Der Schlemmer-Stadtplan

In Zürich scheint es kaum ein Lokal zu geben, das nicht mit Sternen, Hauben oder goldenen Kochlöffeln ausgezeichnet ist. Doch keine Angst: In diesen erstklassigen Restaurants können Sie sich dennoch ein Menü leisten - auch ohne vorher eine Bank zu überfallen

Morgenstund

Der charmante Blick auf die alte Schmalspur-Polybahn und das kilometerlange Buffet sind es wert, vormittags ein wenig länger im "Hotel du Théâtre" zu verweilen. Zwar kommen zu den 10 Euro für das tolle Frühstück noch 79 Euro für eine Übernachtung, aber es lohnt sich allemal. Als Entspannungsservice gibt es Audio-Books zu hören. (Seilergraben 69, Tel. 044/267 26 70, www.hotel-du-theatre.ch).

Jetzt wird es deftig

Mitten in der Bahnhofstraße liegt der "Zeughauskeller". Das rustikale und sehr authentisch gehaltene Büchsenhaus - ein ehemaliges Waffenlager aus dem Spätmittelalter - ist zwar nicht gerade ein Geheimtipp, aber wer isst schon gern allein? Richtig gute, traditionelle Hausmannskost wie Zürcher Geschnetzeltes und zünftige Wurstgerichte gibt es ab 11 Euro. (Bahnhofstraße 28a, Tel. 044/211 26 90, www.zeughauskeller.ch).

S'il vous plaît

Im aufstrebenden Stadtteil Züri West liegt "Les Halles", ein Restaurant mit Markthalle und hauseigenem Kochklub. Es bietet ausgezeichnete französische Küche auf Bio-Basis zu fairen Preisen. Mittags kostet das Plat du Jour (Tagesgericht) 9 Euro. Aber auch abends ist das "Les Halles" eine sehr feine Adresse. Hauptdarsteller auf der Speisekarte sind Muscheln (Moules) in unterschiedlichsten Rollen und mit vielen gut besetzten Nebendarstellern. (Pfingstweidstraße 6, Tel. 044/273 11 25, www.les-halles.ch).

So ein Käse

Nun wird es im Land der ganz besonderen Milchprodukte Zeit für ein Fondue oder Raclette. Die meisten Variationen des berühmten Nationalgerichtes gibt es im "Swiss Chuchi". Das Restaurant im Chalet-Stil setzt die Preise für "Geschmolzenen" zwar nicht gerade unten an (die Hauptspeisen starten bei 16 Euro), aber schon die Basis der Gerichte kostet nun einmal. Dafür ist Fondue-Essen eine sehr romantische Veranstaltung, die am besten mit einem Spaziergang durch die Altstadt abgerundet wird. Falls man sich noch bewegen kann. (Rosengasse 10, 10, Tel. 044/266 96 96, www.hotel-adler.ch).

Currykunst

Klein, aber fein - das ist das Motto des indischen Restaurants "Kobal". Die Bedienung ist sehr freundlich, das Essen wirklich ausgezeichnet, und die vielen verschiedenen Tapeten sorgen für visuelle Abwechslung. Nach einem "Chicken Tikka Masala" für 13 Euro bleiben im Portemonnaie noch genügend Franken, um in der "Sportsbar" nebenan einen Absacker zu trinken. Oder zwei. (Kanzleistraße 78, Tel. 044/241 26 19).

Langschläfers Lust

Im „Tea Room Blunt“ bekommt man sein Frühstück bis 16 Uhr. Das marokkanisch eingerichtete Café ist daher die beste Adresse für einen richtig gemütlichen Sonntag. Also: ein gutes Buch mitnehmen, eine Wasserpfeife und frischen Minzetee bestellen und es sich auf den Matten im gefliesten Raum richtig bequem machen. Es kann hier übrigens durchaus passieren, dass man auf Schweizer Prominenz stößt. Das kleine marokkanische VIP-Frühstück mit Croissant, Brot, Marmelade, Butter und Kaffee gibt es schon ab 4 Euro. (Gasometerstraße 5, Tel. 043/211 00 33, www.tearoom-blunt.ch).

Zum Abschied

In der Alten Börse liegt neben kleinen Boutiquen, Büros und einem Club das perfekte Lokal für einen Happen zwischendurch. Das "Hiltl" ist vegetarisch, modern, und schon beim ersten Blick auf das große Buffet läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Samosas, Salate, Currys - alles wird an der Kasse ganz einfach nach Gewicht bezahlt. Und wer hier leichtfertig seine letzten Schweizer Franken verjubelt, muss eben anschließend zum Flughafen gerollt werden. (Bleicherweg 5, Tel. 044/227 70 00, www.hiltl.ch).

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