Die Wunder von Kambodscha

Vier Wochen Asien: BRIGITTE-Mitarbeiterin Judka Strittmatter hatte sich viel vorgenommen. Mehrere Länder wollte sie bereisen - doch dann kam sie in dieses eine, und es ließ sie nicht mehr los.

Tempel für die Ewigkeit

Sihanoukville im Süden ist Treffpunkt für Touristen und Einheimische

Die Dämmerung gibt ab an die Dunkelheit, alles taucht ein in Zauberlicht. Nur manchmal klopft ein Specht, ansonsten ist es fast unwirklich still in diesem Dschungel, der uns umgibt. Er verschluckt viele Geräusche, so wie er vor Jahrhunderten den Tempel verschluckt hat, dessen Mauerreste wir bewundern. Hünenhafte Bäume ragen über ihnen in den Himmel - Würgefeigen, Banyan und Kapokbäume. Ihre Wurzeln haben sich auf das Gemäuer gepfropft, schlängeln sich wie Boas um Steinplatten, Bogen und Türme. Wir stehen in einer vergangenen Welt.

Hier, inmitten dieser Urgewalt, wird mir die Winzigkeit des Menschenlebens klar. Die steinerne Haut der alten Tempelanlagen strahlt so viel vergangenes Leben aus wie die Runzeln einer alten Frau. Ohne Worte erzählen sie von früher, als allein hier, im "Ta Prohm", 12000 Menschen gelebt haben sollen. Dieser Tempel wurde als einer der letzten in der Region Angkor im 19. Jahrhundert entdeckt. Angkor ist mehr als 200 Quadratkilometer groß und war bis ins 15. Jahrhundert das Zentrum des Khmer-Reiches. Angkor kann man nicht durchwandern wie das Heimatmuseum einer Kleinstadt, man braucht viel Zeit dafür, ganze Tage. Viele leihen sich ein Rad, fahren mit der Rikscha oder dem Tuk-Tuk hindurch. Wir haben Borey angeheuert, zwanzig Jahre alt, scharfer Scheitel, immer wie aus dem Ei gepellt. Er fährt Touristen herum, Preis: Verhandlungssache, uns bringt er für 15 Dollar zu den Tempelanlagen.

Ta Prohm ist eine der eindrucksvollsten, aber auch eine von sehr vielen Tempelanlagen, die in der ländlichen Region im nördlichen Kambodscha über Urwald und freies Gelände verstreut sind. Bei Ta Prohm ist die Umarmung mit dem Dschungel zu fest, andere Anlagen sind komplett freigelegt - wie Angkor Wat, größter und bekanntester Tempel und seit vielen Jahren zentrales Symbol in Kambodschas Nationalflagge. Und für viele Menschen ein achtes Weltwunder. Um seine Wassergräben stehen hunderte fliegender Händler und verkaufen Stoffe, Winzig-Buddhas und Silberschmuck - und Wasser, Cola, Bier. Dose um Dose wandert von den mobilen Kühlboxen zu den Durstigen, die Hitze klebt und kleistert. Es ist nicht leicht mit dieser Hitze, aber Angkor Wat lässt sie vergessen. Ich fühle mich wie im Epizentrum eines Märchens.

Die Sprache der Geldbringer

Sehr hip: das "Blue Pumpkin" in Siem Reap

Siem Reap, Angkors Anschluss an das Leben, gelegen am Tonle Sap, dem größten Süßwassersee Südostasiens. Irgendwann war diese Stadt mal ein kleines Dorf, erzählt uns Borey, als er uns im Dunkeln nach Hause chauffiert. Heute wuchern an ihren Rändern riesige Hotelburgen, die glitzern wie Las Vegas. Schritt für Schritt lässt sich der Westen nieder und setzt Wohlstandstupfer in die Armutswelt: ein Spa, das jedes Fünf-Sterne-Wellness-Zentrum in Europa über trifft, eine Bar, die schicker ist als jede Lounge in Berlin-Mitte. Die Inhaber: meist Franzosen oder andere Europäer, die in Kambodscha leben. Die Gäste: Touristen aus aller Welt.

Angkor Wat, Kambodschas bekannteste Tempelanlage

In der kleinen Schule gegenüber unserem Guesthouse brennt funzeliges Licht. Wir sehen Kinder, die bis tief in die Nacht mit ihrem Lehrer Englisch büffeln - die Sprache der Touristen, die Sprache der Geldbringer. Die Kambodschaner wollen anschließen an das Erfolgsmodell Asien, wollen weg von der Apathie, die sich nach vielen Jahren Krieg über das Land stülpte wie die Wurzeln der Dschungelbäume über die Tempel von Angkor.

Damals packte ich mit anderen Schülern in der DDR Pakete mit Schulheften, Füllern und Puppen - für die "Volksrepublik Kampuchea". Die "Solidarität mit verbündeten Völkern" war ein Pionierauftrag, wir erfüllten ihn. Hinfahren durften wir nicht. Gut dreißig Jahre ist das her, Kambodscha ist jetzt ohne Terror, aber auch immer noch ohne Wohlstand. Doch es kommen immer mehr Touristen, jährlich mehr als eine Million. Es geht aufwärts, irgendwie.

Ansichten einer Großstadt

Wir nähern uns Kambodschas Kapitale vom Wasser, sechs Stunden mit dem Speed-Boot den Tonle Sap hinunter, das ist wie über eine endlose Fläche schweben, die im diesigen Licht mit dem Himmel verschwimmt. Phnom Penh packt uns hart, mit klebriger Hitze und einer gefühlten Einwohnerzahl von zehn Millionen. Real sind es rund 1,5. In der Stadt: Palazzo Prozzo neben Bretterbude, Bettel-Elend neben gestylten Jugendlichen, Mittelalter neben Postmoderne.

Wir kommen bei Dara unter, im "Dara Reang Sey Hotel", einem schmucklosen, aber sauberen Kasten mit Neonlicht. Dara ist dreißig und Vietnamesin. Auch sie hat damals DDR-"Soli"-Pakete bekommen. "Damals hast du etwas für mich getan, heute kann ich es zurückgeben", sagt sie und macht mir einen Sonderpreis fürs Zimmer. Unsere Tage in Phnom Penh - jeder ein kleines Abenteuer. Einmal zuckeln wir per Fähre und Moped nach Koh Dait, einer Mekong- Insel, rüber zu den Webern, die im Dunkel ihrer offenen Pfahlbauten die schönsten Seidenstoffe produzieren. Auf dem Weg zur Nordspitze der Insel trotten knochige Büffel an uns vorbei, drücken uns Menschen quäkende Babys in den Arm - als Geste ihrer Gastfreundschaft. In der letzten Hütte des Dorfes brät uns eine Familie für kleines Geld ein Huhn aus dem eigenen Stall. Ein paar Minuten vorher hat es noch laut gackernd im Sand gepickt.

Nur eines ist an jedem Tag gleich in Phnom Penh: Sam Bo, ein alter, müder Elefant, hat jeden Nachmittag um vier Ausgehstunde. Zwei Männer führen ihn die Uferpromenade entlang, damit er Spenden aller Art "errüsselt". Der späte Nachmittag ist nicht nur seine Zeit: Frauen sitzen versonnen über Schüsseln mit schwarzen, glänzenden Käfern, die sie als Delikatesse verkaufen und von denen sie sich ab und an selbst einen zwischen die Zähne schieben. In Garküchen brutzeln knusprige Wachteln und Täubchen, Blumenverkäufer preisen ihre Lotosknospen an, eine Wahrsagerin beugt sich über Hände. Lauter Momente für das Fotoalbum in unserem Kopf.

Herzlichkeit und Goldgräberstimmung

Phnom Penh, das spüren wir in jedem Zipfel der Stadt, will die Geschichte abschütteln, den Krieg, das Morden. Ohne das Erlittene zu vergessen: Für die Erinnerung gibt es "Toul Sleng", das ehemalige Foltergefängnis, das jetzt ein Museum ist, und die "Killing Fields", die Massengräber vor der Stadt. Das Hier und Jetzt sind Firmengründungen, Baustellen, Joint-Ventures. Schon tagsüber ist sichtbar, dass dem verfallenen Gesicht der Stadt punktuell jugendliche Frische implantiert wird: Zwischen den abgewirtschafteten Kolonialbauten wachsen immer mehr Glas und Beton in den Himmel. Aber vor allem nachts boomt neues Business, in den Bars, Clubs und Casinos - manche so modern wie in Paris oder New York - amüsieren sich Backpacker und Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen, DJs, Dolmetscher und Neureiche.

Die Clubs in Phnom Penh sind so modern wie in New York

Unser Lieblingsplatz bei hereinbrechender Dunkelheit ist der Sisowath Quay. Er ist Laufsteg und Uferpromenade, Basar und Bühne. Unser Logenplatz: der Balkon im "La Croisette". Wir sehen Menschen auf dem Weg nach Hause oder beim "dah'leng", dem Einkaufsbummel, oder zu acht auf einem Moped - das Baby unter den einen, den Hund unter den anderen Arm geklemmt. Zwischendrin schieben sich dunkle Limousinen durch die Mengen und radeln Rikschafahrer Touristen durchs Gewühl. Verkehrsregeln? Nur diese eine: Jeder fährt, wann er will. Manche Rikschafahrer schlafen zusammengerollt auf den Bänken ihres Gefährts. In ihre Dörfer zurückzuradeln würde sich nicht lohnen, weil sie schon in ein paar Stunden wieder auf die Straße müssen.

Die Nacht hat mehr Abgründe als der Tag, im Dunkeln brüten Sextourismus, Kinderhandel und andere Geschäfte aller Art. Die Goldgräberstimmung sei durchwirkt von Korruption, erzählen uns Ausländer, die hier leben, aber auch einige Einheimische selbst. Kriminelle, das sind in dieser Stadt Polizisten, Regierende und Beamte. Und Gesetze dazu da, umschifft zu werden.

Dennoch mag ich Phnom Penh, fühle ich mich hier aufgehoben. Ich mag die Liebenswürdigkeit der Menschen, die weit von Servilität entfernt ist. Wie kann ein Volk, das so sehr gepeinigt wurde, trotz allem so viel Herzlichkeit ausstrahlen?

Die Kinder des Monsieur Marot

Auch das ist Phnom Penh: Straßenkinder auf der Müllkippe

Nachts sind auch die Kinder von Phnom Penh unterwegs. Fünfjährige schleppen Bücher und Reiseführer in kiloschweren Bauchläden herum, putzen Touristenschuhe oder durchstreifen die Straßen mit einer Waage unterm Arm - für ein paar Riel findet sich immer einer, der sein Gewicht überprüfen will. Viele Kinder werden von ihren eigenen Eltern zum Geldverdienen losgeschickt, schuften auf der Müllkippe vor der Stadt, picken stundenlang Brauchbares aus dieser stinkenden, suppenden Halde. Dieser Job im Dreck ist lukrativ - er bringt der Familie rund einen Dollar am Tag.

Kinder in Phnom Penh, die bei Sébastien Marot leben, haben es gut. Wir stehen eines Tages vor dem Jugendzentrum des Franzosen nahe dem Markt "Psar Kandal". Das Haus ist bunt bemalt und strahlt Glück aus, etwas, was viele Kinder nicht kannten, bis sie hier ankamen. Vor elf Jahren reiste Sébastien Marot, heute 42 Jahre alt und damals Werber in Paris, durch Kambodscha, strandete in Phnom Penh und entdeckte eines Nachts ein Dutzend Kinder, die auf der Straße schliefen. Über Phnom Penh lag noch die Nachkriegs-Agonie - ohne Strom, mit gelegentlichen Schießereien. Marot entschied schnell und investierte sein Geld, das er bei einem Kosmetikriesen verdient hatte, für Brot, Bananen, einen Raum. Aus Tagen wurden Wochen, aus einer spontanen Hilfeleistung ein Lebenswerk. Das heißt heute auf Khmer "Mith Samlanh", auf Englisch "Friends". Hier bekommen rund 1000 Straßenkinder Essen, und Marots Mitarbeiter, Kambodschaner größtenteils, sind froh, ihr eigenes Kindheitstrauma durch ihre Arbeit bewältigen zu können. Alle Kinder sind freiwillig hier. Jedes vierte istHIV-positiv - wer, bleibt geheim. Im Haupthaus von "Friends", einer umgebauten Autofabrik, sehen wir den Jugendlichen dabei zu, wie sie ein Handwerk lernen: Autos reparieren, Haare schneiden oder kochen. Überall wird gelacht, in den Lehrräumen ebenso wie im Speisesaal. Samnang Ngoun erzählt, wie er vor ein paar Jahren auf den Hof von "Friends" taumelte - voll mit Drogen. Heute ist der 24-Jährige Mitarbeiter im mobilen Drogenteam und betreut Jungs, wie er selbst mal einer war.

Eines Abends fahren wir mit Marots "Outreach Team" in die Nacht hinaus. Marot und seine Leute besuchen Kinder, die auf der Straße bleiben wollen und sich dennoch über ein Stück Sorge freuen. Auf Motorrädern sucht das Team nach Kids, die Klebstoff schnüffeln und deren Bett ein Pappkarton ist. Mitten in der Nacht waschen sie ihnen das verlauste Haar, geben Vitamintabletten aus, spielen Memory mit ihnen und bieten Umarmungen an. Jede wird angenommen. "Manche kriege ich schon deshalb nicht hier weg", sagt Marot, "weil die Straße immer warm ist." Sogar nachts und im Winter.

Eine Strandkommune und ein Abschied

Cool sein und gesehen werden: Das Strandleben in Sihanoukville

Mit dem Bus weiter Richtung Süden, vor den Fenstern fliegen Reisfelder vorbei, im Kopf läuft noch lange das Kino mit den vielen Bildern aus Phnom Penh. Wir erreichen Sihanoukville an einem brüllend heißen Tag, das Licht flirrt über dem Serendipity Beach. Die Küste ist "in", viele Traveller ziehen sie mittlerweile Thailands Stränden vor. Schon einmal gab es große Zeiten hier: In den frühen Sechzigern logierte die französische Hautvolee, Stars wie die Deneuve, im "Independence Hotel".

Wir mieten uns im "Coasters" ein, einem populären Bungalow- Resort direkt am Strand, und es beginnen Tage voller Sonne und Seligkeit. Und das ist unter anderem auch Sorphea zu verdanken, einer blinden Frau, vierzig Jahre alt. Sorphea ist Masseurin bei den "Seeing Hands", einem kambodschanischen Blindenverband, der seine Leute in einer japanischen Massagemethode unterweist. Entweder brause ich mit einem Mopedfahrer zur schlichten Praxis an der Ekareach Street, oder Sorphea wird zu mir gebracht - und ich rolle eine Matte auf dem Balkon des Hotels aus, am Rande des Rattanstuhlbereichs, wo ein paar andere Gäste sich Reis mit Shrimps servieren lassen. Anderthalb Stunden unter Sorpheas Händen haben den Erholungswert eines Ayurveda-Komplettprogramms, sie findet Schmerzstellen an meinem Körper, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Anderthalb Stunden Glückseligkeit für sechs Dollar - das ist der "Seeing Hands"-Einheitspreis.

Unser Strandrefugium verlassen wir nur manchmal, für eine kleine Alibi-Fahrt in die Stadt oder die nähere Umgebung. Dann schauen wir uns die dösenden Reptilien im Hotel "Snake House" an oder essen einen leckeren, knusprigen Fisch bei "Mama Cambodia" auf dem Wat Leu, dem "Szeneviertel" von Sihanoukville. CD-Shops und Internet-Cafés gibt es dort auch, für all die Reisenden, Suchenden und Gestrandeten aus aller Welt.

Die Strände sind Spiel- und Sammelplatz für alle. Kambodschanische Kinder spielen Fußball mit australischen Surfern, blasse Engländerinnen lassen sich die Nägel von Vietnamesinnen maniküren, und im Open-Air-Kino am Strand trauern im Dunkeln alle zusammen mit dem englischen Patienten um seine tote Katharine. Die Strände heißen Hawaii, Independence oder Victory Beach - jeder ist anders. Mal steinig, mal weich, mal lang, mal buchtig, manchmal auch dreckig und vermüllt. Ein Paradies für Laissez-faire- Urlauber, nicht für akkurate Abseits- und Allein-Bräter. Wir wollen es genau so. Und nehmen auch Anzeichen von Verlotterung in Kauf, denn etwas Größeres legt sich über diesen Eindruck: das Gefühl eines wunderbaren, leichten Miteinanders.

Am Anfang unserer Reise hatte ich noch große Pläne: Asien in vier Wochen - so hatte ich es mir vorgenommen. Ich bin total gescheitert. Über Kambodscha bin ich nicht hinausgekommen. Darüber hinweg bis heute nicht.

Reise-Infos Kambodscha

ANREISE Zum Beispiel mit Thai Airways von Frankfurt/M. (über Bangkok) nach Phnom Penh, ab 981 Euro. Alternative, wenn man die Reise in Siem Reap beginnen will: erst nach Bangkok (z. B. mit Thai Airways von Frankfurt/M., ca. 800 Euro). Von dort weiter nach Siem Reap, einfacher Flug ca. 160 Euro. Tipp: In der Nebensaison (Mitte April bis Ende Mai) sind die Flüge billiger.

BESTE REISEZEIT November bis März.

TELEFON Vorwahl nach Kambodscha 00855, dann Ortsvorwahl ohne die Null.

UNTERWEGS Von Siem Reap aus ist es bequem, das Speed-Boot zu nehmen, etwa fünf Stunden den Tonle Sap hinunter bis Phnom Penh. Preis: ca. 20 Euro. Von Phnom Penh aus kann man mit einem klimatisierten Bus nach Sihanoukville fahren (von der zentralen Busstation nahe Central Market, Preis: ca. 2,50 Euro). Bei einem privaten Fahrer muss man handeln: Eine Vier-Stunden- Fahrt nach Siem Reap kostet etwa 25 Euro.

UNTERKOMMEN In Phnom Penh: The Billabong. Entspanntes, cooles Hotel mit angenehmer Ausstattung mitten im Zentrum, Pool mit DZ ab 27 Euro (5th Street 158, Tel./Fax 023/22 37 03, www.thebillabonghotel.com). Foreign Correspondence Club (FCC). Alte Kolonialvilla direkt an der Uferpromenade des Tonle Sap. Sehr gediegen. Oft ausgebucht. DZ/F ab 54 Euro (363 Sisowath Quay, Tel. 023/21 01 42, Fax 42 77 58, www.fcccambodia.com. Einen FCC gibt es auch in Angkor). - In Siem Reap: Samnark Prahriem. Zentral gelegenes und trotzdem ruhiges Guesthouse. Schlichte, saubere Holzzimmer inkl. Moskitonetz, Veranda und Frühstück im Garten. DZ ab 4 Euro (im Garten hinter "Mom's Guesthouse" an der Einkaufsstraße Wat Bo, Tel. 015/63 00 39). - In Sihanoukville: House of Malibu. Traumhaftes Resort mit eigener Bucht und opulentem Garten. Jeder Bungalow ist individuell eingerichtet, ein kleiner Palast für sich. Ab ca. 29 Euro pro Nacht (Serendipity Beach, Tel. 012/73 33 34).

GENIESSEN In Phnom Penh: Elsewhere. Großartige Bar in einer alten französischen Säulenvilla in Phnom Penh mit Pool und tropischem Garten. Im ersten Stock verkauft eine junge Vietnamesin selbst genähte Taschen und Garderobe auf Designer-Niveau, nur viel günstiger (175 Street 51, Ecke 174 Street 254, Tel. 012/66 02 32). Heart of Darkness. Wilder Tanzschuppen im Zentrum von Phnom Penh, bis in die Morgenstunden geöffnet (38 Street 51). - In Siem Reap: Blue Pumpkin. Mischung aus Restaurant, Bar und Lounge - hip und ganz inWeiß. Leckere Snacks, Pasta und Regionales. Und: Kuchen und Croissants (direkt am Old Market, Tel. 012/94 62 27. Dort gibt es auch viele gute einheimische Restaurants). Visaya Spa & Pool. Wellness in edlem Ambiente. Massagen ab ca. 31 Euro die Stunde (an der Pokambor Avenue, nahe dem FCC-Hotel, Tel. 063/76 02 80, www.visayaspa.fcccambodia.com). - In Sihanoukville: Mama Cambodia. Der knusprigste Fisch der Welt für ca. 2,50 Euro. Mama Cambodia kocht selbst, ihre Töchter und Nichten servieren (auf dem Weather Station Hill).

EINKAUFEN In Phnom Penh: Psar Toul Tom Poung. Auf dem so genannten "Russenmarkt" gibt es wunderschöne Seidenstoffe, Antiquitäten und Kunsthandwerk. In der Mitte unzählige Garküchen. Street 240. Tolle Einkaufsstraße mit vielen kleinen Läden (z. B. Sap Bay Shop, ein Laden für Taschen, Handarbeiten und Deko-Artikel). Sotheares Boulevard. Großartig für Silberschmuck und Buddha-Statuen. Handeln! - In Sihanoukville: Ekareach Street/Omui Street. Beste Einkaufsmeile, vor allem für originelles Plastik-Design im Asia-Look. - In Siem Reap: Senteurs d'Angkor. Seidenstoffe in allen Farben, Khmer- Handwerk, Gewürze und Tee (Old Market).

PAUSCHAL Kultur und Alltag. 17-tägige Studienreise zu vielen Höhepunkten der Khmer-Kultur, per Boot zu schwimmenden Fischerdörfern oder in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh. Termine: Dezember bis März. Preis: ab 3350 Euro im DZ, inkl. Flüge, Boots- und Bahnfahrten, Halbpension (Studiosus, über Reisebüros, www.studiosus.de). - Radtour durch das Hinterland. 16-tägige Fahrt ab Siem Reap mit Radtouren durch Angkor und kaum erschlossene Gegenden der Provinz Seam, Bootstour auf dem Mekong-Fluss, Regenwald-Trekking und Elefantenritt nach Mondulkiri. Termine: November und Dezember. Preis: ab 2590 Euro im DZ, inkl. Flug, Bahn- und Bootsfahrten (One World Reisen, Roseggerstr. 59, 44137 Dortmund, Tel. 02 31/16 44 80, Fax 16 44 70, www.reisenmitsinnen.de). - Flussfahrt auf dem Mekong. Vorbei an schwimmenden Märkten und dörflichem Leben am Flussufer, mit vielen Ausflügen, z. B. zu Seidenwebereien oder Fischfarmen. Außerdem Vorträge zu Geschichte und Kultur. Acht Tage Flussfahrt, dann je drei Tage Saigon und Bangkok. Termine: Dezember und Januar. Preis: ab 2982 Euro im DZ, inkl. Flug, Vollpension auf dem Schiff, Halbpension im Hotel (Lernidee Erlebnisreisen, Eisenacher Str. 11,10777 Berlin, Tel. 303/786 00 00, Fax 786 55 96, www.lernidee.de).

LESEN Stefan Loose Travel Handbücher Kambodscha. Der praxisnahe Führer für unterwegs mit vielen Tipps und Stadtplänen (DuMont Reiseverlag, 17,95 Euro). - Kulturschock Kambodscha. Gut lesbares Hintergrundwissen über die kambodschanische Gesellschaft, ihre Geschichte, ihre Kultur, ihr Denken (Reise Know-How Verlag Rump, 14,90 Euro). - Der Preis der Leichtigkeit. Eine Reise durch Thailand, Kambodscha und Vietnam. Geschichten, Begegnungen und persönliche Eindrücke aus Südostasien (Frederking & Thaler, 19,90 Euro). - National Geographic Art Guide. Die Schätze von Angkor. Detaillierter Führer durch Kambodschas größtes Wunder. Mit vielen Farbfotos und ausführlichen Erläuterungen (National Geographic, 29,95 Euro).

INFO Auskünfte über Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Provinzen: www.mot.gov.kh; offizielle Website der Regierung: www.cambodia.gov.kh

Fotos: Jörg Modrow Karte: Gaby Wilhelmi Text: Jidka Strittmatter BRIGITTE Heft 25/2006
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