18 Zimmer mit Dusche und Kochnische. DZ/F ab 60 Euro (Parthenonas, Tel. 237 50/722 25, www.parthenonas-chalkidiki.com).

Die Pension "Parthenon" im einst verlassenen Dörfchen Parthenonas ist ein ganz besonderer Ort.

ATHOS

Gkeea: Das Boutiquehotel befindet sich im nördlichsten Teil des dritten Fingers, der Halbinsel Athos, in Ierissos. Es ist etwa 100 Meter vom Strand entfernt und hat moderne, elegant eingerichtete Balkonzimmer in Weiß- und Grautönen. Das riesige Frühstücksbuffet lässt kaum Wünsche offen. Vom zwei Kilometer entfernten Hafen legen die Ausflugsboote ab, mit denen man Athos vom Wasser aus erkunden kann. DZ/F ab 70 Euro (Ierissos, Tel. 23 770/ 225 33, www.hotelgkeea.gr). 

ESSEN UND TRINKEN WIE DIE GÖTTER

KASSANDRA


Sousourada & Sgouros Skatzoxiros: Chef Nikolaos Katsanis und seiner Familie liegt die Modernisierung bodenständiger griechischer Gerichte am Herzen. Ich habe Glück und darf ihm in der Küche über die Schulter schauen, wie er seinen "Cheesecake" produziert: Brot zerbröselt, mit Olivenöl mischt, Schafskäse, Joghurt und Minze mixt, darauf schichtet und als Topping ein Tomaten-Paprika-Chutney dazugibt. Lecker ist auch die Zitronen-Lammkeule mit Artischocken (16 Euro) oder das Schweinefilet mit Granatapfelsoße (17 Euro). Unbedingt reservieren! (Afitos, Zentrum, Tel. 237 40/915 94)

Eat7/Oinochoe: Ein schönes Gläschen Wein zum Essen? Oder schon eines als Aperitif? Die gemütliche Weinbar hat eine gute Auswahl aus der Region, zumeist von kleinen Bio-Weingütern und biologisch produziert. Dem Motto "Eat7" gemäß gibt es dazu sieben kleine Gerichte zur Auswahl: Köstlich ist die Käseplatte (7 Euro) oder das "Smoked Steak" mit Pilzen (11 Euro). Das Glas Wein kostet zwischen drei und fünf Euro. Unbedingt angucken: den antiken Weinkeller mit alten Keramik-Weinkannen. (Afitos, Zentrum, Tel. 237 40/916 20)

Notos: An der Steilküste von Afitos reihen sich Restaurants und Bars aneinander. Und allesamt haben sie einen wirklich grandiosen Blick auf das Meer und den Strand. Das "Notos", Café und auch Cocktailbar, hat eine besonders gemütliche Terrasse, der beste Ort, um mit einem coolen Mixgetränk von Barkeeper Yorgo und chilliger Musik den Sonnenuntergang zu genießen. (Afitos, Promenade)

Anthoulas: Mitten in Kriopigi, in einem urigen Steingebäude mit Holzbalkon und Fensterläden, kochen Anthoula und Giorgos Kritou traditionell griechisch und vielfach ausgezeichnet. Obst und Gemüse kommen großteils aus dem eigenen Garten. Sensationell ist z. B. der Salat mit Honig-Sesam-Dressing
(6 Euro), toll die Garnelen Saganaki (11 Euro) oder die Kimathopita (gegrilltes Fladenbrot mit Hackfleisch und Joghurt, 6,50 Euro). (Kriopigi, Dorfplatz, Tel. 237 40/530 01, www.anthoulasrestaurant.gr)

Diamantis: Bevor ich mich in der von vielen Einheimischen besuchten Taverne über den Fisch hermache, darf ich aus den frischen Sardinen, Seebrassen, Tintenfischen usw. im Kühlhaus persönlich auswählen (Fisch ca. 5 Euro/kg). Dann die Zubereitung: gebraten, gegrillt oder frittiert? Die Entscheidung ist schwer. Dazu gibt es herzhaften Salat und gegrilltes Gemüse, ein Glas Weißwein und danach einen Ouzo. Im Hintergrund Meeresrauschen und griechische Musik — perfekt (Siviri, Strandpromenade).

Direkt am Wasser sitzt man in der Fischtaverne "Diamantis" in Siviri.

SITHONIA

Taverne Boukadoura: "Wir sind eine griechische Familie, die gern kocht und Gäste bewirtet", sagt Lefteris Koufadaki. Und das alles ausnehmend empfehlenswert im Restaurant direkt am Meer. Vater, Tante und Schwester bringen traditionelle, regionale Gerichte auf den Tisch. Köstlich ist hier eigentlich alles, z. B. Zucchinibällchen mit Joghurt (4,20 Euro), Rote-Bete-Salat mit Walnüssen (7,20 Euro) oder Rindfleisch mit Tomatensauce und Auberginenpüree (10 Euro) und dann ein Kamillenlikör zum Abschluss. (Elia, Tel. 69 44/54 72 39)

Taverne Panorama: Wirklich perfekt ist hier der Ausblick. Auf die üppig grün bewachsene Berg- und Küstenlandschaft von Sithonia und — bei klarer Sicht — auf den Berg Athos. Vor der Terrasse steigen bimmelnd Ziegenherden auf und ab und grasen genüsslich. Die Einrichtung der Taverne ist etwas kitschig, aber der Kaffee genauso kräftig und gut, wie die Hausmannskost (an der Hauptstraße zwischen Kalamitsi und Porto Koufo).

Ethnic Beach Bar: Wild und unberührt ist die Natur rund um den Weiler Tristinika. Eine Schotterstraße führt zum weißen, langen Sandstrand, an dem die legendäre Strandbar auf einer Düne liegt. Mit bunten Möbeln, Live-Musik, Cocktails und karibischem Flair lockt sie Partygänger (Tristinika). 

 

BRIGITTE 11/2017

Wer hier schreibt:

Christiane Reitshammer
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