Wandern in Deutschland: Rauf auf die Berge!

Um auf Berge zu klettern muss man nicht extra in die Schweiz oder nach Österreich. Auch in Deutschland genießt man grandiose Ausblicke.

Harz: Hexenstieg

Der Brocken stellt alles in den Schatten, was Norddeutsche in ihrer betonten Ahnungslosigkeit sonst schon mal als "Berg" bezeichnen: Er ist 1142 Meter hoch. Der Hexenstieg führt entlang historischer Eselspfade, auf denen früher Erze und Silber ins Tal transportiert wurden. Die alten Hütten und Stollen, Kohlenmeiler und Schaubergwerke stehen noch. Mehr Highlights? Das spektakuläre Bodetal und die dampfschnaubende Schmalspurbahn.

Route: von Osterode in Niedersachsen nach Thale in Sachsen-Anhalt. Übernachten: "Hotel Bodeblick", Halde 1, 38889 Treseburg, Tel. 03 94 56/ 56 10, www.hotel-bodeblick-treseburg.de; DZ/F ab 70 Euro. - Info: Harzer Verkehrsverband, Tel. 053 21/34 04 0, www.harzinfo.de und www.harzer-hexen-stieg.de
 

Hochsauerland: Towerclimbing

Für Himmelsstürmer Rauf auf den Ettelsberg und dann noch raufer: Beim "Towerclimbing" krabbeln Sie wie eine Spinne senkrecht die glatten Betonwände des Aussichtsturms hinauf. Halt finden Sie mit Händen und Füßen an kleinen Kunststoffgriffen, Klettertrainer Hendrik Ahrens sichert Sie von unten mit dem Seil. Sie müssen kein Profi sein, um die Strecke zu bewältigen, brauchen aber Kondition. Durchgeschwitzt und euphorisiert können Sie nach 40 Metern Aufstieg den weiten Blick über die Berge des Hochsauerlands genießen, bevor es beim Abseilen wieder hinunter geht.

Towerclimbing am Willinger Hochheideturm, über: Kletterhalle Willingen, Zur Hoppecke 9, 34508 Willingen, Tel. 056 32/96 68 55, www.kletterhalle-willingen.de; klettern ab 10 Euro.
 

Sauerland: Bikepark Willingen

Über Stock und Steine... Profi-Biker lieben diese Gegend: Steilhang- Passagen, enge Kurven und bis zu zehn Meter weite Sprünge auf der Worldcup-Strecke. Aber auch für normale Radfahrer sind die Berge und Täler des östlichen Sauerlands ein prima Revier. Sechs ausgeschilderte Mountainbike-Strecken - rund 250 Kilometer - führen rund um Willingen durch Wälder und Wiesen.

Tourist Information, Waldecker Str. 12, 34508 Willingen, Tel. 056 32/ 40 11 80, www.willingen.de. - Robuste Leihräder: Snow & Bike- Factory, Zur Hoppecke 5, 34508 Willingen, Tel. 056 32/92 37 51, www.bikeverleih-willingen.de; Erwachsenenrad ab 17 Euro/Tag, Kinderrad ab 10 Euro/Tag.
 

Amöneburg

Strampeln zum Vulkan Wie vom Himmel gefallen steht ein riesiger Kegel in der flachen Landschaft: Die Amöneburg ist ein erloschener Vulkan, und oben drauf sitzt das hübsche, gleichnamige Fachwerkstädtchen. Mit dem Rad sind es von Marburg aus gut zehn Kilometer, die ganz Tapferen schaffen auch den letzten Anstieg bis zum Gipfel ohne Schieben. Dafür sind sie die Ersten in der Bäckerei Kliem, wo es zur fantastischen Aussicht die noch fantastischeren Makronen gibt - oder gleich ein Menü im Restaurant vom "Dombäcker". Der ist für seine Küche in der ganzen Gegend bekannt.

Bäckerei Kliem, Am Marktplatz 14, 35287 Amöneburg, Tel. 064 22/ 24 03. - Restaurant "Dombäcker", Markt 18, 35287 Amöneburg, Tel. 064 22/940 90, www.dombaecker.de
 

Rhön: Wanderreiten

Winnetou und Iltschi Nichts zu hören. Nur das Schnauben der Pferde und das dumpfe Klopfen der Hufe auf dem sandigen Boden. "Ritt in die Stille" heißt die Tour durchs Biosphärenreservat Rhön mit seinen Hochmooren, Felsen und uralten Laubwäldern. Die ist zwar auch ganz schön anstrengend, dafür werden die Freizeitindianer auf ihrer Tour verwöhnt: mit einem Drink unter Kirschbäumen, einem Picknick am Teich und abends mit einem Vier-Gänge-Menü in einem ehemaligen Marstall.

Anbieter gibt's unter www.rhoen.de
 

Thüringer Wald: Rennsteig

Rennsteig Der Klassiker unter den deutschen Fernwanderwegen ist der Rennsteig. Er hat nicht nur seine eigene Hymne, nein, auch einen eigenen Wandergruß: "Gut Runst!", raunzt es durch den Thüringer Wald und das Schiefergebirge. Unzählige Grenzsteine, hohe Berge und weitläufige grüne Wiesenflächen mit von steilen Felsen eingeschlossenen Bergseen erwarten uns. Und natürlich das Goldsieben in den Bächen rund um die alte Thüringer Bergstadt Steinheid.

Route: von Hörschel an der Werra nach Blankenstein/Kreis Saale-Orla. Übernachten: "Hotel Schieferhof", Eisfelder Straße 26, 98724 Neuhaus/ Rennweg, Tel. 036 79/77 40, www.schieferhof.de; DZ/F 95 Euro. - Info: Regionalverbund Thüringer Wald, Tel. 03 68 42/529 80, www.thueringer-wald.com, www.rennsteig.de
 

Frankenweg

Für Verliebte "Als schönste Gegend der Welt" bezeichnete sie der Dichter Johann Gottfried Herder: Der Frankenweg, der direkt am Ende des Rennsteigs beginnt und von der Grenze Thüringens bis in die schwäbische Alb verläuft, ist für Wanderer eine echte Freude. Verträumte Dörfer, raue Dolomitfelsen und 170 mittelalterliche Burgen.

Route: von Untereichenstein in Nordfranken bis Harburg an der Wörnitz. Übernachten: Schloss Burgellern, Kirchplatz 1, 96110 Schesslitz/Burgellern, Tel. 095 42/77 47 50, www.burgellern.de; DZ/F ab 115 Euro. - Info: Tourismusverband Franken, Tel. 09 11/94 15 10, www.frankenweg.de
 

Erzgebirge: Greifensteine

Wie im Märchen Die einzigen freistehenden und sehr eindrucksvollen Granitfelsen im mittleren Erzgebirge sind die Greifensteine im "Silberland" (südlich von Chemnitz). Für diejenigen, die Geologie nicht so spannend finden, gibt es am Fuß der Felsen eine Bühne. Und da werden entzückende Märchen aufgeführt. Im August kommt zum Beispiel "Der gestiefelte Kater" der Gebrüder Grimm ins Naturtheater. Vorher vielleicht ein Besuch im Kletterwald?

Theaterkarten beim Service-Büro, Tel. 037 33/140 71 31. - Touristeninformation, 09427 Ehrenfriedersdorf, Tel. 03 73 46/68 70, www.greifensteine-erzgebirge.de
 

Erzgebirge: Silberstraße

Silberstraße Früher war das Erzgebirge eine richtige Geldmaschine. Heute führt die Silberstraße mittendurch, damit Besucher die alte Kultur wiederentdecken. Im Besucherbergwerk "Im Gößner" 104 Meter tief in die Erde fahren und durch die alten Stollen laufen, im Bergbaumuseum Oelsnitz Dampfmaschinen, Kohlewagen und Fördertürme angucken, auf dem Bergbaulehrpfad Eibenstock zu Einbruchtrichtern und Wassergräben wandern - es gibt unzählige interessante Stationen.

Tourismusverband Erzgebirge, Tel. 037 33/18 80 00, www.erzgebirge-tourismus.de
 

Sächsische Schweiz: Caspar-David-Friedrich-Weg

Spurensuche 1813 verließ Caspar David Friedrich für einige Monate seine Wahlheimat Dresden, um in dem Ort Krippen in der Sächsischen Schweiz Unterschlupf zu suchen. Hier skizzierte er die mächtigen Elbsandsteinfelsen, verschwand tagelang in den Wäldern. Auch die Skizzen für den melancholischen "Wanderer über dem Nebelmeer" sind hier entstanden. Ein Wanderweg führt auf die Spuren des Malers.

Caspar-David-Friedrich-Weg, Start in Krippen (bei Bad Schandau) an der Fähre, www.nationalpark-saechsische-schweiz.de
 

Sächsische Schweiz: Elberadweg

Flache Berg-Etappe Eine Gebirgstour ohne große Steigung - wo gibt's denn so was? In der Sächsischen Schweiz, einfach immer an der Elbe entlang! Der Elberadweg führt zwischen Schöna an der Grenze zu Tschechien und Dresden 50 Kilometer lang durch die Region. Vom Ufer aus kann man die bizarren Sandsteinfelsen der deutschen Rocky Mountains am besten bestaunen. Und falls Sie sich schon immer gefragt haben, warum die Gegend heißt, wie sie heißt: Schweizer Künstler auf Dienstreise hatten hier im 18. Jahrhundert Heimatgefühle und gaben dem Landstrich seinen Namen.

Tourismusverband Sächsische Schweiz, Bahnhofstraße 21, 01796 Pirna, Tel. 035 01/47 01 47, www.elberadweg.de
 

Sächsische Schweiz: Familienklettern

Welcher Turm darf's sein? Hier hat alles angefangen: Vor ungefähr 150 Jahren wurde in der Sächsischen Schweiz das Klettern als Sportart "erfunden". Die 1100 Felstürme des Nationalparks sind immer noch ein ausgezeichnetes Terrain für Anfänger, für Erfahrene, für Familien. Ein Wochenende in den Felswänden bietet zum Beispiel der sächsische Veranstalter Outdoortours an: Tagsüber steigen die Kletterer in schwindelnde Höhen, nachts ruhen sie sich in der Ottendorfer Hütte am Rand des Nationalparks aus. Familien machen den Kurs immer zusammen - und meistens sind die Kinder als Erste ganz oben.

Outdoortours, Hauptstraße 27, 01855 Kirnitzschtal/Ottendorf, Tel. 03 59 71/569 07, www.klettern-sachsen.de; 2 Tage Grundkurs Felsklettern 187 Euro, inklusive Übernachtung und Vollpension, Kinder unter 12 Jahren 136 Euro
 

Eifel: Burg Schmidtheim

Platz für die Liebe 800 Jahre alt ist die Burg Schmidtheim in der Hocheifel. Früher war sie von einem Wassergraben umgeben, heute gibt es einen riesigen Garten. Und eine beeindruckende Wohnung: Gräfin und Graf Beissel von Gymnich haben die 250 Quadratmeter im alten Torhaus ausgebaut und modern eingerichtet. Genug Platz für sechs Schlafzimmer und bis zu 13 Personen. Hier haben die Liebsten - ob Großfamilie oder Freundeskreis - genug Platz zum Fläzen. Vom Anwesen führen zahlreiche Wanderwege in die Berge und zu idyllischen kleinen Ortschaften. Da bleibt am Ende fast zu wenig Zeit, um in dem herrlichen Burggarten zu entspannen.

Gräfin und Graf Beissel von Gymnich, Hubertusstr. 6, 53949 Dahlem- Schmidtheim, Tel. 024 47/87 72, www.castlewelt.com. Ab 140 Euro/ Tag, Endreinigung 60 Euro
 

Mittelrhein Klettersteig

Kraxeln überm Fluss Mitten im Rhein-Hunsrück-Kreis liegt der Ort mit dem lustigen Namen Boppard. Von hier führt ein anspruchsvoller Klettersteig bis auf 300 Meter hoch über den Rhein zum wunderschönen Aussichtspunkt Vierseenblick. Anfänger und Kinder brauchen unbedingt eine taugliche Ausrüstung, die sie gleich am Einstieg in den Klettersteig im Restaurant "Zum Mühlchen" ausleihen können. An Seilen, Leitern und Bügeln geht es dann in zweieinhalb bis drei Stunden rauf. Ein Riesenspaß, im Sommer aber recht schweißtreibend.

Tourist Information Boppard, Karmeliter Straße 2, 56154 Boppard, Tel. 067 42/38 88, www.boppard.de
 

Taunus: Feldberg

Hessens Hausberg Wenn Sie aus einem der Frankfurter Wolkenkratzer nach Westen Richtung Taunus schauen, können Sie ihn sehen: den Feldberg. Umgekehrt haben Sie von dessen knapp 900 Meter hohem Gipfel einen fantastischen Ausblick über das komplette Rhein-Main-Gebiet, die Frankfurter Skyline bis rüber zum Odenwald. Nach der Gipfelerstürmung gibt's im "Feldberghof" auch ein Zimmer für die Nacht, falls es zu spät geworden ist für die Heimfahrt.

Taunus Touristik Service, 61352 Bad Homburg, Tel. 061 72/999 41 40, www.taunus.info - "Feldberghof", Großer Feldberg 5, 61389 Schmitten, Tel. 061 74/923 40, www.feldberghof.de; DZ/F 110 Euro
 

Eifel: Eifelsteig

Bei den Mönchen Der Weitwanderweg "Neuer Eifelsteig" ist gerade eröffnet und führt von Aachen nach Trier quer durch die Eifel. Eine berauschende Landschaft: die Vulkaneifel mit ihren Maaren, die urzeitlichen Korallenriffe und Eiszeitseen, das grenzübergreifende Hohe Venn (das größte Hochmoor Europas). Nicht versäumen: die imposante Burganlage in Kerpen, die Genovevahöhle bei Kordel und den Wasserfall Dreimühlen.

Route: von Aachen bis Trier. Übernachten: Kloster Himmerod. Als Dank hinterlässt man eine kleine Spende. Unbedingt vorher anmelden! Himmerod 3, 54534 Großlittgen, Tel. 065 75/95 13-0 oder 21, www.abtei-himmerod.de - Info: Eifel Tourismus, Tel. 065 51/965 60, www.eifel-ardennen-wandern.com
 

Mosel: Bremmer Calmont

Teststrecke Wer sich im Klettern probieren will, findet zwischen Trier und Koblenz an der windungsreichen Mosel in Rheinland- Pfalz einen wunderbaren Steig den Bremmer Calmont hinauf. 2001 wurde der schmale Fußpfad von drei Kilometer Länge fertig gestellt. Dank Leitern, Sicherungsseilen und Trittbügeln ist er für eingefleischte Kraxler leicht zu ersteigen, Amateure allerdings sind gefordert und brauchen neben einer guten Kondition und Schwindelfreiheit unbedingt festes Schuhwerk. Beim knapp zweistündigen Klettern können Sie nebenbei die seltene Tier und Pflanzenwelt inmitten der Weinberge entdecken.

Mosellandtouristik, Kordelweg 1, 54470 Bernkastel-Kues, Tel. 065 31/ 973 30, www.mosellandtouristik.de
 

Hunsrück: Saar-Hunsrück-Steig

Mit Stern Wer eine Auszeit braucht, ist auf dem Saar-Hunsrück-Steig gut aufgehoben. Los geht es am Aussichtspunkt Cloef: ein überwältigender Blick auf die 180- Grad-Wende der Saarschleife. Dann auf schmalen Pfaden nach Mettlach zum Villeroy&Boch-Keramikmuseum und der Burganlage Grimburg. Knapp drei Kilometer vom Steig entfernt liegt das Gourmet-Restaurant "Le Temple du Gourmet", das mit einem Michelin- Stern ausgezeichnet ist.

Route: von Mettlach bis Idar-Oberstein oder Trier. Übernachten: "Haus Schons" (Bio-Hotel), Von-Boch-Liebig-Str. 1, 66693 Mettlach, Tel. 068 64/ 12 14, www.hotel-haus-schons.de; DZ/F ab 79 Euro. - Info: Hunsrück-Touristik, Tel. 065 04/95 04 60, www.saar-hunsrueck-steig.de
 

Pfälzer Wald: Bärenbrunnerhof

Ran an die Wand Wegen seiner außergewöhnlichen Felsformationen aus Buntsandstein und den mächtigen Kletterwänden ist die Pfalz bei allen Kraxlern nördlich der Alpen beliebt. Der "Bärenbrunnerhof" in Dahner Felsenland bei Schindhard ist ein besonders gefragtes "Basislager": Hier können Sie zelten, es gibt einen kleinen Kletter-Shop und einen tollen Biobauernhof mit eigenem Laden. In der urigen Gaststätte wird Deftiges wie hausgemachte Bratwürste oder Leberknödel serviert, die meisten Zutaten stammen aus biologischem Anbau.

Klettern Pfalz, Thomas Merkel, Tel. 01 79/526 21 11, www.klettern-pfalz.de; 2-tägiger Kurs ab 129 Euro. - Bärenbrunnerhof, 66996 Schindhard, Tel. 063 91/57 44, www.gaststaette-baerenbrunnerhof.de
 

Pfälzer Wald: Burg Trifels

Favorit Die Trifels gilt als Lieblingsburg von Kaiser Barbarossa. Der englische König Richard Löwenherz dagegen wird sie gehasst haben: 1193 verbrachte er im Kerker einige Zeit als Gefangener. Von Annweiler führt eine acht Kilometer lange Wanderung durch den schönen Pfälzerwald und an zwei Burgruinen vorbei zur Festung hinauf. Start der Tour ist am Rathausplatz. Bis Ende August gibt es im Kaisersaal Konzerte während der "Trifels-Serenaden".

Burg Trifels bei Annweiler in der Südpfalz, Tel. 063 46/22 00, www.trifelsland.de; Eintritt 3 Euro, Kinder 1,50 Euro, Familienkarte 6 Euro. Täglich 9-17 Uhr, im Dezember geschlossen.
 

Fränkische Schweiz: Teufelshöhe

Höhlen & Brezelknödel Was würden Sie am liebsten sehen? Die Fränkische Schweiz nördlich von Nürnberg ist bekannt für drei Dinge: die Burgen, die Höhlen, etwa die Binghöhle bei Streitberg, und die ungewöhnlich vielen Schnapsbrennereien. Fast überall kann man Brombeer-, Schlehen- oder Kirschbrände probieren. Wer sich später die Teufelshöhle bei Pottenstein angeschaut hat (größte Tropfsteinhöhle der Frankenalb mit neuer Lichtanlage), kann noch dem einen oder anderen Burgherren einen Besuch abstatten (in Pottenstein zum Beispiel führt der Burgherr selbst, Tel. 092 43/72 21) - und ist dann frei, das zu tun, worauf sich viele am meisten freuen: Brezelknödel essen. Oder auch fränkische Krensuppe. Die gibt es zum Beispiel im Hotel-Gasthof "Resengörg" in Ebermannstadt. Und spezielle Angebote für Wanderer haben die auch.

Gasthof "Resengörg", Hauptstraße 36, 91320 Ebermannstadt, Tel. 091 94/739 30, www.resengoerg.de; 3 Übernachtungen mit Verpflegung ab 140 Euro pro Person. - Tourismuszentrale Fränkische Schweiz, 91320 Ebermannstadt, Tel. 091 94/ 79 77 79, www.fraenkische-schweiz.com
 

Bayerischer Wald: Großer Falkenstein

Großer Falkenstein Bären und Wölfe leben im Bayerischen Wald zwar nicht mehr, dafür ist der Luchs wieder zugewandert. Heimisch fühlen sich auch Dachs, Fuchs, Marder und Wildschwein. Vom Gipfelkreuz des Großen Falkenstein (1315 Meter) haben wir einen schönen Blick nach Westen zur Bergkette des Vorderen Bayerischen Waldes. Unbedingt in der gemütlichen Gaststube des Falkenstein Schutzhauses die Kartoffelsuppe probieren. Hüttenwirt Jürgen Mader und seine Familie bringen auf Vorbestellung traditionell bayerische Gerichte auf den Tisch. Und das klingt dann so: Foikastoana Brotsuppe oder auch Hos'nknöpf mit Kraut . . .

Gaststätte im Falkenstein Schutzhaus, Tel. 099 25/90 33 66, www.1315m.de; täglich ab 10 Uhr geöffnet.
 

Bayerischer Wald: Himmelsleiter Lusen

Himmelsleiter Abends werden wir uns wie Bergziegen fühlen: Der Anstieg auf den Lusen im Bayerischen Wald ist nämlich nicht ohne. Vom Lusenparkplatz aus wandern wir erst einen Schotterweg entlang, vor einem schmiedeeisernen Kreuz biegen wir rechts ab und gelangen zur Schutzhütte Böhmweg. Später wird der Weg durch den Bergfichtenwald steiler. Über 500 Felsstufen - der so genannten Himmelsleiter - erreichen wir schließlich den Lusen (1373 Meter). Der Gipfelbereich ist mit mächtigen Granitblöcken übersät - die soll der Teufel über einem Goldschatz aufgeschichtet haben, heißt es.

Anfahrt mit dem Auto über Waldhäuser zum Lusenparkplatz (Waldhausreibe). Im Sommer auch per Bus vom Nationalpark-Informationszentrum, Tel. 085 58/961 50
 

Frankenwald

Schatzsuche per GPS Wandern mit Kindern? Seit es GPSGeräte gibt, sieht die Sache so aus: Mit Hilfe der satellitengestützten Geräte können Eltern Geländespiele veranstalten und ihre Kinder zu Zielen jagen, die sie sonst nie erreichen würden. GPS funktioniert beim Wandern ähnlich wie im Auto. Beim Geocaching, einer besonderen Spielart des GPS-Wanderns, gilt es, versteckte Ziele zu finden und unterwegs Rätsel zu lösen. Wer keinen eigenen elektronischen Kompass besitzt, kann sich einen ausleihen: zum Beispiel im schönen "Gasthaus Roseneck" in Wallenfels im Frankenwald.

"Gasthof Roseneck", Schützenstraße 46, 96346 Wallenfels, Tel. 092 62/72 60, www.gasthof-roseneck.de; drei Ü/F plus Lunchpakete, GPS-Geräte ab 115 Euro pro Person
 

Schwarzwald: Bergwerk Neubulach

Abenteuer im Bergwerk Schon vor tausend Jahren arbeiteten die ersten Siedler im Schwarzwald unter Tage. In der Gemeinde Neubulach lässt sich auf unbeschwerlichen Wegen das alte Bergwerk Hella-Glück-Stollen erkunden, wo im 13. Jahrhundert nach Silber und Kupfererz gesucht wurde. Aufregender ist der Besuch des Unteren Stollens: Drei Stunden kraxelt man mit einem Führer auf den Spuren der Schwarzwaldkumpel in der Tiefe herum.

Besucherbergwerke Neubulach, 75387 Neubulach, www.bergwerk-neubulach.de; Tour durch den Unteren Stollen nur nach Voranmeldung: Tel. 070 53/73 46
 

Hallwangen: Barfusspark Hallwangen

Sinnlicher Fußmarsch Raus aus den Schuhen und im "Barfusspark Hallwangen" auf einer gut zwei Kilometer langen Strecke auf nackten Sohlen die Bergwelt ertasten: Holz, Flusskiesel, Rindenmulch, Gras, Lehm oder Wasser. Mal kitzelt es, mal ist es matschig, dann kalt und plötzlich wieder warm und angenehm. Der Pfad durch den Park im Schwarzwald bietet Kindern ein authentisches Naturerlebnis - und macht ihren Begleitern mindestens genauso viel Spaß.

"Barfusspark Hallwangen", Dornstetten- Hallwangen, Info: Tourist- Information, Marktplatz 2, 72280 Dornstetten, Tel. 074 43/96 20 30, www.barfusspark.de; Eintritt frei, Parken zwei Euro. Geöffnet von Mai bis Oktober, täglich 9-20 Uhr
 

Schwarzwald: Mooshof

Gut was los auf dem Hof Die Aussicht ins Tal: super. Die Kühe, Kälber, Schweine, Hühner, Kaninchen und Katzen: niedlich. Aber das Beste: die Räucherkammer und die Käserei. Dort werden Salami und Weidekäse, Bratwürste, Schinken und Butterkäse hergestellt. Der "Mooshof" ist einfach eine Bio-Gourmetadresse für Groß und Klein. Wer sich satt gegessen hat, darf die Tiere füttern oder beim Melken helfen. Oder auf einem der Wanderwege, die direkt am Hof starten, den Schwarzwald erkunden: den Mittelberg, den Kohlwald, die Dörfer Langenschiltach und Tennebronn. Es gibt natürlich auch eine Unterkunft für Gäste - zwei Ferienwohnungen unterm Walmdach, einfach, aber gemütlich.

"Mooshof", Schwarzenbach 271, 78144 Tennenbronn, Tel. 077 29/410, www.bio-mooshof.de; Ferienwohnungen für 4 Personen ab 45 Euro, für 6 Personen ab 55 Euro, inklusive Endreinigung

Schwarzwald: Vogtsbauernhof

Alles unter einem Dach Im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof kann man erfahren, wie Bauern und Handwerker vor 400 Jahren im Schwarzwald gelebt haben. Die traditionellen Eindachhöfe der Bauern mit Stuben und Scheunen wurden detailgenau rekonstruiert. Kinder freuen sich über Schafe, Hühner und Ziegen - Geschichte zum Streicheln.

Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, 77793 Gutach, Tel. 078 31/935 60, www.vogtsbauernhof.org
 

Münstertal: Schwarzwaldhaus Münstertal

Fernseh-Kulisse Wie lebt es sich ohne Strom, Dusche und WC? Das hat uns vor sechs Jahren Familie Boro in der ARD-Serie "Schwarzwaldhaus 1902" gezeigt. Das Haus steht noch, und am Wochenende zeigen die Besitzer TV-Fans, wie sie Butter stampfen und Brot backen. Und kochen allen Besuchern einen Tee aus selbst gesammelten Kräutern.

Marta und Peter Bert, 79244 Münstertal-Kaltwasser, Tel. 076 36/ 78 89 41, www.schwarzwaldhaus-muenstertal.de
 

Westallgäuer Alpen: Bergabradeln

Sport für Faule Sie lieben das Radfahren, aber hassen es, wenn unterwegs steile Steigungen auftauchen? In den Westallgäuer Alpen werden Sie die Berge neu schätzen lernen: auf der Route "Radeln bergab". Über 36 Kilometer geht die Strecke mit Schwung fast immer runter, im Hintergrund erheben sich die Gipfel der Alpen. Startpunkt ist das Bergdorf Scheidegg auf 800 Metern, Zwischenstation der Bodensee, dort geht's rein in die Panoramagondel der Pfänderbahn, die Sie und Ihr Rad wieder auf 1064 Meter bringt. Von hier aus geht es in einem sanften Abwärtsschwung wieder zurück nach Scheidegg. Falls Sie trotzdem ins Schwitzen gekommen sind: Abkühlung bietet das Alpen-Freibad im Dorf, natürlich mit Aussicht auf die Berge.

Kurverwaltung, Rathausplatz 4, 88175 Scheidegg, Tel. 083 81/ 895 55, www.scheidegg.de
 

Lindau bis Berchtesgaden: Deutsche Alpenstraße

Heimatfilm im Autokino Diese Filmrolle ist 450 Kilometer lang und mit ihren 81 Jahren ein echter Klassiker: Die Deutsche Alpenstraße verläuft von Lindau am Bodensee bis Berchtesgaden am Königssee. Die Episoden: ein Picknick am Forggensee, eine Jodeleinlage am Oberjoch im Allgäu, ein Spaziergang zum Venustempel im Schloss Linderhof bei Ettal. Für die Dramaturgie: zwischendurch ein wenig streiten und sich dann wieder vertragen. Knabberzeug nicht vergessen.

Infos: www.deutschealpenstrasse.de
 

Kleinwalsertal

Alpine Auszeit 97 Quadratkilometer heile Welt: Das österreichische Alpental, das nur von Deutschland aus zugänglich ist, empfängt einen mit weiten Wiesen, wilden Schluchten, gemütlichen Alphütten und familiären Hotels wie dem "Erlebach". Äußerlich ist der Bau recht schmucklos, doch was hier zählt, ist der Inhalt. Das Hotel bietet ausgetüftelte Wellness-Programme mit heimischen Kräutern, Heubetten und Heilschlämmen. Tagsüber wandert Hotelchef Robert Amann mit seinen Gästen in die Berge, abends wacht er über die ausgezeichnete Küche.

"Hotel Erlebach", Eggstraße 21, A-6991/D-87567 Riezlern, Tel. 00 43/55 17/516 90, www.erlebach.de; DZ/F ab 94 Euro
 

Allgäu: Wellness Oberstdorf

Entspannen für Fortgeschrittene Rundherum nichts außer schönen Wiesen und imposanten Bergen. Aber im Wellnesshotel "Oberstdorf" kann man Hier können Sie über den Alpen schweben, an Bergblumen schnuppern, Knödel schlemmen oder barfuß die Natur erfühlen Hochgenuss am besten einfach gar nichts tun. Oder vielleicht fast nichts. Zum Beispiel auf der Hotelterrasse. Hier lässt es sich prima schmökern, vom Swimmingpool aus die Alpen bestaunen, in der Sauna schwitzen oder das außergewöhnlich gute Frühstücksbuffet genießen. Wer irgendwann dann doch mal genug hat von so viel Entspannung, bricht zu einer Bergtour oder einer Wanderung durch die enge Schlucht der Breitachklamm auf.

"Hotel Oberstdorf", Reute 20, 87561 Oberstdorf, Tel. 083 22/ 94 07 70, www.hotel-oberstdorf.de; DZ/F ab 60 Euro
 

Oberallgäu: Berghof

Kindertraum Absolute Ruhe. Nur ein paar Bobbycars oder Mountainbikes sausen dann und wann die Hügel herunter. Autos? Gibt's hier kaum. Der "Allgäuer Berghof" ist ein Kindertraum - ein Familienhotel mitten in den Bergen, auf dem 1406 Meter hohen Ofterschwanger Horn. Der Nachwuchs vertreibt sich den Tag im Pool, auf dem Basketball-Court, an der Tischtennisplatte oder im Streichelzoo, Betreuung inklusive. Die Eltern ruhen sich aus oder gehen in die Natur. Wer Lust hat, kann selbst die Kleinsten einfach mitnehmen - viele Wanderwege sind kinderwagentauglich. Oder man setzt sich mit einer Latte macchiato und einem guten Buch auf die Hotelterrasse, während sich die Steppkes auf dem Spielplatz austoben.

"Familotel Allgäuer Berghof", Alpe Eck, 87544 Gunzesried- Ofterschwang, Tel. 083 21/ 80 60, www.allgaeuer-berghof.de; Familienzimmer ab 82 Euro/ Nacht pro Person, inklusive Halbpension, Kinder je nach Alter 12 bis 28 Euro, all inclusive und mit Kinderbetreuung
 

Allgäuer Alpen: Alpinschule Oberstdorf

Pauschalalpinismus Ein langes Bergtour-Wochenende mit allem Drum und Dran, aber sich um nichts weiter kümmern . . . Na, dann los! Sie brauchen nur nach Oberstdorf zu fahren, und da kommt man ganz leicht mit der Bahn hin. In der Alpinschule ist schon alles vorbereitet: die Strecke ausbaldowert, der Bergführer bestellt, die Betten sind reserviert. Frühstück ist auch schon fertig. Am Donnerstag geht es z. B. von Hinterstein über Bärgundle zum Prinz-Luitpoldhaus, am nächsten Morgen die Balkenscharte rauf auf den 2592 Meter hohen Hochvogel und wieder runter zum Luitpoldhaus, Samstag über den Jubiläumsweg am gut gekühlten Schrecksee vorbei hoch zur Landsberger Hütte und Sonntag runter zum Vilsalpsee, wo der Bus nach Oberstdorf schon wartet. Wandern müssen Sie allerdings selbst, aber deswegen kommen Sie ja hier her.

Alpinschule Oberstdorf, Im Oberen Winkel 12 a, 87561 Oberstdorf, Tel. 083 22/953 22, www.alpinschule-oberstdorf.de; Komplettpreis 310 Euro pro Person mit Ü/F, Bergführer und Busshuttle
 

Alpspitze: Rodelbahn Nesselwang

Rodeln und Jodeln Die Winter werden immer kürzer, man kommt überhaupt nicht mehr zum Schlittenfahren. Deshalb hat man es in der Ausflugsregion Alpspitze bei Nesselwang in den Sommer verlegt und dafür aus Metall so eine Art Eiskanal gebaut. Der würde selbst dem Hackl Schorsch ein jauchzendes Jodeln entlocken: 1000 Meter geht es auf Einzeloder Doppelschlitten runter durch 13 steile Kurven und einen Tunnel - und wieder rauf mit dem Lift, und noch mal, noch mal, noch mal! Falls es irgendwann doch langweilig werden sollte - nur mal angenommen -, können Sie natürlich auch das tolle Panorama mit 360 Bergen genießen, auf denen herumwandern, mit Kühen auf der Wiesn picknicken . . .

Alpspitzbahn Nesselwang, Alpspitzweg 5, 87484 Nesselwang, Tel. 083 61/12 70, www.alpspitzbahn.de; Rodeln ab 3 Euro, Kinder ab 50 Cent
 

Zugspitze

Knackiger Klassiker Deutschlands höchster Berg ist verkehrstechnisch ähnlich gut erschlossen wie der Münchner Marienplatz: Eine Zahnradbahn fährt bis zum Zugspitzplatt, von Ehrwald und Grainau aus pendeln Seilbahnen zum Gipfel. Die schroffe Schönheit des Geländes erlebt man aber viel besser, wenn man sich die Zugspitze zu Fuß erarbeitet. Durch die Höllentalklamm mit ihren engen Felswänden und dem tosenden Wasser führen Stufen und atemberaubend steile Pfade zur Höllentalangerhütte (zwei Stunden), die auf 1381 Metern liegt. Es empfiehlt sich, am Vorabend der Gipfeltour zur Hütte aufzusteigen, schon wegen des besonders guten Kaiserschmarrns. Von der Hütte aus beginnt erst die eigentliche Tour, für die man eine sehr gute Kondition, Schwindelfreiheit, Trittsicherheit, wetterfeste und Klettersteig-Ausrüstung (Karabiner, Seil, Seilring, Seilbremsplatte und Handschuhe) sowie Kletterkenntnisse mitbringen sollte. An einigen Stellen geht es über Eisenleitern senkrecht die Wand hinauf, man überquert Geröllfelder und Eisflächen und muss mit einem großen Schritt über die Randkluft des Höllentalferners, eines kleinen Gletschers, direkt in den Fels steigen. Die Tour dauert mindestens acht Stunden - aber wenn man dann oben neben den Turnschuh-Touristen im Gipfelrestaurant ankommt, wird man garantiert von Japanern fotografiert, die überrascht sind, auf dem Berg tatsächlich echte Bergsteiger zu treffen.

Klettersteig Höllental-Zugspitze, Ausgangspunkt: Hammersbach oder Grainau bei Garmisch-Partenkirchen; Übernachtung in der Höllentalangerhütte, bewirtschaftet von Ende Mai bis Oktober, Postfach 1650, 82456 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 088 21/ 88 11; Übernachtung ab 10 Euro
 

Oberammergau: Oberammergauer Laber

Abgehoben Haben Sie sie nicht auch schon immer bewundert, diese verrückten Paraglider - für ihren Mut? Vielleicht sogar ein bisschen beneidet um das vermutlich unfassbare Freiheitsgefühl? Das lässt sich ändern. Etwas Mut brauchen Sie natürlich, aber dann können Sie hier im Tandem mit einem der erfahrenen, staatlich geprüften Gleitschirmtandempiloten abheben. Angst? Ach, das haben sich auch schon der sechsjährige Maximilian und die 80-jährige Josepha getraut. Ein Tandemflug dauert je nach Thermik zwischen einer halben und zwei Stunden und wird nur nach der tatsächlichen Flugzeit berechnet.

Air-Glide, Jungfernweg 16, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 088 24/ 21 90 43, www.air-glide.de; ab 75 Euro
 

Ammergauer Alpen: Pürschling

Auf jeden Fall zum Gipfel Kinder sind begeistert von dieser Tour: 18 Wasserfälle locken sie den 1566 Meter hohen Pürschling hinauf, und beim Zählen bemerken sie gar nicht, dass sie drei Stunden brauchen, um bis zum Gipfel zu kommen. Am Ortsrand von Unterammergau geht es in die Schleifmühlklamm und auf einem schmalen Weg am Plattenberggraben entlang. Hinter dem Kurztalgraben biegt zwischen einer Baumgruppe ein Pfad Richtung Teufelstättkopf und Latschenkopf ab und führt an einem Himbeerhain vorbei bis zum Gipfelkreuz.

Info: Ammergauer Alpen, 82497 Unterammergau, Tel. 088 22/92 27 40, www.ammergauer-alpen.de
 

Alpen: Partnachklamm

Coole Schlucht-Tour Die Tour durch die Partnachklamm, ein tief eingeschnittenes Tal, das der Wildbach Partnach bei Garmisch senkrecht in den Fels gegraben hat, ist im Sommer eine Erfrischung: Aus der Schlucht kommt ein kühler Hauch, von den Wänden rieselt Wasser, tief unten gurgelt und sprudelt es.

Partnachklamm, Ausgangspunkt: Garmisch-Partenkirchen, Talstation der Eckbauerbahn. 30 Minuten bis zum Eingang der Schlucht. - Infos: Garmisch-Partenkirchen-Tourismus, Tel. 088 21/18 07 00, www.gapa.de
 

Karwendelgebirge: Jagdschloss Schachen

Königlich kurbeln Die Tour zum Jagdschloss Schachen ist die Königs-Etappe für Mountainbiker in der Gegend von Mittenwald. Das kleine Schloss entstand um 1870 und wurde von Ludwig II. zehn bis zwölf Tage im Jahr bewohnt. 20 Diener umsorgten den Monarchen und servierten ihm Tee im prunkvollen türkischen Salon, wo ein orientalischer Springbrunnen plätschert. Bei der Radtour auf den Schachen (1870 Meter) geht es zünftiger zu: Sie führt von Mittenwald zum Ferchensee, von dort aus über den Bannholzer Weg, bis es einen schmalen felsigen Weg hinauf in Richtung Schachen geht. Am Kuhgatter der Wettersteinalm ist der Fahrweg zu Ende, von dort an wird's erst richtig anstrengend. Über Karrenwege mit Schotter, Wurzeln und Felsplatten kurbelt man den Königsweg hinauf zum Jagdschloss. Der Siegerpokal für die Bergwertung: eine Radler-Maß (1 Liter 5,50 Euro) im zünftigen "Schachenhaus".

Jagdschloss Schachen: Anfang Juni bis Anfang Oktober geöffnet; Führungen 4 Euro, ermäßigt 3 Euro, www.schloesser.bayern.de - Berggaststätte "Schachenhaus", Tel. 088 21/29 96, www.schachenhaus.de - Tourbeschreibung/ Karte: www.mtb-mittenwald.de
 

Karwendelgebirge: Wellness Karwendel

Britisch in Bayern Das Englische Schloss - so wurde das Haus im Hochtal von Elmau bei Mittenwald von den Einheimischen genannt. Das Gebäude erinnert mit seinen Treppengiebeln und Natursteinmauern tatsächlich an ein Landhaus im Kingdom. Die Erbauerin von Schloss Kranzbach war "The Honorable Mary Isabell Portman" aus London. Die reiche englische Aristokratin kaufte 1913 das Gelände, auf dem heute das "Hotel Kranzbach" steht. Kürzlich wurde das Anwesen um einen modernen Flügel aus Holz und Glas, einen Außenpool und eine großzügige Wellnessanlage erweitert. Well, nun können die Gäste von der Sauna aus das Alpenglühen im Karwendelgebirge beobachten. Und beim Teetrinken im extravaganten Salon fühlt man sich sowieso very british - mitten in der oberbayerischen Berglandschaft.

"Hotel Kranzbach", 82493 Kranzbach bei Garmisch-Partenkirchen, Tel. 088 23/92 80 00, www.daskranzbach.de; Ü/HP inklusive Wellness- und Sportprogramm ab 119 Euro
 

Voralpen: Latschenkopf

Stein auf Stein Eine Tour, bei der wir in acht Stunden gleich mehrere Gipfel nehmen können: Von Lenggries aus marschieren wir auf das Brauneck, dann steigt der Pfad an auf den Latschenkopf (1712 Meter). Über die Achselköpfe (1709 Meter) geht es weiter Richtung Benediktenwand. Auf dem Hochplateau leben Steinböcke, die neugierig an den Weg herankommen. Talwärts kommen wir an der Tutzinger Hütte vorbei - und entschließen uns zu einer spontanen Einkehr. Schon wegen der Speckknödelsuppe. Zurück durch das Lainbachtal zum Bahnhof in Benediktbeuern.

Infos: www.brauneck-bergbahn.de, 83661 Lenggries, Tel. 080 42/50 39 40. - www.dav-tutzinger-huette.de, Tel. 01 75/164 16 90
 

Bayern: Walchensee

Grat-Abenteuer Was für ein grandioser Blick! Der Herzogstandgipfel gilt zu Recht als einer der schönsten Aussichtsberge Bayerns. Sportliche machen den Aufstieg auf die 1731 Meter in circa zwei Stunden selbst, die anderen nehmen die Bergbahn. Richtig aufregend wird dann der Gratweg zwischen Herzogstand und Heimgarten. An beiden Seiten geht's steil bergab, darum ist er nur für Schwindelfreie geeignet. Gut eine Stunde geht es auf dem Grat entlang mit atemberaubenden Blicken ins Flachland, auf Kochel- und Walchensee, das Wettersteingebirge und die Tiroler Berge. Nach dem zweieinhalbstündigen Abstieg die heißgelaufenen Füße im Walchensee kühlen und den Surfern zuschauen. Einkehrmöglichkeiten in Herzogstand- und Heimgartenhütte.

Anfahrt, Wanderkarte etc. unter www.kochel.de
 

Voralpen: Ludwigshöhe

Lieblingsbank

Südlich von München gibt es die Ludwigshöhe, für bayerische Verhältnisse nur ein Huckel, aber oben kann man sich auf eine Bank setzen - und dann über Bad Tölz hinweg auf ein wunderbares Alpenpanorama schauen.

Anfahrt von Kleindingharting
 

Bayerische Voralpen: Tegernseer Hütte

dav-tegernsee.de

Rustikale Nestwärme Unglaublich, dass es hier eine Hütte gibt! Ins Adlernest gekuschelt, zwischen den Gipfeln von Roß- und Buchstein, liegt auf 1650 Metern die "Tegernseer Hütte". Noch unglaublicher ist der Sonnenuntergang, der die Westterrasse abends in seine rote Glut taucht. Die wunderbar einsame Hütte wird mit Solarstrom betrieben, für Bad und Küche wird Regenwasser aufbereitet. Hoch kommt man zu Fuß bequem vom Parkplatz Klamm, nahe Kreuth. Oder man nimmt die Strecke ab Bayerwald über einen steilen Anstieg mit kurzem Klettersteig und Pause auf der Sonnbergalm. Die beiden Wege sind gut ausgeschildert. Sie sollten jeweils zwei bis drei Stunden einplanen und für das Bettenlager einen Hüttenschlafsack oder ein dünnes Betttuch mitbringen.

Anmeldung: Michael Ludwig, Letten 5, 83661 Lenggries, Tel. 01 75/ 411 58 13, www.dav-tegernsee.de/html/hutte.html; für Alpenvereinsmitglieder 7,50 Euro/Nacht, sonst 15 Euro/ Nacht, Frühstück ab 5,50 Euro, geöffnet von Mai bis November
 

Chiemgau: Ballonfahren

Schwebende Herzen Eine Bergtour ganz ohne Schweiß und dampfende Füße: Für alle, die keine Lust Wir basteln uns einen Alpen-Burger auf Wanderstiefel haben, bietet Manfred Szemborski am Chiemsee romantische Ausflüge mit dem Heißluftballon ins Voralpenland an. Die Tour startet entweder in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Gemeinsam wird der Ballon aufgebaut, gefüllt, und dann geht es endlich für circa zwei Stunden auf bis zu 3000 Meter Höhe - Herzklopfen, frische Luft und eine fantastische Aussicht auf die Gipfel inklusive.

Ballonfahrten Manfred Szemborski, Mailinger Weg 5, 83233 Hittenkirchen, Tel. 080 51/43 81, www.ballonfahren.info; 145-180 Euro pro Person, im Winter sind sogar Alpenüberquerungen möglich
 

Berchtesgadener Land: Wildwasser

Wilde Wasser "Mit voller Wucht haut's mein Buam in die Schlucht . . . ", wehklagt Wolfgang Ambros in dem tragikomischen Bergbauerndrama "Der Watzmann ruft". Beim Canyoning, Rafting oder der neuesten Sportart Tubing hauen Sie sich mit Ihren Sportfreunden ganz freiwillig und mit großer Lust selbst in die schroffen Schluchten und Wildwasser des Berchtesgadener Landes. Meist eine, nun ja, erfrischende Angelegenheit. In Gruppen seilen Sie sich über ausgewaschene Felsen in die Tiefe (Canyoning), springen in glasklare, saukalte Strudeltöfe und rasen paddelnd und spaddelnd in Schlauchbooten (Rafting) oder Luftreifen (Tubing) den Sturzbach hinab. Einfach so geht das natürlich nicht. Da braucht man schon Leute, die davon mehr verstehen als wir Flachlandtiroler.

Club Aktiv - Rafting & Sport, Frühlingstraße 61, 83435 Bad Reichenhall, Tel. 086 51/ 672 38, www.rafting-fun.com; Tubing ab 50 Euro, Canyonig und Rafting ab 55 Euro, verschiedene Kombi- und Pauschalangebote
 

Voralpen: Wimbachklamm

Wildes Rauschen Wassermassen stürzen sich die enge Schlucht hinunter. Auf einem Holzsteg wandert man hinab und kann das Naturschauspiel beobachten. Über Jahrhunderte hat der Wimbach stetig die Felslandschaft bearbeitet, entstanden ist eine aufsehenerregende Klamm. Die Wanderung führt weiter in ein schönes Tal, wo man sich in der Berg-Gaststätte "Wimbachschloss" ganz famos stärken kann.

Wanderung ab Parkplatz Wimbachbrücke. - Tourist-Information, 83486 Ramsau, Tel. 086 57/98 89 20, www.ramsau.de

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Berchtesgadener Alpen: Schellenberger Eishöhle

Eisige Zeiten Höhlen sind cool, sagen Kinder. Eishöhlen sind dann wohl megacool. In Deutschland gibt es nur eine einzige, die man besichtigen kann: Die Schellenberger Eishöhle hat es in sich, und der Weg hinein ist sportlich. Erst mal drei Stunden Alpenkraxeln, in die dicke Jacke rein (die Höhle hat bis zu 30 Meter dicke Wände und ist superkalt), und drinnen geht das Gekraxel weiter - auf bis zu 3000 Jahre altem Eis. Führer machen mit den Besuchern einen Rundgang durch die fast vier Kilometer lange Karsthöhle. Danach am besten erst mal aufwärmen: auf der Sonnenterrasse der Toni-Lenz-Hütte ganz in der Nähe.

Berchtesgadener Land Tourismus, Bahnhofplatz 4, 83471 Berchtesgaden, Tel. 086 52/65 65 00, www.berchtesgadener-land.com - Weg zur Höhle: vom Parkplatz an der B 305 zwischen Marktschellenberg und der österreichischen Grenze zur Toni- Lenz-Hütte, von dort weiter auf einem Fußpfad. - Toni-Lenz-Hütte, bei der Schellenberger Eishöhle, Tel. 0043/664/134 16 90, www.koenigssee.com/toni-lenz/
 

Illustration: Thomas Kuhlenbeck
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