Auf dem Wildnis-Trail in der Eifel

Ohne Gepäck wandern und den Urwald von morgen entdecken - im Herbst ist es auf dem Wildnis-Trail in der Eifel unfassbar schön. Fantastische Ausblicke auf saphirblaue Seen inklusive.

Auf schmalem Pfad laufen wir den Berg hinauf, ein Käfer flüchtet an den Wegesrand. Hohe Schwarzerlen wachsen an einem kleinen Bachlauf, daneben sehen wir einige mat­schige Suhlen. Hier hat es sich eine Horde Wildschweine gutgehen lassen.

Auf dem Wildnis­-Trail im Nationalpark Eifel herrscht Ruhe. Auf vier Tagesetappen von 18 bis 25 Kilometer Länge wandert man durch mächtige Eichenwälder, an der Urft und den großen Seen vorbei oder auf die Dreiborner Hochfläche. Bäche suchen ihren natürlichen Lauf, Totholz bleibt unbeachtet, aus Forstwegen wer­den romantische Pfade für Spa­ziergänger. Biber, Wildkatzen und Rotwild finden hier Schutz. Der Urwald kehrt zurück.

Der Wildnis-Trail in der Eifel. Der Trail führt von Monschau-Höfen im Süden bis zur nördlichen Spitze bei Hürtgenwald-Zerkall. Auf teils sehr anspruchsvollen Strecken kann man sämtliche Landschaften und Lebensräume des Nationalparks erleben. Hier leben Schwarzstörche und über 1800 weitere bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die Forscher bereits im Nationalpark nachgewiesen haben. Unterwegs hat man einmalige Ausblicke auf die Talsperren Rur-, Ober- und Urftsee. Der stilisierte Wildkatzenkopf weist den Weg. Die Wildkatze ist ein sehr seltenes Tier, das im Nationalpark Eifel lebt. Arrange­ment ab 169 Euro pro Person: drei Übernachtungen mit Frühstück, Karten und Transfer (Monschauer Land Touristik, Tel. 024 73/937 70, www.wildnis­trail.de).

Genießer Wirtshaus. Von der Kammer bis zur luxuriösen Suite, hier ist alles mit Liebe eingerichtet. Spezialität im Restaurant: „Döppekooche“, mit wechselnden Zutaten gefüllter Reibekuchen. DZ/F ab 74 Euro (Hövel 15, Simmerath­Rurberg, Tel. 024 73/32 12, www.geniesserwirtshaus.de).

Restaurant Schnabuleum. Wer noch einen Ausflug machen möchte, fährt rüber nach Monschau und genießt kreative Küche wie Senfcremesuppe, Eifeler Senfbraten oder Bärlauchlachs mit Reibekuchen. Dann die alte Senf­mühle besichtigen, die seit über 100 Jahren in Betrieb ist (Laufenstraße 118, Tel. 024 72/22 45, www.senfmuehle.de).

Mehr Infos unter www.nationalpark-eifel.de

Alexander Jürgs
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