Traumhafte Hotels in Europa

Sie planen eine besondere Auszeit? Mit dem Liebsten, allein oder mit der Tochter? Zehn traumhafte Hotels, in denen sich unsere Autorinnen sehr wohl gefühlt haben.

Paradies mit Meerblick

Pool-Position: genügend Platz für alle Gäste

Auszeit: schlummern mit Meeresrauschen

Balance-Time: Asiatische Massagen gibt's im Spa

Algarve: Vivenda Miranda Morgens, so gegen sechs Uhr, tuckern die Fischerboote aufs Meer. Begleitet vom Kreischen der Möwen. Aber im Romantik Hotel "Vivenda Miranda" hoch oben auf den Klippen an der westlichen Algarve beginnt der Tag in aller Ruhe. Und Ruhe ist auch das, was die meisten Gäste in diesem zauberhaften 25-ZimmerDomizil suchen. Im Garten mit Hibiskusbüschen und Bougainvillea-Kaskaden in Rosa und Weiß finden mein Lebenspartner und ich immer ein Plätzchen unter Palmen. Unten rauscht der Atlantik, der allerdings nie zur Ruhe kommt.

Das ist auch die Begleitmusik zum Abendessen auf der Restaurant-Terrasse. Wir nehmen das Menü und sind vom Champagner-Soufflé mit Jakobsmuscheln und Kalbsrücken, gefüllt mit mediterranen Kräutern, nachhaltig begeistert. Nach dem Essen bleiben wir noch lange bei Kerzenschein unterm Sternenhimmel sitzen.

Eigentlich wollten wir in diesem Urlaub viele Bücher lesen, mal eine kleine Runde im Pool schwimmen, aber dann... spielen wir täglich Golf (zehn wunderbare 18-Loch-Plätze sind ganz in der Nähe), machen einen Ausflug in das Küstenstädtchen Lagos, wo wir am Hafen gegrillte Sardinen probieren, durch die Gassen schlendern; und die gefühlt tausend Stufen zur kleinen Strandbucht Porto de Mós müssen wir natürlich auch einmal hinunter und zurück laufen.

So viel Aktion schreit nach Tiefenentspannung, finde ich. Und so gönne ich mir erst mal eine wunderbare Schoko-Packung mit Massage im hauseigenen Spa. Wer sagt eigentlich, dass Süßes nicht gut für den Körper ist?

Hilke Flebbe

Romantik Hotel Vivenda Miranda, Rua das Violetas, Porto de Mós, 8600-282 Lagos, Portugal, Tel. 003 51/282/76 32 22, www.vivendamiranda.com. DZ/F ab 160 Euro.

Fünf Sterne am Atlantik

Atlantikblau: auch in den stylishen Zimmern

Stopp! Der Portier wartet schon auf Sie!

Endstation: das "Cliff House" im Südwesten Irlands

Irland: Cliff House Hotel Ich könnte auch drei Tage im Bett bleiben, in diesem weichen Berg aus Kissen und Decken aus irischer Schafwolle. Zu meinen Füßen lodert ein Kamin, und durch die riesigen Scheiben, gegen die gemütlich der Regen prasselt, schaue ich auf das Meer unter mir und die Bucht des Städtchens Ardmore. Ich sitze in einem Hotel, das wie ein Vogelnest oben auf einer Klippe im Süden Irlands hockt, und es ist fast so, als wenn ich zu Hause wäre. Nur viel besser.

Das "Cliff House Hotel" wird von dem niederländischen Manager Adriaan Bartels geführt, und er und seine Mannschaft schaffen es, dass trotz der fünf Sterne keine Atmosphäre von steifem Luxus aufkommt. Ob in den Zimmern, die eine gelungene Mischung aus modernen Pink-, Blau oder Grüntönen in Kombination mit Antiquitäten sind. Oder in der Wellness-Abteilung mit Panorama-Pool, in der man sich mit Blick aufs Meer durchkneten und eincremen lassen kann bis zur Erschöpfung. Oder im Restaurant, das als einziges Hotel-Restaurant Irlands mit einem Michelin-Stern gekrönt ist und in dem der Koch wahre Wunder mit Dingen wie Lammhaxe und roter Bete vollbringt, die ich sonst nie essen würde.

Mit Steve, dem Dorfjungen und Wellness-Rezeptionisten, wandere ich in dicken Gummistiefeln über die Klippe zu einer heiligen Quelle, während er davon erzählt, wie sein Vater und er nach Wracks tauchen und wo es die besten Plätze gibt, um die Delfine beim Spielen zu beobachten.

Es ist ein bisschen wie am Ende der Welt. Schafe drängen sich auf den vielen Weiden eng zusammen, und in dem Dorf mit den bunten Häusern und einem einzigen kleinen Supermarkt huschen nur vereinzelt Menschen durch den Regen.

Und wenn ich vom Wind durchgepustet später am Abend satt und zufrieden mit einem Buch im Bett wieder vor dem Kamin liege, dann weiß ich, was ein perfekter Tag ist.

Beatrix Gerstberger

Cliff House Hotel, Middle Road, Ardmore, Co. Waterford, Irland, Tel. 003 53/248/78 00, www.thecliffhousehotel.com. DZ/F ab 180 Euro.

Italien im Blumenrausch

Mit Antiquitäten: die 21 Zimmer und Suiten

Im duftenden Garten: der großzügige Pool

Orientalisch: das Wellness-Center

Apulien: Villa San Martino Ein Lüftchen fächelt durch den Garten voll blühender Büsche, Kletterrosen und Lavendel, Palmen und knorriger Olivenbäume. Zikaden sirren, eine Biene brummelt durch ein Blumenbeet, und unter den weiten Kronen von Schirmpinien leuchtet das rosafarbene Haupthaus der "Villa San Martino".

Ein Luxushotel. Der Besitzer Martino Solito ist im Hauptberuf Restaurateur, und auf dem ehemaligen Landsitz der Familie hat er sich ausgelebt, vielleicht sogar einen Traum erfüllt: ein großzügiges Haus für Gäste. Und so fühlt es sich in diesem kleinen, weder steifen noch aufgetakelten Luxushotel an: nach Gastfreundschaft.

21 Zimmer und Suiten mit Balkon oder Terrasse zum Garten hat Solito eingerichtet, mit ausgesuchten Antiquitäten und Zeichnungen aus seiner Sammlung. Es ist ein romantisches Hideaway voller Licht geworden, mit floralen Mustern und Farbspielen in zarten sonnigen Farbtönen.

Apulien ist ein Land zwischen den Meeren. Die Sandstrände der adriatischen und auch der ionischen Küste erreicht man in weniger als einer halben Autostunde. Eigentlich. Aber auf dem Weg durch das munter geschwungene Valle d'Itria kann man viel Zeit vertrödeln. Zwischen Weinfeldern, Obstgärten und den Trulli, die wie steinerne Zipfelmützen aus dem Grün herausgucken. In den Gassen dieser blitzweißen Dörfer, die stolz auf den Hügeln sitzen. In bezaubernden Städtchen wie dem arabisch anmutenden Ostuni oder dem eleganten Martina Franca mit seinen barocken Kirchen und Palästen aus hellem Sandstein, nur wenige Kilometer von der "Villa San Martino" entfernt.

Dort lege ich mich nach dem Ausflug an den Pool und freue mich auf den Abend. In der Küche des Restaurants vergnügt sich nämlich ein höchst kreativer Chef mit der regionalen Kost Apuliens, der auf den Tellern überraschend inspirierte und verfeinerte Variationen dieser süditalienischen ArmeLeute-Kost arrangiert. Ich sage nur: Riso, Patate, Cozze - Eintopf aus Reis, Kartoffeln und Miesmuschel, als Sushi zubereitet.

Kirsten Wulf

Villa San Martino, Via Taranto 59, 74015 Martina Franca, Tel. 00 39/080/480 51 52, www.relaisvillasanmartino.com. DZ/F ab 129 Euro.

Bergromantik auf neue Art

Unbehandeltes Holz und Naturstein: im Kaminraum

Klare Linien: auch in den 17 Gutshof-Suiten

Heimische Produkte fein zubereitet: im Restaurant "Stuben"

Kitzbüheler Alpen: Wiesergut Orangenschalentee statt Welcome Drink, reduzierte Möbel statt Herzchenschnitzerei, Sichtbeton statt knorriger Balken. Das verglaste Entree, in dem nur ein Büchertisch mit Laptop die Rezeption andeutet, könnte auch in New York sein. Doch der Duft von Zirbenholz (schlaffördernd!) erinnert mich sanft daran, dass ich gerade in einem Berghotel einchecke. Der Ausblick durch die Glasfront meiner loftigen Garten-Suite lässt keine Zweifel mehr zu: Gleich hinter den Obstbäumen transportieren Gondeln die Wanderer auf den Zwölferkogel (1982 Meter hoch).

Auch ich schnüre meine Stiefel und genieße, begleitet von Albin, dem Fitness- und Skitrainer des "Wiesergut", den Blick vom Gipfel über die Almen des Salzkammerguts. Und danach? Eine Honig-Massage zur Muskellockerung im Spa oder ein Bad imQuellwasser-Hotpot auf der eigenenTerrasse? Ich verträume den Nachmittag lieber unter Kuscheldecken vor dem prasselnden Kamin meiner Suite - tiefenentspannt bis zu den Zehenspitzen.

Der junge Hotelier und Landwirt Josef "Sepp" Kröll hat das "Wiesergut" vor einigen Monaten eröffnet. Seine Familie bestellte schon anno 1350 hier das Land. Und seine Mama schiebt heute noch das köstliche Wiesernbrot in den Holzofen. "Wir legen keinen Wert auf Sterne und Standards wie Frühstücksbuffets und Chipkarten", sagt er. "Lieber servieren wir Grießbrei mit Datteln oder Erdbeerquark, Konfitüren von Veronique Witzigmann und Ei im Glas." Die Ideen für ihr Hotel sammelten er und seine Frau Martina auf Reisen. Die Möbel im Skandinavienund Mid-Century-Modern-Stil ließen sie von lokalen Handwerkern fertigen, die poetischen Leuchten von der Kölnerin Isabel Hamm. Und Architektin Monika Gogl verpackte alles in einer transparenten, geradlinigen Hülle.

Camilla Péus

Wiesergut, Wiesern 48, 5754 Saalbach Hinterglemm, Österreich, Tel. 00 43/65 41/63 08, www.wiesergut.com. DZ/F ab 300 Euro.

Luxus im Olivenhain

Gemütlich: die Classic-Zimmer

Private Atmosphäre: im "Son Net" im Südwesten Mallorcas

Zum Wohl: auf einen Cocktail in die Bar?

Mallorca Son Net So kann ein amerikanischer Traum auch aussehen: Die großzügige Finca "Son Net" aus dem 17. Jahrhundert hat 31 luxuriöse Zimmer und Suiten, ist ausgestattet mit Antiquitäten und Marmorbädern. Draußen plätschert ein Brunnen, breiten Zedern ihre langen Arme aus, Zypressen weisen den Weg zu den zwei Pools, zu dem kleinen Garten-Restaurant "El Gazebo" und in einen Olivenhain. Ringsum die grandiose Kulisse des Tramuntana-Gebirges, hier im stillen Westen der beliebten Balearen-Insel.

Dieses Haus war das Domizil der Familie David Stein aus Kalifornien. Hier wohnte nicht nur der Clan, oft kamen auch Gäste aus Hollywood, wie der Schauspieler Jack Nicholson. Seit 15 Jahren ist es nun ein Boutique-Hotel, der familiäre Charme ist zum Glück geblieben. So werden die Cocktails weiter an der Hausbar mit dem grünen Samtsofa ausgeschenkt, hängen Original-Gemälde weltberühmter Künstler an den Wänden: eine Grafik von Christo über dem Kamin, Chagalls "Liebende" vor der Bar, Werke von Frank Stella in den langen Fluren. Ich logiere in einer Suite mit einer breiten Glasfront. Von hier habe ich einen Exklusivblick auf die blau schimmernden Berge, zu deren Füßen hier und da ockerfarbene Häuser hocken, und auf die geschützte Terrasse des Gourmet-Restaurant "Oleum" mit seiner antiken Ölpresse im hallenhohen Innenraum.

Ich plane meinen Tag: nach Palma zum Bummeln (nur 20 Autominuten entfernt) fahren, eine kleine Wanderung oder Radtour machen? Oder hierbleiben, die Ruhe genießen und sich verwöhnen lassen? Darüber werde ich bei einer Tasse Kaffee noch ein bisschen nachdenken...

Anna M. Löfken

Gran Hotel Son Net, C/Castillo de Son Net, 07194 Puigpunyent, Mallorca, Spanien, Tel. 00 34/971/14 70 00, www.sonnet.es. DZ/F ab 155 Euro.

Prunkvoll logieren auf dem Land

In der Nähe von Florenz: die "Villa Maschere"

Fürstlich ruhen: in einem der 65 Zimmer

Toskana im Blick: von Pool oder Sonnenliege

Toskana: Villa Le Maschere Sie grinsen, verziehen das Gesicht, wüten und klagen: 22 Masken aus grauem Sandstein empfangen mich. Sie verzieren die Fassade des Hotels "Le Maschere", einer prächtigen toskanischen Villa, 33 Kilometer von Florenz entfernt, oberhalb des Bilancino-Sees. Aus dem 16. Jahrhundert stammt der opulente Bau, der sogar Päpste beherbergte und in dem Adelige prunkvolle Feste feierten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfiel die Villa. Glücklicherweise wurde sie dann aufwändig instandgesetzt und 2009 als Fünf-SterneHotel eröffnet - die Masken waren gerettet.

Im Inneren eine Menge Prunk, Fresken, Engel, Deckenmalereien, Stuck, vieles original und sorgfältig restauriert; dazwischen moderne Elemente. Auch die Zimmer (65 insgesamt) sind zum Teil modern eingerichtet, andere dagegen verspielt - stilistische Vielfalt ist das Prinzip der "Villa Le Maschere".

Ich genieße es, hier auf sehr komfortable Weise und in absoluter Ruhe faul zu sein. Am Nachmittag mache ich einen Rundgang durch den großen Park mit alten Bäumen, danach döse ich am Außenpool oder blicke auf die Hügel der Toskana. Abends beim Essen auf der Terrasse - italienische Küche mit Raffinesse - träume ich davon, mich hier wochenlang, wenn nicht sogar Monate bedienen zu lassen, so wie es einst die Adligen zu tun pflegten. Wenn mich die Masken dabei auslachen - sei's drum.

Franziska Wolffheim

Villa le Maschere, Via Nazionale 75, 50031 Barberino di Mugello/Florenz, Italien, www.villalemaschere.it. Buchung bei Siglinde Fischer, Tel. 073 55/933 60. DZ/F ab 166 Euro.

Cooles Leben am Strand

Frisches aus dem Meer: im "Flying Fish Restaurant"

Maritimes Flair: hier die Lounge des Hotels

Möwengeschrei: der Weckruf im "St Michael's"

Cornwall: St Michael's "Feel good again..." Das Mantra des Hotels klingt vielleicht ein wenig, als sei man in der Kur. Doch Falmouth, die kleine historische Hafenstadt an der Südküste von Cornwall im Südwesten Englands, mit ihren herausgeputzten Straßen und penibel gestutzten Buchsbäumen, ist alles andere als ein Rentnerparadies: Am Gyllyngvase Beach, wo das "St Michael's Hotel and Spa" liegt, entspannen coole Kunststudenten der Falmouth University im Sand und joggen Hedonisten am Wasser entlang, während elegante Freundinnen auf der Terrasse der Strandbar sitzen und bei einem Glas Prosecco Surfer und tonnenschwere Schiffe beobachten. Das "St Michael's" liegt inmitten einer netten Nachbarschaft von Bed&Breakfast-Häusern und sieht mit seinem maritimen Charme, dem Schiffsparkett, den Sonnensegeln und den Bullaugen für mich aus wie das Anwesen eines exzentrischen Kapitäns.

Nach einer Küstenwanderung (der berühmte Coast Path ist schnell erreicht) gönne ich mir eine Hot-and-cold-stone-Massage im Spa, schwimme ein paar Bahnen im großen Hallenbad, und als ich mich in meinem hellblau-weiß getönten Zimmer etwas ausruhe, verschlafe ich fast das Abendessen. Wäre schade gewesen. Denn Austern mit Chili über Krebsmousse oder traditionelle Seafood-Pie möchte ich nicht versäumen.

Nach dem Dinner sitze ich noch vor den großen Fenstern und schaue über das herrlich grüne Anwesen, eine wunderbare Mischung aus Urwald, feinstem Rasen und Kräutergarten, hinweg auf das Meer. I feel so good!

Julia Grosse

St Michael's Hotel and Spa, Gyllyngvase Beach, Falmouth, Cornwall, England, Tel. 00 44/13 26/ 31 27 07, www.stmichaelshotel.co.uk. DZ/F ab ca. 270 Euro.

Stylisher Kosmos

Der Berg ruft: nur wer's hören möchte

Oberengadin: Nira Alpina Vor mir radelt ein Alm-Öhi: graue Haare, voller weißer Bart - und kurze Fahrradhosen. Mein Guide, Wolfgang Debrunner, ist topfit und kennt sich aus hier im Engadin. Die Sonne blitzt, ein paar Meter unter uns glitzert der Silvaplanersee. Den kann man schon vom Hotel "Nira Alpina" aus sehen, einem Boutiquehotel in der Nähe von St. Moritz. Denn eigentlich muss man das Hotel gar nicht verlassen, um die Landschaft zu genießen. Dank großer Panoramafenster hat man von den minimalistisch-alpin eingerichteten Zimmern - viel Holz, klare Formen - einen wahnsinnigen Blick auf die Berge.

Überhaupt ist das "Nira Alpina" ein kleiner Kosmos für sich. Morgens duftet es aus der hauseigenen Bäckerei nach Brot und feinen Cupcakes, danach lockt das Spa zu Massagen und Beauty-Treatments. Bei den Restaurants kann ich mich nur schwer entscheiden: ins urige "Stüberl" mit deftiger Alpenküche oder ins Bistro mit leichten Salaten und Pasta? Absolute Highlights sind die Dachterrassen-Bar und das Restaurant "Stars". Neben Exotischem wie rohem Hamachi (junger Gelbschwanzfisch) mit Ingwer-Limetten-Soße kommt hier auch Traditionelles auf den Tisch. Bei Bedarf jagt der Alm-Öhi einen ja wieder hinaus in die Berge.

Simone Lück

Nira Alpina, Via dal Corvatsch 76, 7513 Silvaplana/Schweiz, Tel. 00 41/81/838 69 69, www.niraalpina.ch. Preis DZ/F ab 300 Euro.

Ein Hoch auf die Traube

Am Weinberg: das "Loisium" in der Südsteiermark

Wohlfühl-Ambiente herrscht in den 85 Zimmern und 20 Suiten

Steiermark: Loisium Bis vor Kurzem hatte Ehrenhausen nur ein Schloss, jetzt hat der Ort an der Südsteirischen Weinstraße auch eine Burg, eine brandneue Designburg aus Holz, Glas und Beton auf dem Hügel gegenüber dem Schloss: das "Loisium" mit Wald direkt dahinter, einem Weinberg vor der Tür. Wasser zum Spaß gibt's auch: unten im Tal den Fluss Mur mit seinen Auen, oben das Spa mit einem beheizten Outdoor-Pool.

Nach dem Sport mache ich es mir im Relaxbereich gemütlich, genieße den Tee. Ich wähle eine Traubenkernöl-Massage. Denn schließlich hat das "Loisium" als "Wine Resort" auch ein "Wine Spa" mit speziellen Anwendungen und Produkten.

Die Vinothek verkauft die besten Tropfen der Steiermark zu Preisen wie ab Hof. Mir gefällt der Platz an der Verkostbar. Der Sommelier sagt mir, welche Weißweinsorten für mich trotz Histaminintoleranz bekömmlich sind. Die berücksichtigt auch der Küchenchef im Gourmet-Restaurant. Aber das Verführerischste im "Loisium" sind die Zimmer. Geweißte Holzmöbel, wohltuendes Licht und das Grün der Steiermark, das hineinflutet - einfach zum Dableiben.

Isolde von Mersi

Loisium Wine & Spa-Resort, Am Schlossberg 1a, 8461 Ehrenhausen, Österreich, Tel. 00 43/3453/ 288 00, www.loisium.at. DZ/F ab 168 Euro.

Elegant und heimelig

Zehn Minuten zum Tegernsee: das "Bachmair"

Bayern: Hotel Bachmair Weissach Die Luft knallt. Schuhlos haste ich auf den Balkon, spähe durch rosa Geranien in den Garten. Am Wildbach stehen Burschen in Lederhosen und schwingen - Peitschen. Goaßlschnalzer! Der bayerische Brauch ehrt ein Hochzeitspaar, das Hand in Hand vor der Kapelle wartet. Mit seinem Gotteshäuschen und dem wilden Wasser ist der parkgroße Garten des "Bachmair Weissach" natürlich spektakulär. Das ist aber nicht das Besondere. Es ist auch nicht die Lage zwischen Ringberg, Wallberg und Setzberg, zehn Minuten zu Fuß zum Tegernsee. Oder das 700 Quadratmeter große Spa.

Was das Wohnen schön macht, ist, dass ich mich heimisch fühle. Sofort. Dabei ist das Hotel mit 146 Zimmern groß. Macht nichts, wenn das Personal so freundlich ist. Vieles hier ist urig-original: die dunkle Holzvertäfelung, der Kachelofen und die Malereien an der Wand. Das "Bachmair Weissach" ist bodenständig, im besten Sinne. In den Zimmern und Suiten graues Schilfleinen, der Stoff, aus dem auch Trachtenjanker sind, und bayerische Holzmöbel. Entworfen für das "Bachmair", gebaut von einem Schreiner aus der Region. Vielleicht ist es auch das, was den Aufenthalt so heimelig macht: Wenn ich morgens aufwache und das Zimmer betrachte, weiß ich sofort, wo ich bin. In Bayern, am Tegernsee. Das klappt übrigens auch ganz ohne Goaßlschnalzer.

Madlen Ottenschläger

Hotel Bachmair Weissach, Wiesseer Str.1, 83700 Weissach/ Rottach-Egern, Tel. 080 22/27 80, www.bachmair-weissach.com. DZ/F ab 189 Euro.

BRIGITTE 10/2013 Texte: Hilke Flebbe, Beatrix Gerstberger, Kirsten Wulf, Camilla Péus, Anna M. Löfken, Franziska Wolffheim, Julia Grosse, Simone Lück, Isolde von Mersi, Madlen Ottenschläger

Wer hier schreibt:

Madlen Ottenschläger Franziska Wolffheim

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